Die Kaiserin und die Pocken

Als die Blattern 1767 die Habsburger-Dynastie bedrohten, stand Maria Theresia vor einer schwierigen Frage: Sollte sie ihre Kinder impfen lassen? Die Kaiserin wurde zur Impf-Pionierin. mehr hier

4 comments

  1. astuga

    Impfungen sind sinnvoll und nützlich – zumindest überwiegend.
    Aber eben nicht in jedem Fall und auch nicht mit jeder Methode (Stichwort fragwürdige Adjuvantien).
    Im wesentlichen hat die Menschheit alle wichtigen Erreger “abgearbeitet” gegen die mit etablierten Methoden überhaupt ein Impfstoff einwickelt werden kann.
    Aber von Malaria über HIV bis zu div. Corona-Viren (MERS, SARS, und wohl auch SARS-Covid-2) ist man bisher gescheitert.
    Leider neigen wir Menschen dazu Extrempositionen einzunehmen, für die einen sind Impfungen Wundermittel die nicht in Frage gestellt werden dürfen.
    Andere bezweifeln teilweise, ob es überhaupt Viren und schädliche Bakterien gibt.

    Man könnte es zugespitzt auch so sehen: Autoritätsgläubigkeit versus Anarchismus
    Beides sind die Extreme von – in ihrer moderaten Form – sinnvollen Positionen.
    Das führt leider auch dazu, dass es Betrüger und Quacksalber gibt, die sich das Extrem auf beiden Seiten zum eigenen Vorteil zu Nutze machen wollen.

  2. Rennziege

    Ich verstehe Sie nicht ganz, astuga. Die Impfstoffe gegen Pocken, Poliomyelitis (vulgo Kinderlähmung) und Masern, Grippe, Keuchhusten, Diphterie und Tuberkulose etc. haben doch Abermillionen Menschenleben gerettet. Dass es dabei zu Störungen <1% kommt, ist normal; dies gilt auch für simple Vitamintabletten oder Aspirin. — HIV wird sich erst eindämmen lassen, wenn ihre Überträger darauf verzichten, ihre geliebten "Extrempositionen einzunehmen", ohne einander konsequent zu schützen. Letzteres ist nämlich durchaus möglich. 🤦‍♂️😎

  3. Mona Rieboldt

    Rennziege
    Da bin ich der gleichen Meinung. Wenn man ein Kind vor Masern, Keuchhusten etc. bewahren kann mit einer Impfung, ist das ein Segen. Ich weiß, wovon ich rede, ich hatte nicht nur Masern, u.a. auch Keuchhusten. Und ich erinner mich noch heute daran, wie schrecklich das war.

  4. astuga

    @Rennziege
    Das zähle ich ja zu den sinnvollen Impfungen gegen die man auch “einfach” (natürlich unter Anführungszeichen) einen Impfstoff einwickeln konnte.
    Wobei allerdings Polio ein gutes Beispiel dafür ist, wie man durch zu viel Leichtfertigkeit bei der Einführung eines neuen Impfstoffes erst recht Opfer produziert (Cutter-Incident).
    Damals gab es ja einen regelrechten Wettlauf darum, wessen Imfpstoff zum Erfolg führen würde.

    Schweinegrippe war ein anderes Besipiel für den leichtfertigen Umgang mit einem neuen Impfstoff.
    https://www.zeit.de/2016/23/impfstoff-schweinegrippe-pandemrix-narkolepsie
    Lassen Sie es mich so sagen: nur weil Impfstoffe grundsätzlich ein Segen sind, muss man die Pharmaindustrie und Politik noch lange nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.
    Ich bin vielleicht wissenschaftsgläubig, aber sicher nicht wissenschaftlergläubig.

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