Die Pyromanin ruft die Feuerwehr

Von | 10. März 2016

(PETER STIEGNITZ) Kein Abend vergeht, dass dutzende TV-Diskussionen mit immer den gleichen Politstandpunkten  zum ewigen Thema „Flüchtlinge“ die Zuseher nicht langweilen würden. Das einzig Gemeinsame der permanent wiederholten eigenen Weisheiten ist das Meiden der Grundprobleme der Flüchtlingsinvasion, die zur „Krise“ verschönert wird:

  • Über fünf Jahre tobt der unbarmherzige Bruderkrieg in Syrien, doch erst die Merkelsche „Einladung“ öffnete die Flüchtlingsschleusen, die auch immer mehr auch Uneingeladene aus Afrika und Asien mitreißen.
  • Die Genfer Flüchtlingskonvention hätte längst an unsere Zeit angepasst werden müssen.

Diese Konvention wurde in Genf am 28. Juli 1951 beschlossen. Damals, noch im Schatten des Zweiten Weltkriegs und vor allem des Holocaust, dachten die vielen Väter – und die leider nur ganz wenigen Mütter – dieser Vereinbarung nur an Europa. Vor allem aber wollte man damals Menschen schützen, die „ad personam“ aus politischen, religiösen oder ethnischen Gründen verfolgt werden. Entscheidend dabei war die so genannte „individuelle Verfolgung“ und keine kollektive Bedrohung. Beispiele waren damals die Juden und die Roma im Holocaust und Jahre später die aktive Teilnahme an den antikommunistischen Aufständen in Ungarn, Polen und in der Tschechoslowakei.

Erst der UNHCR vertrat den Standpunkt, dass auch vor einem Bürgerkrieg fliehende Personen „Flüchtlinge“ sind. Diese  Forderung ist heute undurchführbar, da es keinen einzigen Staat in Afrika und Asien gibt, wo es keine religiösen und ethnischen Kriege und Bedrohungen gibt.  Obwohl der Wohlstand in Europa, bedingt durch die Wirtschaft- und Finanzkrise, immer brüchiger wird, üben diese Länder eine nach wie vor beherrschende Anziehungskraft auch auf die Wirtschaftsflüchtlinge aus.

Merkels politisches Fehlverhalten müssen die (noch) Wohlstandseuropäer mit Milliarden Euros wettmachen; soviel kosten die Flüchtlinge jetzt schon und noch mehr wird uns die zweifelhafte „Rettungsaktion“ der Türkei kosten, bedingt durch ihren– in jeder Hinsicht – „grenzenlose“ politische Forderungen.

Irgendwann sollten Merkel und Juncker merken, dass man die EU-Ostgrenzen weder mit Stacheldraht, noch mit NATO-Schiffen und Frontex schützen kann. Was sollte man nämlich mit den ankommenden Flüchtlingen machen? Ertrinken darf man sie nicht lassen und ihre Länder, die seit Jahrzehnten unter einem (Jung-)Männer Überschuss leiden, werden diese nie zurück nehmen. Und das selbst nicht gegen weiteren EU-Milliarden.

Angelika Merkel ist mit ihrer „Willkommens“-Politik an die Wand gefahren. Das wird bald jeder merken, nur nicht sie selbst, da sie nichts so sehr fürchtet wie einen „Gesichtsverlust“. Sie wirkt zwar in ihren geliebten TV-Talkshows „mutig und entschlossen“, wie das die Politbeobachter konstatieren, nur will sie selber ihr Fiasko nicht merken. Die Kanzlerin mit den großen Sprüchen („Wir schaffen das …!) glänzte einst und sucht nach dem Scheitern ihrer unverantwortlichen „Willkommens(un)kultur“ jetzt verzweifelt Hilfe bei nahen und weiten Nachbarn von Brüssel bis Ankara. Bereits heute wird auf Merkels Ablaufdatum als gescheiterte Kanzlerin Deutschlands gewettet.

Eine „Pyromanin“ sollte nicht nach der Feuerwehr rufen. Das ist nämlich unmoralisch.

 

28 Gedanken zu „Die Pyromanin ruft die Feuerwehr

  1. Graf Berge von Grips

    Laut UNHCR sind’s lauter Auswanderer….

  2. Reini

    … ein paar Mrd. Ausbildungskosten muss Europa schon noch austeilen bis das Hirn der “Einheimischen” auf die richtige Leistungsgröße angewachsen für ein Erkennen des politische Fehlverhalten!! … wenn uns der Schuldenberg, Arbeitslosen, Kriminalität, usw… auf den Kopf fällt beginnt das Zentrum zum Arbeiten,… im Wohlstand läuft es nur auf Standby!!!! 😉 … und dann bitte nicht jammern,…

  3. Herwig Stage

    Ich kann Peter Stiegnitz nur zustimmen. Was ich nicht verstehe ist, dass Merkel nicht schon längst zum Rücktritt gezwungen wurde, sie ist eine wirkliche Gefahr für Europa.

