„Die meisten Menschen wollen unbequeme Fakten nicht hören“

Von | 1. Mai 2016

“……In Deutschland gibt es jedoch einen starken Willen zu politischer Korrektheit, und es fehlt der Wille, die Bedeutung von kultureller Anpassung zu akzeptieren. Wenn ich in Vorträgen die Bedeutung der deutschen Sprache in den Migrantenfamilien betone, setzt es häufig Buhrufe. Die Leute glauben, man lerne erst richtig Deutsch, wenn man auch gut Türkisch könne. Aber das ist falsch. Wenn ein Kind in einer Familie aufwächst, in der nur Türkisch gesprochen wird, es vor allem mit türkischsprechenden Kindern spielt und die ganze Zeit türkisches Fernsehen läuft, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Kind auf einer deutschen Schule Probleme bekommt….” (Der Soziologe Ruud Koopmans in der FAZ)

18 Gedanken zu „„Die meisten Menschen wollen unbequeme Fakten nicht hören“

  1. Thomas Holzer

    “Wenn es nur darum ginge, Migranten in den Arbeitsmarkt zu integrieren, müssten alle das angelsächsische Modell mit niedrigen Sozialleistungen kopieren. Das baut einen so hohen Druck auf, da braucht der Staat gar keine Integrationspolitik.”

    Worauf warten “unsere” Politikerdarsteller noch?!
    Oder haben sie gar Angst vor den vielen NGOs, deren “Mitarbeiter” dann arbeitslos werden würden?! 😉

  2. Falke

    Koopmans beklagt sich, dass seine Artikel und Thesen vor allem in Deutschland wenig bekannt sind. Vielleicht liegt es ja an seiner eigenen “Vermarktung”. Zum Vergleich Thilo Sarrazin, der ganz ähnliche Ideen vertritt, dessen Bücher Millionenauflagen erreichen und dessen Bekanntheitsgrad wohl genauso hoch ist wie der seiner ärgsten Verleumder, von Merkel bis Schäuble, von der extrem-linksgrünen Szene gar nicht zu reden. Natürlich tragen auch die Fernsehauftritte Sarrazins dazu bei, obwohl er nicht unbedingt ein Meister der Rhetorik ist.

  3. astuga

    Ich lehne mich jetzt mal etwas weit aus dem Fenster, und verallgemeinere sehr.
    Durch viele Diskussionen mit Deutschen und durch Beobachtung der dortigen Zustände habe ich den Eindruck gewonnen, dass Deutschland (in weiten Teilen) eine zutiefst sozial verwahrloste und infantilisierte Gesellschaft geworden ist.
    Mit all den Merkmalen die das mit sich bringt – leichte Erregbarkeit, überschießende Euphorie, Realitätsverlust, Manipulierbarkeit, Eskapismus, Oberflächlichkeit, Autoritätsgläubigkeit wie auch das extreme Gegenteil.
    Das konnte man bereits an der Hysterie um so unterschiedliche Dinge wie den Eisbären Knut oder die Wahl Obamas bemerken (oder dem grenzdebilen Talk-Show-Phänomen).
    Man könnte sagen, Deutschland ist ein “Dschungelcamp” geworden.
    Klar gibt es das alles in irgend einer Form auch bei uns und anderswo, aber der Unterschied liegt in den Nuancen.
    Etwa wenn sich in Köln Abiturienten aus Spaß an der Freude eine Straßenschlacht mit Schwerverletzten liefern.
    Und jeder Österreicher kennt auch den Unterschied zwischen unseren radikalen Berufsdemonstranten… pardon, Aktivisten, und den importierten aus Deutschland.
    Und leider strahlt das auch immer stärker auf Österreich aus, auch durch die Zuwanderung vieler Deutscher (etwa im Medienbereich).

  4. astuga

    @Thomas Holzer
    Wobei das ohnehin nur die halbe Wahrheit ist.
    Man denke an die Attentate in den USA (Boston) über Kanada (Regierungsviertel) bis Australien (Lindt Cafe).
    Oder an die Attentate und die Riots in London.
    Und überall dort sehr viel an Gewalt und isl. Fundamentalismus von denen man bei uns medial so gut wie nichts mitbekommt.

