Die krausen Ideen des Club of Rome

Von | 19. September 2016

(ANDREAS TÖGEL)Wer erinnert sich noch an die 1972 präsentierte, damals aufsehenerregende Studie „The Limits to Growth“, in der ein an Düsternis kaum zu übertreffendes Bild der Zukunft der Erde gemalt wurde? Als Mastermind hinter dieser apokalyptischen Prophezeiung des Club of Rome fungierte damals der US-Ökonom Dennis Meadows, der aufwendige Computermodelle bastelte, mithilfe derer er die ihm passend erscheinenden Daten in die Zukunft projizierte und – Überraschung – prompt das Gewünschte dabei herauskam. Wäre auch nur eine der damals von ihm getätigten Vorhersagen eingetreten (wie z. B. das globale Versiegen natürlicher Ressourcen wie Öl, Gas und verschiedener wichtiger Mineralien), wäre es bei weitem schlechter um die Zukunft der Menschheit bestellt, als das auch so schon der Fall ist. Vor allem aber gäbe es immerhin einen berechtigten Anlass dafür, die rezenten Hervorbringungen des Club of Rome ernst zu nehmen.

Dort ist man offenbar kürzlich zur Überzeugung gelangt, dass das Ausmaß der zu erlangenden allgemeinen Aufmerksamkeit (und die Intensität der Zustimmung von staatsverliebten Feinden der Marktwirtschaft und Regulierungsfanatikern) unmittelbar mit der Abartigkeit der erhobenen Forderungen korreliert. In dieser Hinsicht sind die Nachfolger von Dennis Meadows mit einem jüngst präsentierten Papier zur wirtschaftlichen Entwicklung zu einer kaum zu überbietenden Höchstform aufgelaufen.

Einige Highlights aus dem Bericht sind etwa die Forderung nach einem auf ein Prozent begrenztes Wirtschaftswachstum, die (steuerfinanzierte) Belohnung der Kinderlosigkeit(!), rigorose Beschränkung des Freihandels, erhöhte Besteuerung des CO2-Ausstosses und Zuckerkonsums und eine allgemeine Erhöhung der Steuerlasten für „Reiche“ und Unternehmen. Harmonisch abgerundet wird der Hochglanzkatalog mit der Forderung nach einer 100prozentigen Erbschaftssteuer. Die linken Meinungsbildner und Dressureliten dieser Welt – von Papst Franziskus bis Sahra Wagenknecht – werden entzückt sein. Es handelt sich um ein wahres Wunschkonzert von Forderungen, wie sie typischerweise von weltfremden Bürokraten, die sich ihr Lebtag lang niemals in ein wertschöpfend tätiges Unternehmen verirren, erhoben werden.

Besonders kurios erscheint ihre Kritik an der angeblich weltweit herrschenden „marktradikalen Ideologie“. Allein an diesem Befund wird deutlich, dass die Autoren des Berichts offensichtlich peinlich bemüht waren, den Elfenbeinturm ihrer „Wissenschaft“ in den letzten paar Jahrzehnten niemals zu verlassen. Wäre es anders, könnten sie schwerlich ein – weltweit – auf immer höhere Staatsquoten und immer mehr Regulierungsdichte zutreibendes System als „marktradikal“ brandmarken. Kungeleien zwischen Big Government und Big Business, Korporatismus und Staatsinterventionismus, die das Wesen des rezenten Weltwirtschaftssystems kennzeichnen (CETA und TTIP sind hochaktuelle Beispiele dafür), haben mit auf einem freien Markt herrschenden Regeln nicht das Geringste zu tun. Dort bestimmen nämlich Individuen und nicht mehr oder weniger autoritäre Verbände das Geschehen.

Den Freihandel zu beschränken, um damit die naturgemäß bösen Unternehmer daran zu hindern, unter für sie günstigen Bedingungen zu produzieren (und in der Folge auch für Geringverdiener erschwingliche Waren zu liefern), ist eine Idee, wie sie nur in den Köpfen totalitär denkender Etatisten entstehen kann.

