Die Legende vom Versagen des Kapitalismus

Von | 25. August 2020

Fast allgemein wird heute die Auffassung vertreten, mit der Wirtschaftskrise der letzten Jahre sei das Ende des Kapitalismus gekommen. Der Kapitalismus habe versagt, er erweise sich unfähig, die Aufgaben der Wirtschaft zu erfüllen, und so bleibe denn der Menschheit, wenn sie nicht untergehen wolle, nichts übrig als der Übergang zur Planwirtschaft, zum Sozialismus. mehr hier

7 Gedanken zu „Die Legende vom Versagen des Kapitalismus

  1. Selbstdenker

    Kapitalismus ist ein irreführender Begriff, der von den Gegnern einer auf Privateigentum, Eigenverantwortung und freien Vertragsbeziehungen beruhenden Wirtschaftsweise geprägt und aufgeladen wurde.

    Kapital ist alles, was man heute erhalten und verteidigen will, weil man davon ausgeht, dass es morgen oder übermorgen noch einen Wert hat. Das sagt noch nichts aus, wie und auf welcher Ebene Kapital aufgebaut oder verzehrt wird.

    So gesehen ist die VR China kapitalistisch, weil es in Summe Kapital aufbaut; und es sind aktuell die meisten Länder des Westens anti-kapitalistisch, weil sie im unverantwortlichen Ausmaß Kapital aufzehren, an die VR China und anderen verschenken oder sogar mutwillig vernichten.

    Alle sozialistischen Machthaber und die meisten ihrer “Denker” haben kein Problem damit selbst Kapital anzuhäufen und zu monopolisieren. Sie praktizieren dies lediglich auf Basis reiner Macht- bzw. Gewaltausübung, ohne reziproke Transaktionen und damit ohne faktischen Eigentumstitel.

    Der Kommumismus ist eine säkulare Religion, mit der die weltliche (sozialistische) Herrschaft seines irdischen Personals begründet wird, bis jene Utopie kommt, die per Definition niemals kommen kann.

    Das zugrundeliegende Prinzip – absolutistische Allmacht einer “intellektuellen” Priesterklasse und der mit ihnen verbandelten weltlichen Herrscher – ist alles andere als neu; es wird nach jedem Scheitern nur neu bezeichnet.

    Das was nunmehr auf dem Spiel steht, ist nicht das eingangs beschriebene Prinzip “Kapitalismus” – jedes Land, das dauerhaft überleben will, baut darauf auf -, sondern die auf Privateigentum, Eigenverantwortung und auf freien Vertragsbeziehungen beruhenden Wirtschaftsweise als unverzichtbare Voraussetzung individueller Freiheit.

  2. Selbstdenker

    Es hat sich schon länger angekündigt und mittlerweile ist es amtlich, dass die Party of Davos die freie Marktwirtschaft nur solange als Vehikel benutzt, wie sie zur wirtschaftlichen Monopolisierung missbraucht werden kann. Folgender Gastbeitrag auf der Achse beschreibt die Neuausrichtung vom WEF sehr treffend:
    https://www.achgut.com/artikel/eher_china_als_schweden_so_tickt_die_corona_internationale

    Typen wie z.B. Bono ist es egal in welchem System sie reich sind, solange sie reich bleiben und der Welt ihre Sicht der Dinge aufzwingen können. Diese Agenda wurde übrigens von den US “Democrats” ausgearbeitet und von John Kerry und anderen im WEF eingebracht.

  3. sokrates9

    Sehe das Wesen des Kapitalismus nicht in der Agglomeration von Kapital sondern im “freien Markt” wo sich die bessere Lösung immer durchsetzt.

  4. Falke

    Während man bezüglich des Kapitalismus vielleicht noch dikutieren kann, hat der Sozialismus ja wohl hundertfach bewiesen, dass er immer zu Scheitern verurteilt ist und Millionen Menschen ins Unglück stürzt.

  5. Guenter

    “Die Sozialisten haben immer behauptet, daß die Wirtschaftskrisen das notwendige Ergebnis der kapitalistischen Produktionsweise seien und daß es kein anderes Mittel gäbe, sie dauernd zu beheben, als den Übergang zum Sozialismus.”
    Die Sozialisten haben recht: Im Sozialismus endet die Krise nicht, also gibt es keine Neue 😉

  6. Johannes

    Ich kenne kein System das mehr Innovationen hervorbringt als die freie Marktwirtschaft.
    Der Kommunismus war niemals innovativ, einzig in der Produktion von Waffen konnte man eine Zeit lang mit dem Westen Schritt halten. Noch heute ist die Kalaschnikow die einzige Entwicklung welche alles überlebt hat und zum Symbol des Steinzeit-Islam geworden ist.

    Kapitalismus ist eine Erfindung des Kommunismus um Leistung und Gewinn als unmoralisch zu brandmarken.
    Gleichzeitig war es im Arbeiterparadies trostlos, elend, stinkend und verraucht. Auf einen Trabi ein halbes Leben lang zu warten und dann mit einem extrem stinkenden Zwei-Takter die Gegend zu verpesten war das Gegenteil von Kapitalismus. Kaputte Wälder, Missernten, verfallen Häuser (die wieder aufgebaute Frauenkirche ist das Symbol des Sieges der freien Marktwirtschaft über den Kommunismus).

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