Die Lüge von der Verarmung der Armen

(ANDREAS UNTERBERGER) Immer mehr Menschen werden immer ärmer. Tausende Leitartikel, Sonntagspredigten und Politikererklärungen werden in ganz Europa auf diesen Satz und seine Konsequenzen aufgebaut. Meistens will man damit schlechtes Gewissen erwecken, damit man noch mehr Schulden machen, noch mehr Steuern erhöhen kann. Zum Nutzen der Sozialindustrie und der eigenen Klientel. Nur stimmt der eingangs stehende Satz nicht. Ganz und gar nicht. Das Gegenteil stimmt: Die Menschheit befindet sich trotz ihrer Vergrößerung in Milliardendimensionen nachweislich im steilsten Aufwärtskurs ihrer Geschichte. Lediglich Europa hat es vorgezogen zu stagnieren.

Das Erstaunliche: Diese wichtigste und erfreulichste Botschaft seit Menschengedenken wird von den Medien und der Politik weitgehend ignoriert. Sie leben nämlich (fast) alle von den negativen Nachrichten. Und sie wollen schon gar nicht zugeben, dass der Zuwachs an Lebensqualität genau jenen Faktoren zu danken ist, die sie und andere Gutmenschen ständig verurteilen.
Armut und Hunger nehmen ab, die Lebenserwartung steigt

Faktum ist, dass in den letzten Jahrzehnten die Lebenserwartung (mit wenigen Ausnahmen wie das kommunistische Nordkorea, wie das in Korruption versinkenden Russland oder das von einem senilen Diktator gequälten Zimbabwe) jedes Jahr um einige Monate länger wird. Faktum ist, dass es kaum noch Hungersnöte in der Welt gibt, die jahrtausendelang fixer Teil der Conditio humana waren. Und ebenso Faktum ist, dass die ersten Jahre des neuen Jahrtausends seit 2000 „den schnellsten Rückgang der Armut in der Geschichte der Menschheit gebracht haben“.

Dieses Zitat stammt wohlgemerkt nicht von einer Schönfärbeagentur, sondern aus einer mehr als unverdächtigen Quelle: aus der neuen Millenniumsstudie der UNO.
Der Einfluss der Sozialindustrie-Profiteure

Über diese Studie und diese Fakten wird nur erstaunlich wenig geredet. Denn ganz offensichtlich ist das Interesse vieler an der Armuts-Behauptung größer als an der Wahrheit. Die Sozialindustrie lebt ja vom schlechten Gewissen all jener, die keine Probleme haben, sich täglich sattzuessen, ein wohnliches Heim zu besitzen, hie und da auf Urlaub zu fahren und ihre Kinder in die Schule schicken können. Und sie lebt hervorragend davon, weil eben die Zahl und der Anteil dieser für schlechtes Gewissen empfänglichen Menschen ständig größer werden.

Gewiss, die Sozialindustriellen können auf Knopfdruck Einzelbeispiele von schrecklichen Einzelschicksalen präsentieren. Seriöse Studien gehen hingegen von der gesamten Menschheit aus. Nur so lassen sich gesamthafte Aussagen machen. Tatsache ist, dass die absolute Zahl der Armen trotz Bevölkerungsexplosionen in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als halbiert worden ist. Die relative noch viel mehr.

So mancher weitblickende Europäer denkt schon daran, in welchem Zustand sich das heute noch so viel von Armut redende Europa selbst befinden wird, wenn einmal viele Länder Asiens Europa überholen. Das wird noch in diesem Jahrhundert passieren. Auch viele Länder Lateinamerikas und Afrikas erzielen seit Jahrzehnten ein höheres Wachstum als die EU. In Europa schauen hingegen die Zukunftserwartungen dank Geburtenverweigerung, Schulden, Sozialstaat, Abgabenhöhe und Überregulierungen gar nicht gut aus.
Entwicklungshilfe ist ein Irrweg

Umso wichtiger wäre es, die Faktoren zu kennen, die der Dritten Welt zu einem solchen Erfolg verholfen haben. Der politisch am häufigsten genannte Faktor hatte dabei aber keine entscheidende Bedeutung: die Entwicklungshilfe. Die hat zwar sicher auch etliches Positives bewirkt. In der Summe aber hat sie nicht nur Korruption und Fehlentwicklungen vermehrt, sondern in den am meisten unterstützten Ländern deren Wachstum beschädigt. Entwicklungshilfe löst nämlich einen sozialökonomischen Hospitalismus aus: Man muss nur laut genug jammern, und schon wird einem von außen geholfen.

Eigene Anstrengungen und Lernprozesse sind hingegen bei der Entwicklungshilfe-Rhetorik kein Thema, ja sogar schädlich. Nützlich ist es hingegen, möglichst oft von Kolonialismus (der schon zwei Generationen her ist), Neokolonialismus (was auch immer das genau sein soll) und Global Warming (wobei jede Infragestellung der diesbezüglichen Thesen streng verfolgt wird) zu reden sowie die absurde Behauptung zu verbreiten, der Reichtum anderer Teilnehmer des Welthandels wäre die Ursache der eigenen Armut.

