Die letzte Schlacht des Mario Draghi

“….Der Kampf des Mario Draghi gegen die Krise des Euroraums neigt sich dem Ende zu. Mit dem wahrscheinlichen Beschluss zum massenhaften Ankauf von Staatsanleihen zieht er die letzte Karte der Geldpolitik. Es ist zu fürchten, dass er sie vergeblich ausspielen wird…” (hier)

2 comments

  1. Fragolin

    Im großen Erweiterungstaumel der EU, gleich nach der Öffnung der Ostgrenzen und dem Fall der deutschen Zweistaatlichkeit, jubelten europäische Politiker ganz offen, jetzt werde ein wirtschaftlicher Machtblock geschaffen, der dem US-amerikanischen Diktat trotzig die Stirn bieten kann. Von einem “Gegengewicht” war die Rede.
    Jeder nur halbwegs denkende Mensch wusste bereits vor über 20 Jahren, dass sich die Amerikaner das aufmüpfige Verhalten ihrer Vasallen nicht kommentarlos anschauen und vor Allem eine konkurrierende Wirtschaftsmacht mit Deutschland im Herzen nicht zulassen werden.
    Der europäische provinzielle Politadel, der seine duftenden Pudel durch Brüssel führt, glaubte durch selbstgefühlte ( und -gefällige) moralische Überlegenheit das Ruder des Weltgeschehens in der Hand zu halten, und merkt bis heute (siehe Ukraine) nicht, wer im Hintergrund eigentlich die Fäden zieht. Sie sind Marionetten, die wirklich glauben, an den Fäden ihre Meister zu lenken.
    Draghi, der Bote von GoldmannSachs (also jenen, die Griechenland in die Euro-Zone lotsten, die Finanzkrise nebst Konkurrenzbereinigung durch Gerüchte über Lehmann Bros. lostraten und bis heute etliche Schaltstellen der Macht mit “Ex”-Angestellten besetzten) erfüllt nur seinen Auftrag: die wirtschaftliche Vernichtung eines potenziellen Konkurrenten.
    Wer glaubt, Kriege würden heute noch mit Waffen geführt, der irrt.
    Und nein, es wird nicht die letzte Schlacht sein. Das wird alles noch viel interessanter…

  2. Fragolin

    Ach ja, falls die Frage auftaucht, wie unser Politadel so an der Nase herumgeführt werden kann: Man sehe sich mal an, was “Finanzberater” und “-dienstleister” ihren Kunden so alles an Schrott andrehen, um sie abzuzocken. Wie geht das? Ganz einfach: der normale Kunde hat keinen Dunst von Finanzmathematik und kann deswegen mit unverständlichem und sinnfreiem Blabla in genau jene Richtung gestoßen werden, in der das fette Provisionsgras für den Vermittler wächst.
    Dieser, das sollte man nie vergessen, wurde von seiner Keilerfirma auch nicht in Finanzmathematik ausgebildet, sondern in Rhetorik und Verhandlungsstrategie!
    Wie viele Kunden wollen bis heute nicht zugeben, eigentlich keinen Dunste zu haben, was mit ihrer Kohle wirklich passiert, um nicht zugeben zu müssen, als Ahnungslose von Blendern geplündert worden zu sein? Und wie viele Politiker, denen das leichter fällt, weil es ja nicht ihr eigenes Vermögen betrifft?

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