Die Karriere des neuen ÖVP-Chefs

Die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP leistet sich wieder einmal einen Obmann mit ausserordentlich überschaubaren Erfahrungen in der Wettbewerbswirtschaft. Ein  am Markt erwirtschaftetes Einkommen hat der Mann nämlich offenbar noch nie erzielt : “Reinhold Mitterlehner besuchte von 1962 bis 1966 die Volksschule in Helfenberg und wechselte im Anschluss an das Realgymnasium in Rohrbach, an dem er 1974 die Matura ablegte. Danach leistete Mitterlehner von 1974 bis 1975 den Präsenzdienst ab und begann 1974 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz. 1980 schloss Mitterlehner sein Studium mit dem akademischen Grad Dr. iur. ab. 1990 absolvierte er den Post-Graduate-Lehrgang für Verbandsmanagement in Freiburg.

Nach dem Abschluss seines Studiums absolvierte Mitterlehner 1980 sein Gerichtspraktikum in Linz und war danach zwischen 1980 und 1992 in der Wirtschaftskammer Oberösterreich als Abteilungsleiter im Marketing beschäftigt. Von 1992 bis 2000 war er Geschäftsführer des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Von 2000 bis 2008 war er Generalsekretär-Stellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich.
Mitterlehner war zwischen 1991 und 1997 Mitglied des Gemeinderates von Ahorn und wurde 2002 zum Bezirksparteiobmann der ÖVP Rohrbach gewählt. Mitterlehner war seit dem 8. Februar 2000 Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat und seit 2001 mit einer Unterbrechung Obmann des parlamentarischen Wirtschaftsausschusses. Am 24. November 2008 wurde Mitterlehner vom damals geschäftsführenden ÖVP-Parteiobmann Josef Pröll als zukünftiger Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend präsentiert und am 2. Dezember 2008 zusammen mit den anderen Mitgliedern der Bundesregierung Faymann I angelobt. Nach den Wahlen im September 2013 wurde Mitterlehner am 16. Dezember 2013 von Bundespräsident Heinz Fischer erneut als Bundesminister angelobt. In der Bundesregierung Faymann II kam zu den Wirtschaftsagenden Mitterlehners das Ressort Wissenschaft und Forschung. Für die Familienagenden wurde ein eigenes Ministerium unter Familienministerin Sophie Karmasin eingerichtet. Nach dem überraschenden Rücktritt Michael Spindeleggers als Finanzminister, Vizekanzler und ÖVP-Obmann am 26. August 2014 wurde Mitterlehner noch am gleichen Tag einstimmig zum Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei und als Vizekanzler designiert.” (Wiki”)

13 comments

  1. Christian Peter

    Uninteressantes Gesprächsthema. Seien wir doch ehrlich : Würde man den Bauernschädeln in Österreich das Wahlrecht entziehen, bliebe nichts über von dieser ÖVP.

  2. rubens

    Die Bauernschädeln sind aber gscheiter als sich das ein Herr Peter vorstellen kann. Vor allem braucht das Land die Bauern.

  3. Emil Hierhold

    “Bauernschädel” ist sicherlich kein Ausdruck in einer qualifizierten Diskussion. Aber diese Fragen wären schon interessant:
    Wer ist mit DIE Bauern gemeint? – und WELCHE Bauern braucht das Land wirklich?

  4. Marianne

    @Claus Brandstetter
    Heutzutage ist es eher Kreißsaal > Plenarsaal. Auch das wäre ok, wenn dazwischen wenigstens ein paar Jahre Erwerbstätigkeit außerhalb des geschützten Bereichs wären.

  5. Thomas Holzer

    egal wie man dem Herrn Mitterlehner gegenübersteht; eines darf man wertfrei feststellen:
    sein (ver)öffentlichter CV ist auf jeden Fall konziser als der eines Herrn Faymann 😉

  6. aneagle

    also eines muß man der ÖVP lassen:
    Sie bleibt, wider allen Erkenntnissen, ihrer Personallinie konsequent treu.
    und was den designierten Bundesobmannn betrifft:
    wohl hat er nie die Gelegenheit gehabt im freien Wettbewerb ein Einkommen, ev. sogar einen Profit oder zumindest einen Mehrwert zu erzielen, aber einen Pluspunkt, eine nicht alltägliche Eigenschaft hat er-
    die Durchsetzungsfähigkeit gegenüber den vielen ähnlich begabten und ähnlich von sich überzeugten Mitbewerbern innerhalb der Partei. Gratulation ! 🙂

  7. Der Realist

    zum Bundeskanzler fehlt ihm halt eine Taxlerkarriere.

    möglicherweise ist manchem Dummschädel entgangen, dass die Bauernschädel nicht mehr automatisch zur Stammwählerschicht der ÖVP gehören

  8. Christian Peter

    @Der Realist

    ‘dass Bauernschädel nicht mehr automatisch zur Stammwählerschicht der ÖVP gehören’

    die ÖVP – Klientel stammt fast ausschließlich vom Land. Das letzte Ergebnis der ÖVP in der Bundeshauptstadt fiel mit 13 % eher mager aus.

  9. Der Realist

    Das es die Landbevölkerung intellektuell locker mit den Sackbauers aus dem Gemeindebau aufnimmt, dürften manch harmlose Gemüter ebenfalls noch nicht mitbekommen haben. Die typischen Mundls fressen eher den Kitt aus den Fenstern, als nicht bei den Genossen das Kreuzerl zu machen.

  10. Christian Peter

    @Der Realist

    es gibt nicht nur Rot- und Grünwähler in Wien. Auch in Deutschland punkten die Christdemokraten hauptsächlich bei der Landbevölkerung.

  11. Jeanvaljean

    Na immerhin hat er jetzt Dank Quentin Tarantino u Michael Spindelegger eine Vorgabe:

    Django Unchained

  12. Christian Peter

    @Der Realist

    nach den kommenden Wahlen in Wien dürfte die Hinterwäldler-Partei ÖVP in der Großstadt in die endgültige Bedeutungslosigkeit absinken, denn der Großteil der verbliebenen Wähler wird sich für das erstmals antretende NEOS entscheiden.

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