Eine Kostprobe gefällig? „Meine Tochter ist das gefährlichste Tier der Welt“, so Jørgen Randers, einer der Autoren der Studie. Der Sager bildet den Hintergrund zu einem erschreckenden Aufruf zur Kinderlosigkeit in der Ersten Welt, der mit dem hohen Ressourcenverbrauch dortselbst begründet wird. Keine westliche Gesellschaft, die nicht – angesichts sinkender Geburtenzahlen – vor dem Problem der Rentenfinanzierung steht. In dieser Lage auch noch „Nichtgebärprämien“ ausloben zu wollen, trägt geradezu groteske Züge (von der perversen Lebensfeindlichkeit dieses Gedankens ganz abgesehen). Die Vorstellung, eine (von keinem Bürokraten zu beeinflussenden) Geburtenexplosion in der Dritten und Vierten Welt mit einem Autogenozid der Ersten beantworten zu wollen, ist einfach bizarr und verdient keine weitere Aufmerksamkeit.

Allerdings zeigt dieser Punkt deutlich die „hidden agenda“, die hinter allen Aktivitäten steckt, die von vorgeblich konsequenten Rettern des Planeten entfaltet werden: Die Überzeugung nämlich, dass Menschen gefährliche Schädlinge sind und daher – wenn schon nicht ausgerottet – so doch zumindest radikal dezimiert werden müssen. Jede von „deep ecologists“ – und die Aktivisten des „Club of Rome“ zählen zweifellos dazu – geführte Debatte läuft am Ende darauf hinaus, die Kopfzahl der Menschen drastisch reduzieren zu wollen. „Eine Milliarde“ scheint eine geradezu magische Zahl zu sein, die immer wieder genannt wird.

Und da die in der (westlich) zivilisierten Welt lebenden Individuen (die keine 20 Prozent der Erdbevölkerung stellen) einen angeblich 30mal größeren „ökologischen Fußabdruck“ hinterlassen als die Wilden, muss klarerweise zunächst hier aufgeräumt werden. Die bloße Belohnung der Kinderlosigkeit dürfte dafür allerdings schwerlich ausreichen, da ja bekanntlich die Zeit drängt (man denke an den anthropogenen Klimawandel!). Es wird also möglicherweise ein bisschen nachgeholfen werden müssen, um dem Ziel einer Entvölkerung der Nordhalbkugel (plus Australiens und Neuseelands) möglichst rasch näherzukommen.

An diesem Punkt der Debatte angelangt, weicht die Beredsamkeit der Damen und Herren Weltenretter gewöhnlich betretenem Schweigen, denn klar auszusprechen, auf welche Weise man das angepeilte Ziel (maximal eine Milliarde Menschen auf Erden!) zu erreichen wünscht, könnte allzu leicht zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Wer möchte sich schon gerne eine Anklage wegen eines Aufrufs zum Völkermord einhandeln?

Wie heißt es im Sprichwort? Wer einmal lügt – siehe „Limits to Growth“ – dem glaubt man nicht…(allerdings kann beim vorliegenden Bericht von Wahrheit ohnehin keine Rede sein).

Zusammenfassend lässt sich über den jüngsten Vorstoß des Club of Rome dasselbe sagen, wie über die Thesen des Papstes in seiner Enzyklika „Laudato Si“ (in der Franziskus sich zur Überraschung der Fachwelt als Experte für den Klimawandel präsentiert): Das Leben ist einfach zu kurz, um es auf die Lektüre derart geballten Unsinns zu verwenden. (hier)

16 Gedanken zu „Die krausen Ideen des Club of Rome

  1. mariuslupus

    Eine äusserst erfolgreiche Organisation. Propheten und Anhänger dieser Ideen können es, wie AlGore sogar zu einen gut dotierten Nobelpreis bringen. Der nächste wird Pontifex Franz werden.

  2. sokrates9

    Wer finanziert eigentlich diese Nonsens-Organisation??Mit diesen wirtschaftlichen Know – How können sie doch nur von mitleidigen Spendern leben!

