Die Katastrophe von Aleppo:10 Gründe, warum die Welt handeln muss

Von | 14. Juli 2016

(Von Julian Röpcke und Björn Stritzel ) In Syria, in the sixth year of the insurgence against dictator Assad, a new mass murder is imminent that could dwarf even all previous horrors in the country – and the world remains silent. The dictator’s and his allies’ troops have surrounded the large city of Aleppo. From above, Putin’s air force continues its merciless bombing….weiter hier

13 Gedanken zu „Die Katastrophe von Aleppo:10 Gründe, warum die Welt handeln muss

  1. Hanna

    Ja, und weil so Wenige so Viele unterdrücken, gehören “Think-Tanks” her, Zusammenkünfte von Leuten, die auch konkret, nicht nur via Blog, kommunizieren und langsam ein konkretes Netzwerk bilden. Also, Herr Ortner, wie wär’s mit dem ersten Neoliberalen Stammtisch, aber echt, an einem echten Tisch, mit echten Leuten …?

  2. Hanna

    Unfassbar, wenn man den Artikel liest, wird einem vollends bewusst, dass die Welt nicht mehr lang steht … und das kann man schon wörtlich nehmen. Am schlimmsten ist aber auch, dass diese Leute, die sich im Land so bekämpfen und hassen (Sunniten gegen Schiiten, zB), diesen Hass zu uns bringen. Man sieht es in den verbissenen Gesichtern der jüngeren “Flüchtlinge” bei uns … und man will sich selber einreden, “die schauen halt so, die sind gar nicht frust- und hasserfüllt”, aber holy shit, sie sind es doch. Angst und Bang kann einem werden. Noch mehr.

  3. Falke

    “… muss die Welt zeigen, dass sie bereit ist, die grundlegenden Menschenrechte zu verteidigen. Und dies mit allen vorhandenen und dazu notwendigen Mitteln”. Das heißt? Eine “Weltarmee” soll in Syrien einmarschieren umd gegen Putins Bomber kämpfen? Welche europäische Regierung kann es sich wohl leisten, die eigenen Soldaten nach Syrien in den Tod zu schicken?

  4. Rennziege

    Let Allah sort it out. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Für den Blutdurst verfeindeter islamischer Glaubensvarianten, die einander seit Jahrhunderten erbittert bekriegen, ist sogar jeder Schweißtropfen europäischer oder amerikanischer Soldaten zu schade.

  5. gms

    Also, liebe Kinder, wir einigen uns jetzt artig darauf, wonach Syriens Präsident Assad immer noch hochgefährliche Waffen besitzt, mutmaßlich wie damals Hussein Säuglinge aus Brutkästen reissen und zu Boden werfen läßt, seine eigenen Landsleute tagein-tagaus sadistisch mit sogenannten Faßbomben malträtiert und daß dieses grausliche Treiben allein dadurch beendet werden kann, indem der friedliebende und Menschenrechte hochhaltende Westen militärisch dort aufräumt.

    Daß es überhaupt soweit kommen konnte, verdankt Assad seiner perfiden Propaganda, er täuschte sein Volk und das Ausland gleichermaßen. Einzig mit fortgesetztem Betrug konnte er sich bislang an der Macht halten, während der redliche Westen niemals mit Propaganda daran arbeiten würde, unliebsame Zeitgenossen abzuservieren oder damit gar profane wirtschaftliche Ziele zu erreichen.

    Der kleine Makel, wonach das hier im Blog referenzierte Duo aus Julian Röpcke [1] und Björn Stritzel [2] zu sattsam bekannten Akteuren des schlammigen Mainstreams zählen, tut nichts zur Sache, denn daß man sich bisher konsequent in Verdrehungen und Phantasiegeschichten zum Herbeijubeln von Gewalt übte, beweist nicht, sie hätten im Anlaßfall mit ihrer Behauptung perpetuierter Schlachtung Unschuldiger durch Assad unrecht.
    Infame Lügen als Grundlage für Bombardements ins Libyien und das heutige Chaos dort? Leute, laßt euch sagen, sogar ohne durchgängige Beleidungung der Intelligenz westlicher Medienkonsumenten davor hätte man das Land mit Krieg überzogen. Ok, vielleicht doch nicht, aber in Syrien, dort liegt die Sache völlig anders als in Afghanistan, Irak oder wo auch immer mit vorangegangener Propaganda der kollektive Boden für’s reine Gewissen zum Blutvergießen danach gezimmert wurde.

