“Die Monarchie wird eine Renaissance erleben”

“…….Ich bin überzeugt, dass die Monarchie eine Renaissance erleben wird. Der Vorteil einer Monarchie liegt darin, dass man langfristig denkt. Das ist gut für ein Land. In der Demokratie denken die Politiker oft nur bis zu den nächsten Wahlen. Das führt bisweilen zu Entscheiden, die kurzfristig populär, aber nicht im langfristigen Interesse der Bevölkerung sind…..” (Interessantes Interview; hier; thanx to Luke Lametta)

16 comments

  1. Thomas Holzer

    “Ich bin der Meinung, wir werden beim Franken bleiben. Wenn wir die Währung wechseln, dann führen wir den liechtensteinischen Taler ein, mit Gold- und Silbermünzen (lacht).”

    Der Fürst ist wirklich ein kluger Kopf 🙂

  2. cmh

    Ich wäre ja auch gerne Monarchist, wenn nur nicht das ganze Gewölk von Komtesserln und sonstigen Odeligen wäre.

  3. Christian Weiss

    Die liechtensteinische Monarchie kommt aber ohne Hofschranzen, groteskes Zeremoniell, Schickimicki-Yellowpress-Adel und Oberhofrat-Professor-Doktor-Doktor-Magister-Küss-die-Hand-Brimborium aus. Würde das in Österreich auch gelingen?

  4. wrl

    Wenn ich richtig informiert bin hat jeder Ort in LIechtenstein das Recht per Volksabstimmung das Land zu verlassen und sich einem anderem Staat anzuschließen.

    Ich will mir garnicht vorstellen wie eine D-oder A-Regierung agieren müßte dass es dem Staatsvolk garnicht in den Sinn kommen kann über einen Anschluß an einen anderen Staat abstimmen zu wollen 🙂 – glüchliches Liechtenstein!

  5. Fragolin

    Das Übel an den Obertanen sind nicht die Monarchen, sondern ihr Beamtenapparat. Deshalb hat die Beseitigung der Monarchie keinen Gewinn gebracht und das Übel mit dem weiteren Aufblähen des Beamtenapparates sogar noch zugenommen.
    Ob uns eine Demokratie weitergebracht hätte, könnte man einschätzen, wenn wir eine hätten. Haben wir aber nicht. Wir dürfen nur alle paar Jahre bei einer Pseudowahl entscheiden, welche Beamte welcher Organisation die nächsten Jahre mitbestimmen und abschöpfen dürfen.
    Und:
    Der letzte österreichische Kaiser trieb sein Volk gegen alle warnenden Stimmen starrköpfig in einen sinnlosen Krieg, was ihn mit seinem deutschen Kollegen verband. Nachhaltiges zukunftsorientiertes Denken und Handeln sieht anders aus. Monarchie per se muss kein Segen sein, nur weil es (zum Glück für ihre Völker) einige wenige Staaten auf der Welt gibt, deren Monarchen weise regieren. Es gibt auch genug Beispiele von ausgeplünderten und von den eigenen Herrschern vernichteten Königreichen.
    Finstere Demokratie versus goldenes Königreich – wenn die Formel nur so einfach wäre…

  6. Thomas Holzer

    Finsteres Königreich versus goldene Demokratie – wenn die Formel nur so einfach wäre….

    Ihre Auslassungen über Kaiser Franz Joseph lasse ich mal unkommentiert; außer, daß er nicht über sein Volk, sondern über viele! Völker herrschte

  7. dieter

    Das führt bisweilen zu Entscheiden, die kurzfristig populär, aber nicht im langfristigen Interesse der Bevölkerung sindy

    Das ist eine Verballhornung der Hoppe’schen These. Hoppe behauptet nicht, dass der Monarch als Gutmensch das Wohl der Bevölkerung im Auge hat. Sondern er hypothetisiert, dass der Monarch sein Eigeninteresse optimiert. Und da Anarchokapitalismus das beste System wäre, würde der Monarch folglich dieses wählen, was dann im Interesse der Bevölkerung läge.