    Richtig ist lediglich, dass im angelsächsischen Raum Migranten grundsätzlich weniger Kosten im ohnehin nur schwachen Sozialsystem verursachen.
    Das war es dann aber auch schon.

  5. Wanderer

    @astuga
    Nach Gesprächen mit dt. Arbeitskollegen habe ich oft ähnliche Eindrücke. Eigentlich ein Jammer, dass wir derselben Sprach- und Kulturgemeinschaft angehören!

  6. sokrates9

    astuga@Gebe ihnen völlig Recht! Die Gehirnwäsche- einerseits in der DDR aber auch im Westen funktionierte wesentlich besserer als im ” Schlawinerland” Österreich. Es gibt ja die Story dass wenn Österreicher um 3 Uhr früh vor einer roten Ampel steht er schaut ob irgendwo ein Polizist zu sehen ist, eine Rotlichtkamera, und wenn nein dann fährt er! Der Deutsche steht stundenlang vor der roten Ampel und freut sich über das schöne Licht…

  7. Mona Rieboldt

    Was habt Ihr eigentlich davon, mit solcher Verachtung 80 Millionen Deutsche zu beschimpfen? Tut euch das gut, weil Ihr nur ein kleines Land seid? Es gibt sehr viele Auslands-Österreicher, die da hin gingen, wo es Arbeit gibt. Davon arbeiten viele auch in Deutschland, offensichtlich gibt es in Österreich für viele keine adäquate Arbeit. Meinen Mann, er ist Österreicher, habe ich auch vor vielen Jahren bei der Arbeit in D kennen gelernt.

    Polit-Elite, verrückte Grüne und Linke gibt es auch in Österreich. Es wird auch in Österreich nicht viel anders gewählt als in Deutschland, sonst wäre Wien nicht rot. Und Willkommenskultur bei den Asylanten kam auch aus der österreichischen Bevölkerung. Und die Grünen werden bei Euch nicht wenig gewählt. Nenne ich deshalb ca. 8 Millionen Österreicher infantil?
    Und wenn Ihr ein Land mit 80 Millionen als Dschungelcamp bezeichnet, dann lasst doch einfach keine Deutschen da mehr Urlaub machen und kündigt jede wirtschaftliche Beziehung mit Deutschland auf.

    So ein Deutschen-Bashing wie bei Euch habe ich noch nie erlebt.

  8. Wanderer

    @Mona
    Nehmen Sie es nicht persönlich. Wir wissen alle, dass ohne den “großen Bruder” in Europa und somit auch bei uns nichts läuft. Wir haben es aber nicht gerne, wenn man uns Hakenkreuzschnitzel serviert und von höchster Stelle (S. “das Pack” Gabriel ) Wahl-Empfehlungen gibt. Österreich hat sich weitgehend von der Willkommenskultur verabschiedet, doch man gewinnt bei den Deutschen einfach den Eindruck, dass sie mehrheitlich ihrer Kanzlerin bedingungslos die Stange halten und die Islamisierung als alternativlos hinnehmen, um nur ja nicht ins rechte Eck gestellt zu werden. Die Nazikeule hat bei Ihnen noch viel mehr Gewicht und Wirkung als bei uns.

  9. Falke

    @astuga
    Die deutsche Gesellschaft war schon traditionell so (oder so ähnlich); das ist kein neues Phänomen. Ich zitiere Napoleon Bonaparte: „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde”.

