Die Macht, die Juden, und ihre Feinde

“……Im Nahen Osten muss Israel mehr militärische Macht haben als alle seine Feinde und potenziellen Feinde zusammen. Wie es Benjamin Netanyahu weise ausdrückte: “Die Wahrheit ist, dass es kein Israel mehr gäbe, wenn Israel seine Waffen niederlegen würde. Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen würden, gäbe es keinen Krieg mehr.” Israel muss daher mit oder ohne Hilfe der Vereinigten Staaten seine qualitative militärische Überlegenheit in der Region aufrechterhalten. Und das Gebiet ihrer Feinde hat sich nun auf den Iran und die Türkei ausgedehnt, zwei muslimische, nichtarabische, extrem anti-israelische Nationen mit mächtigen Armeen. Israel muss also trotz seiner derzeitigen militärischen Überlegenheit stärker und nicht schwächer werden. mehr hier

4 comments

  1. astuga

    Wobei das größte Problem für Israels Sicherheit wohl das massive Bevölkerungswachstum der Orthodoxen in der jüdischen Bevölkerung ist.
    Mindestens 10 % der israelischen Bürger sind ja ohnehin Araber, zB. Drusen die sogar im Militär dienen.
    Während viele Orthodoxe weder den säkularen Staat Israel, anerkennen noch im Militär dienen wollen, aber alle Sozialleistungen beanspruchen.
    Auch deshalb sieht man es gerne, dass eher säkulare Juden aus Europa oder den USA nach Israel auswandern.

  2. Falke

    Grundsätzlich ist dem Autor natürlich voll zuzustimmen. Eine Aussage verwirrt mich allerdings etwas: er spricht vom “jüdischen Volk”. Soviel ich weiß, gilt man nur dann als Jude, wenn man jüdisch (von einem Rabbiner) getauft bzw. (als Junge) beschnitten ist, also nur wenn man den jüdischen Glauben angenommen hat. Folglich sind Juden kein Volk, sondern eine Glaubens- oder Religionsgemeinschaft. Ein Volk sind die Israelis; das schließt natürlich auch dort lebende Araber, Christen und Drusen ein.

  3. ethelred

    @Falke
    grundsätzlich ist jedes Kind einer jüdischen Mutter jüdisch.
    Der Autor ist ein Rabbi. ER sieht im jüdischen Volk einen eher religiösen Begriff, der auf Bezeichnungen im alten Testament zurückgeht (= Am Israel). Er ist weder Rassismusforscher, noch Ethnologe sondern schlichtweg ein frommer Mann, gebildet im theologisch monotheistischen Glauben des Judentums. Man möge ihm seine definitive Unschärfe in moderner Völkertheorie großzügig durchgehen lassen. 🙂

  4. ethelred

    @Falke
    Unbeabsichtigterweise geriet mein Kommentar zu einem anderen Beitrag mit ähnlicher Fragestellung versehentlich hierher und mutierte dadurch zu einem unfreiwilligen Aprilscherz. Hierunter der berichtigte Kommentar 2. Version:
    Grundsätzlich ist jedes Kind einer jüdischen Mutter jüdisch.
    Gemäß den derzeit angewandten Definitionen für Völker, Glaubens- und Religionsgemeinschaften stimmt Ihre Ansicht und Alan M. Dershowitz, ein für seine Gedankenschärfe bekannter Rechtsanwalt, ist sich dessen auch wohl bewußt. Allerdings zitiert er die Psalmisten und verwendet daher, die in den Zeiten nach der Entstehung des alten Testamentes gebräuchliche Sicht auf ein Volk. Diese kann von den aktuellen Begriffen durchaus abweichen.

    Bei genauer Betrachtung hat Alan M. Dershowitz einen (möglicherweise bewußten?) Übersetzungsfehler begangen: Die genauere Übersetzung des zitierten Psalmteiles lautet:
    “G´tt wird seinem Volk Kraft geben, und nur durch Kraft werden sie Shalom, Frieden, erreichen”.

    Damit haben die weise vorausblickenden Psalmisten ihren werten Einwand schlau saniert. 🙂

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