Die Rache der DDR an Frau Merkel

Von | 28. Oktober 2015

“Wir schaffen das!”, sagt die Bundeskanzlerin gebetsmühlenartig. Eine ganz ähnliche Parole war schon einmal im Umlauf: “Das schaffen wir!” Auch damals hatte es den Mächtigen schon wenig genützt.” (Broder, hier)

38 Gedanken zu „Die Rache der DDR an Frau Merkel

  1. Thomas Holzer

    Das ist nicht “die Rache der DDR an Frau Merkel”, sondern die Fortsetzung der realsozialistischen Politik durch! Frau Merkel – nach einer längeren Pause.

  2. aneagle

    Die Unsicherheit in Deutschland ist doch recht groß. Wenn man der Ansicht ist Frau Merkel hat recht, Deutschland wie es aktuell ist , ist tatsächlich nicht mehr ihr Land und sie tut sich und uns einen Gefallen, wenn sie geht, oder etwas ungeschickter ausgedrückt – Merkel muß weg-, ja was ist man dann? Schon ein bisschen rechtsradikal? Zumindest etwas dunkeldeutsch? Oder bloß in der Freiheit sozialisiert, ohne die existentielle Achtsamkeit, die in der damaligen DDR essentiell war und es jetzt eventuell auch in ganz Deutschland zu werden droht?

    Der Spalt zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung in Deutschland weitet sich zum Graben. In diesem liegen Demokratie und Freiheit. Was wollen wir? Freiheit oder Merkel? Können/ dürfen wir das noch entscheiden? Oder ist es zu spät, die virtuelle Mauer ist längst zu und wir haben es bloß nicht gemerkt?

  3. sokrates9

    Die demokratische EU und somit fast ganz Europa macht was eine durchgeknallte Exkommunistin fordert, auch wenn das gegen sämtliche Gesetze und Vorschriften verstößt!. Flankiert von korrupten Gutmenschenmedien die sämtliche Exzesse der Flüchtlinge unter den Tisch kehren und alle Kritiker mit der PC eliminieren!
    Hat der Kronenzeitungschefredakteur der Steiermark was falsches geschrieben??

  4. Fragolin

    Mich fasziniert besonders dieser tiefsinnige Absatz:

    “Sie bestimmt nicht nur die Richtlinien der Politik, sie kann auch mit einem Wort oder einem Federstrich Grenzen öffnen und schließen, Gesetze außer Kraft setzen und alle Zweifel an der Weisheit ihrer Entscheidungen autoritär vom Tisch wischen: “Wir schaffen das!” Angela Merkel regiert im Stile eines Feudalfürsten, wozu auch die Drohung gehört, sie werde dem Land, dem sie dienen wollte, adieu sagen, falls das Volk ihr die Gefolgschaft verweigert. Dermaßen ausfällig zu werden, das hat sich noch kein Kanzler der Bundesrepublik gewagt.”

    Und da kommen schon wieder diese elenden Fragen in mir hochgekocht…

    1. Wieso kann sie mit einem Federstrich Grenzen öffnen und Gesetze außer Kraft setzen? Wieso fällt ihr niemand in den Arm, kein Politiker, kein Verfassungsschützer, kein Journalist… niemand!

    2. Wieso kann sie autoritär Zweifel vom Tisch wischen? Wieso hakt niemand nach, wieso verbeißt sich kein bei jedem NPD-Dodel wadelbeißerisch zuschnappender ÖRR-Interviewer in den hilflos dahergestammelten Plattitüden dieser kleinen uckermärkischen Wachtel? Wieso starren alle mit dem stumpfen Blick des hypnotisierten Kaninchens in die Sehschlitze dieser falschen Schlange?