  3. Hanna

    Dass es einen Bevölkerungsaustausch geben soll, ist ja schon längst in UN-Papieren festgeschrieben. Kann man downloaden. Dass dazu die meisten höher entwickelten Gesellschaften aussterben müssen, ist klar. Denn sie sind doch nicht so leicht zu manipulieren, wie die ungebildeten … deren Angehörige in Massen in die entwickelten Länder gelassen werden. Diese Ungebildeten sind enorm gewaltbereit (weil sie nichts zu verlieren haben). Wir wurden über Generationen im Friedensgedanken geprägt. Und nun eins und eins zusammenzählen … Ist weit mehr, als eine “Verschwörungstheorie”. Es gibt kein Mittel mehr, das aufzuhalten, glaube ich nicht. I. S. und andere gewalttätige eroberungswütige Phänomene sind nur Mittel zum Zweck. Wir sollten uns wirklich angewöhnen, das Leben noch ein bisschen zu genießen und möglichst Angst beiseite zu lassen, denn die kommt früh genug, und dann müssen unsere Nerven stark sein. Witz am Rande: Fragt ein Reporter den grün-linken Politiker Ganja Jubelfron: “Welches Mittel würde Ihre Partei anwenden, um die Djihadisten zu besiegen?” – Ganja Jubelfron: “Goji-Beeren und grünen Tee, die wirken super gegen freie Radikale.”

  4. Mme. Haram

    Lupenreiner, 150 Jahre alter Antihumanismaus, was der Club of Rome verbreitet.
    Sehr gut dokumentiert von Robert Zubrin in: Merchants of Despair. Radical Environmentalists, Criminal Pseudo-Scientists, and the Fatal Cult of Antihumanism

  5. Selbstdenker

    @Mme. Haram:
    Sie bringen es auf den Punkt.

    Vom wissenschaftlichen Standpunkt her sind die “Analysen” vom Club of Rome völlig nutzlos. Selbst wenn man den Analysen etwas abgewinnen könnte – was ich an dieser Stelle ausdrücklich verneine – wären die erhobenen Forderungen in ihrer gesamten Tragweite sogar massiv kontraproduktiv um das kommunizierte Ziel zu erreichen.

    Ich behaupte, dass es dieser Organisation noch nie um Wissenschaftlichkeit ging, sondern, dass sie Narrativbildung im wissenschaftlichen Gewand betreibt.

    Den Club of Rome sollte man dahingehend ernst nehmen, dass er schon seit Jahrzehnten und nunmehr offenbar mit gesteigerter Aktivität an den philosophischen Grundlagen einer diabolischen Selbstauslöschungsideologie für den Westen bastelt.

    Alles was die westliche Bevölkerung – auf welche Weise auch immer – schnell reduziert, wird so zur geheiligten Tat im Namen einer Rettung der “Mutter Erde”; der Film 12 Monkeys lässt grüßen.

    Wer eine Einstellung hat, in der Menschen als “Ungeziefer” oder “Wimmerln” eingestuft werden (man denke hier z.B. an den ökobewegten “Witz” bei dem sich zwei Planeten treffen, von denen der eine Menschen hat…), ist gedanklich bereits auf der Frequenz der Nazis.

  6. Gerald

    Ich unterstelle jedem Menschen, dass er einen natürlichen Drang verspürt seine Position zu verbessern. Also wem nützt die Auslöschung des Westens in der heutigen Form? Ich sehe da nur 2 Interessengruppen, China und der stark expandierende Islam.
    Aber sowohl China, wie auch Nationen die hinter einer islamischen Expansion stehen brauchen den Westen auch als Konsumenten der in China erzeugten Güter und des Erdöls aus arabischer Herkunft, als Kapitalgeber wie auch als sicheren Investitionsplatz.
    So wie jeder Niedergang des Westens über kurz oder lang zu Krieg führt, wird dieser nicht nur mit konventionellen Waffen geführt werden, bedeutet dies den totalen Untergang aller relevanten Zivilisationen.
    Also Cui bono?

  7. fxs

    Man könnte die Vorschläge ja versuchsweise an den Autoren dieses Faschingsartikels ausprobieren. Ich fordere massive persönliche Steuererhöhungen und 100% Erbschaftssteuer für die Autoren und Unterstützer des “Club Of Rome”.

  8. Selbstdenker

    @Gerald:
    “Also Cui bono?”

