Die Öko-realsozialistische Angstpolitik

Von | 6. April 2021

(JOSEF STARGL) Die professionellen Antikapitalisten pflegen in einem „Klima der Angst“ einen säkularisierten Chiliasmus. Sie glauben an das Ende der Marktwirtschaft und an die Erschaffung eines irdischen Paradieses durch die Politik.
Die ergebnisgerechten öko-realsozialistischen Gegenzivilisationsrevolutionäre meinen, dass alle Menschen (global) für alles verantwortlich sind.
Als selbsternannte „Retter der Welt“ freuen sie sich über die ständige mediale Beschallung der Bürger mit (Klima-)Katastrophenberichten.
Apokalyptische Visionen und Weltuntergangsstimmung stehen im Dienste einer permanenten euro-atlantischen Zivilisationsrevolution, einer antibürgerlichen und einer antimarktwirtschaftlichen Revolution.

Zahlreiche politische Strategien der Antikapitalisten sollen vor allem ein Mißtrauen gegenüber dem Privateigentum, gegenüber der Institution der Familie, gegenüber den Unternehmen und gegenüber dem Wettbewerb bewirken.
Die Begriffs-, Denk-, Sprach- und Gedankenpolizisten wollen nicht nur der Einschüchterung, der Denunziation, der Ausgrenzung und der Verfolgung Andersdenkender, sondern auch einer Verhinderung von Widerspruch sowie einer Elimination von argumentativer Erörterung und von konstruktiver Kritik dienen.

Moralisieren und moralische Empörungen sollen auch den Glauben an das manichäische Weltbild – es gibt nur Gut(e) und Böse – der Tugendwächter fördern.

In einer Welt, in der alle Menschen nicht mehr begrenzt verantwortlich und daher auch stets schuldig sind, sollen die durch eine Bewußtseinsbildungsindustrie erzogenen neuen Menschen auf einen aufgeklärten Hausverstand verzichten (lernen) und als freiwillige Unmündige immer mehr paternalistische Bevormundung in einem staatlichen präzeptoralen System ersehnen.
Desinformation, Indoktrination, Manipulation, „Bewußtseinsbildung durch Aktion“ (Teilnahme an Demonstrationen) stehen im Dienste der geplanten „Systemüberwindung“.

Eine Verbotskultur und eine Ethik des persönlichen Verzichtes werden propagiert.

Bildung soll nicht mehr das Vertrauen in eine bürgerliche Zukunft und in realistisch-optimistische Zukunftsperspektiven in einer liberalen, rechtsstaatlichen Marktwirtschaft mit Produktivität und Wirtschaftswachstum fördern, sondern „neue Menschen“ sowie Wege in eine öko-realsozialistische Planwirtschaft und in eine zentralverwaltungswirtschaftliche Ordnung für Infantilisierte ermöglichen helfen.

Der Staat und die Politik sollen für alles zuständig sein.

Die Zukunftsplaner sind auf dem „langen Marsch durch die Institutionen“ und inszenieren ihre „Diskurshoheit“ in den Medien.
Ihre Endzeitreligion ist mit einer ständigen Förderung von Ängsten verbunden, die einen antikapitalistischen Geist bewirken sollen.
Angst ist ein Kontrollinstrument und ein Mittel der Manipulation. Es geht um eine Denk-, Diskussions- und Verhaltenssteuerung.
Das Aufzeigen von (vermeintlichen) Bedrohungen ist ein Element der Steuerung durch eine Angstpolitik. Die Verbreitung von Angst durch Politiker dient dem Erwerb und dem Ausbau ihrer politischen Macht.

Der Einsatz von Angst als Herrschaftsinstrument fördert die (freiwillige) Unmündigkeit und Knechtschaft.

Wenn immer mehr „die Angst regiert“, dann breitet sich auch die Angst vor der Freiheit, vor einer (begrenzten) Eigenverantwortung, vor dem (unternehmerischen) Risiko, vor Eigenleistungen, vor dem Wettbewerb und vor einer „Ungleichheit im Ergebnis“ aus.
Die Angst vor einer Zukunft im Kapitalismus – in einer rechtsstaatlichen Marktwirtschaft – soll die Bürger lähmen und in das irdische Paradies der Abhängigkeit von einer (totalitären) öko-realistischen Politik führen.

Wann haben mehr Bürger den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen?

8 Gedanken zu „Die Öko-realsozialistische Angstpolitik

  1. Selbstdenker

    Treffend beschrieben.

    „Wann haben mehr Bürger den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen?“
    Wenn Sie selbst betroffen sind und die Gegner im Wohnzimmer stehen.

    Wir haben es mit Glaubenskriegern einer sozialistischen Endzeitsekte zu tun.

    Gegenmittel? Keinesfalls warten, bis man selbst dran ist. Lieber den Ärger heute als den Ärger morgen mit Zinsen und Verzugszinsen riskieren.