  10. Fragolin

    Ich muss doch Mona Rieboldt noch einmal zur Seite springen, auch wenn ich ihr den Tip geben möchte, nicht alles zu wörtlich zu nehmen; pauschales Beleidigtsein überlassen wir mal besser Muttis neuem Busenfreund und seinen Landsleuten und Religionsgeschwistern. Aber wenn hier “die Deutschen” alle in einen Topf geworfen werden begeben wir uns auf das zugegebenermaßen kellergleiche Niveau des ultralinken ZDF-Spaßhetzers Welke, der ja auch generalisierend allen Österreichern vorwirft, ihre Politiker “flach und braun” wie ein Hakenkreuz-Schnitzel zu mögen. Dass die Mehrheit der Deutschen lieber untergeht als “rrächts” zu wählen (also das, was die linksextremen Ulknudeln mit dem IQ einer Spaghetti als “rechts” einstufen…) mag stimmen, aber bis jetzt sieht es bei uns auch nicht besser aus. Hofer ist noch nicht Präsident und ich würde auch keine allzu hohe Wette abschließen, dass er es schafft. Bei uns erhält die “Protestpartei” zwar einiges mehr an Stimmen als in Deutschland, aber dort gibt es so etwas auch erst seit 3 Jahren.
    Nein, lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Aber bitte, werte Mona, verstehen Sie auch unsere Leute, die in der Gewissheit leben, dass wenn Deutschland so richtig Mist baut und das deutsche Volk sich wieder in die Schei*e reiten lässt, wir wieder einmal bis zum Kinn mit reingezogen werden. Und dabei hat das deutsche GG sogar eine Klausel, die es dem deutschen Volk erlaubt und es sogar verpflichtet, gegen Fremdherrschaft und Staatsverrat mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln anzukämpfen, während es in unserer Verfassung nur Bestimmungen gibt, wer sich alles über die Bürger erheben kann. Viele verstehen es nicht, dass “die Deutschen” noch immer murrend vor sich hinhakeln, es also genauso tun wie sie selbst, obwohl sie doch sogar das verfassungsmäßige Recht hätten, ihren Saustall gewaltsam auszuräumen… 😉

  11. Johannes

    In Deutschland hat die 68 Bewegung seit vielen Jahren die Gesellschaft umgebaut. An vielen wichtigen Posten saßen und sitzen Sympathisanten oder Aktive von anno dazumal. Naturgemäß waren viele Lehrer in ihrer Studienzeit aktive 68 iger, dieser Geist hat die Gesellschaft nachhaltig beeinflußt und so sind die Deutschen bei geänderten politischen und demographischen Bewegungen in einer Hippi-Geisteshaltung stecken geblieben und finden keine Antworten auf die Herausforderungen der Jetztzeit.

  12. Fragolin

    @Johannes
    Machen Sie es sich nciht einfacher, als es ist. “Die Deutschen” gibt es ebensowenig wie “die Österreicher”.
    Erstmal, was den 68er Einfluss angeht, werden wir am 22. Mai sehen wie Österreich mit einem Alt-68er umgeht. Wenn das Volk lieber einen solchen zum Präsidenten wählt um einen von ihm als “rechtsextrem” eingestuften Nationalen zu verhindern, dann müssen wir fein still sein. Und zweitens haben die 68er sicher bedeutsamen Einfluss auf die moralische Deutungshoheit, aber allein mit denen lässt sich auch nicht alles erklären. Es bedarf schon eines Untertanen-Geistes, eines Diederich Heßling, eines gewissen Grundopportunismus, um solchen Strömungen überhaupt eine gewisse gesellschaftliche Macht zuzugestehen. Das deutsche Volk hat, übrigens ähnlich dem österreichischen, aber viel intensiver, niemals wirklich Demokratie zu spüren bekommen. Vom Kaiserreich über ein kurzes, von Straßenlärm und Gewehrfeuer begleitetes, Demokratie-Experiment in eine brutale Diktatur, weiter in geteilte fremdbeherrschte Besatzungszonen und von dort zum Protektorat einer multinationalen Verwaltungseinheit – jedes schweizer Neugeborene hat mehr Demokratie über die Nabelschnur eingeimpft bekommen als ein deutscher Greis in seinem ganzen Leben erlebt hat. Deutsche haben ja noch nicht einmal eine Ahnung, was ein Referendum ist. Oder eine selbstbestimmte Verfassung. Oder ein selbstgewählter Präsident. Selbst bei den periodischen Kreuzerlmalereien ergibt sich, egal wo man das Kreuzerl macht, keine nennenswerte Änderung. Deshalb sind die meisten auch vor der AfD so erschrocken, weil sie das Konzept der Alternative als solcher noch nicht ganz begriffen haben. Aber das kommt noch.
    Und dann: Es gibt Deutsche, die erinnern sich noch an eine Diktatur, und diese sind nach meiner Wahrnehmung der Indikator, wo es langgeht. Sie haben sich als aufmüpfige freiheitsliebende Jugendliche vor knapp 30 Jahren von alternativlos regierenden Diktatoren im Osten als konterrevolutionäre Vaterlandsverräter, Menschenfeinde und dreckiges Pack beschimpfen lassen dürfen. Und werden heute von einer damaligen FDJ-Propagandistin und ihren Speichelleckern wieder beschimpft, fast wortgleich, weil ihnen ihr (im Gegensatz zu vielen im sedierten Westen Aufgewachsenen) funktionierender Diktaturen-Radar Alarmstufe Rot anzeigt. Es sind die gleichen Leute, die gegen Honecker auf die Straße gingen, die dies heute gegen Merkel tun, und so wie Honecker und seine Bluthunde sie als faschistischen Abschaum titulierten, tun dies auch Merkel und ihre Bluthunde. Da hinter Honecker nach dem Rückzug der Russen aus der ostdeutschen Politik keiner mehr stand, war sein Fall unausweichlich. Hinter Merkel steht die USA, und da sehe ich keine Anzeichen für Rückzüge, ganz im Gegenteil. Keine guten Vorzeichen für diese zweimal betrogenen Deutschen im Osten, die langsam behirnen, dass ihr Leben in einem freien demokratischen Rechtsstaat nur ein kurzes Intermezzo zwischen zwei Diktaturen war und sich eine Katastrophe anbahnt, die der aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhundert in nichts nachsteht.

