13 comments

  1. astuga

    Naja, und was an seiner “Analyse” trifft nicht zu wenn sie in der EU bleiben, bzw was davon trifft nicht gleichermaßen auf die Politiker in Brüssel zu?
    Da versucht jemand Betonfüße als Rettungsring zu verkaufen.

    Die EU ist nur ein weiterer Kreis politischen und ökonomischen Missmanagements.
    Die Russen und Araber die sich in Großbritannien einkaufen haben das auch bereits innerhalb der EU getan, ja die EU selbst bemüht sich ja sogar intensiv darum möglichst viel europäisches Familiensilber an China zu verscherbeln.

    Btw. Frankreich will in der EU bleiben, aber wo geht es denen besser (Stichwort Gelbwesten)?
    Und nein, natürlich sind die Ausländer oder Migranten nicht an allem Schuld.
    Aber die Asyl- und Einwanderungspolitik ist Symptom und Teil des europäischen und britischen Versagens.
    Es ist auch bekannt, dass die Bilder aus Deutschland ihren Teil zum Brexit-Votum beigetragen haben (absurderweise, haben sich die Briten das doch alles schon Jahre und Jahzehnte zuvor selbst eingebrockt).

    Und gerade in Großbritannien (noch verstärkt durch das dortige Wahlsystem) sind mittlerweile viele Politiker über die er hier so herzieht von Zuwanderer-Communities gewählt.
    Selten zum Nutzen des Landes.
    Denn um andere Länder zu bemühen, diese Politiker haben weitaus überwiegend eher eine Agenda wie Sawasan Chebli und nicht wie Efghani Dönmez.
    Viele Briten fühlen sich auch darum mittlerweile ihrem eigenen Land entfremdet.

    Oder um mit dem Londoner Bürgermeister Sadiq Khan zu schließen: “Terroranschläge sind unvermeidbar Teil des Leben in einer Großstadt.”
    Schicksalshaft eben, höhere Gewalt – zumindest wenn sie von musl. Migranten verübt werden…

  2. Selbstdenker

    Teil 2 von CPGrey’s Brexit Analyse:
    https://youtu.be/J1Yv24cM2os

    @astuga:
    Ich gebe Ihnen recht.

    Die EU hat gezielt Dealbreaker platziert (CPGrey, Teil 1) und interne Bruchlinien bzw. wunde Punkten innerhalb vom UK ausgemacht (CPGrey, Teil 2). Im Zuge vom Brexit hat die EU auch Unabhängigkeitsbestrebungen der Schotten (offenbar “gute” Nationalisten) unterstützt.

    Theresa May war eine Gegnerin vom Brexit; sie hat nach dem Wechsel von PM Cameron aber versprochen, das Ergebnis vom Brexit-Referendum zu respektieren und umzusetzen.

    Eine ihrer ersten Amtshandlungen war dann komplett sinnbefreit Neuwahlen auszurufen um dann mit einen abschreckenden Parteiprogramm und schlechten Wahlkampf die bequeme Tory-Stimmenmehrheit zu verlieren.

    Mein Eindruck ist der, dass May entweder tatsächlich inkompetent ist oder dass sie bewusst daran gearbeitet hat UK schrittweise in Fallen hinein zu manövrieren, die seitens der EU aufgestellt wurden.

    Dies alles um den Brexit-Befürwortern einerseits vorzugaukeln, dass man sie ernst nimmt und sie anderseits von einer vermeintlichen “Undurchführbarkeit” dieses Vorhabens zu überzeugen.

    Die Brexit-“Verhandlungen” sind ein abgekarteter Schaukampf zur Demoralisierung der Brexit-Befürworter.

  3. sokrates9

    Astuga@ Der Chefverhandler der EU hat ja erklärt alles daranzusetzen dass niemand mehr freiwillig das EU – Paradies verlassen will! Diese Rechnung geht auf, genauso wie Junkers Philosophie . wir stellen was in den Raum, verschärfen solange bis kein Widerstand mehr möglivch ist; dass das mit der Ursprungsidee der EU für Wohlstand unter den Mitgliedern zu sorgen nichts mehr zu tun hat ist evident! Die Politik hat erfolgreich EU kaputt gemacht!

  4. Rizzo C.

    Das uneingestandene Ziel der EU-Strafpolitik gegenüber dem UK ist, Nordirland aus dem UK zu brechen und für ewig der EU via Irland einzuverleiben. Die selbe Strategie der Zerstörung der nationalen Einheit wird der Brüsseler Hof gegenüber allen anderen Ländern ebenfalls anwenden, wenn die versuchen sollten, sich der Herrschaft Brüssels zu entwinden. Nationale Bruchlinien gibts in jedem Land.

