Die milde Knechtheit des Versorgungsstaates

(JOSEF STARGL) Moralisierende Haberer in der Arrangementkultur, parteipolitische „Personalpolitik“ in Bildungs- und Kulturinstitutionen sowie die Verflechtungen, die Seilschaften und der Nepotismus in „Politik und Medien“ ermöglichen nach wie vor Desinformation, Manipulation, Indoktrination und Lüge im Dienste der Realverfassungsmächtigen, welche die Ideologien der Etatisten, der Konstruktivisten, der Regulierer, der Interventionisten und der Zwangsumverteiler im Versorgungsstaat (Kollektivisten und Egalitaristen) für die Durchsetzung ihrer Sonderinteressen nutzen.
Das „Leben in der Lüge“, die Realitätsverweigerung und die Ausblendung von Wirklichkeit führ(t)en in die „milde Knechtschaft“ des Versorgungsstaates, in dem Anspruchsdenken und Vollkaskomentalität mit dem Glauben (und mit der Hoffnung) verbunden sind, dass Sicherheit beziehungsweise Risikolosigkeit geplant werden können.
Die „Lügenbarone“ unter den Feinden der Freiheit beherrschen die Strategien der Ablenkung, der Täuschung, der Vertuschung und der Verschleierung der Wahrheit sowie die „Kunst der Heuchelei“. Sie leben (gerne) in Scheinwelten und versuchen diese auch mit einer „Rhetorik der Gemeinschaftlichkeit“ den Bürgern als Wirklichkeit zu vermarkten.
Die Freunde einer „Geschlossenen Gesellschaft“ und des „tiefen Staates“ freuen sich über die „Liebe zu Fremdbestimmung, zu Entmündigung, zu Bevormundung und zu Konformismus“.
Die Angst vor dem „Verantwortlich-Sein“ lässt zahlreiche Bürger auf ein „Frei-Sein“ verzichten. Sie passen sich an, unterwerfen sich dem kollektivistischen und dem egalitaristischen Denken und sind begeistert von den Ideen der Homogenität und der Harmonie.
Die Unterminierung der Freiheit gelingt der Nomenklatura und ihren Vasallen zwar auch im „Namen der Freiheit“, aber Machtkonzentration, der Mythos der Machbarkeit, Organisation, Planung und Steuerung sind (immer wieder) mit Verantwortungslosigkeit verbunden, während Freiheit mit (Eigen-)Verantwortung gekoppelt ist.
Die Krise des Funktionärsstaates und der Umverteilungskoalitionen kann nicht länger ignoriert werden. Immer mehr Bürger wagen es, „Partei für die Wahrheit (als Übereinstimmung von Aussagen mit den Tatsachen) und für die Wahrhaftigkeit“ zu ergreifen, um einen Beitrag auf dem Weg zur Freiheit zu leisten. Sie sind von einer Erneuerung durch Wahrheit und Freiheit überzeugt.
Eine offene Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung mit (mehr) Wettbewerb, mit (mehr) Regelkultur und mit einer Dezentralisation von Irrtümern und Fehlern ermöglicht eine bestmögliche Nutzung des breit gestreuten Wissens, eine bessere Anpassung an das Unbekannte und die Entfaltung von schöpferischen und von Unternehmer-Persönlichkeiten.
Die menschliche Würde zeigt sich im Gebrauch der Freiheit in einer Eigentümer- und Verantwortungsgesellschaft. Individualistisches Denken ist mit einer Stärkung von Selbstbestimmung und von Selbstsorge verbunden.
Es lohnt sich, das Wagnis der Selbständigkeit, der Andersartigkeit und der Nichtübereinstimmung einzugehen. Ohne unangenehme Fragen, Widerspruch, Kritik und sachliche Argumente sowie ohne eine offene Austragung von Norm- und Sachkonflikten im geistigen Wettstreit verzichten wir auf Lernchancen und auf Eigenleistungen, die sowohl die Produktivität als auch die Effizienz und die Wertschöpfung (Wohlstand erwirtschaften!) fördern.
Vielfalt, Mannigfaltigkeit und Wettbewerb sind eine Chance!
Haben wir doch den Mut zur Wahrhaftigkeit und zu einer „Regelkultur mit Wahrheit und Freiheit“.

9 comments

  1. Josef Eisner

    … und wagen wir es darauf aufbauend das Programm einer neuen Partei zu formulieren und mittelfristig eine neue Verfassung auszuarbeiten.