All diese so gerne verbreitete Rhetorik ist jedoch Nonsens. Würde sie stimmen, müssten ja Länder wie Nordkorea, die sich fast zur Gänze vom Welthandel abkoppeln, besonders gut dastehen. Das müsste auch in jenen Ländern der Dritten Welt der Fall sein, die nie Kolonien waren. Umgekehrt kann diese Rhetorik auch nicht erklären, warum in vielen Statistiken ausgerechnet die Schweiz und Singapur an der Spitze stehen, die nie Kolonien hatten.
Die Rezepte eines Welt-Erfolgs

Was aber hat wirklich die Menschheit vorangebracht? Die wichtigsten Elemente des globalen Erfolgsrezepts:

Die moderne Hygiene (etwa Trinkwasser- und Abwasser-Versorgung) hat viermal so viel zur Verlängerung der Lebenserwartung beigetragen wie die moderne Medizin. Trotzdem hat auch diese eine positive Auswirkung insbesondere auf die Erhöhung der Lebensqualität.
Die moderne Landwirtschaft kann ein Vielfaches jener Massen ernähren – und sogar mit Fleisch versorgen! –, als vor wenigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten irgendjemand zu hoffen gewagt hätte. Dabei waren moderne Züchtungen, Genveränderungen, Pflanzenschutzchemie, Kunstdünger und viele andere wissenschaftliche Methoden im Spiel. Mit den von den vielen NGOs rund um die Grünen verfochtenen Zurück-zur-Natur-Methoden wären hingegen Hunderte Millionen verhungert.
Alleine das bei uns heute so verpönte DDT hat viele, viele Millionen Menschen gerettet.
Der Menschheit steht heute mehr Energie denn je zur Verfügung. Wachsender Energieverbrauch von der Dampfmaschine bis zu den Atomkraftwerken war und ist untrennbar mit jeder Verbesserung der Lebensdauer und -qualität verbunden.
Viele Fehlentwicklungen konnten verhindert oder gestoppt werden, weil als Ergebnis der neuen Grundrechte vor allem die Meinungsfreiheit und die Freiheit der Wissenschaft die Fortsetzung von Irrwegen meist rasch beendet haben. Umso schlimmer sind die zunehmenden europäischen Versuche, diese zentralen Grundrechte im Zeichen der Political correctness zu reduzieren und durch die Gleichstellung mit „sozialen“ Grundrechten (Recht auf Gesundheit usw.) total zu relativieren.
Bis auf den Islam verzichten heute erstmals alle Religionen auf Gewalt und offensive Missionierung.
Die Zahlen der Eroberungskriege, die blutigen Folgen von nationalistischem und ideologischem Expansionismus sind im historischen Vergleich stark zurückgegangen.
Gesellschaftliche Ungleichheit ist zwar kein erstrebenswertes Ziel. Aber dort, wo sie zugelassen wird, hat sie sich als starker Antrieb erwiesen. Denn nur in ungleichen Gesellschaften hat es Sinn, sich anzustrengen, damit man zu den erfolgreichen zählt. Das ist in Feudalgesellschaften nicht möglich, wo die aristokratische Abstammung entscheidet und nicht die Leistung. Aber in einer offenen Gesellschaft ist es extrem hilfreich, Reichtum zuzulassen. Nichts treibt den Erfolg eines Landes mehr voran. Und daher ist auch nichts dümmer, als die Reichen durch Hochsteuern zu vertreiben, wie etwa jetzt in Frankreich. Umgekehrt war es viel schlauer, einem Gates, einem Stronach, einem Mateschitz zu erlauben, reich zu werden, als sie von Anfang an daran zu hindern. Und abertausenden anderen. Viele von ihnen finanzieren dann Stiftungen und Spenden mit viel besserer Wirkung, als es die von Beamten und Politikern verteilten Steuergelder jemals haben.
Und last not least ist der Liberalismus zu nennen, egal ob man ihn Neo-, Alt-, Paläo- oder Wirtschaftsliberalismus nennt. Die Entfesselung der Kräfte des „Kapitalismus“, wie er von seinen Feinden genannt wird, also die Dynamik der eigenen (genauer: der familiären) Interessen von Milliarden Menschen: All das hat mehr für die Menschheit getan als alle anderen Faktoren zusammen.

Jede Vielfalt ist zentral verwalteten Staaten und Unionen überlegen

Nur mit all diesen Faktoren war es möglich, das Wissen und Können von so vielen Menschen zu aktivieren. Diese Summe ist selbst dem klügsten zentralistischen Fünfjahresplaner um ein Vielfaches überlegen. Natürlich passieren auch ohne Planwirtschaft Fehler, Dummheiten, Gaunereien. Aber in liberaler Vielfalt und Freiheit setzt sich das Bessere – eben meist auch das Gewinnträchtigere – viel rascher durch als in einem zentralverwalteten Staat oder in einer solchen Union. In einem zentralistischen Gebilde dauert es viel zu lange, bis eine Planungsbehörde einmal eingesteht, dass sie auf dem Holzweg unterwegs gewesen ist. Wenn sie es überhaupt tut.

Und Europa? Jahrhundertelang war der Kontinent nicht zuletzt auf Grund der Vielfalt seiner Staaten und Nationen, vielleicht auch wegen seines Klimas, sicher auch durch Christentum, Judentum, Aufklärung und das Erbe der griechisch-römischen Antike allen anderen weit überlegen. Heute jedoch ist Europa alt und müde geworden. Es kann sich offensichtlich nicht mehr aus den lähmenden Banden eines trügerischen Wohlfahrtssystems retten. Es muss daher zumindest am Beginn des neuen Jahrtausends im Gegensatz zu den letzten 2000 Jahren allen anderen Regionen den Vortritt lassen. Ob das noch einmal revidiert werden kann, werden erst unsere Nachfahren wissen. Sofern es solche überhaupt gibt. (Tagebuch)

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com.

