Die paradoxe Steuerreform

“Knapp vor dem Finale präsentiert die kommende Steuerreform sich in der Öffentlichkeit ungefähr so: Arbeitnehmer werden steuerlich entlastet, indem man eventuell den Spitzensteuersatz anhebt. Verringert werden müssen natürlich auch die wirtschaftsschädigenden Lohnnebenkosten, weshalb eine Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage in der Sozialversicherung nicht ausgeschlossen wird. Der Konsum wird mittels Anpassung ermäßigter Mehrwertsteuersätze auf den Normalsatz angekurbelt….” (hier)

9 comments

  1. Thomas Holzer

    Diese Steuerreform ist nicht paradox, sondern entspricht genau der Fähigkeit und dem Durchsetzungsvermögen “unserer” demokratisch legitimierten Politikerdarsteller.

    Warum z.B. Taxifahrten, Schnittblumen, Hundefutter mit nur 10% MwSt belastet werden, erscheint mir aber trotz aller Kritik an dieser Steuergeldverschiebungs- und Lukrierungsaktion überhaupt nicht begründbar. Insofern wäre die Angleichung dieser Steuersätze durchaus begrüßenswert, wenn natürlich auch nur ein jämmerliches Schrittlein zur “Abschaffung” von den in die Hunderte gehenden Aussnahmen

  2. Thomas F.

    Nun, Steuer-“Reform” heißt ja auch nicht, dass weniger einkassiert wird, sondern nur auf andere Weise. Sonst müßte es ja “Steuersenkung” lauten. Keine Rede davon.
    Damit man den Einwohnern weniger wegnehmen kann, müßte man ja zuerst darüber reden, wo man anfängt den aufgeblähten Staatsaparat zu redimensionieren. Erst dann kann man sich der wesentlich leichteren Frage zuwenden, wie man es umsetzt, nun weniger einkassieren zu müssen.

  3. Marianne

    Es kam wie es vorhergesagt wurde. Die sog. Steuerreform entpuppt sich als Belastungspaket. Alles schon x-mal dagewesen. Auch den jetzigen Laiendarstellern fällt nichts besseres ein. Warum sie allerdings für diesen Murks demnächst in den diversen Wahlgängen, zwar mit Abstrichen, aber trotzdem wieder gewählt werden ist ein unlösbares Rätsel. Die einzige Erklärung für mich ist der dem Menschen innewohnende Neidkomplex. So lange es welche gibt, denen vermeintlich noch mehr weggenommen wird ist es mir egal, wieviel mir weggenommen wird.

  4. Thomas Holzer

    Das noch unlösbarere Rätsel ist jedoch für mich, warum diese Politikerdarsteller für diesen Murks nahezu 6 Monate benötigen…………….

  5. aneagle

    Gratuliere! Diese Monumentalreform wird noch die letzten vom Spindi vergessenen Wirtschaftsräume nachhaltig entfesseln. Ev wird noch das eine oder andere bisher in der Ecke liegengelassene Pröll´sche Paket auf- und wieder zugeschnürt- mit einem Wort: ab jetzt herrscht in Österreich der gnadenlose Neoliberalismus, der eiskalte Hauch des Raubtierkapitalismus und wie bisher- die Arbeiterkammer und der Gewerkschaftsbund. Freundschaft ! 🙂

  6. Nimbus59

    Steuerzahler aller Bundesländer, vereinigt Euch!
    Vor dem Parlament, am Ballhausplatz, in der Himmelpfortgasse, der Löwelstrasse und der L

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .