Die ÖVP als Wischiwaschi-Partei

Der Todestrieb der ÖVP: Die „Evolution“ der Volkspartei bedeutet eine Abkehr von den eigenen Wurzeln hin zu weltanschaulicher Beliebigkeit. (hier)

7 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    und es gibt das Gerücht, dass namhafte Spitzenpolitiker der ÖVP aus der Partei ausgetreten sind?

  2. Thomas Holzer

    So what?!
    Die ÖVP nimmt sich ein Beispiel an der ach so erfolgreichen Frau Merkl und ihrer CDU.
    Beliebigkeit, so weit man sieht, außer! im Hang und Drang zum Sozialismus, da wird sogar die CDU ganz stramm links und erlaubt keine Abweichung

  3. aneagle

    In einer Welt, in der die Besitzenden mehr werden, kann es für eine demokratisch organisierte Partei durchaus sinnvoll sein, das eigene politische Repertoire um die Bedürfnisse der gesellschaftlichen Aufsteiger zu erweitern und für die neuen Wählerschichten attraktiv zu werden. Auch um den Preis einer gewissen Beliebigkeit, oder DDR-isierung (siehe CDU). Das klappt, solange der Neuwählerzustrom den Stammwählerabstrom übersteigt.

    In der ÖVP hat das niemals geklappt. Der angepeilte Spagat war zu groß. Trotzdem wurde, ganz im Sinne einer schlechten Investition, an der einmal gefundenen (Fehl)Richtung festgehalten. Hoffte man doch so einer Umstrukturierung entgehen zu können.

    Mangelnde Autorität der handelnden Personen, sowie gravierende parteiliche Strukturdefizite behinderten und verhindern eine Wandlung zum Besseren. Diese Parteistrategie war, in Österreich, ein kapitaler Fehler.

    Seit längerem bereits, ist eine merkbare Transformation im Gange. Der Anteil der Besitzenden sinkt. Sogar die CDU ist mit dem Abwandern ihres Stammwählerpotentiales konfrontiert.

    Die Weiterverfolgung der schon in guten Zeiten untauglichen Parteilinie der ÖVP, wird die konsequente Entwicklung zur Österreichischen VERLIERER Partei sein.

    Erstaunlich aber ist, wie lange die ÖVP, angesichts ihrer fortgeschrittenen Erosion, noch zu Ihrer Marginalisierung benötigt. Auch die NEOS sind im Sinne der österreichischen Parteienlandschaft keineswegs eine Verbesserung, eher eine weitere Schwächung der ÖVP, ohne Nutzen für irgendeinen österreichischen Wähler.

    Fakt ist: Wer, außer dem direkt profitierenden Parteikader, fühlt sich heute noch in der ÖVP zu Hause und von ihr so erfolgreich vertreten, daß er sie wählt? Warum soll man ÖVP wählen?
    Die Antwort fällt bei ca. 5 in allen Schattierungen schimmernden sozialistisch-etatistischen Eintopf-Parteien traurig aus. Was wird aus Felix Austria?

    Django steht mit dem Rücken zur Wand. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird er als der letzte Parteiobmann in die Analen eingehen, der, theoretisch noch mit einem zweistelligen Wahlergebnis, eine Wandlung hätte anstreben können. Für Österreich und für ihn persönlich bleibt zu wünschen, dass er, so unwahrscheinlich es ist, die Kurve kriegt.

    Das, ev. sogar gewollte, Absplittern der Neos ist ein letztes Signal zur Umkehr- Django steht mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, wäre ihm zu wünschen , dass er für Österreich die Kurve kriegt !
    neuenjener zuzuwenden, die denx Aber Django sollte das

  4. Martin Prikoszovich

    Was soll der Kindergarten, wenn die ÖVP was nicht macht wird sie abgestraft, wenn sie was macht dann auch – erinnert mich an Beamten-Mikado: “Wer sich bewegt verliert!”

    Die Medien, besser die Journalisten gehen mir schon richtig am A… weil sie eine Mitschuld haben für die Katastrophe in der Österreich sich befindet – sie kritisieren alles und veröffentlichen jeden Mist. Was wollen die Journalisten, dieses Land endgültig unregierbar zu machen? Die Journalisten aller öst. Medien befinden sich im freien Fall in die Ni­veau­lo­sig­keit – ich dachte nur die Krone wäre ein Zumutung für alle denkenden Bürger, nein alle Medien sind es und die Bürger auf dem besten Weg in die selbstverschuldete Unmündigkeit! Was die Medien schreiben wird geglaubt und nichts hinterfragt, von vielen Menschen. Es gibt Menschen die hinterfragen, doch hier gibt es den Wettlauf der Ideologien um die verrückteste Verschwörungstheorie.

    Sorry, diese Welt wird zunehmendes total plem­plem, me­schug­ge, behämmert, be­kloppt… egal welches Wort jemand dafür verwenden will – Europa befindet sich im Niedergang!

  5. gms

    Martin Prikoszovich,

    herzlichen Dank für Ihre wahren und erfrischenden Worte! Allenfalls ein Randbereich bedarf der ergänzenden Fußnote:

    “Was die Medien schreiben wird geglaubt und nichts hinterfragt, von vielen Menschen.”

    Jein. Die Glaubwürdigkeit der Medien erodiert zunehmend. Das Fatale an der aktuellen Rolle der Presstituierten besteht in ihrer doppelten Wirkung — nicht nur schaffen sie ein falsches Bild von dem, was Politik ist und bewirkt, sie generieren darüber hinaus auch umgekehrt eine artifiziell verzerrte Vorstellung davon, was der sprichwörtliche Mensch auf der Strasse denkt, fühlt und begehrt.

    Als selbsternannte Fürsprecher der schweigenden Mehrheit treiben sie dergestalt nicht nur die (immer noch mediengläubigen Teil-) Massen nach links, sondern auch die Politik, die ihre Agenda maßgeblich an dem aufhängt, was sie für den gesellschaftlichen Konsens oder zumindest als mehrheitsfähig hält. Umfragen und Erhebungen ändern daran wenig, finden doch auch diese ihren Umweg durch den medialen Schredder.

    Was Medien an schleichendem Glaubwürdigkeitsverlust und daran anknüpfend an Einnahmenrückgang erfahren, wird durch eine von der Politik getriggerte Alimentierung kompensiert. Selbst also, wenn der Medienkonsument sein Ohr nicht mehr den Lügnern hinter den Schreibmaschinen oder vor den Kameras schenkt, so muß er doch seine monetäre Stimme eben diesen zukommen lassen und damit zugleich erleiden, daß seine eigene akustische Stimme dadurch übertönt wird.

    Wem ist nun aber ein Vorwurf zu machen? Nutten machen naturbedingt gegen Entgelt die Beine breit, das wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Aufzulösen ist der unselige Täterverbund aus Medien und Politik daher einzig durch ein Rückstutzen der Politik. Medienschelte darf dabei bloß eine Ergänzung bleiben.
    Analoges gilt für Politik im Großen und Ganzen, wo man Zeit und Verve ins Verdammen von Lobbygruppen und Interessensverbänden steckt, welche wiederum, vermeintlich oder tatsächlich, die Politik am Gängelband führen. Entscheidend aber ist nicht das Umfeld und die Einflüsse daraus, sonder das Tun und Lassen der politischen Kaste. Solange wir das Umfeld kritisieren, in dem Politik stattfindet, solange schaffen wir zugleich Ausreden für Politiker.

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