Die Kaltschnäuzigkeit des Jahres

Von | 4. Januar 2014

“…..Man denke an den Vizekanzler und ÖVP-Chef, der vor der Nationalratswahl ausdrücklich versprochen hatte, mit ihm werde es keine neuen Steuern geben. Jetzt gibt es diese neuen Steuern sehr wohl. Und der Vizekanzler ist nicht aus Scham zurückgetreten, im Gegenteil: Er darf die neuen Steuern, deren Verhinderung er im Wahlkampf zu seinem wichtigsten Anliegen gemacht hatte, nunmehr als Finanzminister eigenhändig eintreiben. Für die Kaltschnäuzigkeit, mit der Michael Spindelegger seinen Umfaller rechtfertigte (“Wahlkampf”, “nicht auf die Goldwaage”, …), verdient er eine Extraauszeichnung in der Disziplin Wählerverhöhnung….” (Andreas Koller, “SN“)

13 Gedanken zu „Die Kaltschnäuzigkeit des Jahres

  1. Thomas Holzer

    Der Trieb, an den vom Steuerzahler subventionierten Futtertrögen der “Macht” verbleiben zu können ist halt auch für einen Mann wie Herrn Spindelegger -welcher sich als christlich bezeichnet- größer als jeder Anstand. Charakterlosigkeit pur; der findet in der Privatwirtschaft wirklich keinen Job mehr.

  2. Reinhard

    Die Verhöhnung des Volkes hat System. Es soll mutwillig der Eindruck entstehen, am unteren Ende der Nahrungskette “machtlos” zu sein – so hält man noch mehr verdrossene der Wahlurne fern und kann in fröhlicher Inzucht weiter abkassieren.
    Nicht nur propagandistische Indoktrination, Verblödung und Versklavung in Kreditblasen sondern auch der Wählerschwund hat System. Ich halte es da mit Roosevelt, der einmal sinngemäß sagte, dass nichts, was in der Politik geschehe, durch Zufall geschehe.

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ Thomas Holzer
    Das “Triebverhalten” des Herrn Spindelegger ist zwar erklärbar, aber er und seine Partei sind aufgrund des Triebes nicht mehr wählbar.
    Es gibt mehrere Arten eine Partei zugrunde zu richten, Spindelegger hat eine der wirksamsten gefunden!

  4. Rennziege

    Heureka! So tät’ auch auch eine Heilung des maroden Österreichs funktionieren, wenn nicht Sesselkleberei der Nomenklatura zum einzigen überlebenden Prinzip der Politik geworden wäre. Wie sich der frischgebackene Teilnehmer an der Gemeinschaftswährung binnen kurzer Zeit an den eigenen Haaren aus dem wirtschaftlichen Sumpf gezogen hat, berichtet und bewundert Ex-“Cicero”-Chef Wolfram Weimer im “Handelsblatt”:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hoch_lebe_lettland

    Freilich wurde Lettland nicht durch den Euro gerettet, sondern durch astrein liberale Methoden, die flink und entschlossen implementiert wurden. Beflügelt durch die üblen Erfahrungen, die dieses 2-Millionen-Volk in ~sieben Jahrzehnten sozialistischer Planwirtschaft erleiden musste.
    Bei uns dahaam, nicht nur dank der EU, erleiden wir just diese Erfahrungen noch nicht so lange; aber sie werden Tag für Tag übler. Dennoch trippelt ein Widerstand oder gar ein Umdenken höchstens in Kinderschuhen daher, wenn überhaupt.

  5. AD

    @Thomas HOlzer

    ich denke schon dass Hr. Spindelegger in der Wirtschaft eine Anstellung finden wird, denn die ÖVP-ler haben immer ein sicheres Dach (mit Giebelkreuz) über dem Kopf

    Hr.Karl Mayer hat in seinem Leserbrief in “Die Presse” am 3.1. den Zustand der ÖVP treffendst beschrieben

  6. Thomas Holzer

    @AD
    Diesen Verein mit dem Giebelkreuz nenne ich seit Jahrzehnten nur mehr die “Gamsbartkommunisten” 😉

  7. Thomas Holzer

    @Ehrenmitglied
    KEINE Partei ist wählbar!

  8. Dr. Dieter Zakel MA

    Was hat man erwartet? Das Schweinesystem produziert halt Schweine…
    Aber für einen Steuerstreik sind die Österreicher zu feig…

  9. Thomas Holzer

    @Rubens
    Seins mir bitte nicht böse, aber definitiv nicht.
    Abgesehen davon, ist es für mich als Antidemokraten sowieso müßig, darüber zu lamentieren, daß keine Partei wählbar ist 😉

  10. Passant

    “Read my lips!” hat einmal einer in diesem Zusammenhang gesagt und ist dafür heftig gegeisselt worden.
    Aber unserem Vizekanzler Täuschung vorzuwerfen wäre mir peinlich, hiesse dies doch, ich hätte ihm das geglaubt.

  11. Mourawetz

    Die Vorbildwirkung kommt auch nicht zu kurz: Wer lügt, kommt weiter.

  12. PP

    @Dr. Dieter Zakel MA
    “Aber für einen Steuerstreik sind die Österreicher zu feig…”

    Wir kriegen nicht einmal einen GIS-Streik zusammen und was wäre das schon für ein Risiko?

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