Die Medien sind im Begriff, verbrannt zu werden

“….Wenn es einen Verlierer gibt dieser verrückten Wahlen in Amerika, der nicht in Amerika lebt, sondern in London, Paris, Zürich, Berlin oder München, der die einschlägigen Cafés bevölkert, wo immer der gleiche ­Vintage-Geruch zu schmecken ist, wo junge Männer mit Bärten sitzen und so geschäftig in ihren iPhones wühlen, obwohl sie doch nichts zu tun haben, wo keine Bücher zu sehen sind, sondern bloss Laptops, wo diese ­Menschen, von denen ich rede (oft sind es eher Männer), ebenfalls sitzen, aber meistens ohne Bart, sondern im Anzug, aber sicher ohne Krawatte – wenn es Verlierer gibt, dann sind das jene Leute, die den gleichen Beruf haben wie ich: die internationale Gemeinschaft der Journalisten. Selten haben sie, die Deuter und Meinungsmacher der Welt, die Medien, eine solche Niederlage erlitten wie die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem Mann, der sich von Beginn weg weigerte, die Medien zu fürchten…..” (weiter hier)

9 comments

  1. Fragolin

    Der Gipfel der Realitätsignoranz: ein gewisser Armin W. vom ORF, der im Furor des als Journalismus getarnten Propagandismus vor Gleichgestrickten tönte, man müsse als Meinungsformer in die “Echokammern” der “Abermillionen” Internet-Nutzer hineinbrüllen – diese von Steuergeld und Zwangsgebühren gemästete Dunkelgestalt des Journalismus hat noch nicht einmal erkannt (oder die Sichtweise von seinem Mastbetrieb implantiert bekommen), dass die Echokammer nicht die Welt da draußen sondern seine Redaktionsstube, ja sein eigenes Oberstübchen ist.
    Da sitzen die Protagonisten der Wahrheitsmedien im Selbstschulterklopfmodus in ihren Echofestsälen bei ihren Echoveranstaltungen und Echoverleihungen und heften sich gegenseitig Blechmedaillen an die Brust wie die Veteranen des antifaschistischen Widerstandes in der UdSSR und merken nicht einmal, dass sie selbst die wahre gelebte Echokammer darstellen.
    Was für ein erbärmlicher Haufen.

  2. sokrates9

    Meiner Meinung nach ist die “Ausbildung” von Journalisten total daneben gegangen: Während man früher versuchte zu Lehren audiatur et altera pars wurde dies nun völlig außer Kraft gesetzt! Vor 30 Jahren bestand eine Übung in Publizistik darin zu versuchen zu erkennen welche (politische) Meinung der Autor eines Berichts – nicht Kommentars – hat! Als Bester Journalist wurde der genannt, bei dem man auch bei genauer Wortwahlanalyse dies nicht feststellen konnte! O tempora, o mores!

  3. waldsee

    ein überaus guter artikel zu diesem– für mich fast wichtigstem– thema.
    im radio höre ich oft : “diese sendung enthält produktplatzierungen” ,oder bei wissenschaftlichen vorträgen den hinweis auf mögliche “interessenskonflikte.”
    was/wer steckt zb. hinter focus,mena,huffington post……usw.?
    sind doppelstrategien erkennbar?

  4. Reini

    Fragolin schreibt es,… ein von Steuergeld unterstützter Journalismus wird nie frei berichten! …
    … seit der Trump Wahl raucht die Birn am Küniglberg wie man den Wahlkampf darstellen soll! … erwarte eine Künstliche neutrale Verstellung des Berichtswesens … man will ja kein Amerikanisches Ergebnis,… 😉 …

  5. waldsee

    @reini
    … erwarte eine Künstliche neutrale Verstellung des Berichtswesens …
    das ist der “kern” der sache.

  6. sokrates9

    Reini@..erwarte eine Künstliche neutrale Verstellung des Berichtswesens.. Stimmt! Konnten sie Sonntag bei Turnherr studieren: Früher hat man wenigstens einen “ugly Rechten”, möglichst unsympathisch eingeladen, auf den dann alle Hyänen- bevorzugt Frauen – hinbissen! Jetzt holt man nur mehr die 4. Garnitur wie Rauch Kallert die dann gegenseitig sich über die Schlechtigkeit der Welt anweinen!

  7. Reini

    Sokrates9, … bei längerer Ansicht von Frau Turnschuh oder dem bösen Wolf steigt mir der Blutdruck in gesundheitsgefährlichen Höhen, … Respekt wenn sie diese Sendung (Geisterbahnfahrt) komplett durchhalten.

  8. mariuslupus

    @Reini
    Ein Rezept wie man die Sendung die “Im Zentrum” heisst, aushält. Warum eigentlich “ImZentrum” ? Welches Zentrum, von was eigentlich ?
    Also das Rezept. Kann auch bei Sendungen wie IS Will , oder IM Illner eingesetzt werden. Man spult vom Ende ganz nach vorne, zum Anfang und hört sich dann immer den ersten Satz eines progresiven Diskussionsteilnehmer, überspringt den Rest, Inhalt ist bekannt, weil redundand usw.etc. Dieses Procedere bewahrt vor Brechreiz. Aber, nicht weitersagen.

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