    3. Wie kann sie im Stile eines Feudalfürsten (danke Herr Broder, dass auch Sie sich langsam meiner bereits vor Jahren gestellten Diagnose annähern, dass wir in einem Feudalsystem und keiner Demokratie leben) regieren, ohne dass auch nur ein einziges winziges der angeblich ach so wirksamen demokratischen Kontrollinstrumente zuckt? Wie kann sie das Parlament durch Selbstermächtigung faktisch außer Dienst stellen, und das in diesem Land, wo so etwas schon einmal geschehen und in einer Katastrophe geendet ist, ohne dass es auch nur einer merkt?

    4. Wieso sollte ihre Ankündigung, das Handtuch zu werfen, so ihr Volk nicht spure, eine Drohung sein? Für viele – und täglich werden es mehr – klingt das eher nach Verheißung. Auch wenn – soviel realitätssinn muss sein – nichts besseres nachfolgt, aber das mulmige Gefühl von einer sich sukzessive im Cäsarenwahn selbstversenkenden Irren regiert zu werden, liegt immer mehr Menschen schwer im Magen. Soll sie doch mit Til Schweiger ein Flüchtlingsheim auf Lesbos aufmachen; dort ist es schön warm und beide bleiben uns hier erspart.

    5. Wieso kann sie ihr eigenes Volk so anpöbeln ohne dass dieses auf die Straße geht? Ich meine nicht die paar Spaziergängerhanseln, die sich im Osten trauen, weil es ihnen inzwischen egal ist, ob ein randalierender und pöbelnder aggressiver “Herz-“Mob sie für Rechtsextreme hält oder nicht. Nein, ich meine die Millionenstädte, die Mutti erst mit ihren neuen Lieblingsspielzeugen flutet und dann, wenn diese erklären es nicht zu schaffen, auch noch dämlich anrotzt.

    An dieser Stelle meine Hochachtung vor dem Magdeburger Oberbürgermeister, der aus der SPD ausgetreten ist, weil seine Landespartei ihm einen Maulkorb verpassen wollte. “Ich bin nicht bereit, mir den Mund verbieten zu lassen!” Tja, so siind die Ossis, immer noch renitent und aufmüpfig; die Wessis haben es sich in ihrem Wohlstandsnest bequem gemacht.

    “…das hat sich noch kein Kanzler der Bundesrepublik gewagt.” sagt Broder über die hochnäsigen Plattitüden der Königin von Berlin. Stimmt. Deswegen begreifen die Menschen im Westen auch nicht, was da gerade passiert. Die im Osten hatten das bis vor einem Vierteljahrundert live und ungeschminkt.

    Danke für diesen Artikel, Herr Broder. Wie gewohnt. Aber leider sind Menschen wie Sie selten und, wie ich befürchte, im medialen Aussterben begriffen. Man lässt Sie Randerscheinung sein, den kauzigen Juden, ein kleiner Hofnarr, der den Vorteil hat, dass man alle, die ihm ehrlich Beifall klatschen, dann genau im Auge behalten kann. So wie Pirincci, obwohl der gerade in Ungnade gefallen ist. Und die Fragen die sich daraus ergeben – von vorauseilender Ächtung und Büchervernichtung bis zur medialen Hinrichtung – sind noch viel brisanter…

  5. Selbstdenker

    Deutschland unter Merkel gleicht tatsächlich immer mehr der DDR; Zensur und politische Agitation inklusive.

    Beispiel: über den von Flüchtlingen selbst gelegten Brand im slowenischen Flüchtlingslager wurde von deutschen und österreichischen Medien derart unterschiedlich berichtet, als wäre es ein völlig anderer Sachverhalt.

    Aktuell glaubt man in Deutschland, dass man sich aus der Affaire ziehen könne, indem man Österreich den schwarzen Peter zusteckt; die “Bild” hat bereits eine Kampagne gestartet:
    http://www.bild.de/politik/ausland/fluechtlingskrise/so-trickst-oesterreich-uns-aus-43173230.bild.html

    Merkel lädt die Migranten ein nach Deutschland zu kommen und die “Bild” regt sich darüber auf, dass man sie in Österreich (ein Land ohne Schengen-Außengrenze) weiterreisen lässt. Vorher hat man sich beschwert, als Ungarn versuchte die Außengrenzen zu sichern.

