Die letzte Chance für die EU-Krisenländer

“…..In den inflationären Kreditblasen, die der Euro erzeugte, wurden die südeuropäischen Krisenländer viel zu teuer. Um wieder wettbewerbsfähig zu werden, müssen Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal die Preise für ihre eigenen Güter relativ zum Rest der Eurozone und im Vergleich zum Krisenbeginn um etwa 30Prozent verringern. Italien muss vermutlich zehn bis 15Prozent billiger werden. Tatsächlich haben sich Portugal und Italien einer solchen „realen Abwertung“ bisher völlig verweigert; in Spanien und Griechenland gingen die relativen Preise nur um sechs bzw. um acht Prozent zurück….” (Hans -Werner Sinn, hier)

4 comments

  1. H.Trickler

    Weil die ausgezeichneten Analysen von Prof. Sinn zu unbequeme Wahrheiten darlegen, wird eben von den Amtsschimmeln seine Fachkompetenz bezweifelt. Das geht bequemer als eine realistische Lösung von Problemen.

    Prof. Sinn hatte vor Jahren als Erster laut und deutlich auf die Risiken der sog. Target-1 Salden für die BRD hingewiesen. In den letzten 2 Monaten hat sich Griechenland erneut über diesen Mechanismus eine schöne Stange Geld geholt!

  2. Christian Weiss

    “Man kann nur hoffen, dass die Südländer der Verlockung des billigen Geldes widerstehen.”

    Wie realistisch ist diese Hoffnung? Da sieht man doch vorher, wie ein Einhorn einen Yeti aufspiesst, der gerade sechs Richtige im Lotto getippt hat und dabei von einem Meteoriten erschlagen wird.

  3. PP

    Eine nationale Deflation in einer Währungsunion ist eben ein politisches Ding der Unmöglichkeit. Man sehe nur, zu welchen Verwerfungen bereits ein Viertel des eigentlich nötigen in GR führt!
    Es geht nicht, jedenfalls nicht demokratisch!

  4. sokrates

    Volkswirtschaftliches Basiswissen – Produktivitätsunterschiede – sind nichts für wahre Ideologen, die ihren Mark auswendig gelernt – und nicht verstanden – haben!

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