Die Offene Gesellschaft braucht Grenzen

Von | 11. Februar 2016

“….Was macht die offene Gesellschaft aus? Es mag widersinnig klingen, zunächst den Begriff der Grenzen einzubringen. Doch ohne eine Grenze zur anderen, der geschlossenen Gesellschaft gibt es keine offene Gesellschaft. Toleranz beispielsweise ergibt ohne Grenzen keinen Sinn. Sollte der Appell zur Toleranz künftig wieder öfter erklingen, gilt es, auch die Grenze derselben zu benennen. Wenn wir nicht wissen (und erklären können), gegenüber wem, was und bis wohin wir tolerant sein sollen, wird der Appell wirkungslos verhallen oder gar das Gegenteil bewirken….” (eleganter Essay in der NZZ)

19 Gedanken zu „Die Offene Gesellschaft braucht Grenzen

  1. Thomas Holzer

    Da die “maßgeblichen” Politikerdarsteller in der EU und deren angehörigen Nationalstaaten nicht bereit sind, die Grenzen zu schützen, könnte man fast auf den (“verwegenen”) Gedanken kommen, daß diese eben keine! offene Gesellschaft wünschen, und schon gar nicht einen mündigen Bürger, welcher sich seines Verstandes bedient.

  2. Reini

    10.01.2016 Welt Journal ORF2
    … der Arabische Frühling hat Toleranz und Demokratie gebracht und die Unterdrückung abgeschafft,…
    … nur mit der Toleranz und Demokratie können diese Völker nichts anfangen,…
    … jetzt ist der Saufhaufen erst recht perfekt, er kennt keine Grenzen !
    … und Europa hat NULL Plan und keine Grenzen!!!
    … hoffentlich brauchen wir bald keinen europäischen Frühling!!

  3. Thomas Holzer

    @Reini
    Saufhaufen oder Sauhaufen?
    Oder beides?! Aber doch nicht bei Muslimen, bei denen weder noch 😉

  4. Reini

    Thomas Holzer
    … ist mir in meinem “Suff” gar nicht aufgefallen 😉

  5. Selbstdenker

    “Die Offene Gesellschaft braucht Grenzen”

    Ist damit vielleicht auch die “Open Society” von George Soros gemeint?

  6. Falke

    Eines gefällt mir an dem Artikel nicht, und zwar der Klammerausdruck “ich spreche nicht von jenen, die vor Krieg fliehen”. Wieso nicht? Genau diese sind es ja mehrheitlich, “die sich bei uns ein besseres Leben erhoffen”. Wenn sie nur vor dem Krieg fliehen würden, wären sie ja bereits in der Türkei, Jordanien, Libanon, Ägypten, spätestens Griechenland oder Italien in Sicherheit. Weder die Genfer Flüchtlingskonvention noch die UNHCR-Regeln gestatten es Flüchtlingen jeglicher Art, sich das Zielland nach Belieben auszusuchen.

  7. Christian Weiss

    Das Glaubensbekenntnis linker Denkweise ist ja immer: Wir sind gegen Rassismus, Sexismus und gegen Homophobie!

    Und wann merken diese Idioten, dass massenweise frauenfeindliche Schwulenhasser einreisen, die jedem ausserhalb ihrer Ethnie den Schädel einschlagen?

  8. Gerald

    Der Aufschrei der Frauenversteher nach Köln, Hamburg, Stuttgart, Salzburg….usw. hat sich in Grenzen gehalten, warum das wohl so ist?lol

  9. Rennziege

    11. Februar 2016 – 12:19
    Selbstdenker
    „Die Offene Gesellschaft braucht Grenzen.“
    Ist damit vielleicht auch die „Open Society“ von George Soros gemeint?
    Naaa! Zweifellos wissen Sie, was damit gemeint ist: Die offene Gesellschaft, die und deren Feinde Sir Karl R. Popper in “The Open Society and its Enemies” beschrieben hat:
    One of the most important books of the twentieth century, Karl Popper’s “The Open Society and Its Enemies” is an uncompromising defense of liberal democracy and a powerful attack on the intellectual origins of totalitarianism.
    Eigentlich so ziemlich alles, worum es in Christian Ortners Blog geht.

  10. astuga

    “Die Offene Gesellschaft braucht Grenzen”

    Aber wer sagt uns, dass die politischen Akteure (nicht zwangsläufig Politiker), überhaupt eine offene Gesellschaft wollen?
    Davon gehen bloß wir aus, weil wir in diese Richtung sozialisiert wurden, und es als vernünftig und das einzig Richtige betrachten.
    Abseits von Sonntagsreden gibt es wohl viele “Movers and Shakers” (solche mit und ohne Ideologie) die das eher als hinderlich betrachten.

