“Die letzte Instanz für Alles”

Noteingriffe durch das Fed werden immer mehr zu einer systemfremden Dauereinrichtung, analysiert die NZZ – mit schwerwiegenden Folgen. weiter hier

One comment

  1. Klaus Kastner

    In der öffentlichen Diskussion wird – wie auch im letzten Absatz dieses Artikels – QE mehr oder weniger mit Helikoptergeld gleichgesetzt mit dem Unterschied, dass Helikoptergeld direkt an den Bürger geht und QE den Bürger nie erreicht. So einfach kann man das m. E. nicht sehen.

    QE ist ein Tauschgeschäft: die Notenbank gibt einem Marktteilnehmer, beispielsweise einer Bank, Geld und erhält im Gegenzug von diesem Marktteilnehmer einen Wert, beispielsweise eine Staatsanleihe. In der Bilanz der Notenbank erhöhen sich Aktiva sowie Passiva.

    Helikoptergeld ist kein Tauschgeschäft: die Notenbank gibt dem Bürger Geld, bekommt allerdings im Gegenzug vom Bürger nichts zurück. Helikoptergeld ist eine Ausgabe für die Notenbank, die gegen die Gewinn- und Verlustrechnung der Notenbank gebucht wird. Helikoptergeld führt zu einem Verlust in der G+V der Notenbank und dieser Verlust wiederum führt zu einem negativen Eigenkapital der Notenbank.

    Grundsätzlich bleibt die Notenbank auch bei einem negativen Eigenkapital voll funktionsfähig, wenn aber eine Notenbank einmal ein paar hundert Mrd. an negativem Eigenkapital hat, wird sich früher oder später die Frage des Vertrauens in die Notenbank (und ihre Währung!) stellen.

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