    Die Empirik sieht anders aus. Die europäischen Monarchen führten ständig Krieg, häufig aufgrund persönlicher Eitelkeiten. Gleichzeitig waren diese Monarchen miteinander verwandt und verschwägert. Man verheizte also die Untertanen um Familien- und Geschäftsstreitigkeiten auszutragen. Statt Marktliberalismus wählten sie Merkantilismus, Feudalismus und Protektion als Wirtschaftsmodell.

    Auch die heutigen Golf-Monarchien widerlegen diese These. Von Wirtschaftsliberalismus und Freiheit kann dort keine Rede sein. Die Steuern sind scheinbar niedrig, weil der Staatshaushalt direkt aus der Ölförderung finanziert wird. Und die Prinzen geben das Geld mit vollen Händen nach eigenem Gutdünken für Angebereien und Phallus-Wettbewerbe aus. Gaddafi, die Kim-Dynastie und Castro hätten auch genug Zeit gehabt, die Hoppe’sche These zu erfüllen.

    Der klassische Liberalismus ist im Widerstreit und als Gegenpol zu Monarchie und Feudalismus entstanden. Dafür gab es Gründe.

  8. Thomas Holzer

    Und um nicht gar so weit in die Vergangenheit zurückzugehen……
    So ich mich recht entsinne, wurden die Irakkriege, der Afghanistankrieg, Grenada, Vietnam etc. von Demokratien geführt………….

    Und das demokratische Frankreich hat natürlich seit 1789 keinen einzigen Krieg geführt 😉

  9. dieter

    Militärgeschichte Frühe Neuzeit/Liste der Kriege

    Irak und Afghanistan hätte man früher nicht als Krieg bezeichnet. In den Kolonien gab es immer wieder mal Aufstände. Kriege werden fast immer von Eliten angezettelt, die selbst wenig zu verlieren haben. Dazu gehören ganz besonders Monarchen, die sich im kriegerischen Wettstreit köstlich amüsierten. Napoleon krönte sich selbst zum Kaiser. Er hätte den Hoppe’schen Weg gehen können und eine neue, langlebige Dynastie gründen können. Das hätte aber zu wenig Nervenkitzel gebracht…

    In Demokratien müssen Kriege erst einmal dem Volk mit Lügen und Propaganda verkauft werden. Und das Volk ist häufig “kriegsmüde” und nicht bereit “Verantwortung” zu übernehmen, wie viele Ideologen und Technokraten gerne bemängeln. In Österreich ist es ganz klar das gemeine, renitent “reaktionäre”, “provinzielle” Volk, das Neutralität und Nichtinterventionismus will, während die fortschrittlichen, bildungsnahen und mondänen Eliten, darunter Chefredakteure und Meinungsjournalisten (häufig Zivildiener und Frauen), die sich dafür schämen, dass “Österreich” nicht mehr “Verantwortung” übernimmt.

  10. Thomas Holzer

    Und die Demokratien im “alten Griechenland” waren natürlich absolut friedlich, genauso wie die “alten” Römer.

  11. FDominicus

    ” In Österreich ist es ganz klar das gemeine, renitent “reaktionäre”, “provinzielle” Volk, das Neutralität und Nichtinterventionismus will, während die fortschrittlichen, bildungsnahen und mondänen Eliten, darunter Chefredakteure und Meinungsjournalisten (häufig Zivildiener und Frauen), die sich dafür schämen, dass “Österreich” nicht mehr “Verantwortung” übernimmt.”

    Soviel süss/bittere Wahrheit…..

  12. dieter

    Im antiken Griechenland wurde jede mögliche Regierungsform mehrmals hintereinander als auch nebeneinander ausprobiert. Die Demokratie war nur eine Spielart. Und diese Demokratien waren keine Massendemokratien. Das Wahlrecht war an den Kriegsdienst gebunden.

    Ich behaupte nirgends, dass Demokratien niemals Kriege anzetteln. Ich entgegne lediglich der neumodischen, paradoxen Monarchie-Verklärung in libertären Kreisen.

  13. feldscher

    @fragolin: hab ich doch irgendwie dumpf in Erinnerung, dass der Kriegsbeginnler der vorletzte Kaiser war.. der letze Kaiser war der mit den Krampfadern!

    ….und dann stelle ich mir noch den Karli Habsburg als Herrscher vor…….

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .