Die österreichische Krankheit sozusagen…

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden. (Gabriel Laub)

7 comments

  1. Thomas Holzer

    @Lisa
    aber bei uns besonders ausgeprägt 🙂

    Ob sich wohl Karl Markt angesprochen fühlt?! 😉

  2. Rennziege

    Gabriel Laub, von seinen Freunden Grischa (russischer oder polnischer Kosename) genannt, war auf seine alten Tage ein Hamburger Original. Mein Vater hat ihn gut gekannt und einige seiner Werke als Lektor betreut. Dazu kam noch Nathan Jariv, ein in Tientsin als Sohn jüdischer Tuchhändler geborener Regisseur, der ebenfalls in Hamburg lebte und etliche Filme für ARD und ZDF drehte.
    Mein alter Herr erinnert sich gern an diese und andere unverwechselbare Spät-Hippies. Leider alle tot, sagt er, und was in der Szene nachwächst, sei so angepasst, homogenisiert und schaumgebremst wie ein Öko-Waschmittel. Die heutigen Staatskünstler, die ohne Subventionen und anderlei Bestechung verhungern würden, also “their masters’ voice” nachjodeln, seien zum alsbaldigen Verbrauch bestimmt und vergessen, noch bevor sie’s selber merken.

  3. mariuslupus

    @Rennziege
    Kleine Ergänzung. Gabriel Laub lebte bis 1968 in Prag. Vorher zwangsweise auf Wanderschaft. Nach 1968 zwangsweise auf Wanderschaft. Reisebüro Breschnew. Gabriel Laub schrieb seine Aphorismen tschechisch.
    Gabriel Laub war für das damalige kommunistische Regime ein unangehmes Individuum das sich, zum Glück, verabschiedet hat und nicht mehr lästig war.
    Klärung: Grischa, Grischka, Grischenka ist russisch

  4. FDominicus

    Oh, ich wußte nicht, daß es jemand so schön ausgedrückt hat. Genau sowas habe ich in meinem Blog etwas anders geschrieben (wie gesagt ohne das ich von diesem Zitat wußte)
    ” Mit Sklaven kann man es ja machen und Sklaven wollen die meisten Deutschen sein – mit der Aussicht Sklavenhalter werden zu können.”

  5. Rennziege

    21. Januar 2016 – 23:39 mariuslupus
    Zu Grischa: Nathan war ein enger Freund Gabriels. Nathans Eltern waren aus Russland nach China emigriert, weshalb Nathans Muttersprache Russisch war und er Gabriel als Grischa ansprach, was diesem sehr gefiel. Im Tschechischen muss der Diminutiv von Gabriel ganz ähnlich klingen, nehme ich an. Herzliche Grüße!

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