Die Politik hat Österreichs ganzen Goldschatz verzockt

Von | 28. Mai 2014

Österreichs Goldreserven, so hat die  OeNB dieser Tage erklärt, sind rund 8 Milliarden Euro wert. Das entspricht ziemlich genau jenem Betrag, den die Hypo Alpe Adria den Steuerzahler nach heutigem Erkenntnisstand kosten wird. Anders gesagt: die Politiker in Kärnten und später, nach der Verstaatlichung,  in Wien, haben die gesamten Goldreserven des Landes verspielt. Und das natürlich, ohne dass einer der Verantwortlichen dafür hinter Gitter wandert. Wir können uns gratulieren. Übrigens: jene drei Parteien, die das in unterschiedlicher Intensität zu verantworten haben – FPÖ, ÖVP, SPÖ – bekamen am vergangenen Sonntag vom Wähler zusammen drei Viertel der Stimmen.

11 Gedanken zu „Die Politik hat Österreichs ganzen Goldschatz verzockt

  1. Thomas Holzer

    Also bitte! Das ist doch gelebte Demokratie; der Wähler hat die Mehrheiten geschaffen, und der Wähler hat immer recht. Wie können aufrechte Demokraten plötzlich Mehrheitsentscheidungen in Zweifel ziehen, diese sind doch das Salz der Demokratie 😉

  2. Reinhard

    Sie bekamen drei Viertel von nicht mal der Hälfte – für die erdrückende Mehrheit war einfach nix dabei…

  3. Anton Aushecker

    Das ist eine direkte Folge der Gerontokratie, in der wir leben. Das System erhält sich selbst und die Jungen sind zu (sorry) blöd, um zur Abstimmung zu gehen und es zu ändern. Das Durchschnittsalter der Wähler liegt sogar noch nördlich des Durchschnittsalters von Neuwagenkäufern.

  4. Erich

    Der Standard sieht die Wirtschaftslage wieder einmal ganz anders: http://derstandard.at/2000001576820/Oekonom-Die-Katastrophe-hat-begonnen?ref=nl
    Ich zitiere nur den Beginn: “Das kapitalistische Wachstum ist zum Problem geworden, fördert Hungersnöte und würgt Vollbeschäftigung ab – Karl Georg Zinn ortet eine düstere Zukunft.”
    Man braucht gute Nerven, um weiterzulesen.
    Na, wenn dieses Gewäsch die Grundlage der Steuerreform, wie sie ÖGB und AK laut heutigem Mittagsjournal des ORF planen, sein könnte, dann brauchen wir mehr als einen Goldschatz!

  5. Rennziege

    28. Mai 2014 – 14:02 Erich
    Danke für diesen Link!
    Ich hatte die guten Nerven, um weiterzulesen. Denn eigentlich ist dieser Zinn eine Lachnummer, und nur der “Standard” langweilt sein Publikum mit diesen uralten, längst mehrfach (sogar von einigen wachen Linken) schlüssig widerlegten Thesen. Aber die antiken 68er, die und deren Zöglinge ganz Europa indoktriniert sowie schulisch, medial und politisch unterwandert haben, treffenj immer noch auf gläubige Ohrwascheln.
    Erst die unaufhaltsam bitteren Konsequenzen ihrer Irrlehren werden diese Altlasten entsorgen, die auch jungen Menschen als Stein der Weisen verkauft wurde und wird. Aber der Tag wird kommen, an dem nur noch die schonungslose Wahrheit weiterhilft.

  6. menschmaschine

    das ist doch alles nicht wahr, der goldschatz wurde nicht verzockt.
    unsere schlaue politik machte es wie kasperl und petzi, als sie den räuber hotzenplotz fangen wollten. dazu trugen sie auffällig eine kiste durch die gegend, auf die sie “achtung: gold!” geschrieben hatten. der pöse räuber hotzenplotz fiel auf diesen trick herein und wurde dadurch gefangen. für seine schändlichen taten wie zb. den hinterlistigen raub von großmutters kaffeemühle mußte er fortan im gefängnis büßen.
    so liebe kinder, jetzt drehen wir das licht ab und machen die augen zu.
    morgen erzählt euch onkel werner die geschichte von den pensionen, die ganz ganz toll gesichert sind.

  7. Reinhard

    8 Milliarden? Goldschatz??
    Also bezogen auf unsere Haushaltszahlen und die Verschuldung ist das kein Goldschatz, sondern höchstens eine kleine Münzsammlung. Das ist, als wenn sich einer eine Philharmoniker-Unze unter’s Parkett schiebt und dann von seinem “Goldschatz” fabuliert.

  8. Ehrenmitglied der ÖBB

    8 Milliarden Euro für “unser” Gold?
    Ist das nicht in etwa jeder Betrag den Österreich jährlich für Zinszahlungen aufwenden muss?
    Ist das nicht jener Betrag, der Jahr für Jahr in unsere geliebte ÖBB fließt?
    Ist da nicht jener Betrag, den Österreich für Bildung (p.a.) ausgibt?
    usw…

  9. Mourawetz

    8 Mrd.? Das sind also die Sicherheiten, die der österr. Staat zu bieten hat. Wer war eigentlich so blöd, diesen Staat mit so viel Krediten zu überhäufen, sodass sich mittlerweile 242 Mrd. Euro an Schulden anhäufen konnten? Achso weil dieser Staat neben dem Goldschatzerl auch noch über ein paar Millionen Bürger verfügt, deren Einkommen man, wenns denn sein muss, samt und sonders verpfänden kann. Deshalb werden die Staatsschulden ja auch nicht in Prozent der Steuereinnahmen angegeben sondern in Relation zur Gesamtheit der Einkünfte aller Österreicher. Arme Leutchen, diese Ösis, die über ihr Einkommen nicht frei verfügen können. Tja, Lohnsklaven halt.

  10. M.Kunze

    Der Schatz ist nicht einmal ein Schatzi. Das Thema Grüssenordnungen plagt nicht nur Kinder sondern auch ziemlich (glaublich) Erwachsene. Seit die Aufnamsprüfung ins Gymnasium abgeschafft wurde ganz besonders.

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