 

31 comments

  1. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Jede Vielfalt ist zentral verwalteten Staaten und Unionen überlegen <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Haarsträubend wie sich manche Menschen selbst widersprechen. Europa verharrt in der Beschäftigung mit sich selbst, während China, Indien, Brasilien enorme Wachstumsraten verzeichnen.
    Wenn obiger Satz richtig wäre, müsste wohl genau das Gegenteil der Fall sein.

  2. Lodur

    Herr Unterberger übertrifft sich in seiner “Sachkenntnis” wieder einmal selbst:

    1.) “mit wenigen Ausnahmen wie das kommunistische Nordkorea”

    Das von der Chuch’e-Ideologie geprägte Nordkorea als kommunistisch zu bezeichnen, ist mehr als gewagt, ist purer Nonsense. Chuch’e ist eine nationalistische, militaristische Ideologie, die mit Marxismus oder Stalinimsus nichts mehr zu tun hat, alleine schon wegen ihres widersprüchlichen, idealistischen philosophischen Überbaus, in dem der Mensch laut Chuch’e-Ideologie in der Position eines absoluten Gestalters und Herrschers der Welt sei. Jedoch müsse sich der Einzelne den Volksmassen unterordnen, da er sich nur in der Gruppe entfalten könne. Die Volksmassen wiederum sollen durch die Partei und den auserwählten Führer geleitet werden. Mit Kommunismus im marxistischen Sinn hat das genauso viel zu tun wie Kapitalismus mit Gemeinwohl und Menschenrechten.

    2.)”So mancher weitblickende Europäer denkt schon daran, in welchem Zustand sich das heute noch so viel von Armut redende Europa selbst befinden wird, wenn einmal viele Länder Asiens Europa überholen.”

    Im kapitalistischen Boom konnte die Arbeiterbewegung (oft auch gegen den massiven Widerstand der Unternehmer) arbeits- und sozialrechtliche Verbesserungen erkämpfen. Jetzt, in der Krise des Kapitalismus, geprägt von Überproduktion, Tendenz der fallenden Profitrate, Kreditausfällen, Spekulationsblasen etc., werden von den herrschenden Klassen diese Errungenschaften reduziert. So lange, bis die kapitalistische Wertschöpfung für sie wieder rentabel wird. Dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Auch in Asien oder Lateinamerika, die sich lediglich in einer anderen Entwicklungsphase des Kapitalismus befinden als Europa.

    3.)”Alleine das bei uns heute so verpönte DDT hat viele, viele Millionen Menschen gerettet.”

    Hier ein Bericht über die “Geretteten”: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/insektengift-ddt-wie-die-malaria-wunderwaffe-bauern-in-die-armut-treibt-a-768654.html

    4.) “Gesellschaftliche Ungleichheit ist zwar kein erstrebenswertes Ziel. Aber dort, wo sie zugelassen wird, hat sie sich als starker Antrieb erwiesen.”

    Besonders für Mord, Totschlag, Raub, Diebstahl: http://www.3sat.de/page/?source=/nano/gesellschaft/147787/index.html

    http://www.youtube.com/watch?v=9QNEUgdsEck

    5.) “Der Menschheit steht heute mehr Energie denn je zur Verfügung. Wachsender Energieverbrauch von der Dampfmaschine bis zu den Atomkraftwerken war und ist untrennbar mit jeder Verbesserung der Lebensdauer und -qualität verbunden.”

    Technischer Fortschritt an sich ist nichs Schlechtes. Die Frage ist nur: Cui bono? Im kapitalistischen Klassensystem profitieren davon großteils die herrschenden Klassen, also Eigentümer von Konzernen, Trusts, Banken, Kapitalanlagegesellschaften, Vermögende, reiche Erben, Großaktionäre, Grund- und Immobilieneigentümer. Also, alle die für sich arbeiten lassen und/oder Eigentümer von Zahlungsmitteln, Immobilien, Grund und Boden sind. Und von denen natürlich die größten.

    6.) “Auch viele Länder Lateinamerikas und Afrikas erzielen seit Jahrzehnten ein höheres Wachstum als die EU.”

    Die Frage ist nur, bei wem die Erträge des Wachstums großteils ankommen. Beim Unternehmer oder beim Lohnabhängigen? Beim Kleinbauern oder Agrarkonzern?

    7.) “Die moderne Landwirtschaft kann ein Vielfaches jener Massen ernähren – und sogar mit Fleisch versorgen! –, als vor wenigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten irgendjemand zu hoffen gewagt hätte.”

    Tut sie aber nicht, da sie profit- und nicht bedürfnisorientiert operiert. So werden täglich tausende Tonnen an Lebensmitteln vernichtet, damit die Marktpreise stabil bleiben bzw. steigen, während täglich tausende verhungern.

    8.) “Bis auf den Islam verzichten heute erstmals alle Religionen auf Gewalt und offensive Missionierung.”

    “Gewalt- und missionsloses” Christentum: http://www.youtube.com/watch?v=vWRm0KjN0uY

    Selbst das Judentum ist vor Extremismus/Fundamentalismus nicht gefeit:

    Auf die restlichen stereotypen Leerformeln lohnt es sich nicht weiter einzugehen.