    Merkel glaubt über weite Teile Europas bestimmen zu können als wäre der zweite Weltkrieg zugunsten der Deutschen ausgegangen. Aus so einer Perspektive macht der gegenwärtige Kommandoton von Berlin in Richtung Österreich natürlich Sinn. (Bisher dachte ich immer, dass es 1995 “nur” über den – beklagenswerten – EU-Beitritt Österreichs und nicht um eine Volksabstimmung zum Anschluß an Deutschland gegangen wäre)

    Merkel behauptet, dass man die deutschen Grenzen nicht sichern könne. Wenig später trifft sie sich mit Erdogan und bietet eigenmächtig eine EU-Beitrittsperspektive an. Die EU hätte dann eine Außengrenze direkt zu Syrien; teilweise sogar zu IS-kontrollierte Gebiete.

    Merkel erinnert mich an den Piloten der German Wings: sie hat die Türen vom Cockpit verriegelt und den Sinkflug in den französischen Alpen eingeleitet. Der Gebirgszug ist bereits dicht vor unseren Augen ersichtlich.

    Aus dem Sommermärchen wurde ein deutscher Herbst und demnächst wird eine riesige gesamteuropäische Katastrophe draus.

  6. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “Wieso fällt ihr niemand in den Arm”

    Viele sind zu bequem, einige bangen um ihren Job bzw. ihre Karriere und andere haben Angst vor sozialer Ausgrenzung. Und dann kommt noch der – meiner Meinung nach typisch deutsche – Reflex dazu sich ausgerechnet hinter jenen politischen Führern zu versammeln, die ihnen die großen Katastrophen eingebrockt haben.

    Ich habe viele Freunde in Deutschland und habe nichts gegen die Deutschen an sich. Aber eines ist mir inzwischen klar geworden: es gibt nichts gefährlicheres als Deutsche, die im Kollektiv vereint “nur” das – dem jeweiligen Zeitgeist entsprechende – “Gute”, “Richtige” oder “moralisch Gebotene” tun wollen.

    Die Außenwirkung ist jedoch sehr fatal: ich höre immer öfter den Satz, dass die Deutschen nun zum dritten mal Europa in Schutt und Asche legen werden.

  7. Selbstdenker

    Ein weiterer typisch deutscher Reflex ist übrigens das Österreich-Bashing, wenn die Deutschen gerade großen Mist gebaut haben. Das tut der deutschen Seele gut, wenn man ohne nennenswerte Gefahr mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf das wesentlich kleinere Nachbarland zeigen kann.

    Österreich sollte sich meiner Meinung nach von Deutschland emanzipieren.

  8. sokrates9

    Fragolin@ Hervorragende Analyse! An Ihnen ist ein Top – Journalist verloren gegangen 🙂 ( der heute natürlich arbeitslos wäre). Was wollen sie von einem Herdenvolk das auf die Frage: Wollt ihr den totalen Krieg? in Begeisterungsstürme inklusive Schnappatmung gefallen ist??

  9. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Es geht nicht um einen neuerlichen Anschluß Österreichs an Deutschland!
    Merkel ist eine waschechte internationale Sozialisten, welche, vorerst EU-Europa, dann den Rest Europas und danach wenn möglich zumindest große Teile dieser Welt am DDR-Sozialismus genesen lassen möchte. Um dieses Unterfangen zeitlich zu forcieren, holt sie sich neue Unterstützer ins Land (die Baath-Parteien in Syrien, Irak waren und sind ja de facto nationale sozialistische Parteien, insofern sind die “Neubürger” für DDR-Sozialismus 2.0 sicherlich sehr empfänglich) Die Einheimischen haben grosso modo eh schon ein 70 jähriges Umerziehungsprogramm “erfolgreich” durchlaufen

  10. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Über die Motive von Merkel spekuliere ich nicht mehr, da die Resultate ihrer Politik – ob diese nun aus ideologischer Verblendung, persönlichen Opportunismus, Cäsarenwahn oder schlicht Geisteskrankheit heraus passierte – so oder so verheerend sind.

