Die Lüge von der niedrigen Inflation

Von | 21. Mai 2014

“……Als der spätere Fed-Chef Ben Bernanke erstmals von der „Gefahr einer Deflation” fantasiert hat, kostete Heizöl noch 0,50 Dollar pro Gallone. Heutzutage sind es drei Dollar…..” (hier)

20 Gedanken zu „Die Lüge von der niedrigen Inflation

  1. Sybille Stoa

    Ich empfinde den Benzinpreis nicht sonderlich hoch trotz hoher Besteuerung und auch getiegenen Fahrtkosten durch Vignette und LKW-Maut.
    war doch mein erstes Auto noch ein BMW mit Doppelvergaser, der in der Stadt 18 Liter Überland 13 Liter pro Kilometer brauchte.

    Wenn der VW XL1 http://de.m.wikipedia.org/wiki/VW_XL1 herauskommen sollte, dann wäre es mir möglich 25 Jahre später ein Kraftfahrzeug zu besitzen, dass genau 1/15 nur mehr an Sprit verbraucht und auch noch schnittiger aussieht und im Kaufkraftvergleich sogar gesamt günstiger in der Anschaffung käme.

  2. Sybille Stoa

    Nein, der Spritpreis ist noch viel zu niedrig. Ein 4x so hoher Spritpreis würde die innovativen Triebkräfte erst so richtig entfesseln.

  3. Sybille Stoa

    Und die Reichen sind auch zu faul geworden. Der negative Zins von Herrn Draghi wird die Reichem endlich aus ihrer dekadenten Trägheit wachrütteln. Mit schneller snkendem Vermögen werden wieder die investorischen Triebkräfte entfesselt, die Reiche zu größeren Anstrengungen bewegen, die best möglichte Investition aktiv zu suchen und entsprechenden Erfolgsdruck dahinter auch aufzubauen.

  4. FDominicus

    Ich hoffe doch sehr stark der negative Zins betrifft Sie zuerst, ach ich vergass, Sie verdienen sich Ihre Geld ja gar nicht…

  5. FDominicus

    Zum Titel. Inflation = Geld drucken. Was Sie meinen könnten höchstens Preissteigerungen sein. Und selbst da muß man schon etwas genauer hinschauen. Was ist der “steuerlose” Teil des Preises? In D ist diese Frage schnell beantwortet 66 – 70 % sind Steuern und Steuern auf Steuern. Der Preis für Benzin läge also maximal um 50 ¢ Wenn wir hier nachschlagen: http://www.was-war-wann.de/historische_werte/benzinpreise.html Sehen wir zu Beginn der DM einen Preis von 0.56 DM also grob 0.27 €. Nehmen wir an daran enthalten sind ca 50% Steuern war damals der Preis rund 0,135 ¢

    Wir haben also eine Preissteigerung von rund dem 4-fachen. Was insgesamt gesehen ungefähr 2 % im Jahr ausmacht. Das ist immer noch besser was Zentralbanken insgesamt erreicht haben, das dürfte über alle Jahr von 1949 an gerechnet ca 3 % ausmachen. Ohne die ganze Gelddruckerrei und ohne die ganzen Steuern bezahlten wir heute wahrscheinlich nicht viel mehr für Benzin als zu Beginn der DM.

    Der Betrug ist gigantisch und es wird alles getan diesen Skandal vergessen zu machen. Da kommen dann so Ahnungslose daher, und faseln was von Faulheit und so…

  6. Sybille Stoa

    @FDominicus
    wo und wie ich mein Geld verdiene ist Privatsphäre.
    Aber die OeNB weiß:
    http://www.oenb.at/Presse/20140423.html

    Haushalte mit längerfristigen Spar- und Vorsorgeüberlegungen veranlagten wieder verstärkt in in- und ausländische Investmentzertifikate.

    0,5% Kreditwachstum  nur durch Wohnbaukredite getragen
    Private Haushalte verschuldeten sich im Jahr 2013 in Höhe von 1,3 Mrd EUR. Das bedeutet – ungeachtet der attraktiven Kreditzinssätze von Banken im Neugeschäft – eine weiterhin nur sehr moderate Neuverschuldung mit einem Wachstum von 0,5 %. Selbst diese verhaltene Kreditnachfrage wurde nur durch Wohnbaukredite getragen, die – nach Abzug von Tilgungen – per saldo um 2,2 Mrd EUR stiegen. 

    Wer hat hier wirklich noch Geld außer einen kleinen Notbuffer am Sparbuch?

    Hatten Sie die letzten Jahre echt viel (>100.000€) Geld am Sparbuch oder Konto und gar kein EFT IShares am DAX oder Auslandsinvestmentzertifikat oder Wandelschuldverschreibung in Zloty?