    Fazit: Unterbergers Beitrag = Redundantes reaktionäres Bla Bla ohne Substanz.

  3. Nattl

    Wollt’s ihr beide nicht ein eigenen Forum aufmachen? Dann könnt ihr euch einander den ganzen Tag Wikipedia-Auszüge um den Kopf werfen und auch anderweitig an euch herumspielen. Freundschaft!

  4. Lodur

    @Nattl
    Sehr verehrte Systemapologetin!

    Ein etwas genauerer Blick auf die von mir geposteten Links dürfte Ihnen zeigen, dass ich keineswegs auf Wikipedia verwies, sondern auf Ergebnisse des kritisch-investigativen Journalismus. Aber offensichtlich macht ihre unerschütterliche Treue zu den angeblichen Segnungen der kapitalistischen Marktwirtschaft Ihren Blick blind für Daten und Fakten.

    Mit nonkonformistischen Grüßen

  5. Lodur

    Amüsant ist auch das Faktum, dass sich Verteidiger der Profitinteressen von Banken, Trusts und Konzernen wie Frau Nattl, in ihren Blogs als rebellische Nonkonformisten inszenieren. Offensichtlich macht das Nachplappern anarchokapitalistischer und bürgerlich-liberaler Positionen nicht nur blind, sondern auch blöd.

  6. wollecarlos

    @Nattl
    Nehmen Sie die Copy&Paste-Beiträge des rot-lackierten Faschisten Lodur doch als REALSATIRE.

  7. wollecarlos

    SKANDAL!
    LODUR ENTLARVT MILLIONEN VON HAUSFRAUEN IM DIENSTE DER KAPITALISTISCHEN MONOPOLWIRTSCHAFT

    Da behauptet ein gewisser “Unterberger”:

    ““Die moderne Landwirtschaft kann ein Vielfaches jener Massen ernähren – und sogar mit Fleisch versorgen! –, als vor wenigen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten irgendjemand zu hoffen gewagt hätte.”

    Was natürlich unseren C&P-Papst LODUR sofort auf den Plan ruft:

    “Tut sie aber nicht, da sie profit- und nicht bedürfnisorientiert operiert. So werden täglich tausende Tonnen an Lebensmitteln vernichtet, damit die Marktpreise stabil bleiben bzw. steigen, während täglich tausende verhungern.”

    Nehmen wir mal nur Deutschlang und halten uns streng an Fakten:

    Rund 17% werden von “Großverbrauchern” (Schulen, Kantinen, Gaststätten), -davon wieder etwas 40 % wegen Überschreitung des Haltbarkeitsdatums-vernichtet.

    Etwa 5 % werden im Einzelhandel nicht mehr verkauft und gelangen auf den Müll.

    Und den Löwenanteil an der Vernichtung tragen die Privathaushalte: 60 % !!

    Was -nach Lodur- also bedeutet, daß Millionen Hausfrauen Lebensmittel nur einkaufen, weil sie Profit- und nicht bedürfnisorientiert handeln.

    Also Handlanger der bösen Nahrungsmittelindustrie, der bösen Bauern auf dem Lande, der Hyper- Super- Extra-großen Konzerne sind und zu deren Unterstützung einen großen Teil ihres Haushaltsgeldes opfern.

    Hätte man sich solch selbstloses Handeln vorstellen können, bevor Lodor seinen Aufschrei formulierte?

  8. Lodur

    Wollecarlos, der Fürsprecher von Banken, Konzernen und Trusts, vergisst bzw. beschönigt die organisierte Lebensmittelvernichtung durch Unternehmen zu Gunsten der Profitstabilisierung.

    http://stohl.de/wordpress/?p=59952

    In den Abfallcontainern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum, während Hungernde, die sich die weggeworfenen Lebensmittel aneignen wollen, strafrechtlich verfolgt werden. Die Auswirkungen auf das Weltklima sind ebenfalls verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die auf den Müllkippen vergärenden Lebensmittelabfälle, denn die entstehenden Klimagase haben entscheidenden Einfluss auf die Erderwärmung.

    Typisch wolle, viel Bla Bla ohne Substanz. Wolle, lernen Sie erst einmal die Grundlagen der Ökonomie! (Wer kann sich noch an wolles Beispiel für den Kapitalismus erinnern, das eigentlich eine Subsistenzlandwirtschaft war? Das gab Lachen ohne Ende). Dann werden Sie vielleicht eines Tages intellektuell satisfaktionsfähig. Obwohl ich persönlich da meine Zweifel habe, da wolle mit Lesen, Schreiben, Rechnen für Volksschüler anfangen müsste.

  9. wollecarlos

    @Lodur
    Das ist eben der (ein) Unterschied zwischen Ihnen und mir:

    Sie beziehen Ihre Quellen von obskuren Fernsehanstalten, von den 1000-seitigen Ergüssen eines im Leben erfolglosen Dandy’s und Bloggern, die den Zeugen Jehovas zumindest nahestehen.

    Ich beziehe mich mit meinen Zahlen auf die FAO.

  10. Lodur

    “Sie beziehen Ihre Quellen von obskuren Fernsehanstalten, von den 1000-seitigen Ergüssen eines im Leben erfolglosen Dandy’s und Bloggern, die den Zeugen Jehovas zumindest nahestehen.”