    Wenn Merkel Deutschland ruinieren will und sich die Deutschen das gefallen lassen, ist das bereits schlimm genug. Die anderen Europäer wären aber gut beraten den Deutschen klare Grenzen aufzuzeigen um eine Zerstörung vom ganzen Kontinent zu verhindern.

    Die Briten, die Schweizer, die Polen,die Tschechen, die Slowaken, die Ungarn, die Dänen, die Finnen und sogar die Holländer werden bei den Wahnsinn nicht mitmachen.

    Österreich könnte als Kompetenzfestung übrigens massiv vom anlaufenden Exodus der Unternehmen und hochqualifizierter Arbeitskräfte aus Deutschland profitieren. So gesehen birgt sogar diese Krise eine Chance in sich.

  11. Fragolin

    @Selbstdenker
    Danke für den link, dieses Puzzlesteinchen passt mal wieder in das Gesamtbild der kuschenden Gesellschaft aus Diederich Heßlings, die wie schon zu Heinrich Mann’s Zeiten den Kern der deutschen Leitkultur prägt. Hundert Jahre hat der “Untertan” schon auf dem Buckel, aber aktuell ist er bis heute. Egal ob ein körperlich dahinsiechender Kaiser, ein kleiner rotzbremsiger Hetzer oder eine notorisch lügende uckermärkische Domina, wenn der Deutsche auf ordentlich Druck von Oben trifft dann beugt sich sein Rücken und der Gehorsam wird vorauseilend.
    Wobei des Österreichers Seele dem sehr verwandt ist.
    Und in beiden Völkern dauert es lange, bis das Maß voll ist, aber wenn dies passiert, dann wird es, gelinde gesagt, unschön…

  12. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Führer(in) befiel, wir folgen dir 😉

  13. Selbstdenker

    @Fragolin
    Die wirtschaftliche Lage in Österreich ist definitiv schlechter als in Deutschland; in Bezug auf den gesellschaftlichen Zustand behaupte ich jedoch, dass die Situation graduell besser ist als in Deutschland.

    In beiden Ländern haben linke Gruppierungen und Parteien auf unterschiedliche Weise ihr ideologisch-motiviertes zersetzendes Wirken entfaltet.

    UK, Schweden und das Gebiet der ehemaligen BRD würde ich der Einflusszone der kultur-marxistischen West-Linken zuordnen, während Österreich, die ehemaligen Ostblockstaaten und das Gebiet der ehemaligen DDR der Einflusszone der real-sozialistischen Ost-Linken zuordenbar ist.

    Während der Real-Sozialismus 1989 kollabiert ist und rund um den Erdball als kurzes Strohfeuer so lange aufleuchtet, bis die jeweiligen Ressourcen verbrannt sind, hat sich der westliche Kultur-Marxismus zu einer Super-Nova aufgeblasen, deren Implosion unmittelbar bevorsteht.

    Die Österreicher sehe ich primär als Mitläufer, die mitmachen, solange es für sie vorteilhaft und bequem ist. Danach schleichen sie sich weg, haben von nichts gewusst und entsorgen die Dinge, die ihnen unangenehm sind im Keller oder auf dem Dachboden.

    Wenn die Deutschen aus tiefster Überzeugung einen Weg eingeschlagen haben, beschreiten sie diesen – allen Warnungen zum trotz – solange bis es kracht oder bis sich zumindest ein tiefer Abrgrund vor ihren Augen auftut. Dieser Mangel an Pragmatismus macht sie für epochale Fehlentwicklungen anfälliger und in solchen Situationen auch gefährlicher.