    In unserem Kulturkreis neigt man dazu, dass man den Nutzen rationalisiert.

    Was ist aber, wenn es sich um einen hochgradig irrationalen “Nutzen” handelt, den einflussreiche Einzelne losgetreten haben und der sich nunmehr auswächst bzw. verselbständigt?

    Vor mehr als einem Jahr habe ich im Ortner Blog meine Befürchtung geäußert, dass es zu einer Art Kernschmelze der westlichen Zivilisation kommen würde. Diese Einschätzung sehe ich seitdem mit jedem Tag, der vergeht, immer mehr bestätigt.

    Speziell in der akademischen Welt hat sich eine Anti-Philosophie herausgebildet, die sich zwar äußerlich als Wissenschaft präsentiert, jedoch keine Wissenschaft ist.

    Es ist eine Umkehrung von all dem was unsere Zivilisation und das Leben an sich ausmacht. Die verwirrenden Botschaften werden über fast alle Kanäle 24 Stunden am Tag rauf und runtergeorgelt und sie zersetzen jeden, der nicht willensstark ist.

  9. Johannes

    Es gibt keinen freien Markt. Dieser Glaube an das Gute der privaten Unternehmer ist ein Dogma dem sie meiner Meinung nach aufsitzen. Um mich nicht miss zu verstehen ich bin mit Sicherheit kein Linker aber das Weltkonzerne eine soziale Ader hätten wäre mir neu.
    Wir alle wissen doch das Aktienunternehmen kein Sensorium für Menschlichkeit haben, ist auch nicht ihre Aufgabe, aber ich bin überzeugt wenn sie keine Druckmittel auf Weltkonzerne hätten würden sich deren Arbeiter nicht einmal die von ihnen gepriesenen billigen Produkte leisten können.
    Sehen wir uns doch ein Beispiel an: Wissen sie wo ihr Sportschuh erzeugt wurde und wie hoch der Lohn des Arbeiters und der Gewinn des Produzenten pro Schuh war? Eine Nachforschung würde sich lohnen und ihr Weltbild wäre vielleicht erschüttert.
    Gerechtigkeit muß nicht unbedingt Sozialismus bedeuten ist aber das wichtigste wenn wir als Menschen weiter existieren wollen.

  10. Christian Weiss

    “Um mich nicht miss zu verstehen ich bin mit Sicherheit kein Linker aber das Weltkonzerne eine soziale Ader hätten wäre mir neu.”

    Es hat noch nie ein Liberaler behauptet, dass Weltkonzerne aus einer sozialen Ader heraus handeln. Aber sie verkaufen die Produkte, welche von Konsumenten gekauft werden. Und üblicherweise haben sie durchaus auch ein Interesse daran, dass diese Produkte ihre Konsumenten nicht umbringen.
    Es geht oft genug vergessen, dass ein mündiger und freier Mensch sich sehr gut selbst versorgen und sich Gutes tun kann und keine Organisationen mit vermeintlich “sozialer Ader” braucht, die ihm in einem Umfang die Lebensweise vorschreiben wollen, welche die Ideen der verbrecherischsten Diktatoren des 20. Jahrhunderts übertrifft..

    Man sollte sich die 13 Vorschläge des “Club of Rome” vielleicht doch mal anschauen und mal überlegen, in was für eine Hölle diese vermeintlichen Weltenretter uns schicken würden, wenn ihre Ideen umgesetzt würden.

  11. Johannes

    Christian Weiss

    “Und üblicherweise haben sie durchaus auch ein Interesse daran, dass diese Produkte ihre Konsumenten nicht umbringt.“

    Wenn ich an die amerikanische Lebensmittelindustrie denke und an das Ergebnis der XXXL King Super Size Strategie die dem mündigen Bürger ins Hirn gedröhnt wurden und durchaus Wirkung zeigen in Form XXXL King Super Size Fettleibigkeit ist ihr Argument nicht mehr so logisch.