  4. Rado

    Die Rede der türkischen “Retters” in Person Erdogans aus Wien 2014 habe ich noch gut im Ohr. Mit besonderen Grüßen an die Enkel Kara Mustafas!

  5. Selbstdenker

    @Rado:
    Genau. Aus dieser Richtung bläst der Wind.

  6. Thomas Holzer

    Da überschätzt der Herr Münkler die deutschen Politikerdarsteller aber maßlos.

  7. Selbstdenker

    @Reini:
    Ich befürchte das wir gerade zusätzlich viele Milliarden für die Schrumpfung der Leistungsgröße mitteleuropäischer Gehirne in Form politischer Propaganda und Zensur aufwenden.

  8. Falke

    Stimmt, bis auf zwei Details: Erstens kamen die “Uneingeladenen” aus Nord- (und auch Schwarz-)Afrika schon lange vor Merkels “Einladung” zu Zehn- und Hunderttausenden über das Mittelmeer vorwiegend nach Lampedusa, und zweitens sagen auch die Grundsätze der UNHCR, dass Flüchtlinge “unmittelbar”, also im ersten erreichten sicheren Land, um Asyl ansuchen müssen und sich keinesfalls das Asylland nach Belieben aussuchen dürfen.

  9. Mona Rieboldt

    Die CDU hat keine Alternative als Merkel. Jeder, der sie hätte beerben können, wurde von ihr weg gebissen. Dazu kommt, dass die CDU grade auch stark ist durch die CSU. So wird es auch nach der Bundestagswahl zu einer Koalition zwischen CDU und SPD oder CDU und Grünen kommen mit Angela Merkel als Kanzlerin. Ja, entsetzlich, aber so wird es wohl kommen.

    Die AfD ist noch zu jung als Partei, hat noch innere Kämpfe, und die Hetze vor allem in den Medien führt dazu, dass die Leute denken, dass sie dann reine Nazis wählen.

  10. Christian Peter

    ‘Die Genfer Flüchtlingskonvention hätte längst an unsere Zeit angepasst werden müssen.’

    Irrtum, die Genfer Konvention ist kein Problem, da auf Kriegsflüchtling gar nicht anwendbar. In Deutschland werden momentan nur etwa 3 % der illegalen Einwanderer Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt.

  11. Rado

    Konventionen kann man kündigen, Gesetze kann man ändern, Privilegien kann man abschaffen. Das ist alles nur ein Federstrich auf Papier. Man kann sogar “Grundrechte” eingreifen und das sogar sehr massiv. Das erleben wir täglich bei allen unseren eigenen Grundrechten. Der Gesetzgeber war da in den letzten Jahren sehr fleissig. Asyl”recht” darf da keine Ausnahme sein. Das ist zudem nicht einmal mein “Recht”. Weg damit, ersatzlos!

  12. astuga

    @Rado
    So ist es!
    Die Politik geht noch dazu sehr selektiv dabei vor wenn es gilt Gesetze umzusetzen.
    So ist etwa völlig klar, wer abgeschoben werden darf und sogar abgeschoben werden muss, dennoch ist man hierbei seit Jahrzehnte bewusst nachlässig.
    Auch dort wo Abschiebungen einfach möglich wären.

    Zur gleichen Zeit werden vom selben Gesetzgeber laufend bürgerliche Freiheiten der Einheimischen ausgehöhlt.
    Oder Verstöße gegen Abkommen und geltendes Recht auf europäischer Ebene ignoriert und hingenommen.
    Ja Regierungen betätigen sich noch selbst als Schlepper, oder sehen weg, wenn Taxiunternehmen das gewerbsmäßig betreiben (was ja wohl die Definition eines Schleppers ist).

  13. Christian Peter

    @Rado

    Konventionen sind nicht das Problem, sondern die Politik. Ob und in welchem Ausmaß ein Staat bereit ist, illegale Einwanderer aufzunehmen, ist eine rein politische Entscheidung.

  14. Rado

    @Christian Peter
    Das meinte ich ungefähr auch. Wen sich ein saumseliger Politiker angesichts dieser Invasion hinter einer UN Konvention oder etwas dergleichen versteckt, ist das die Geistelhaltung eines Messies, der sich von seinem alten Gerümpel nicht trennen kann.