    Die deutschen Eliten in Politik und Medien werden nunmehr solange den kultur-marxistischen Weg beschreiten, bis es kracht. Es wird bis zum Eintritt vom großen Schaden kein Umkehren geben, da (fast) niemand mehr vorhanden ist, der eine – sachliche! – Kritik äussern kann oder will.

  14. Mona Rieboldt

    Nun bisher war die “ückermärkische Wachtel” eine Garantie für gewonnene Wahlen der CDU. Aus dem Zirkus mit den Asylis verliert daher zur Zeit die CDU enorm an Stimmen.
    Und wenn ein System, eine Regierung Angst bekommt, sich bedrängt fühlt, dann reagiert die jetzige Regierung nicht anders als zu Kaisers, zu Nazizeiten. Gegner werden (noch) verbal diffamiert, sie werden verfolgt, vom BKA und Verfassungsschutz beobachtet, die Justiz erklärt jede öffentliche geäußerte Kritik an Asylis für Hassmails und will bestrafen.

    Die Beschimpfung der deutschen Zivilbevölkerung, wie sie hier in manchen Kommentaren auftaucht, ist nicht gerechtfertigt. Österreich selbst hat erstens viele freiwillige Helfer bei den Asylanten und in Wien wurden die Sozialisten wieder größte Partei. So anders als die Deutschen sind Österreicher nicht. Und Herr Faymann steckt auch im Hintern von Merkel, allerdings da wird der Platz eng, es sind schon viele da. 😉

  15. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    Danke für das Bild mit Merkels Hintern; ich werde schon das Gesicht nicht mehr los, und jetzt das!
    Naja, breit genug ist er ja für etliche Halskrausenjäger, aber trotzdem, dieses Kopfkino… brr! 😉

  16. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt
    Sie beklagen die Verfolgung jeglicher öffentlich geäußerter Kritik [an Asylis] als “Hass” um dann über die “Beschimpfung der deutschen Zivilbevölkerung, wie sie hier in machen [offenbar meinen] Kommentaren auftaucht” zu beklagen?

    Kommen Sie eventuell selbst aus Deutschland? Ich meine, die direkte Übersetzung von Kritik in Hass, ist in Germany ja gerade hoch im Kurs.

    Sorry, bei dem Kurs, den die deutschen Eliten in Politik und Medien gerade fahren, ist Kritik – wenn Sie so wollen: “Beschimpfung” – mehr als berechtigt. Und der Umstand, dass die Deutschen selbst nicht die Notbremse ziehen, sondern die Probleme auf ganz Europa abwälzen wollen, spricht eben nicht für die deutsche Zivilbevölkerung.

    Die Deutschen würden jetzt (selbstentlarvend) fragen: “Darf man das so kritisieren?”, “Darf man das so sagen?”
    Ich sage: ja, man muss es kritisieren.
    Wer soll es einem verbieten? Die selbsternannte Kaiserin von Europa vielleicht?

    An dieser Stelle muss man als Ösi für die Beschimpfung – ähm “Kritik” – von der Bild-Zeitung glatt dankbar sein, das wird vielen Österreichern die Augen öffnen.

    Ein drittes mal werden die Österreicher nicht mitmachen.

    Diesmal nicht.

  17. Fragolin

    @Selbstdenker
    Neinnein, “die Deutschen”, also die Mehrheit dieses Volkes, beschreiten keinen Weg aus Überzeugung; das sind immer nur krakeelende Minderheiten. Die Mehrheit der Deutschen sind ebenso kuschende Mitläufer wie die Mehrheit der Österreicher. Wenn alle zur Großdemo zusammengetrommelt werden, dann nur nicht auffallen und sich wehren, ach was, mitrennen, mitgrölen und dann schnell wieder nach Hause und ducken. Die machen das nicht aus Überzeugung sondern aus Duckmäusertum. Das ist in Deutschland immer mehrheitsfähig.
    Lieber ein paar Steine auf eine Synagoge werfen, auch wenn einem die Juden als solche recht wurscht sind, als beim Gauleiter auffallen.
    Es ändert sich nix.

