Die Physik kennt keinen Idiotenrabatt

Von | 8. Oktober 2017

“…Viele Medien haben beschlossen, den von den Autokäufern weitgehend boykottierten Durchbruch der Elektroautos, den sie ständig beschwören, propagandistisch herbeizuschreiben. Kürzlich las man sogar von einem „Quantensprung“ in der Batterieentwicklung, der nun bevorstehen würde. Die Quanten wollen aber nicht springen. Dass die Entwicklung einer neuen Technik sehr viel länger dauert, als eine Legislaturperiode des Parlaments, haben die Politiker, die finanzielle Förder-Töpfe mit Steuergeld verwalten und einsetzen, zu ihrem Leidwesen schon immer erfahren müssen./ mehr auf achgut.com

17 Gedanken zu „Die Physik kennt keinen Idiotenrabatt

  1. Thomas Holzer

    Daß mittlerweile sowohl Medienvertreter als auch Politiker den Unterschied zwischen “Meilenstein” und “Quantensprung” entweder nicht mehr kennen oder bewußt die Ausdrücke falsch verwenden, ist ja auch bezeichnend.

  2. Dieuetmondroit

    Der Begriff “Quantensprung” hat im Alltagsgebrauch eben eine andere Bedeutung als in der Physik. Darüber sehe ich – als Physiklehrer – gerne hinweg.
    Gar nicht gerne sehe ich es, wenn man die Hauptsätze der Thermodynamik ignoriert und so tut, als wären Elektroautos eine Art Vorstufe zum Perpetuum Mobile.
    Der “Elektroautismus” ist mittlerweile zu einer Ideologie geworden, der mit Argumenten nicht mehr beizukommen ist.

  3. Rennziege

    8. Oktober 2017 – 10:34 — Dieuetmondroit

    Ja, Sie wissen das. Die promovierte Physikerin ignoriert aber die Thermodynamik — was auch aus ihrer kümmerlichen Doktorabeit hervorgeht, die keinerlei neue wissenschaftliche Erkenntnisse enthält, sondern nur linientreue Speichelleckerfloskeln über die Fortschrittlichkeit sowjetischer und dunkeldeutscher Forschung. Politische Rabulsistik, wie an Ostblock-Unis üblich. (Allerdings meidet sie den Pawlow’schen Hund, die Galinsfigur der Parole “Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen”, ansonsten im Stehsatz aller vorgeblich naturwissenschaftlichen Schriften.)

    Argumente wider den E-Mobil-Wahn gibt es sehr wohl aber empirisch: Man frage einmal einen stolzen weltrettenden Besitzer:
    (a) Wie weit die Katalog-Reichweite schon bei sommerlichen Temperaturen unterschritten wird,
    (b) wie sehr die Schnelllade-Funktion (eh nur an den wenigen E-Tankstellen vorhanden) an der eh schon mickrigen Lebensdauer der Li-Ionen-Akkus zehrt,
    (c) wie nervig (und gar nicht billig) es ist, die Dinger an der häuslichen 240V-Steckdose zu laden,
    (d) wie lustig es ist, bei winterlichen Temperaturen ohne Fahrgast- und Heckscheibenheizung, am besten auch ohne Licht und Radio zu reisen, weil die Akku-Kapazität bei Kälte sowieso schon die Reichweite halbiert hat.
    (etc.)

    Hier in Kanada sieht man e-Moblie nur vereinzelt, z.B. in Toronto, wo Pendler damit Kurzstrecken fahren. Auf dem Lande sind sie so gut wie unbekannt. Kein Wunder bei winterlichen Temperaturen bis manchmal -40° C, wo kein Auto (Benzin, Diesel, halt stinknormale Vernunft) ohne fest eingebaute elektrische Vorwärmung (1 – 2 kW) des Motorblocks anspringt.
    Freilich gibt’s auch hier einige wenige Tesla-Fahrer, betucht genug, um sie im Sommer als Zweit- und Drittautos zu präsentieren; aber auch die sieht man im Winter nirgendwo. Die Menschen wissen halt, was zu ihrem Klima passt und was nicht.
    Mag es sein, dass dieser technikferne, ideologische Hype auch bald in Europa platzt? Schön wär’s.

  4. Rado

    @Rennziege
    Die Dissertation der “Promovierten Physikerin” Angela Merkel und einiges andere aus ihrer Vergangenheit gibt’s hier online.
    http://matrixhacker.de/merkel/
    Bemerkenswert dabei ist ua. dass die Frau Doktor Physikerin eine Dissertation zum Fach Chemie abgeben konnte. Ein Verblüffendes Talent aus dem Arbeiter und Bauernstaat.