    Auch ist völlig irrelevant, wie geopolitische Konfliktlinien verlaufen [3], entscheidend ist jenes, von dem der durch unsere redlichen und selbstlosen Medien, unter Mithilfe amitionierter neoliberaler Blogger, aufgeklärte Büger überzeugt werden kann zwecks Entsendung eigener Landleute auf’s Schlachtfeld.

    ‘Kein Land führt Krieg, wenn es der herrschenden Klasse nicht nützt.” — George Orwell

    [1] neopresse.com/medien/julian-roepcke-und-bild-wieder-bei-uebler-propaganda-erwischt/
    [2] hogymag.wordpress.com/2015/07/22/vier-bittere-lehren-aus-bjoern-stritzels-propaganda-artikel-in-der-bild/
    [3] youtube.com/watch?v=KBIAeWb0Wbg
    “Juni 2016 Daniele Ganser erklärt den Syrienkrieg”

  6. Mona Rieboldt

    gms
    Ja genau, wenn Assad weg ist, wird alles wieder gut. Es wurde auch alles gut in Libyen, nachdem man Gaddafi weg gebombt hat, ebenso im Irak, es wurde da alles viel besser nachdem Hussein aufgehängt wurde.

    In Aleppo haben sich “moderate Rebellen” verschanzt, die von USA mit Waffen etc. versorgt wurden. Aber der “böse” Assad ist immer noch da. Und wäre Assad weg, wie die USA gern möchten, würde selbstverständlich dort Frieden einkehren, genau wie in Libyen und Irak. Ach ja, Afghanistan, was haben die Deutschen da überhaupt gemacht? Bekannt ist, dass sie in ihrem Camp immer schön den Müll getrennt haben. Was deutsche Soldaten in Mali machen, davon hört man so gut wie gar nichts.

  7. Christian Weiss

    Daniele Ganser? Den nennen wir in der Schweiz in einem Atemzug mit Erich von Däniken und Erika Bertschinger-Eicke, genannt Uriella…

    Patentlösungen gibt es in Staaten mit solchen Unterdrückerregimes, wo bestimmte Stammesgesellschaften oder Religionsgruppen andere unter der Knute halten nicht. Aber die “Lösung” Diktatur bis in alle Ewigkeit, “weil die ja so sind und halt eine starke Hand brauchen”, ist eben keine Lösung und obendrein rassistisch.
    Diktatoren haben zudem die Angewohnheit irgendwann das Zeitliche zu segnen. Glaubt etwa jemand, Libyen wäre ein Land pazifistischer Fröhlichkeit, Stabilität und Wonne, wenn Gaddafi eines natürlichen Todes gestorben wäre?
    Die Vorstellung, dass in diesen Ländern alles besser wäre, wenn der Westen dort nie eingegriffen hätte, ist reichlich naiv.

  8. astuga

    Die gleiche Bagage die uns heute erzählt, “wir müssen” dort militärisch eingreifen (um genau wen nachher an die Macht zu bringen?) haben zuvor Jahrelang genau dieses Regime mit Millionen an EU-Geldern finanziell gefüttert (zur Modernisierung der Wirtschaft und Verwaltung), und auf die Israelis eingeprügelt, weil sie mit diesem vertrauenswürdigen Herrn keinen Frieden geschlossen haben.

  9. astuga

    @Christian Weiss
    Das ist ganz sicher richtig.
    Nur stimmt eben das Gegenteil mindestens ebenso.
    Außerdem gibt es keine Verpflichtung, sich in jeden Konflikt hinein ziehen zu lassen oder Partei zu nehmen.
    Die Vorstellung, dass es in Auseinandersetzungen immer eine gute und eine schlechte Seite geben muss ist ebenfalls naiv.