    Es ist sinnlos, mit missionarischen Besserwissern wie wollecarlos zu diskutieren, dennoch, hier eine Entgegnung:

    1.) ARTE, 3SAT oder der ORF sind sicher nicht obskurer als PRO7, RTL, SAT1.

    2.) Der “erfolglose” Dandy, wahrscheinlich meint der Sonntagsprediger wollecarlos Karl Marx und/oder Friedrich Engels, hat bisher als Einziger eine konsistente Theorie des Kapitalismus und seiner Krisenhaftigkeit konzipiert, die man tagtäglich aufs Neue in der Wirtschaft beobachten kann.

    “Ich beziehe mich mit meinen Zahlen auf die FAO.”

    Eben nicht. Sie vermischen Daten aus verschiedenen Untersuchungen/Studien. Die von ihm erwähnten 60% der Lebensmittelvernichtung von Privathaushalten bezieht sich nur auf Deutschland. Durchgeführt wurde diese 2012 veröffentlichte Studie vom Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft der Universität Stuttgart im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums. Dass der Lebensmittelkonsum in Überflussgesellschaften über das notwendige Maß hinausgeht, ist nachvollziehbar. Allerdings sind in Deutschland immer mehr Menschen kein Teil dieser Überflussgesellschaft, sondern Teil einer Mangelgesellschaft. Die Rede ist von Leiharbeitern, Arbeitslosen, Hartz IV-Empfängern, prekär Beschäftigten etc. Dass diese eher weniger zur Lebensmittelverschwendung neigen, ist klar. Und dass die Lebensmittelverschwendung direkt proportional zum Wohlstandsniveau wachsen dürfte, ist ebenfalls klar. Im sozioökonomischen Rahmen ist die organisierte Lebensmittelvernichtung durch Handels- und Agrarkonzerne relevanter. Denn diese entziehen dem Markt Lebensmittel, um die Preise stabil zu halten bzw. damit sie sich erhöhen. Der Konsument, der Lebensmittel erwirbt, hat diese ja nicht dem Markt entzogen, sondern von ihm bezogen, also gekauft. Was er mit diesen macht, ist prinzipiell seine Sache. Natürlich ist angesichts des unnötigen Welthungers das Wegwerfen von Nahrungsmitteln durch Konsumenten moralisch nicht vertretbar. Und angesichts der Nahrungsmittelüberproduktion ist die private Überkonsumation von Lebensmitteln auch nicht unbedingt preisrelevant, im Gegensatz zur organisierten kommerziellen Nahrungsmittelvernichtung.

  11. wollecarlos

    @Lodur
    “1.) ARTE, 3SAT oder der ORF sind sicher nicht obskurer als PRO7, RTL, SAT1. ”

    Endlich mal was Richtiges von Ihnen, Gratuliere zu dieser intellektuellen Glanzleistung!

  12. wollecarlos

    @wollecarlos
    ” Im sozioökonomischen Rahmen ist die organisierte Lebensmittelvernichtung durch Handels- und Agrarkonzerne relevanter. Denn diese entziehen dem Markt Lebensmittel, um die Preise stabil zu halten bzw. damit sie sich erhöhen.”

    Tolle Logik!

    Wenn also ALLE Lebensmittel durch die bösen “Handels- und Agrarkonzerne” dem Markt entzogen würden,. wären die Preise am höchsten!

    Das ist DIE Lösung für Kapitalisten:
    Keine Produktions- und Vertriebskosten aber höchste Preise und damit Gewinne.

    Danke Karl Marx und seinen Jüngern!

  13. wollecarlos

    @wollecarlos
    Wie können nur die Hirnwindungen (falls er denn überhaupt welche hat) dieses Spotbildes eines Mrxisten namens Lodur eingetlich beschaffen sein?

    Das schreibt er allen Ernstes:

    “angesichts der Nahrungsmittelüberproduktion ist die private Überkonsumation von Lebensmitteln auch nicht unbedingt preisrelevant, im Gegensatz zur organisierten kommerziellen Nahrungsmittelvernichtung.”

    Also erstmal “Nahrungsmittelüberproduktion”.
    Dann “Nahrungsmittelvernichtung”.

    Sind die Bauern auf dem Lande soooo doof, daß sie erst “überproduzieren”, damit sie anschließend was zum Vernichten haben?

    Das erzählen Sie mal dem Bauernverband. Passen Sie aber auf, daß Sie nicht mit Mistforken vom Hofe gejagt werden!

    Es wäre ja schade um Sie.

  14. Lodur

    Wollecarlos muss zuerst das Kleine-Einmaleins lernen, dann kann er auch vielleicht eines Tages komplexe ökonomische Zusammenhänge verstehen und vernetzt denken.

    Einen Punkt hat er verstanden:

    “Also erstmal “Nahrungsmittelüberproduktion”.
    Dann “Nahrungsmittelvernichtung”.”

    Genauso funktioniert die kapitalistische Marktwirtschaft auf Basis der privaten Produktionsanarchie. Jeder Unternehmer lässt so viele Produkte wie möglich produzieren, um so viele Produkte wie möglich als Waren innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu bestimmten Preisen verkaufen zu können. Somit kann er einerseits die Stückkosten pro Ware so gering wie möglich halten und erwartet sich durch den Verkauf möglichst vieler Waren auch einen möglichst hohen Profit. Da er aber gleichzeitig auch die Lohnkosten so gering wie möglich zu Gunsten eines möglichst hohen Profits hält und menschliche Bedürfnisse nicht unendlich sind, kommt es zu Überproduktionskrisen, da ab einem bestimmten Entwicklungspunkt die Nachfrage nachlässt. Verbunden ist das Ganze mit der Tendenz der fallenden Profitrate, die darauf basiert, dass durch Technisierung, Maschinisierung, Verbesserung der Produktionsabläufe immer weniger menschliche Arbeitszeit zur Herstellung von Waren nötig ist und diese daher billiger werden.