  2. Kluftinger

    „Angst vor der Freiheit und der Eigenverantwortung “ sind die Schlüsselbegriffe. Herr Stargl diagnostiziert richtig!
    Aber leider haben wir die Mentalität der Lemminge bis ins Mark programmiert.
    Es war immer schon verwunderlich, dass die Entscheidungsfreiheit und die Eigeninitiative einen „verdächtigen“ Beigeschmack haben. Da hätte das Christentum ein reiches Betätigungsfeld: Die Verpflichtung zur „Gewissensbildung“ inkludiert eine offene und umfassende (katholon) Weltsicht. Das bedeutet aber auch, sich ständig weiterzubilden, sich zu informieren und danach zu handeln. (Echokammern wären dann verboten ).
    Leider zieht man sich in das Gehäuse der Selbstbestätigung zurück und verurteilt/bekämpft all jene, die es wagen Bewährtes zu bewahren und Neuland dort zu betreten, wo es notwendig ist.

  3. Wolfgang Niedereder

    Danke für den Weckruf, es ist aber zu befürchten, dass das Bildungsbürgertum/Mittelstand seiner Vernichtung tatenlos zusieht und hinter dem Vorhang stehend auf die Straße blickt – vielleicht passiert ja doch etwas.
    Ein Anliegen öffentlich zu vertreten und sich dafür zu engagieren hat und hatte hierzulande noch nie Tradition.

  4. Johannes

    Lese ich den Artikel von Herrn Stargl so kommt mir bei jedem Satz den er treffend formuliert ein Gedanke und eine Assoziation in den Sinn und die lautet: ORF.

    Es gibt mittlerweile, ORF-Watch sei Dank, ein Medium welches tagtäglich die unverschämtesten und unverfrorensten Anschläge auf die freie Bewußtseinsbildung aufzeigt. Aber es ist ein Kampf David gegen Goliath.

    Wobei es nicht darum geht ob einem Armin Wolf sympathisch ist oder nicht. In seiner ZiB2 hat man zumindest die Chance sich unverfälscht und direkt mit seiner eigenen Kraft der Argumente den Vorwürfen zu stellen.

    Viel hinterhältiger halte ich das Framing beispielsweise wie ich es in der ZiB 1 täglich erlebe. Wenn der hinterhältige Mord eines, vom ORF nicht als solcher bezeichneten, Schwarzen an einem Wachmann als “ Amokfahrt gegen eine Stassensperre“ und damit als “ Angriff auf das Kapitol wie zu Zeiten von Trump“ geschildert wird so ist das für mich persönlich bezeichnend für alles was der ORF meldet.

    Anderswo konnte man erfahren das der Täter Schwarzer und Sympathisant verschiedener Organisationen war, wie etwa islamischer und von BLM.
    Das alles wurde uns verschwiegen und es zeigt mir nur die Spitze eines Eisberges der, wie zu Zeiten der DDR, verschwiegen und wenn es sich nicht verschweigen läßt ins Gegenteil verdreht wird.

    Ich will das nicht mehr, es ödet mich an, es beleidigt mich und es kostet mich monatlich einen Haufen Geld. Es ist für mich wie ein Käfig aus DDR-Zeiten, vollkommen unzeitgemäß, aufdringlich und arrogant.

    Wenn man sich wenigstens ein bisschen bemühen würde und auch kritischen Journalisten, abseits linker Dogmatik, eine Chance geben würde.
    Aber dafür ist man sich seiner Macht viel zu sicher um auch nur einem eine Chance zu geben der nicht in Reihe und Glied des Mainstream marschiert.

  5. sokrates9

    Ich glaube dass auch infolge der immer mehr das Gesellschaftsleben durchdringende kommunistische Philosphie jede Opposition beiseite schiebt. Individuen sind nicht mehr gefragt,Standardisierung beginnt schon im Kindergarten. Individuen und „Gegenrede“ ist verpönt.Bemerke selbst auf UNIs dass es keine Diskussion mehr gibt, in Gegensatz zu früher wo jeder diskutieren und präsentieren wollte totales Schweigen . Opposition, Querulantentum massiv verpönt.Unreflektiert alles abnicken. Habe schon öfters totalenBlödsinn in Vorlesungen gesagt, fällt niemand auf.2-3 sind peinlich berührt wenn ich Appell an Mitdenken richtet, der Masse ist das egal…
    Auch das rhetorische Niveu ist dramatisch gesunken.

  6. aneagle

    Regierungen gehen in ihre präferierte Richtung, die Bürger zähneknirschend hinterher, in Wahrheit aber in die innere Emigration. Man hat sich bisher, unter noch leichtem Zwang, auseinander gelebt. Den Regierungen sind die einfachen Wünsche der Bürger fremd und herzlich egal. Die Bürger sehnen sich nach einer wählbaren Regierung, die wenigstens den Anschein erweckt im Dienste des Souveräns, der sie bezahlt und ernährt, zu stehen. Den erfolgsarmen Regierungen ist zu empfehlen, sich nach neuen Bürgern, umzusehen. Am besten nach solchen, die für eine Paternalisierung durch submediocre minderbemittelte Figuren dankbar sind.

  7. Nightbird

    Ein äusserst guter Artikel.
    Und ein Artikel, der meine Vermutungen bestätigt.
    Mit allem hier gesagten bin ich zu 100% d’accord.

    Wer nachdenkt, weiß, welches Projekt damit gemeint ist.
    Mehr sage ich nicht.

  8. Menschmaschine

    Gute Zusammenfassung unserer Medien- und Bildungslandshaft. Erschütternd eigentlich, wenn man das so liest. Erschütternd auch, wie sehr man sich selbst schon daran gewöhnt hat.
    Chiliasmus musste ich allerdings googeln, ich gebs zu.

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