  7. FDominicus

    Ja, hatte ich und nein hatte ich nicht (erster Teil, andere Teile) Warum sollte ich den ganzen Schuldenzug mittmachen? Und warum sollte ich es gut finden bestohlen zu werden? Negativzins kann mich im Endeffekt nicht treffen wohl aber ein Nettoverlust, nämlich genau dann wenn ich einfach nur Geld halte. Aber ich weiß Sie fänden es wohl auch Klasse, wenn mir jährlich etwas von meinem Konto abgebucht würde. Dann hätten Sie es dem bösen Bargeldhalter aber mal so richtig gegeben. Sie sind mir sehr unsympathisch.

    Und klar steht es Ihnen zu Ihre Geld verdienen als solches zu bezeichnen und es nicht zu veröffentlichen . Sie haben es aber durch Ihre Einträge offenbart. Sie haben a) wenig Geld auf dem Konto und b) wäre es ehere wahrscheinlich Sie werden vom Staat bezahlt. Da sieht man das mit der Enteignung natürlich sehr viel entspannter…

  8. Sybille Stoa

    Frage: Wenn sie 7% Zinsen bekommen und die Inflation beträgt 12% fahren Sie dann wirklich besser als mit -1% Zinsen bei 2% Inflation?

    Ja, ich habe wenig Geld am Konto, aber unterstellen Sie mir nie wieder, dass ich vom Staat bezahlt werde. Eher wäre ich Sexdienstleisterin, bevor ich vom Staat Geld annehmen müsste. Das ersterw wäre nämlich viel weniger demütigend, als das zweiter.

  9. Christian Peter

    Vor allem sind Inflation und Verbraucherpreisindex verschiedene Dinge. Inflation misst man an der Geldmenge (‘Anstieg der Geldmenge pro Bruttosozialprodukteinheit’), die korrekte Formel der Inflationsberechnung lautet daher : Geldmengenwachstum – Wirtschaftswachstum. Die tatsächliche Inflation beträgt etwa 8 % pro Jahr.

  10. Thomas Holzer

    @Sybille Stoa
    Ihre Logik in extremis zu Ende gedacht, frägt der Henker: “Wollen sie durch Kopfschuß oder Hängen sterben?”
    Das Resultat ist das gleiche. Diebstahl bleibt Diebstahl, egal ob es sich um € 10 oder € 1000 handelt

  11. gms

    Sybille Stoa,

    “Der negative Zins von Herrn Draghi wird die Reichem endlich aus ihrer dekadenten Trägheit wachrütteln.”

    ?! — Die negativen Zinsen betrifft einzig die Deposits der Geschäftsbanken. Selbige werden daher das Geld den üblichen Verdächtigen noch emsiger in den Hintern blasen.

    “Mit schneller snkendem Vermögen werden wieder die investorischen Triebkräfte entfesselt, ..”

    Im Gegenteil. Je geringer der Preis des Geldes, desto leichter läßt sich auch mit nicht innovativen Investments Geld verdienen.

    “.. die Reiche zu größeren Anstrengungen bewegen, die best möglichte Investition aktiv zu suchen und entsprechenden Erfolgsdruck dahinter auch aufzubauen.”

    Falsch. Nichts ist trivialer, als bei einer Geldschwemme mit wenigen Mausklicks die ins Kraut schießenden Preiserhöhungen abzugreifen.

  12. Reinhard

    @Sybille Stoa
    Ihr Weltbild ist aber sehr einfach gestrickt, oder?
    Man muss “den Reichen” nur an “die Marie” gehen, dann investieren sie auch wieder fleißig. Das ist billiger Populismus gegen “die Reichen”, sonst nix. Pippilotta wäre ein passenderer Nick. So funktioniert die Welt nicht.
    Wenn Sie unbedingt darauf bestehen, dass man von anderen Handlungen durch Verlustdruck erzwingen muss, dann wäre Sexdienstleisterin wirklich eine gute Berufswahl. Am Besten als Domina. (Sorry, aber den Ball haben Sie selbst aufgelegt).
    Wenn Sie selbst nicht reich sind (bin ich auch nicht, ist mir aber Conchita) ist das Ihre Sache. Das berechtigt aber weder Sie noch mich noch sonstwen, nach Druckmitteln zu schreien, um die Gruppe, zu der wir nicht gehören, zu den Handlungen zu zwingen, die wir von ihnen erwarten.
    Das nennt sich Freiheit.
    Schonmal gehört?

  13. Thomas Holzer

    @Reinhard
    “…………………….zu den Handlungen zu zwingen, die wir von ihnen erwarten”

    Verzeihung, aber falsch!
    Wir haben überhaupt kein Recht, von diesen Personen irgendetwas zu erwarten!
    Dies ist eben der falsche Anspruchsgedanke, der nach Jahrzehnten Indoktrinierung anscheinend allzu Vielen schon inne wohnt.