  13. Fragolin

    Und das wird in dem Staate, in dem das Einerlei des Maas als Steigerung des zweierlei Maß betrachtet werden darf, zu einem noch wütenderen Toben des kleinen Heiko und noch mehr Hetze gegen die ostdeutschen “Rechtsterroristen” führen:
    http://www.politikversagen.net/heiko-maas-flieht-vor-dem-volk
    Die Sachsen haben es teutonischen Herrschern noch niemals leicht gemacht, da konnte schon Heinrich IV. ein Lied von singen.
    Ich freue mich schon auf die medialen Auskotzungen des Hakenkreuzschnitzlers Welke und seiner ZDF-Hetzkumpane…

  14. astuga

    @Mona Rieboldt
    Ich habe mich doch ohnehin bemüht das fair zu formulieren.
    Bitte beachten Sie den ersten und die abschließenden Sätze! 😉

  15. Mona Rieboldt

    Fragolin
    Danke für den Beistand. Die AfD ist, so wie sie jetzt ist, erst ein Jahr alt. Dafür wurde sie schon von vielen gewählt. Der Mannheimer Norden, reine Arbeiterstadt, stets Hochburg der SPD, ist bei der letzten Landtagswahl an die AfD gegangen. Seit dem es eine Alternative zu den Blockparteien gibt, gehen vermehrt auch Nichtwähler wieder zur Wahl.

    In Österreich haben sich doch Jahzehnte lang ÖVP und SPÖ alles aufgeteilt, die wurden ja auch gewählt, erst jetzt wird die FPÖ stärker.

  16. Mona Rieboldt

    astuga
    “fair formuliert” *lach*
    Es gibt mehr Ähnlichkeiten zwischen Deutschen und Österreichern auch im Wahlverhalten, als Ihnen vielleicht lieb ist.
    Astuga, da Sie mich zum Lachen gebracht haben, ist ja alles wieder in Ordnung. 🙂

  17. astuga

    Das freut mich, da ich Sie schätze. 😉
    Generalisierungen wie Einzelfälle sind eben Instrumente um die Realität zu verstehen und sich ihr von beiden Enden anzunähern.

  18. Johannes

    @Fragolin:Mit einem gewissen Schmunzeln mußte ich feststellen das sie, zurecht sagen “es gibt nicht die Deutschen oder die Österreicher“ um dann sehr wohl zu verallgemeinern “Deutsche haben keine Ahnung was ein Referendum ist“
    Die deutsche Politik hat sich mit , wenn man den Umfragen immer noch glauben darf, großer Mehrheit auch unter der Bevölkerung, für eine Willkommenskultur entschieden, Deutschland ist wirtschaftlich stark und kann diese finanzielle Aufwendungen aufbringen. Die Veränderungen der Demographie lassen sich nicht mit Geld ändern, diese Probleme kommen massiv und wenn die Regierung von der Mehrheit gewählt wird, so spricht man halt im allgemeinen von den Deutschen auch wenn man weis das nicht alle gemeint sein können. Die Richtung die Deutschland einschlägt ist natürlich gemeint.

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