Die neue Staatssekretärin und die Extremisten

Von | 18. Mai 2016

(FLORIAN MARKL) Gestern Nachmittag präsentierte Christian Kern das zukünftige Regierungsteam der SPÖ. Mit dabei wird Muna Duzdar sein, „eine junge Frau mit migrantischem Hintergrund“, wie Kern erläuterte. „Ihre Eltern (…) stammen aus Palästina. Ich halte das für ein ganz bewusstes, ganz wichtiges Zeichen.“ Anders als bei der Vorstellung ihrer Kollegen tat Kern ihr Unrecht und verwies bei Duzdar auf keine weitere Qualifikation für ein Regierungsamt – der „migrantische Hintergrund“ schien ihm Zeichen genug zu sein. (Bezeichnend ist auch, wie oft sie in Kommentaren auf ihre muslimische Identität reduziert wird, obwohl sie sich selbst als nicht-religiös versteht.) Nun spricht selbstverständlich weder etwas gegen eine Staatssekretärin, die Tochter von Einwanderern ist, noch gegen ihre Herkunft aus einer palästinensischen Familie. Die Biographie Duzdars wirft aber dennoch einige Fragen auf. Denn neben ihrer Tätigkeit als Bundes- bzw. Wiener Gemeinderätin fungierte sie bislang auch als Präsidentin der Palästinensisch-Österreichischen Gesellschaft (PÖG), die äußerst einseitige und geschichtsklitternde Positionen zum israelisch-arabischen Konflikt vertritt, und zeigte darüber hinaus wenig Scheu davor, sich im Umfeld von Extremisten zu bewegen. … (weiter hier)

13 Gedanken zu „Die neue Staatssekretärin und die Extremisten

  1. astuga

    Wie wohl die Reaktionen bei einer revisionistischen Präsidentin eines deutschen Heimatvertriebenen-Verbandes ausgefallen wären?

  2. astuga

    Regierungschef zu werden ohne sich einer einzigen Wahl stellen zu müssen hat aber auch was…

  3. Selbstdenker

    Diese Besetzung sagt sehr viel aus wohin die Reise geht.

  4. Rennziege

    18. Mai 2016 – 18:57 Selbstdenker
    Eine unterhaltsame “Reise nach Jerusalem” wird’s wohl nicht werden. Für Muslime, besonders deren Damen, ist jeder Tanzboden off limits.

  5. Thomas Holzer

    Das war sicherlich als Zeichen an unsere Mitbürger mit muslimisch, arabischen Migrationshintergrund und auch an “unsere” Neubürger gedacht, damit die sich alle doch irgendwie (schneller) zu Hause fühlen dürfen und ihre Ressentiments entsprechend bedient werden.
    Wenn man in die Vollen greift, kann es schon mal daneben gehen

  6. Marianne

    Die SP sieht offenbar die BP Wahl für den grünen Freund bereits verloren und gibt auch die autochtonen Wähler auf und mutiert zur islamischen Immigrantenpartei wie schon die britische Labour Party. Die jüngste Bürgermeisterwahl in London und früher schon in zahlreichen anderen englischen Städten hat zu muslimischen Bürgermeistern im Fahrwasser von Labour geführt. Offenbar gar kein so unerfolgreiches Konzept. Die europäischen Sozialisten quasi als Trägermedium des Islam.

  7. Herbert Manninger

    Antisemitismus der linken Art.

  8. Gerald

    Na die passt doch perfekt zu den Dezimalsoziokraten, um diesem Namen bald gerecht zu werden 😉

  9. Rennziege

    18. Mai 2016 – 20:37 Marianne
    Gestatten Sie mir einen kleinen Ausflug in die Biologie der Fauna. Jeder Parasit braucht Wirtstiere: der Bandlwurm, die Laus, der Floh, die Zecke usw. Am klügsten verhält sich der Bandwurm, dessen Anwesenheit dem befallenen und abgemagerten Wirtstier erst bewusst wird, wenn seine wohlmeinenden Exkremente untersucht werden.

  10. Johannes

    Frau Duzdar scheint mir noch nicht ganz angekommen in Österreich, es bleibt natürlich ihr überlassen als Kind von Migranten dem Land der Eltern zugetan zu sein. Auch kann sie Präsidentin der Palästinensisch-Österreichischen (man achte auf die Reihenfolge) Gesellschaft sein, als österreichische Politikerin ist sie in dieser Funktionen jedoch nicht geeignet Vertrauen bei allen Volksgruppen zu gewinnen. Das wäre so ähnlich als würde ein FPÖ Politiker Präsident einer Deutsch-Österreichischen Gesellschaft sein. Wir alle wissen was deutschstämmige Österreicher (sind für mich alle Menschen mit deutschen Namen) blüht wenn sie sich zu dieser Herkunft äußern. Wenn es dann noch ev. FPÖ Politiker sind dann Gott bewahre.
    Was ich damit sagen will wenn wir Österreicher sein wollen dann bitte aus ganzem Herzen und ohne wenn und aber. Ich brauche dann auch keinen Erdogan der vor hunderttausenden begeisterten Türken mit österreichischer Staatsbürgerschaft, die türkische hat ihnen der gute Mann hinter unserem Rücken wieder geschenkt, Wahl kämpft. Entweder die Frau Staatssäkretärin sieht ihre österreichische Identität und der oft gepriesene Schmelztopf wird gelebt oder wir haben viele nationalistische Einzeltöpfe und das stinkt dann gewaltig!

  11. Rennziege

    Lese soeben die “Krone” online:
    http://www.krone.at/Oesterreich/Neuer_Bundeskanzler_-_mit_den_alten_Problemen-AsylJobsWirtschaft-Story-510774
    Schreck lass nach! (Link zu Ende lesen, bitte, auch wenn’s schwerfällt.)
    Der nagelneue Kanzler Kern beruft sich auf Jeremy Corbyn, den Kommunisten und Antisemiten, der gerade seiner Labour Party ein tiefes Grab schaufelt. Und auf den Kommunisten Bernie Sanders, der die Kommunistin Hillary Clinton ausstechen will.
    Wenn das kein überzeugender Einstand ist! Herr Mitterlehner sollte sich warm anziehen — oder, was niemanden überraschen würde, an der Seite des Neukanzlers in roter Badehose und roten Socken auftreten. Mit noch röteren Wangen als eh schon.

  12. mariuslupus

    Doch ein radikaler Wechsel die traditionelle Postenverteilung betreffend. Ein Fortschritt. Nicht mehr das Parteibuch und die nicht vorhandene Qualifikation, ist für die Wahl des Amtsträgers wichtig, sondern die richtige Religion und Abstammung. Die nicht vorhandene Qualifikation bleibt als Auswahlkriterium weiter ausschlaggebend.

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