  5. Sven Lagler

    @ Rennziege

    „Kein Wunder bei winterlichen Temperaturen bis manchmal -40° C, wo kein Auto (Benzin, Diesel, halt stinknormale Vernunft) ohne fest eingebaute elektrische Vorwärmung (1 – 2 kW) des Motorblocks anspringt.“

    Genau deshalb wundere ich mich so sehr darüber, dass Norwegen nur mehr e Autos haben will. Hab mich immer gefragt wie das technisch in der Polarregion gehen soll.

    Abgesehen davon, dass Norwegen von der Ölförderung lebt und, wie ich in diesem Blog lernen konnte, bei der Verarbeitung von Benzin zwangsweise ebenso Diesel als Kuppelprodukt anfällt.

  6. Rudolf Winter

    Elektromobilität wäre eine feine Sache, wenn es da nicht mehrere Probleme gäbe: die geringe Energiedichte der heutigen Batterietechnologie, die im Endeffekt geringe Reichweite verspricht, besonders im Winter, wenn die Heizung im Auto an ist. Wenn man die Energiedichte von einem Liter Diesel – 9,8 KwH – mit der Batteriekapazität verfügbarer E-Autos ( auch Tesla ) vergleicht, kommen einem die Tränen. Ausgehend von dieser Problematik, habe ich meinen Taschenrechner angeworfen. Österreich erzeugt ca. 65000 GwH (Gigawattstunden) Strom pro Jahr, erfreulicherweise mehr als 2/3 aus Wasserkraft. Wenn man nun den gesamten Treibstoffverbrauch Österreichs in KwH umrechnet – 10.000.000.000 Liter Diesel u. Benzin, benötigt man rund 90.000.000.000 KwH (90 GwH) zusätzlich. Aus erneuerbaren Rohstoffen ist das schlicht und einfach vorläufig nicht zu schaffen. Die Umstellung auf E-Mobilität und Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ist zweifellos anzustreben, doch bitte mit einem vernünftigen Zeitplan unter Einbeziehung neuer, zur zeit noch zu entwickelnden Technologien. Weiters ist zu berücksichtigen, dass eine Ladesäulenstrucktur in allen Städten geschaffen werden muss, um die E-Autos aufladen zu können. Zur Zeit sind wir E-Mobiliätsmäsig in einer Situation wie vor 100 Jahren, als man das Benzin für die wenigen Autos, die es damals gab, in der Apotheke kaufte. Für mich persönlich wäre das kein Problem, ich habe genug Platz auf meinem Grundstück, für eine Fahrt nach Wien jedoch würde ich den ÖAMTC Abschleppdienst benötigen, um wieder heimzukommen (380 km). Also Kirche im Dorf lassen, Zeitfenster für diese Umstellungen nach hinten verschiebe, den Markt arbeiten lassen und das bessere Produkt, so es einmal E-Mobilität lautet, kaufen. Politischer Zwang ist völlig unangebracht, hat noch nie funktioniert und wird vom Konsumenten, der ja schließlich alles bezahlen muss, konsequent und mit aller Deutlichkeit abgelehnt.

  7. Johannes

    @Rudolf Winter :Wir erzeugen 65000GwH pro Jahr? Der gesamte Diesel und Benzinenergiewert stellen 90 GwH dar????? Das klingt irgendwie nicht viel im Vergleich stimmt das wirklich? Wenn ja warum sollte es nicht möglich sein die Stromerzeugung um ganze ca. 1,5% zu erhöhen? Bitte um Aufklärung.

  8. Johannes

    korrigiere müssten es nicht nur 0,15 % laut ihrer Rechnung sein?

  9. gscheithaufen

    Die Anzahl der Nullen vor dem Komma sind die Lösung….. Tera, nicht Giga!! Was so ein kleiner Teppfihler nicht alles verursacht.

  10. mariuslupus

    Der Fünfjahresplan er Elektrifizierung kann nicht falsch sein. Lenin hat durchgesetzt, Sowjetmacht, plus Elektrifizierung. Die Opfer. Kollateralschaden. Die Physikerin folgt dem leuchtenden Vorbild.
    Demnächst wird Lysenko wieder der Topwissenschaftler im Merkelistan. Die Kaltaufzuchtng der Kälber. Die Kälber sind verreckt, das Sowjetregime etwas später. Nachahmer gibt es immer.

  11. Weninger

    @rennziege et al.
    Bisschen logisches Denken? Ich bin aus verschiedenen Gründen gegen E-Autos, aber mit dem “Anspringen” des Motors hat das überhaupt nichts zu tun, weil eben nichts verbrannt wird, — einen E-Motor, ob stationär oder in einem Automobil kann ich immer und bei allen Temperaturen einschalten, egal ob minus 10 oder minus 70 Grad. So wie eben auch ein Schlagbohrer oder eine Mischmaschine bei beliebigen Außentmerpaturen anlaufen und funktionieren.

