Die Meinungsmacht des Internet

Von | 3. September 2013

(von ANDREAS UNTERBERGER) Die Bayerische Landesanstalt hat  Erstaunliches wie Ermutigendes erforscht, und zwar in einem „MedienVielfaltsMonitor“ (das ist kein Schreibfehler, sondern das schreibt sich wirklich so. Na ja). Darin wird die „Relevanz der Medien für die Meinungsbildung“ untersucht. Die Ergebnisse: Zu 37 Prozent ist das Fernsehen relevant (mit abnehmendem Gewicht), zu 23 Tageszeitungen, zu 19 der Rundfunk, nur zu 4 Prozent Zeitschriften. Aber: Schon zu 18 Prozent ist das Internet für die Meinungsbildung relevant. Es ist also praktisch genauso wichtig wie Zeitungen oder Rundfunk. Und schon halb so wichtig wie das Fernsehen. Das darf einen Autor natürlich freuen, der seit fast vier Jahren sein ganzes Werken ins Internet verlegt hat. Mit Staunen kann man freilich beobachten, dass Politik, Parteien und Regierungen in Österreich das noch überhaupt nicht begriffen haben. Man schaue nur, wie ernst sie noch immer die in Wahrheit völlig irrelevanten Zeitschriften nehmen. Aber vielleicht besorgt sich ja auch einmal einer von ihnen die bayrische Studie. Oder glauben sie gar, dass in Österreich alles ganz anders ist – weshalb man es vorsichtshalber auch gar nicht untersucht?

2 Gedanken zu „Die Meinungsmacht des Internet

  1. world-citizen

    Als in den 90er Jahren das Internet aufkam, war ich sehr optimistisch. Endlich gab es ein grenzenloses Medium mit dessen Hilfe Menschen in allen Regionen des Globus miteinander kommunizieren konnten und so die Erde und Menschheit zusammenwachsen lassen würde.
    Mit der wachsenden Verbreitung des neuen Mediums entstand aber leider auch ein gegenläufiger Effekt indem Gruppen entstanden, die gerade dieses grenzenlose Medium als Sprachrohr benützen um nach der Errichtung von neuen Grenzen und Mauern zu verlangen.
    Dies ist wohl der große Widerspruch unserer Zeit.

    http://www.the-worldcitizen.blogspot.com/2012/04/grenzenloser-widerspruch.html

  2. FDominicus

    Das Fernsehen hat immer noch so ein hohes Gewicht? Kein Wunder das wir immer nur den gleichen PC Schrott bekommen, und offensichtlich fühlen sich die Menschen wohl so “informiert” zu werden, daher wohl die Erfolge der SED 2.0.

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