  5. Selbstdenker

    @Rizzo C.
    Exakt!

    Die Warnungen der EU vor den Dämonen der Vergangenheit sollte man ernst nehmen – sie werden nämlich von der EU im Bedarfsfall gefüttert und von der Kette gelassen.

  6. Tom Jericho

    @astuga: “Da versucht jemand Betonfüße als Rettungsring zu verkaufen.” Das trifft es perfekt. Leider ebenso zu 100% auf Kurz und zu 150% auf seinen EU-Listenersten Karas. Ich bin nach wie vor überzeugt davon, daß das UK nach dem Brexit plus 2-3 Jahre besser dastehen wird als die immer deutlich auseinanderfallende EU. Wird spanned, wie lange Deutschland das Ganze noch finanzieren kann – aber sobald es nicht mehr geht, ist die EU Geschichte.

  7. astuga

    @Tom Jericho
    Vieles hängt halt davon ab, ob eine vernünftige Politik betrieben wird.
    So gesehen kann ein Brexit wie der Verbleib potentiell Heaven or Hell für Großbritannien werden.

    Aber warum sollte es ihnen schlechter gehen als der Schweiz, Norwegen oder Island?
    Und im Ggs. zu diesen drei hat Großbritannien noch immer enge Bindungen an Länder wie Australien, Neuseeland, Kanada und andere.
    Wie gesagt, vieles hängt davon ab wie man die jeweilige Situation dann ökonomisch und politisch ausgestaltet.
    Nur eines ist jetzt schon Unfug – dass sich die Probleme in Wohlgefallen auflösen bei einem Verbleib in der EU, so wie sich diese momentan darstellt (woran übrigens die Briten auch Mitverantwortung tragen).

  8. Selbstdenker

    @astuga:
    “Aber warum sollte es ihnen schlechter gehen als der Schweiz, Norwegen oder Island?”

    Diese Länder sind innerhalb der Einflusszone 2 und 3 der EU; sehen Sie sich das Schema im Video von CPGrey an.

    Sie haben aber aber recht, dass es eine Frage der betriebenen Politik innerhalb oder ausserhalb der EU ist. Für uns andere EU Gefangene ist es eher von Vorteil, wenn sich die Wärter auch um das renitente Schwergewicht UK kümmern müssen.

  9. astuga

    @Selbstdenker
    Sie haben natürlich recht, ich wollte es nur nicht noch komplizierter machen.
    Und gerade in der Schweiz gibt es ja permanent eine Diskussion darüber wie nachteilig und teuer div. Abkommen mit der EU für die Schweiz sind.
    Eine ungünstige Ausgangslage für einen Binnenstaat.
    Im Ggs. zur Schweiz hat sich auch der Finanzsektor in Großbritannien recht gut behaupten können (City of London – die ja überhaupt ein Sonderfall ist, den Kanalinseln bis hin zu den Bermudas)

  10. Johannes

    Der Mann ist witzig, er hat das was die Engländer so sympathisch macht, kühl und snobistisch im nächsten Augenblick aber sprühend komisch und leidenschaftlich, um dann wieder am Ende die Contennace wahrend so zu tun als wäre nichts gewesen.

    Keine Angst besorgter Brite, die Welt geht nicht unter, ihr seid weiterhin mit über 60 Mill. Einwohner und einer Militärmacht wie keine andere in Europa die wichtigsten Ansprechpartner für Brüssel.

    Ihr seid im Commonwealth, ihr könnt sehr gut mit den USA, ihr habt Kultur und Innovationsgeist, ihr haftet nicht für halb Europa mit eurem Erspartem. Eigentlich steht ihr gut da, laßt euch nicht entmutigen, nach dem Brexit steht ihr mit Brüssel auf Augenhöhe, keine Befehle, kein Zwang, ihr seid dann schneller, beweglicher und könnt wieder auf euren Verstand hören.

    Die Welt dreht sich weiter, ob in Brüssel ein paar Bürokraten weiter an der Schraube drehen um den Staaten ihre Selbständigkeit, Schritt für Schritt zu nehmen kann euch egal sein.

    Ich persönlich glaube die EU wird nach dem Scheitern der politischen Zentralisierung wieder zu einer Wirtschaftsgemeinschaft werden und dann wird GB wieder dabei sein.

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