  2. sokrates9

    Mir würde schon genügen wenn die offensichtlich immer krimineller werdende Unterminierung der Demokratie und des Rechtsstaates einmal dem Bürger bewusst würde! Da hat nun laut ÖVP ein Hackerangriff stattgefunden der mehrere hunderttausende Euros gekostet haben soll!” Ibiza hat auch hunderttausende Euros gekostet! Das sind keine “Studentengaudigschichten” sondern da werden hunderttausende Euros eingesetzt um unseren Staat und die Demokratie zu destabilisieren! Und keiner regt sich da besonders auf??
    Ein Rattengedicht hat wesentlich mehr mediale Aufmerksamkeit! ( zumindest so lange bis die Staatsanwaltschaft bei besten Bemühungen daran nichts kriminelles findet!!)

  3. Selbstdenker

    Allmählich fallen die Masken:
    https://www.achgut.com/artikel/arbeit_macht_rechts

    Die Bundeszentrale für politische Bildung und hier speziell deren Präsident Thomas Krüger (SPD) weiß es ganz genau: „Laut Studien haben Berufstätige die geringste Widerstandskraft gegenüber extremistischen Ideen”. Und daraus folgt der glasklare Schluss: „Die Problemgruppe Nummer eins sind die berufsaktiven Menschen“. Anders ausgedrückt, die politische Erziehung erreicht das werktätige Volk nicht. Soll das sagen, wer arbeitet, ist aus Zeitgründen, das heißt mangelhafter Wahrnehmung der korrekten politischen Erziehung, rechts?

  4. Daniel B.

    “arbeit macht rechts”
    „Die Problemgruppe Nummer eins sind die berufsaktiven Menschen“

    Zeit wird es für Leistungsträger die Arbeit und Steuerzahlungen für den räuberischen Staat auf ein Minimum runterzufahren um diese Internationalsozialisten nicht weiter mit Geldmittel zu versorgen!

  5. Selbstdenker

    Ich empehle zuerst den Beitrag “Arbeit macht rechts” durchzulesen und dann folgenden Vortrag von G. Edward Griffin aus dem Jahr 1969 anzusehen:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2019/09/05/g-edward-griffin-the-communist-revolution-in-america/

    Insbesondere ab 38:45 (und nochmals ab 49:00) wird es meiner Meinung nach sehr interessant.

    Man achte auf die beschriebenen Methoden und vergleiche Sie mit dem was aktuell vor sich geht. Insbesondere in Bezug auf den “revoluzionären Parlamentarismus”.

  6. Johannes

    Die scheinbare Gerechtigkeit und der Wille den Arbeitern mehr Rechte zu geben hat in der Sowjetunion Millionen Todesopfer gefordert. Zuerst wurden die Selbständigen getötet oder enteignet, dann kamen die Hungersnöte und dann die Massenmorde durch Stalin.
    Übrig blieb ein Gesellschaft die lange nach Glasnost unfähig war mit der gewonnen Freiheit umzugehen. Es war den Menschen aberzogen worden selbständig zu denken und eigenverantwortlich zu handeln.

    Kleine Länder die den Kommunismus, gegen ihren Willen, übergestülpt bekamen taten sich leichter. Die Tschechen, Slowaken, Polen und Ungarn haben aufstrebende Volkswirtschaften, sie sind sehr beweglich geworden und die meisten Menschen haben einen sehr gut geschärften Sinn entwickelt wenn der, nun aus dem Westen kommende, Kommunismus des linken Mainstream anklopft und seine forschen Regeln aufzwingen will.

    Das Verlockende am Kommunismus, auch des manchmal mehr, manchmal minder gut getarnten, der westlichen Linken, ist die scheinbar unantastbare Macht. Das Beherrschen der Menschen, das Erzwingen von Verhaltensmustern, das Planen der Leben anderer sind Machtinstrumente mit denen eine Ideologie, welche die Medien großteils unterwandert hat (nach meiner Meinung) den brutalen Hebel ansetzt um tief in persönliche Freiheitsrechte einzugreifen und diese als verächtlich sogar unmoralisch und schädigend für die Gesellschaft zu stigmatisieren wenn sie sich nicht konform verhalten.
    Das Stigmatisieren ist das Wesen der Unterdrücker. Hast du eine andere Meinung bist du ein Leugner, ein Radikaler, ein Dummkopf, ein Reaktionär, ein Feind, ein Troll.

    Die Braunhemden dieser Gesinnung sind die Anarchisten vom schwarzen Block, ich habe mich immer gewundert mit welcher Gelassenheit man am 1. Mai über die brennenden Straßenzüge vor allem in Berlin aber auch in anderen Städten Deutschlands berichtete. Die Medien, sonst nicht so gelassen (zu Recht!) wenn Gewalt in irgendeiner Form stattfindet, verhielten sich bei diesem Inferno wie gütige Eltern deren Kinder einen kleinen Streich gespielt haben.
    Ob Ball-Demo in Wien, G20- Demo in Hamburg die unglaubliche Zerstörung erinnerte zum Teil an Bombenangriffe.
    Keine andere politische Gemeinschaft hätte sich solch eine Gewaltorgie leisten können ohne das über Monate ein Sturm der Entrüstung, ein entschlossenes “nie wieder“ mit anschließenden Gegendemos, Konzerten und dem dringenden Appell des Bundespräsidenten diese zu besuchen erfolgt wäre.