    Ich erwarte nicht, dass wolle das versteht. Wie gesagt: Zuerst das Kleine-Einmaleins lernen! Vielleicht dann.

  15. wollecarlos

    @Lodur
    Ach, Sie kleines Dummerchen!

    Da schreiben Sie -bar jeder realen Erfahrung-

    “Jeder Unternehmer lässt so viele Produkte wie möglich produzieren, …”

    Also:
    Daimler-Benz könnte auf seinen Fließbändern möglciherweise doppelt so viele PKWs produzieren, als man es dort tut.

    Warum macht man es nicht?

    Einfache Antwort:

    Weil man weiß, daß sich nicht mehr, als die prognostizierten Einheiten verkaufen lassen.

    Und weil man weiß, daß es unökonomisch wäre die zuviel produzierten Autos in den Abfallcontaier zu werfen.

    Und genau so geht es den Bauern, den PC-Herstellern und den Bäckern.
    Jeder versucht, nur soviel zu produzioeren, wie er glaubt absetzen zu können.

    Im Marxismus ist das natürlich ganz anders, da man permanent die Bedürfnisse der Verbraucher nicht erfüllen kann (und will).

    Da wird eben “Bückware” (Sie wissen, was das ist ???) produziert.

  16. Lodur

    “Daimler-Benz könnte auf seinen Fließbändern möglciherweise doppelt so viele PKWs produzieren, als man es dort tut.”

    Wollecarlos hat die Überproduktionskrise der Automobilindustrie verschlafen:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/crashtest-ist-europas-autoindustrie-fuer-die-absatzkrise-geruestet-a-868759.html

    http://www.sueddeutsche.de/thema/Automobilindustrie

    http://www.welt.de/newsticker/news3/article114114775/Deutscher-Automarkt-steckt-mitten-in-der-Krise.html

    Und nicht nur die hat er verschlafen. Also, auf, auf! Los, los! Das Kleine-Einmaleins muss gelernt werden!

    So, jetzt lasse ich ihn in Ruhe. Meine Postings überfordern ihn intellektuell. Und außerdem blamiert er sich hier mit einer Nonsense-Meldung nach der anderen.

  17. Lodur

    “Und genau so geht es den Bauern, den PC-Herstellern und den Bäckern.
    Jeder versucht, nur soviel zu produzioeren, wie er glaubt absetzen zu können.”

    Und jeder Unternehmer will so viele Waren wie möglich absetzen, so viele Produkte wie möglich verkaufen, um so einen möglichst hohen Profit zu generieren.

  18. Lodur

    “Im Marxismus ist das natürlich ganz anders, da man permanent die Bedürfnisse der Verbraucher nicht erfüllen kann (und will).”

    Marxismus ist eine wissenschaftliche Denkschule und kein Produktionsbetrieb. Im Sozialismus allerdings, für den Marxisten im Regelfall kämpfen, wird die Wirtschaft tatsächlich bedürfnisorientiert organisiert sein.

  19. Lodur

    “Da wird eben “Bückware” (Sie wissen, was das ist ???) produziert.”

    Ja, ich weiß, was das ist. Es befindet sich in wollecarlos’ Kopf.

  20. wollecarlos

    @Lodur
    Unser kleines Klugscheißerchen schreibt:
    “Wollecarlos hat die Überproduktionskrise der Automobilindustrie verschlafen:”

    Ob unser Lodur, dieser Möchte-Gern-Weltenlenker, den Unterschied zwischen
    “Überproduktion”
    und
    “Überkapazität”
    kennt?

  21. wollecarlos

    @Lodur #18

    Ich bin glücklich und stolz, daß meine Bemühungen bei Ihnen wenigsten etwas gefruchtet haben.
    So ganz umsonst ist es also nicht, Sie auf Ihre wirren Gedanken aufmerksam zu machen.

    Sehr richtig schreiben Sie nun:

    ” jeder Unternehmer will so viele Waren wie möglich absetzen, so viele Produkte wie möglich verkaufen, um so einen möglichst hohen Profit zu generieren.”

    Sie haben verstanden: das Schlüsselwort ist “wie möglich”.

    Er wird also -Sie haben es endlich begriffen- nicht mehr produzieren, als er absetzen kann.

    Das ist also da genaue Gegenteil der von Ihnen bislang propagierten kommunistischen Planwirtschaft, die Dinge am Markt (an den Bedürfnissen) vorbei produziert.

    Schön, daß Sie mir am Morgen ein solches Erfolgserlebnis servierten.

  22. Lodur

    ““Überproduktion”
    und
    “Überkapazität””

    Wollecarlos hat auch Probleme mit dem kausalen Denken. Erst durch Überproduktion kann Überkapazität entstehen. Tja, erst einmal das Kleine-Einmaleins lernen, dann argumentieren.

    “Er wird also -Sie haben es endlich begriffen- nicht mehr produzieren, als er absetzen kann.”

