Die Günstlings-Wirtschaftsordnung

Von | 17. Februar 2021

(JOSEF STARGL) Zivilisationsrevolutionäre, moralisierende Tugendwächter, Kollektivisten und Egalitaristen behaupten ständig ein Marktversagen und fordern trotz Staats- und Staatenverbundsversagen noch mehr (angeblich) ergebnisgerechte politische Lösungen für soziale Probleme sowie für Umwelt- und Klimaprobleme.

Im Namen einer neojakobinischen Ergebnisgleichheit verlangen sie eine „Politik der offenen Grenzen“ mit mehr Einwanderung in den überdehnten Versorgungsstaat sowie mehr Zwangssolidarität und Zwangsaltruismus von den Bürgern. Enteignungen und zwangsumverteilungsgerechte Lösungen sollen ein Leben auf Kosten von anderen und der Zukunft (anderer) ermöglichen.

Die Nomenklatura in den Institutionen der oligarchisch strukturierten Demokraturen nimmt im Interesse des Ausbaues ihrer Macht zahlreiche Ideen der neojakobinischen Öko-Realsozialisten begeistert auf, um mit noch mehr Planung, mit mehr Steuerung, mit mehr Regulierungen und mit mehr Interventionen eine offene Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung auszuhöhlen und zu verhindern.
Das Motto der Etatisten lautet: „Zwangsumverteile und herrsche!“

Die überschuldeten Versorgungsstaaten und die Schuldenunion werden immer mehr von der Europäischen Zentralbank finanziert, die sich als Förderer von Sonderinteressen bewährt und statt einer Marktwirtschaft mit einer eigenverantwortlichen Vorsorge eine Günstlingswirtschaftsordnung fördert.
Sowohl eine „Politik der offenen Grenzen“ als auch mehr (geld-)politische Planung und Intervention im Dienste von Staaten und von Sonderinteressen destabilisieren eine „liberale, rechtsstaatliche Demokratie und Marktwirtschaft“ als offene Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung.
Die „neojakobinische Supra- und Internationale“ ersehnt eine „Systemüberwindung durch eine Überforderung des Systems“.

Eine Bewußtseinsbildungsindustrie dient den „moralisierenden Enteuropäisierern“ schon länger bei der von ihnen beabsichtigten Schaffung eines neuen Menschen für eine totalitäre Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, in der „Freiheit, Eigenverantwortung und Wettbewerb unter dem Recht“ unerwünscht sind.

Die „Neojakobiner in allen Parteien, Verbänden, Kirchen, Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie Medien“ bewirtschaften permanent den Neid und apokalyptische Visionen. Sie fordern im Namen ihrer Ideologie mehr Ergebnisgerechtigkeit, mehr Zwangsumverteilung und mehr „globale Verantwortung“ von den Bürgern.

Mehr staatliche und supranationale Eingriffe werden von verantwortungslosen Politikern immer häufiger mit einem „öffentlichen Interesse“ begründet. Die Regulierungs- und Interventionskaskaden dienen aber vor allem der politischen Macht und der „Hinterbühne“, den Interessen der Politiker, die gewählt werden wollen sowie den Partialinteressen gut organisierter Gruppen von Korporatisten und von Lobbys.
Immer mehr politische Pläne werden präsentiert, die die Folgen bisheriger Pläne und den ineffizienten Einsatz von Steuern und von Schulden sowie die Unfähigkeit von (EU-)Politikern und von Bürokraten/Eurokraten verschleiern helfen.

Eine „Politik im Interesse aller Europäer“ oder eine „Politik im globalen Interesse“ soll den Bürgern die Überzeugungen vermitteln, dass es „gleiche Ziele aller Europäer“ oder sogar „aller Menschen erdweit“ gibt und, dass sie die Verpflichtung hätten, selbstlos und gegen ihre eigenen Interessen handelnd ihre (zwangs-)solidarischen Beiträge zu einem supranationalen und globalen „Gemeinwohl“ zu leisten.
Erwünscht sind uneigennützige Menschen, die bereit sind, mit ihren Eigenleistungen und mit Verzicht auf eigenen Wohlstand einen Wohlstand für andere (ihnen persönlich nicht bekannte) Menschen zu erwirtschaften.

Eine Finanzierung von Profiteuren einer Günstlingswirtschaftsordnung über Angriffe auf Eigentumsrechte/auf das Privateigentum, über Enteignungen und über „ergebnisgerechte Zwangsumverteilungen“ bewirkt keinen „Wohlstand für alle“. Zwangsumverteilungskaskaden sind mit Kapitalabbau und mit einer Kapitalaufzehrungspolitik verbunden.

2 Gedanken zu „Die Günstlings-Wirtschaftsordnung

  1. Johannes

    Sehr guter Artikel.
    Für mich fühlt sich die Politik des Westens wie die einer runderneuerten DDR an.
    Das schlechte Gewissen soll der ständige Begleiter der Gesellschaft sein.
    Es gilt hehre Ziele zu verfolgen und den Weg dorthin gehorsamst zu befolgen.
    39. 000 Verfolgte welche sich nichts zu Schulden kommen ließen, entlarven ein System.
    Die Demütigung und Einschüchterung freier Bürger soll ihre Unabhängikeit brechen.
    Wohlverhalten wird vom Mainstream belohnt, wer aus der Reihe tanzt muss vernichtet werden.
    Individuelle Freiheit wird sukzessive eingeschränkt, der Mensch gewöhnt sich daran Befehlsempfänger zu sein.
    Gewählte Politiker großer Länder welche dieser Geistesströmung nicht gehorchen werden mit einer global agierenden Systematik bekämpft.
    Interessanterweise nur Politiker des Westen.
    Despoten wie Erdogan, sämtliche afrikanische , aber auch bestimmte südamerikanische Unterdrücker wie etwa in Venezuela haben nichts zu befürchten, können ohne irgendeiner Beachtung ihrem Unterdrückungshandwek nachgehen.
    Wenn man diese Verhaltensmuster des Mainstream beobachtet und analysiert kann man eine bestimmtes Muster sehr gut erkennen.

  2. Cora

    Es ist wie eine Verhöhnung. Verbrennungsmotoren, die das Pflanzenwachstumsmittel CO2 ausstoßen, werden verboten; das also, das die Grünen lieben müßten, weil es die Erde grüner macht. Obendrein werden von ihnen die Giftschleudern auf vier Rädern hofiert.
    Das ist grüne Politik, grüne Umweltpolitik.
    Mit einem Wort: Krank!

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