    Viele Staaten Europas werden von ihren ehemals konservativen Parteien und Politikern geführt als wären sie Linke.Doch die Rechnung geht nicht auf, wollte Merkel die Linken links überholen so ist doch ein Schrumpfen der CDU die Folge, die echten bürgerlichen gehen zur AfD, die Bobos zu den Grünen übrig bleibt ein Kern von Wählern die zum einen noch ihrer alten CDU die Treue halten auch wenn es immer schwerer wird und zum anderen eben echte Kernwähler welche der CDU als einzige Partei Wirtschaftskompetenz zutrauen.
    Schröders Reformen wurden erst nach seinem Abgang wirksam und haben Merkel genützt, man wird sehen mit welchen Nachwirkungen der Nachfolger von Merkel zu tun haben wird.

  7. Selbstdenker

    @Johannes:
    Ihren ausgezeichneten Kommentar möchte ich wie folgt ergänzen:

    Wenn eine „Bundeszentrale für politische“ Bildung von „berufsaktiven Menschen“ Menschen spricht, sind damit alle Produktiven – egal ob Arbeitnehmer, Unternehmer, Landwirte etc. – gemeint.

    Bei einer kommunistischen Machtergreifung werden Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufgehetzt, wobei die Methodik einem Sesseltanz gleicht:

    In Russland – aber auch in vielen anderen zum Zeitpunkt der Machtergreifung agrarisch geprägten Ländern – geschah dies wie folgt (wobei jede Runde für die Betroffenen mit Enteignung, Mord, Arbeitslager oder Hungertod endete):

    Runde 1: Arbeiter, unfreie Bauern, Selbständige, kleine bis mittelgroße freie Bauern gegen große Bauern (Kulaken).
    Runde 2: Arbeiter, unfreie Bauern und Selbständige gegen kleine bis mittelgroße freie Bauern.
    Runde 3: Arbeiter und unfreie Bauern gegen Selbständige.

    Am Ende bleiben nur mehr die Gleichen als vereinheitlichtes, demotiviertes und unselbständiges „Volk“ geformt sowie die Gleicheren übrig, wobei die Letzteren die Ersteren in ihren Namen beherrschen.

    Ihre totale Beherrschung umfasst nicht nur die Produktionsmittel und die Früchte der Arbeit der Gleichen sondern auch deren Körper und Seele.

    Nachdem alle Menschen – mit Ausnahme der Gleicheren – nicht wissen was gut für sie ist und im Sinne von Richard Thaler & Co ohnedies nicht frei entscheiden können, müssen sie eben in ihr Glück geschubst werden: manchmal mit einem Gewehrlauf, manchmal durch Kürzung von Nahrungsrationen oder manchmal durch die vielfältigen Konsequenzen eines schlechteren Social Credits.

    Die Feinde der Arbeiter sind nicht die anderen Produktiven, sondern die Unproduktiven, die sie beherrschen wollen.

    Ultimativ beherrscht wird derjenige, der nicht nur keine Alternativen mehr hat, sondern diese nicht einmal mehr zu denken vermag.

    Ich glaube nicht, dass Merkel sich selbst als Kommunistin sieht, doch lässt sie ihr Denken bei manchen sehr auffälligen Formulierungen immer wieder durchschimmern.

  8. Johannes

    @Selbstdenker: Wir sind nach meiner Meinung schon ganz tief drinnen im neuen Kommunismus der sich wohlweislich nicht als solcher deklarieren möchte.

    Erben schröpfen, Wohnungsvermieter enteignen, Steuersätze über 50 Prozent, Negativzinsen, einen unobjektiven Staatssender der linke Propaganda betreibt und von wirtschaftlichen Zwängen durch Zwangsbeiträge befreit, unglaublich plumpe linke Agitation betreibt, Migrationsfanatismus mit anschließender Vollalimentierung aus dem Topf der nach immer höheren Steuern verlangt um nachgefüllt zu werden. Eurobonds, die Übernahme von Schulden anderer Länder gebürgt mit den Ersparnissen der Bevölkerung und vieles mehr.
    Das alles ist möglich wenn man immer mehr absaugt vom Vermögen jener die sich etwas geschaffen haben.
    Der Kommunismus kommt nicht als Kommunismus er kommt als Scheinhumanismus läßt sich dick und fett füttern von dem von ihm verachteten Kapitalismus um ihn danach zu verspeisen.

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