    Das würde bedeuten, dass der einzelne Unternehmer die perfekte Einsicht in die Marktlage hat. Und das er diese nicht haben kann, dazu muss man keine marxistischen Klassiker lesen. Es reichen liberale Ökonomen wie Mises, Hayek oder Hans-Werner Sinn, die zu dieser Erkenntnis kamen (bzw. bei Sinn kommen, da er noch lebt).
    Erst wenn wolle intellektuell satisfaktionsfähig wird, werde ich ihm in Zukunft antworten.
    Bis dahin genießt jedes Insekt meine höhere Aufmerksamkeit als er.

  23. wollecarlos

    @Lodur #22
    Ich erkläre es Ihnen gern nochmal:

    “Kapazitäten” haben etwas mit den MÖGLICHKEITEN zu tun, mit der Möglichkeit, z.B. etwas zu produzieren.

    Oder auch nicht.
    Doch auch in diesem Falle wären die Kapazitäten dann immer noch vorhanden, verstanden?

    Ist doch sooo einfach!

    Ein ganz einfaches Beispiel, speziell für Sie:

    Ein Kraftwerk wird auf eine Energieerzeugungskapazität von 5 GW ausgelegt. Das ist die “Kapazität”.

    Erst wenn man es anstellt, und nicht vorher, KÖNNTE “Überproduktion” entstehen.
    Das verhindert man dadurch, daß man den Output drosselt.

    Aber, verflixt nochmal, die “Kapazität” von 5 GW ist immer noch da. So’n Schiet aber auch, was ?

    Ihre Bemerkung ist also -wie leider so oft- völlig daneben!
    Während Sie noch beim Kleinen Einmaleins stehen, ist die Mehrheit der Menschen schon beim Großen Einmaleins angekommen!

    Dass der “einzelne Unternehmer die perfekte Einsicht in die Marktlage hat.” habe ich nicht behauptet. Er versucht aber, sich über den Markt zu informieren und benutzt dafür -neben seinem Verstand und seiner Erfahrung- solche tollen Instrumente wie “Marktforschung”. Drei Begriffe, die Ihnen natürlich fremd sind!

    Das ist nämlich alles nichts gegen die göttliche Einsicht Ihres kommunistischen Polit- und Planungs-Büros…

    Dass Sie mir künftig nicht mehr antworten, haben Sie schon gefühlte 156 Mal geschrieben.
    Zuletzt in #16.

    Aber Ihr Mitteilungsdrang ist ähnlich konstant, wie der Harndrang, den Sie nach 2 Maß Bier haben: Einfach nicht unter Kontrolle zu bringen.

    Übrigens bin ich sehr verwundert, daß Sie den Begriff “Bückware” so völlig falsch einordnen, handelt es sich doch um einen täglich millionenfach benutzten Begriff im (ehemaligen) Reich der kommunistischen Wirtschaftsordnung.
    Dr. Guhgel kann ich da außerordentlich empfehlen, um Wissenslücken aufzufüllen!

  24. Lodur

    “Dass der “einzelne Unternehmer die perfekte Einsicht in die Marktlage hat.” habe ich nicht behauptet. Er versucht aber, sich über den Markt zu informieren und benutzt dafür -neben seinem Verstand und seiner Erfahrung- solche tollen Instrumente wie “Marktforschung”. Drei Begriffe, die Ihnen natürlich fremd sind!”

    Viele effizienter und wirklich bedürfnisorientiert wäre die Führung der Betriebe in den Händen der Arbeitnehmer und Konsumenten, kombiniert mit einer demokratischen Planung der Gesamtwirtschaft, also der Sozialismus.

    “Kapazitäten” haben etwas mit den MÖGLICHKEITEN zu tun, mit der Möglichkeit, z.B. etwas zu produzieren.

    Da hat wolle ausnahmsweise recht.

    “Erst wenn man es anstellt, und nicht vorher, KÖNNTE “Überproduktion” entstehen.”

    Im selben Atemzug kehrt er jedoch wieder zum altbekannten Nonsense zurück. Hier erst einmal die wirtschaftswissenschaftliche Definition von “Überkapazität”:
    “Überkapazität entsteht, wenn ein Betrieb oder sogar ein ganzer Wirtschaftszweig mit Produktionsmitteln ausgestattet ist, für die nicht genügend rentable Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen.”

    Überkapazität ist also eine Überausstattung an Produktionsmitteln. Sie entsteht, wenn das bisherige Maß an Produktion für den Unternehmer nicht mehr rentabel ist, also einen Profitrückgang erwarten lässt. Eine klassische Folge von Marktübersättigung, die wiederum eine Folge von, ja, genau, richtig, Überproduktion ist.

    Es ist mühsam, mit einem besserwisserischen Möchtegern ohne ökonomische Grundkenntnisse zu debattieren. Daher, endgültig, Tschüß!

  25. wollecarlos

    @Lodur
    “Daher, endgültig, Tschüß!”

    Na,das ist doch mal eine gute Ansage!

    Aber: Was bedeudet “endgültig” ?
    Eine Stunde?
    Ein Tag?
    (weiter kann Lodur ja sowieso nicht denken!)

    Aber da muss man doch noch schnell mal wieder auf den Stuss aufmerksam machen, den Lodur so absondert:

    “Überkapazität ist also eine Überausstattung an Produktionsmitteln. Sie entsteht, wenn das bisherige Maß an Produktion für den Unternehmer nicht mehr rentabel ist, also einen Profitrückgang erwarten lässt. Eine klassische Folge von Marktübersättigung, die wiederum eine Folge von, ja, genau, richtig, Überproduktion ist.”