    Dieser Personenkreis nimmt heute jene Stellung ein den früher der europäische Hochadel inne hatte.
    Demokratie, Rechtsstaat oder Liberalismus, aber ebenso kulturelle Identität und Nationalstaatlichkeit, stehen bei solchen Leuten zwangsläufig nicht hoch im Kurs, und sind bloß Sand im Getriebe.
    Letztlich haben wir es mit einem neuen Feudalismus zu tun.

  11. astuga

    Nachsatz…
    Und so manche aktuelle (gesellschafts-) politische Entwicklung, die wir als falsch, planlos oder irregleitet betrachten, bekommt aus dieser veränderten Perspektive heraus vielleicht ihre eigentliche Bedeutung.
    Und so man will erkennt man die zielgerichtete Handlung dahinter.
    Oder eine opportunistische, die sich die Gelegenheit zu Nutze macht (etwa um den eigentlich gescheiterten Beitrittsprozess mit der Türkei zu unterlaufen, und als alternativlos darzustellen, um nur ein Bspl. zu nennen).

    Ist natürlich ein gefährliches Terrain, weil man sehr schnell in den Bereich der Verschwörungstheorien kommt. Aber man sollte sich dadurch auch nicht das kritische Denken vermiesen lassen.
    Unvoreingenommene Analyse der Ereignisse und hinterfragen, wer daraus Nutzen zieht, ganz ohne düstere Theorien.

  12. gms

    Rennziege,

    [Ist damit vielleicht auch die „Open Society“ von George Soros gemeint?]

    “Naaa! Zweifellos wissen Sie, was damit gemeint ist [..] Eigentlich so ziemlich alles, worum es in Christian Ortners Blog geht.”

    Das glaube ich nicht, Teuerste. Soros bezieht sich explizit auf Popper, dessen Aussagen zur völkischen Vermischung dem Geldmagnaten ebenso in die Hände spielen, wie das Hohelied auf die Demokratie und die Notwendigkeit, den Nationalstaat zu überwinden, denn die finale „Open Society“ im Sinne Poppers ist global. QED

    Bewiesen, Popper sei einer von den Bösen, ist damit noch lange nicht. Auch Nietzsche, der die Judenverfolgung antizipierte und das Wirken der Sozialisten in allen ihren Formen vorwegnahm, wurde später just von diesen instrumentalisiert. Wer trefflich morden will, tut dies am geschicktesten unter dem Banner der Freiheit. Nichts Neues unter der Sonne.

  13. Thomas Holzer

    Bemerkenswert die neue Wortwahl von Frau Merkel!
    Sie spricht nicht mehr von einer “Flüchtlingskrise/Flüchtlingsagenda” sondern (anscheinend seit heute) von einer Migrationsagenda!
    Ein Schelm, wer da auf böse Gedanken kommt

  14. gms

    Thomas Holzer,

    “[Merkel] spricht nicht mehr von einer „Flüchtlingskrise/Flüchtlingsagenda“ sondern (anscheinend seit heute) von einer Migrationsagenda!”

    Ja, denn die Agenda mit den Flüchtlingen sah diese Massen unter anderem als Rammbock für ein zentrales Einwanderungsregime vor. Von Anfang an. Der nächste fahrplanmäßige Stopp des rasenden Zuges ist die zentraliserte Sozialpolitik, damit die Schatzsuchenden überall dasselbe kriegen und nicht innerhalb der EU zu den Honigtöpfen drängen.
    Daß man sich wiederum mit dem Polen am einfachsten würde einigen können, wurde hier auch schon prophezeit und aktuell wieder druckfrisch im ‘Deutschlandfunk’ unterfüttert.

    Nächste Vorhersage: Merkel wird einen weiteren U-Turn hinlegen und die Verhandlungen über Northstream II beenden. Polen ist der geopolitischen Bestimmung nach ‘the monkey wrench’, die es in die verzahnten Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland zu werfen gilt.

    zeit.de/politik/deutschland/2016-02/beata-sydlo-angela-merkel-polen-fluechtlingskrise
    Merkel warb für gemeinsame Lösungen. Es habe sich auch in der Vergangenheit gezeigt, dass man gemeinsam am meisten Erfolg erziele, sagte sie und führte die Zeit der Solidarność-Bewegung als Beispiel an, die in den 80er Jahren den politischen Umbruch in Polen eingeleitet hatte. Polen und Deutschland stünden zu der gemeinsamen Migrationsagenda der EU.

    deutschlandfunk.de/beata-szydlo-in-berlin-besuch-in-frostiger-stimmung.1773.de.html?dram:article_id=345353
    (12.02.2016) Bei einer späteren Rede im EU-Parlament begründete Szydlo die polnische Haltung auch damit, dass ihr Land in den vergangenen beiden Jahren viele Menschen aus der Ukraine aufgenommen habe.

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