  12. Rennziege

    9. Oktober 2017 – 11:31 — Weninger
    @rennziege et al.
    Verkappter Legatheniker, Sportsfreund? Niemand hat davon geredet, dass E-Mobile anspringen sollen; natürlich tun sie das nicht. Die Rede war von fossil angetriebenen Fahrzeugen in kalten Ländern, die im Winter ohne Netzstrom-Vorwärmung des Motorblocks nicht anspringen.
    E-Mobile schnurren lautlos dahin — solange ihre Akkus bei niedrigen Temperaturen nicht vorschnell geleert sind.
    Und Ihre primitive Frage “Ein bisschen logisches Denken?” können Sie sich dort hineinschieben, wo’s warm ist.
    Ich finde Ihre Antwort eine Frechheit.

  13. Weninger

    @Rennziege
    Was wollten Sie dann mit diesem kryptischen Absatz sagen?
    “Hier in Kanada sieht man e-Moblie nur vereinzelt, z.B. in Toronto, wo Pendler damit Kurzstrecken fahren. Auf dem Lande sind sie so gut wie unbekannt. Kein Wunder bei winterlichen Temperaturen bis manchmal -40° C, wo kein Auto (Benzin, Diesel, halt stinknormale Vernunft) ohne fest eingebaute elektrische Vorwärmung (1 – 2 kW) des Motorblocks anspringt.”

    In Kanada sind übrigens schon seit über 100 Jahren fossil betriebene Vehikel angesprungen, als es noch keine Netzstrom-Vorwärmung gab. Und in Norwegen gibt es mittlerweile mehr Zulassungen als bei konventionellen Autos, trotz Kälte und ob einem das gefällt oder nicht.
    Ich bin kiein E-Auto-Fahrer, mir sind die Dinger zu teuer, aber ein guter Freund hat einen Tesla und damit in zwei Jahren über 70.000 km runtergespult, das Schnellladeverfahren funktioniert ausgezeichnet, sagt er. In einer Kaffepause auf 60%, ob es Ihnen gefällt oder nicht.

    Unverschämt und präpotent in Ihrem Halbwissen und ihrer Arroganz, sind Sie meine Teure, die Sie es sich selber, ihre Familie und ihren Nachwuchs den lieben langen Tag zu loben nicht müde werden. Kann mir nicht vorstellen, dass man so in sich selbst verliebt sein kann. Aber Sie schaffen es offenbar.

  14. Rennziege

    “Wer sich selbst und seine Familie nicht liebt, kann auch niemanden sonst lieben.”
    Vor 100 Jahren wurden noch Feuerchen unter den Tanks entzündet, um den Treibstoff zündbereit zu machen, und die Handkurbel, die häufig von zwei Mann bedient werden musste, brachte den Ottomotor zum Laufen. Der elektrische Starter war noch nicht erfunden.
    Ansonsten muss auf Ihre Legasthenie nicht weiter eingegangen werden; sie ist offenbar die Voraussetzung Ihrer verschrumpelten Weltsicht. Na, dann kaufen Sie sich halt einen Tesla und lassen S’ mich gefälligst in Ruh, Sie allwissender Naivling. Und gute Fahrt!

  15. Weninger

    @Rennziege
    Leider können Sie bei aller Originalität Ihrer Sprüche nie einen Fehler eingestehen oder ein Unrecht einsehen. Nicht von Liebe, nur von grenzenlosem Narzsissmus werden Sie angetrieben. Dass Sie den Kontrahenten über Flüchtigkeitsfehler “aufblatteln” müssen, um dessen inferiores intellektuelles Niveau aufzuzeigen zeigt sehr deutlich, welch Geistes Kind Sie sind. Shame on you and enough said, Frau Gscheiterl.

    PS. Lesen können (wollen?) Sie scheinbar auch nicht, ich sagte dezidiert, dass ich kein E-Auto kaufen will, aber dessen Vorteile nicht runtermachen möchte, wie Sie es tun. Wie war das jetzt bei Ihnen: Also in Kanada will man keine E-Auots kaufen, weil die mit fossilem Antrieb Probleme beim Starten haben, oder wie war das jetzt?

  16. Weninger

    Äh, übrigens unter den Tanks wurde bei Benzinautos sicher kein “Feuerchen” entzündet, viel zu riskant, der ist im Gegensatz zu Diesel immer dünnflüssig, das was erwärmt wurde war vielmehr der Motorblock.
    Übrigens waren elektrische Anlasser (in den USA erfunden 1899) seit 20er Jahren allgemein in Automobilen verbreitet, sogar beim Massenmodell Ford T seit ca. 1926. Wo waren da die Netzstrom-Vorwärmer? Aber vielleicht bei Ihrem familieneigenen SteyrTraktor im Kärntner Mittelgebirge noch nicht?

  17. Weninger

    @Rennziege
    Bei aller großen Klappe sind Sie leider ignorant und arrogant.

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