Die Rache der Bankensteuern

In einer brandneuen Studie warnt das Institut für Höhere Studien (IHS) vor einer dramatischen Kreditklemme, die höchst unangenehm für Unternehmen werden könnte. (hier)

5 comments

  1. Heinrich Elsigan

    Herr Ortner,

    Dass die höhere Eigenkapitalquote durch Basel-III Probleme machen könnte,
    schrieb ich sogar in ihrem Forum und es hagelte auch einige Kritik:
    https://www.ortneronline.at/?p=28880&cpage=1#comment-32523

    Sicher sind Bankenabgabe und EK Aufstockung auf Basel-III gleichzeitig in ganz Europa eine zusätzliche Belastung des Bankensektors. Woher soll denn auch all das Eigenkapital kommen, dass jetzt alle Banken gleichzeitig durch Basel-III brauchen?

    Aber jede Steuer oder Abgabe verhindert, wenn sie zu extrem ausfällt die Sache, die sie besteuert.
    Zu hohe Steuern auf Arbeit wirken beschäftigungshemmend,
    zu hohe Abgaben und Vorschriften Kapital aufzustocken für die Banken gleichzeitig wirken Bankensektor hemmend, die Banken müssen das an ihre Kunden (Kreditnehmer und Anleger) weiter verrechnen und schon wird der niedrige Zins nicht an die Realwirtschaft weiter gegeben. Zusätzlich haben ja auch noch diverse Banken Altlasten zu bereinigen und müssen die negativen Assets in ihrer Bilanz a wieder reinbringen.

    Weiters ist nicht mit so einem starken Wachstum in €uropa zu rechnen. Der Bankensektor sollte konsolidiert werden, weil es gibt zu viele Banken mit zu aufgeblasenen Bilanzen und zu wenig Kreditnachfrage, wobei die wenigen Nachfrager dann noch extra teure Kredite bekommen => das ist sicher NICHT gut!

  2. Heinrich Elsigan

    Natürlich könnte Mario Dragi (was er bereits öfters in der Vergangenheit tat, gerne auch bei der deutschen Bank) einfach den Banken bisserl helfen und er bestimmt, welcher Bank die EZB einfach alte negative assets herauskauft. (z.B. der deutschen Bank kaufte er schon mehrmals griechische Staatsanleihen heraus)
    Das ist zwar dann die ultimative Marktmanipulation, aber die haben wir in Europa eh schon seit 2008 durch Bruch der no bail out Klausel. Es wird dann wahrscheinlich so sein, dass Draghi, weil er so viel druckt und den deutschen Sparern damit schadet, dafür mehr Schrottpapiere den deutschen Banken im Gegenzug herauskauft.
    Das macht den deutschen Bankensektor natürlich robuster, die Sparer verlieren zwar einerseits durch Inflation, werden aber im Gegenzug bei den deutschen Banken sicher nicht zur Kasse gebeten, weil Draghi die mehr saniert als andere.

    Achtung, es handelt sich bei dieser Meinung um eine reine Indizien-Vermutung, man müsste detailliert recherchieren, welchen Banken die EZB bisher am meisten Schrott-Titel herauskaufte!

  3. jvj

    Kein Wunder,

    reagiert doch der Staat, nachdem wir bereits eine der höchsten Steuerquoten der Welt haben, jetzt auf seine Einkommensbedürfnisse, indem er die Unternehmen in diesem Land über “versteckte” Abgaben abzockt.
    Offiziell werden sie als Spekulanten gebrandmarkt, damit man Popularitätspunkte der gemeinen Öffentlichkeit für diesen legalisierten Raub auch noch kassiert.
    Der Allgemeinheit wird so auch gut vorgegaukelt, dass sie nichts bezahlt und (wie Bundeskanzler Faymann bereits bei Einführung der Bankenabgabe verlautbarte) die Abgaben rein von den Unternehmen bzw. Banken zu bezahlen sind.
    Steigende Kosten der Mobiltelefonie, Kreditknappheit etc. sprechen eine andere Sprache.

  4. nometa

    Ja, weil das Problem unserer Zeit bekanntlich *zu wenige* Kredite sind… Wirklich konsistent sind Ihre Postings nicht, Herr Ortner.

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