    Bei diesen Ländern sollte man sich militärisch auf eine Eindämmung beschränken, wenn Gefahr droht, dass ein Konflikt oder Gewalt und Terror exportiert wird.
    Oder man hätte im konkreten Fall eben christliche Flüchtlinge aufnehmen sollen, aber sonst niemanden.

  10. astuga

    Aber jetzt machen unsere unterbelichteten Politiker uns zum Hinterland für und zur Kampfzone von ausländischen Konflikten.
    Siehe Kurden und Türken, oder siehe Palästinenser und Tschetschenen.
    Oder siehe auch Jihad-Terroristen des IS.

  11. Fragolin

    Wie schön waren damals die Bilder vom Waffenstillstand, als die von “moderaten Rebellen” und die vom “mörderischen Assad” kontrollierten Städte gezeigt wurden. Die “moderaten Rebellen” saßen mit der Kalashnikov auf den Knien mürrisch am Straßenrand, während voll eingesackelte Stoffzelte über die Straße huschten – die Soldaten des “mörderischen Assad” feierten und tanzten auf der Straße mit ganz normalen Leuten, Männer und Frauen ohne jede Verschleierung, mit engen Jeans und bunten Blusen.
    Im Land des bösen Menschenschlächters gab es Opernhäuser, Theater, Kinos, Kunstuniversitäten und nebenbei auch Straßencafes, in denen junge Frauen mit kurzen Röcken im Sonnenschein sitzen konnten. Die friedliebenden moderaten Rebellen kämpfen ja nur für ihre freie Religionsausübung, und dazu gehört nunmal das Halten ihrer rechtlosen Legehennen in Stoffkäfigen, das Schließen aller Allah beleidigenden Kunsthäuser, das Verbot von Musik, Tanz, Lachen, Lebensfreude.
    Mir sind drei Assads lieber als ein Imam.

    @Christian Weiss
    Es ist mit Gesedllschaften wie mit einzelnen Menschen: Änderungen, die aus eigener Überzeugung von innen kommen führen zu Verbesserung, Änderungen die von außen gewaltsam herbeigepresst werden sollen treffen auf Widerstand und verschlimmern die Situation. Ein Raucher hört zu rauchen auf wenn er selbst nicht mehr will und nicht, weil man ihm Leichenbilder auf die Tschickpackung druckt oder ihn zum pofeln vor die Tür schickt.

  12. gms

    Christian Weiss,

    “Daniele Ganser? Den nennen wir in der Schweiz in einem Atemzug mit Erich von Däniken und Erika Bertschinger-Eicke, genannt Uriella…”

    Wer ist “wir”? Möchten Sie sich verklausuliert als Fan von Däniken’s outen?

    Daß notorische Kriegstreiber die Reputation von Daniele Ganser mit allen denkbaren Mitteln in den Dreck ziehen wollen (siehe etwa [1]), ist weder neu, noch kommt Ihr obiger Spruch überraschend angesichts Ihrer generellen Schlagseite bezüglich militärischer Umtriebe.

    Was Ganser sagt und insbesondere /wie/ er es macht, darüber kann sich jeder selbst ein Urteil bilden. Tun Sie mir doch bitte den Gefallen, seine Ausführungen als hysterisch, faktenfrei, reißerisch oder sonstwie inadäquat zu behaupten, die Galerie der aufgelegten Selbstleger ist nämlich noch lange nicht voll. Also, nur zu!

    [1] youtube.com/watch?v=wHfiCX_YdgA

  13. mariuslupus

    Unsinn, immer wen die “Welt” irgendwo gehandelt hat, sprich sich in lokale Konflikte eingemischt hat, war das Ergebnis immer das gleiche, ein grösseres Chaos, mehr Tote und am Ende ein Diktator. Aber, Demokratie wurde versprochen, bzw, war der Vorwand für eine Intervention.

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