Die Italien-Krise wird zum Endspiel für die EZB

Wer rettet Italien, wenn der Haushaltsstreit mit Brüssel eskaliert und die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen durch die Decke gehen? Der Rettungsfonds ESM, der IMF oder doch die EZB? Für die Zentralbank stünde dabei nicht weniger als die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. NZZ, hier

2 comments

  1. Cora

    Eine Option wurde nicht betrachtet: der Haircut. Wer ist der Gewinner, wer der Verlierer in diesem Fall? Sehen wir doch einmal nach, wer italienische Staatsanleihen gebunkert hat:
    Insgesamt nahm die über Wertpapiere finanzierte Staatsverschuldung Italiens von 1.180 Milliarden Euro auf 1.995 Milliarden Euro zu. Von dieser Zunahme erwarben die Zentralbanken netto 314 Milliarden Euro und italienische Finanzinstitute 417 Milliarden Euro. Ausländische Investoren stockten ihre Bestände per saldo immerhin um 373 Milliarden Euro auf. Andere italienische Investoren, also private Haushalte sowie Unternehmen, reduzierten ihren Bestand jedoch um 289 Milliarden Euro.
    https://www.institutional-money.com/news/maerkte/headline/italienische-statasanleihen-wer-kauft-we-gibt-ab-146509/
    Italien hat sich auf den Haircut vorbereitet, haarklein sozusagen. Italien ist es auch, das von einem Ausfall des Euros, siehe Target-Salden, nicht betroffen ist, falls der Euro zerfallen sollte. Das Risiko liegt ganz bei ihnen, den Micheln im Norden. Die kapieren es wiedermal nicht, dass sie die Gelackmeierten sind, wenn Italien in die Bredouille kommt.

  2. sokrates9

    Dank der hervorragenden Wirtschaftsbildung sieht kaum ein Österreicher / Deutscher was hier gespielt wird!

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