Die Nazis, die Heuchler und die Fakten

(ANDREAS UNTERBERGER) Die politmediale Szene befasst sich wieder einmal intensiv mit ihrem liebsten Objekt: mit der 80 Jahre zurückliegenden Vergangenheit. Der nun – teilweise – vorgelegte Bericht über die braunen Flecken der FPÖ ist neuer Anlass dazu. Dieser Historikerbericht wie auch die Reaktionen darauf zwingen zu etlichen kritischen Anmerkungen. Diese sind ganz unterschiedlicher Art: weiter hier

One comment

  1. Marianne Gollacz

    Sg.Hr. Unterberger, danke für die interessante Analyse!
    Bei der Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung der Bevölkerung ist meiner Meinung nach etwas Wesentliches schief gelaufen. Man hat dabei auf die jüdische Bevölkerung vergessen. Es bestand auch kein Interesse an den Heimkehrwilligen aus dem Exil. Die Politik Kreiskys hat vermutlich dazu beigetragen, dass die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus nicht stattgefunden hat und auf Israel (als “Israelkritik“) umgelenkt werden konnte.
    Wenn die Vergangenheitsbewältigung abgeschlossen wäre, würden Themen wie Rechtsextremismus und Antisemitismus nicht permanent auf die FPÖ, und gelegentlich auch auf Kurz, projiziert werden, in dem man geregelte Asyl- und Migrationspolitik, Grenzschutz, Kritik am politischen Islam mit diesen Themen gleichsetzt.
    Es ist kein Versäumnis einer bestimmten Partei, sondern ein Gesellschaftsproblem. Wenn sich die FPÖ auflösen würde, wäre es noch immer da.

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