    Die Wirtschaft braucht Regeln, nicht so wie sie unsere Sozis im Moment praktizieren und auch schon gar nicht die der Kommunisten.
    Jeder soll die freie Wahl haben was er konsumieren will, aber dann muß man auch so ehrlich sein und der Allgemeinheit mit den psychischen oder physischen Konsequenzen der Verbraucher nicht auf der Tasche zu liegen.

  12. Johannes

    Ergänzung! Was nützt es dem mündigen Bürger wenn ein Konzern den zb. Saatgutmarkt beherrscht alles Leben patentiert ist und letztendlich die viel gerühmte Auswahl auf die vielleicht zwei Produkte des Weltmarktbeherrschers beschränkt sind.

  13. Christian Weiss

    “XXXL King Super Size” entspricht einem Kundenbedürfnis und dass man vom Verzehr vieler Kalorien, die den Verbrauch übersteigen, irgendwann dick wird, sollte inzwischen auch jedem klar sein. Keiner zwingt die Leute, solche Menus zu fressen. Zudem sollte man da nicht zu sehr mit dem Finger nach Amerika zeigen. Auch in Deutschland gibt es Restaurants, die davon leben, dass die Leute dort Schnitzel bestellen können, die so gross wie Tennisschläger sind. Entsprechend gehören die Deutschen auch zu den dicksten Menschen Europas und stehen den Amerikanern kaum nach.

    Ihre Aussagen zum Saatgutmarkt sind von der üblichen “Satan Monsanto”-Sorte, die von grosser Unkenntnis zeugen. Es gibt weltweit eine grosse Zahl von Saatgutherstellern, die unterschiedlichste Produkte auf dem Markt anbieten. Entsprechend ist auch der Speiseplan der Menschen des Westens vielfältiger als je zuvor. Heute werden verschiedenste Gemüse-, Getreide- und Früchtesorten konsumiert. Und das Thema “Patente auf Leben” wird gerade im Saatgutbereich von angeblichen “Umweltschützern” völlig verzerrt dargestellt. Es gibt schon seit vielen, vielen Jahrzehnten Sortenschutzgesetze, welche die Produkte von Züchtern vor Kopie schützen. Das Recht auf geistiges Eigentum gilt hier also nicht erst, sein Saatgutkonzerne Saatgut gentechnisch optimieren.

  14. Johannes

    Das Recht der Züchter soll demnächst durch Sorten die bei Nachbau in der Erde verfaulen endgültig gesichert werden. Umso wichtiger das wir kleinen Erzeuger darauf schauen das die Sortenvielfalt besonders der alten Sorten die niemanden gehören die wenig anfällig und sehr wetterrobust sind erhalten bleiben. Die EU wollte zb. dem Herrn Steckovic dazu zwingen das er für seine mehr als 120 Paradeisersorten jeweils 1500 Euro Zulassungsgebühr zahlt. Für Sorten die noch Allgemeingut sind weil über Jahrhunderte verwendet. Mit diesem Obolus sollten eine Sortenbereinigung ala Eu Stattfinden die dem großen Monozüchter und Sortenerzeuger in die Hände gearbeitet hätte. Es konnte abgewendet werden aber nur weil dafür gekämpft wurde.
    Satan Monsanto ist kein Argument es ist ein Etikett, lassen sie uns lieber sachlich und nicht unterstellend diskutieren.

  15. Christian Weiss

    “Die EU wollte zb. dem Herrn Steckovic dazu zwingen das er für seine mehr als 120 Paradeisersorten jeweils 1500 Euro Zulassungsgebühr zahlt.”

    Ich kenne den Fall nicht, aber es ist in der EU nun mal üblich, dass Sorten, die als Lebensmittel dienen sollen, der Zulassung unterliegen. Mit 1500 Euro kommt er da wohl noch günstig weg. Ein Saatgutkonzern, der eine gentechnisch veränderte Sorte zulassen will, kommt bei weitem nicht so billig weg. Die bürokratischen Hürden sind um ein vielfaches höher und extrem aufwändige Nachweise der Unbedenklichkeit bei Freisetzung sind nötig, obwohl es bis heute keinen Beweis gibt – im Gegenteil – dass gentechnisch veränderte Pflanzen gefährlicher sind als konventionell gezüchtete, also “natürlich genmanipulierte”.

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