  15. Thomas Holzer

    @Hanna
    Ich würde diesen Artikel als zumindest teilweise beschönigend bezeichnen

  16. Reini

    … “Häupl und Faymann verteidigen Flüchtlingspolitik!!!”, … war diese Aussage jetzt Ende 2015 oder Anfang 2016?!?! … ich schätze beide male mit der gleichen Ausgangslage, nur mit komplett anderen Ansichtspunkten!!! …
    … durch Erfahrung wird man klug trifft hier nicht zu, den es wurden ja nur Ansichten und durch (Wähler)Druck des Volkes diese Politik übernommen um an der Macht zu bleiben.

  17. Thomas Holzer

    @Reini
    Wenn man genug Spritzer intus hat, ist das Jahr egal 😉

  18. waldsee

    das heer der arbeitslosen in europa beträgt viele millionen.
    sicher ist ,daß der großteil der refutschis nicht vermittelbar ist .es handelt sich nur um kandidaten für die sozialindustrie. was geschieht, wenn die wirtschaftsleistung sinkt und die sozialtöpfe nicht mehr gefüllt werden können? kommt dann mutti mit neuer
    schaffenskraft zurück (aus dem vorzeitigem ruhestand) und löst dieses problem?

  19. Thomas Holzer

    @Waldsee
    “das heer der arbeitslosen in europa beträgt viele millionen.”
    Und diese viele Millionen sind -verglichen mit “unseren” Neubürgern- ziemlich gut ausgebildet

  20. mariuslupus

    Die Brandstifterin ruft die Feuerwehr ? Würde ihr nicht im Traum einfallen die Feuerwehr zu holen. Ausgerechnet jetzt wenn alles so schön lodert. Dabei ist die Rolle der Pyromanin nur eine der vielen Rollen die, die Kanzlerdarstellerin meisterhaft beherrscht. Da wäre die Rolle der grössten Schlepperin aller Zeiten, oder die phänomenale Rolle der Spalterin von Europa, weiter die Lieblingsrolle, in der sie nicht immer überzeugend wirkt l`état cèst moi. Die Frage ist nur wann ein kleiner Bub die grosse Darstellerin auf die Tatsache aufmerksam machen wird, dass sie in der Rolle der Kaiserin, die neuen Kleider lieber nicht tragen sollte

  21. Fragolin

    http://www.focus.de/politik/ausland/kritik-an-fluechtlingspolitik-mazedoniens-praesident-kritisiert-europaeische-fluechtlingspolitik_id_5350258.html

    “So hätten mazedonische Behörden bei Flüchtlingen 9.000 gefälschte Pässe und Dokumente sichergestellt.” … “Wir wollten mit Europa, wir wollten mit Deutschland unsere Informationen über diese mutmaßlichen Dschihadisten austauschen. Aber keiner wollte unsere Daten.”

    Mazedonien macht die Drecksarbeit, bekommt dafür absolut NULL Unterstützung von Deutschland oder der EU, die offensichtlich ganz bewusst und mutwillig KEINE Informationen über Kriminelle und Djihadisten unter den Invasoren haben wollen. Deutschland als geplantes Rückzugsland der Radikalmuslime und sicherer Hafen radikalmuslimischer Terroristen?
    Dann versteht man auch den Drang, unbedingt alle vor der syrischen Armee und den Russen fliehenden “Rebellen” am besten direkt vor Ort abzuholen und nach Deutschland zu schaffen. Scheinbar ist Deutschland bereits ein islamisches Land, das nur noch Demokratie spielt….

  22. Johannes

    Früher war Wiedergutmachung eine Sache der Deutschen, die Österreicher sind etwas später vom ersten Opfer zum “doch Mittäter“ geworden und haben unter Schüssel daran auch finanziell gearbeitet. Bei den Deutschen ist es glaube ich ein wenig anders, trotz der enormen Anstrengungen in jeder Hinsicht, mit astronomischen Beträgen die das Leid nicht mehr rückgängig machen können aber zeigen das Deutschland es ernst meint, leiden sie noch immer an ihrem Täter Komplex.
    Ich erkläre mir so die vollkommen aus dem Ruder gelaufene Migrations und Flüchtlingspolitik.
    Jetzt kann man sagen Deutschland darf und soll seine Vergangenheit aufarbeiten wie immer es das wünscht, nur bitte was hat das übrige Europa verbrochen für die “Vergangenheitsbewältigungsarbeit “ der Germanen büßen zu müssen indem sie ein Heer von religösen Menschen aufnehmen sollen deren Glaubensregeln aus dem 8. Jahrhundert sich keinem weltlichen Recht des 21. Jahrhunderts beugen.

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