    Hier stimmt nur der erste Satz, der Rest ist für die Mülltüte!

    Man braucht ja nur ein ganz klein wenig nachzudenken, um zu merken, daß das Eine nicht mit dem Anderen zu tun hat.

    Siehe mein obiges Beispiel des Elektrizitätswerkes.

    Aber Logik und gradliniges Denken ist nun mal nicht Sache eines Jüngers von Murx, Engels, Leninn und Stalin…

  26. Lodur

    Ich bin kein Jünger von irgendwem. Ich bin nur gebildet und kann analytisch, systematisch Denken und argumentieren. Schon Ricardo hat Jahrzehnte vor Marx das Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate erarbeitet:

    “Der natürliche Preis aller Waren, ausgenommen Rohprodukte und Arbeit, hat mit der fortschreitenden Entwicklung des Reichtums und der Bevölkerung eine fallende Tendenz; denn obwohl sie einerseits durch das Steigen des natürlichen Preises des Rohmaterials, aus dem sie hergestellt werden, an wirklichem Wert zunehmen, so wird dies doch mehr als ausgeglichen durch die Verbesserungen der Maschinerie, durch die verbesserte Teilung und Verteilung der Arbeit und durch die bessere technische und wissenschaftliche Ausbildung der Produzenten.” (Ricardo, On the principles of political economy, and taxation, 86, 87.)

    So, jetzt wirklich, Tschüß!

  27. wollecarlos

    @Lodur
    “So, jetzt wirklich, Tschüß!”

    Glaub ich einfach nicht… denn das ist nun das 157. Mal, wo Sie das versprechen, Sie Wortbrecher!

    Ansonsten:
    Was hat das immer wieder widerlegte unsinnige angebliche “Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate” mit unserem Thema “Überkapazität” und “Überproduktion” zu tun???

    Wenn seit 200 Jahren die “Profitrate” fällt, wie Sie behaupten, daß es ein “Gesetz” sei, müsste sie doch eigentlich schon bei minus xy Prozent angelangt sein!

    Da sehen Sie mal, auf was Sie so alles reinfallen… spricht nicht gerade für intellektuelle Tätigkeiten in Ihrer Hirnkapsel!

  28. Lodur

    “Wenn seit 200 Jahren die “Profitrate” fällt, wie Sie behaupten, daß es ein “Gesetz” sei, müsste sie doch eigentlich schon bei minus xy Prozent angelangt sein!”

    Schon einmal etwas von Konjunkturzyklen gehört? Wohl eher nicht.

    Hier ein kleiner Überblick zur marxistischen Wirtschafts- und Krisentheorie:
    http://www.arbeitermacht.de/rm/rm39/rm39krisentheorie.htm

    In der Hoffnung, dass wollecarlos ihn sinnerfassend liest, natürlich nachdem er das Kleine-Einmaleins gelernt hat, verbleibe ich mit besten Grüßen.

  29. wollecarlos

    @Lodur
    Lodur an mich in #16:
    “So, jetzt lasse ich ihn in Ruhe.”

    Lodur an mich in #22
    “Erst wenn wolle intellektuell satisfaktionsfähig wird, werde ich ihm in Zukunft antworten.

    Lodur an mich in #24:
    ” Daher, endgültig, Tschüß!”

    Lodur am mich in #26
    “So, jetzt wirklich, Tschüß!”

    worauf ich antwortete:

    “Glaub ich einfach nicht… denn das ist nun das 157. Mal, wo Sie das versprechen, Sie Wortbrecher!

    Und er kann es einfach nicht lassen, dieser Schwallkopp!

    Jetzt versucht er schon wieder #28, mich vollzuquasseln, sogar “mit den besten Grüßen.”

    Er scheint an mir zu hängen, was ja auch eine Art Anerkennung ist.

    Damit muß ich nun leben, ich beneidens- und bedauerns-werter.

    Zuletzt ging es um die “Profitrate”, was auch immer das ist:

    Ich schrieb:

    “Wenn seit 200 Jahren die “Profitrate” fällt, wie Sie behaupten, daß es ein “Gesetz” sei, müsste sie doch eigentlich schon bei minus xy Prozent angelangt sein!”

    Worauf unser kleiner Dummkopf antwortete:

    “Schon einmal etwas von Konjunkturzyklen gehört?”

    Also wenn das so ist!
    Bei Zyklen geht es bekanntermaßen rauf und runter.

    Dann muss es also auch ein “Gesetz der steigenden Profitrate” geben, oder?

    Mal sehen, was sich unser Knallkopf nun wieder einfallen lässt, an Einfällen mangelt es ihm ja nicht, im Gegensatz zu fast allem Anderen!

  30. Lodur

    “Also wenn das so ist!
    Bei Zyklen geht es bekanntermaßen rauf und runter.

    Dann muss es also auch ein “Gesetz der steigenden Profitrate” geben, oder?”

    Lasst, die ihr eintretet in wollecarlos’ Reich, alle Hoffnung auf Wissen und Bildung fahren!

  31. wollecarlos

    @Lodur
    “Lasst, die ihr eintretet in wollecarlos’ Reich, alle Hoffnung auf Wissen und Bildung fahren!”

    Herzlich willkommen, Lodur!
    Denn da würden Sie ja passgenau hingehören!

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