  14. Sybille Stoa

    Ja eben und indem ich kein Geld vom Staat nehme, zwinge ich niemanden.
    Die anderen zwingen sie Zwangsabgaben zu erleisten, die Geld vom Staat nehmen, ich nicht. Zu Dominas gehen die Leute freiwillig, da muss niemand hin gehen.

  15. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Doch, erwarten kann ich viel. Das ist Freiheit des Denkens. Nur bekommen werde ich es nicht, weil mir klar sein muss, dass wenn ich es ablehne andere zu zwingen, diese das tun werden, was sie selbst für richtig halten. Meine Erwartungen sind vollkommen irrelevant. Wenn man das erst einmal begriffen hat, lebt es sich ruhiger. 😉

    @Sybille Stoa
    Ich habe nicht behauptet, dass Sie irgend etwas nehmen. Aber Sie bejubeln den Negativzins, weil Sie glauben, dass der endlich “die Reichen” zwingen wird, anders zu investieren. Sie bejubeln ein Instrument, dass durch Verlustdrohung Zwang ausübt. Die Palette reicht da von Schutzgelderpressung (vulgo Steuerforderung “Her mit dem Zaster, her mit der Marie!”) bis Enteignung durch Abschmelzen der Sparguthaben. Immer das Gleiche: Wir nehmen es den Fleißigen und höhnen dann noch: Hättet ihr es anders angelegt, ätsch!
    Sie freuen sich hier diebisch über die Enteigung von Sparern, nur weil Sie selbst keine Kohle am Konto haben, denn die sollen halt lieber “anders investieren” und kommen dann noch mit plumpem “die Reichen”-Populismus.
    Wissen Sie, wie sich Negativzins auswirkt? Ich habe mein Geld in physischem Edelmetall (vergrabbar), Wein- und Vorratskeller angelegt. Hilft diese Investition der Wirtschaft? Ist mir sch***egal, denn mein hart erarbeitetes und höchstversteuertes Geld lege ich so an, wie ICH es für richtig halte.
    Wäre ich reicher, täte ich es genauso. Zu früh gefreut, funktioniert nicht.

  16. Thomas Holzer

    @Reinhard
    Da haben Sie schon recht, aber derartige Erwartungshaltungen derart öffentlich zu bekunden, erachte ich trotzdessen als falsch, weil dem Ruf der Neidgenossen Vorschub leistend!

  17. Heinrich Elsigan

    Also ich finde über den Zins sollte man öffentlich diskutieren können, es hängt beim negativen Zins auch davon ab, wie lange diese Maßnahme anhält.
    Den negativen Zins sehe ich als Instrument doch harmloser an als die ÖGB Enteignungs- und Umverteilungspropaganda. Bei ersterem kann der Reiche durch Investitionen seiner Wahl Verlust verhindern. Beim zweiteren wird total enteignet.

  18. Heinrich Elsigan

    Viele glauben auch, dass der negative Zins Hyperinflation auslöst und die Geldmenge damit stark erhöht wird, aber das wird kontroversiell diskutiert. Manche sind auch der Ansicht, dass der negative Zins leichte Schocks und Kontraktionen auslöst.

  19. Sybille Stoa

    Euroreif sind: Deutschland, Niederlande, Malta, Slowenien,Kroatien, Polen, Finnland, Slowakei, Tschechien, Dänemark, Schweden, Litauen, Rumänien, Lettland, Luxemburg, Bulgarien, Estland

  20. FDominicus

    @Sybille Stoa
    Euroreif sind: Deutschland, Niederlande, Malta, Slowenien,Kroatien, Polen, Finnland, Slowakei, Tschechien, Dänemark, Schweden, Litauen, Rumänien, Lettland, Luxemburg, Bulgarien, Estland

    Guter Witz. Wieviele erfüllen die Kriterien die sich die EU-Granden selbst gegeben haben? 1 oder 2, aber klar “sind reif für den Euro”.

    Sie können sich verstellen wie Sie wollen, mit Eigentum haben Sie nichts am Hut. Und damit sind Sie kaum satisfaktionsfähig. Ihre Gedanken zum negativen Zins sind peinlich aber glücklicherweise kann man auch darum herum kommen. Sogar als Bank in dem man keine Einlagen bei der Zentralbank unterhält. Scheint mir sowieso auf lange Sicht die besser Strategie zu sein.

    Das man auch als Normalo einer Bank weitgehend entgehen kann ist auch offensichtlich. Es wäre ja einfach genug einfach nur Edelmetall zu kaufen. Man wird zwar irgendwo besser ein Bankkonto unterhalten aber man muß es mit den Sichteinlagen nicht übertreiben…

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