Die Kapitulationserklärung des Terror-Bekämpfers

(MARTIN VOTZI) Was am Freitag den 13. In Paris passiert ist, kann sich in ähnlicher Form auch In Wien, Linz oder Graz ereignen. Man spürt, dass es nirgends und für niemand mehr sicher ist. Umso interessierter habe ich daher den Ausführungen des Herrn Peter Gridling, seines Zeichens oberster Terrorismusbekämpfer in Österreicher, in einer Sondersendung des ORF am Samstag gelauscht.
Und umso erstaunter war ich dann ob dessen Wortspenden. Es ist also denkbar, dass mit der Flüchtlingswelle, der ja noch immer weitgehend unkontrolliert, in und durch unser Land strömt, auch der eine oder andere Dschihadist eindringen könnte. Das sei aber unwahrscheinlich, da einem Terroristen ja bequemere Möglichkeiten der Einreise zur Verfügung stünden. Was will uns Herr Gridling damit sagen. Dass die Einreise nach Österreich ohnehin kein Problem ist und der islamistische Terrorist gar nicht den Schutz des unkontrollierten Flüchtlingsstroms braucht. Ist das nicht ein verordneter Fatalismus des österreichischen Beamtentums: „Do kau ma eh nix mochen“. Oder, wie es in der „Hart aber Fair“ Sondersendung des ARD so beruhigend formuliert worden ist: „Menschen mit bösen Absichten, werden immer einen Weg zur Einreise finden“.
Ich sehe hier in mehrerer Hinsicht Gefahr in Verzug. Die Einreise von Migranten muss dringend viel besser kontrolliert werden, auch gezielt nach möglichen Dschihadisten. Das Wegschauen oder auch das Unvermögen, gefälschte Pässe zu erkennen oder es Personen ohne Ausweispapieren fast zu überlassen, sich ihr Herkunftsland auszusuchen, muss unverzüglich gestoppt werden.
Zusätzlich gehört die von Herrn Gridling angesprochene „bequeme“ Einreise für Terroristen gründlich erschwert. Und wenn mir Herr Gridling oder sonst ein „Fachmann“ erklären sollte, dass dies nicht möglich ist, dann weiß ich nicht, wozu es seinen Job gibt.

3 comments

  1. Thomas Holzer

    Es ist gar nicht “notwendig”, daß Terroristen, egal auf welchem Wege, nach Europa kommen; die sind nämlich schon längst hier. Hier in Europa geboren, aufgewachsen und radikalisiert.

    Unerklärlich ist mir, daß, wenn die Behörden behaupten, es gibt so und so viele Rückkehrer aus dem Gebiet des IS, die sich dort als Soldateska verdingt haben, diese wenn schon nicht ausgewiesen, so wenigstens vor Gericht gestellt werden.

  2. Christian Peter

    Dem australischen Sicherheitsexperten Kilcullen zufolge baut der IS momentan (mit tatkräftiger Unterstützung der europäischen Regierungen) paramilitärische Untergrundorganisationen in ganz Westeuropa auf, wobei sich Deutschland (und wohl auch Österreich) wegen der völlig verantwortungslosen Politik der offenen Grenzen zunehmend zur einer Drehscheibe der Dschihadisten entwickelt.

    http://www.focus.de/politik/ausland/strukturierte-organisation-terrorexperte-is-baut-paramilitaerische-untergrundorganisation-in-westeuropa-auf_id_5096072.html

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