  18. Fragolin

    @Selbstdenker
    “Ein drittes mal werden die Österreicher nicht mitmachen.”
    Ihr Wort in Gottes Ohr, aber ich befürchte anderes.
    Wir sitzen schon drin in dem lecken Boot…

  19. Mona Rieboldt

    @Selbstdenker
    Frau Merkel will die Flüchtlinge, die sie rief, mit Herrn Juncker allen anderen EU-Staaten aufzwingen. Politikspitzen und Medien sind nicht das deutsche Volk. Der neu gewählte Chef der größten Gewerkschaft IG Metall hat angekündigt, dass jeder entlassen wird, der sich bei Facebook gegen Asylanten ausspricht, auf der Straße demonstriert oder sich anderweitig dagegen ausspricht.
    Wenn die gleiche Bedrohung um den Arbeitsplatz – nicht jeder ist selbständig – auch in Österreich wäre, bekäme man da auch schnell Ruhe bei öffentlichen Äußerungen.

    Und wo ist in Österreich denn Widerstand gegen die jetzige Regierung Faymann? Er mauschelt doch mit Merkel zusammen. Und in Österreich werden die Sozialisten mehrheitlich gewählt, siehe Wien.

  20. Mona Rieboldt

    @ Fragolin
    Der überaus dicke Herr Altmaier, der im Kanzleramt sitzt, ist vollständig in Merkel verschwunden, da ist es gut, dass Herr Faymann schlank ist, daher paßt er halt bei Merkel auch noch rein. 😉

  21. Thomas Holzer

    So ist es. Österreich sitzt mittendrin, und an ein Rauskommen ist nicht mehr zu denken.
    Und Faymann ist ganz glücklich, endlich!, wenn auch nur gemeinsam mit Frau Merkel, dem Rest der EU anschaffen zu dürfen. Das Ego des gutmenschlichen, Solidarität von allem und jedem einfordernde Bundestaxlers schießt gerade durch die Decke.

  22. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    Faymann lähmt die Österreicher mit der Langeweile, die sein inhaltsleeres Geschwafel verursacht. Merkel lähmt Deutschland indem sie zusammen mit der SPD einen stasiähnlichen Apparat aufgebaut hat und die eigenen Bürger einschüchtert.

    Bei der Sonntagsfrage würde die FPÖ (der ich in vielen Bereichen durchgwegs kritisch gegenüber stehe) als stimmenstärkste Partei abschneiden. In Deutschland wäre CDU/CSU trotz kräftiger Verluste weiterhin die stimmenstärkste Partei; die AfD würde gerademal 7% der Stimmen bekommen.

    Spätestens seit den EU-Sanktionen haben die Österreicher das wahre Wesen der EU erkannt; auch viele, die weder schwarz noch blau wählen. In Österreich gab es immerhin ein Volksbegehren für einen EU-Austritt.

    Die Deutschen sind viel geduldiger als die Österreicher und nehmen die aktuelle Lage häufig jammernd hin; in dieser Situation ist das fatal. Die Österreicher tauschen sich aufgrund kleinräumiger Strukturen noch häufiger persönlich aus als die Deutschen; damit kann man in Österreich Meinungen nicht so gut kontrollieren wie in Deutschland.

    Die Österreicher haben nach mehreren Jahrzehnten Rotfunk so etwas wie Abwehrkörper gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entwickelt. Die Deutschen müssen sich erst daran gewöhnen, dass sich Nachrichtensendungen der ARD immer mehr in Richtung eines Nachfolgeformates der aktuellen Kamera entwickeln.

    In Österreich ist die Stimmung noch viel näher am Kipp-Punkt als in Deutschland. Man spürt regelrecht ein Knistern, wenn man mit den Leuten spricht. Mir ist persönlich in den letzten Jahren niemand mehr begegnet, der gesagt hätte “Hey, der Faymann ist doch gut” oder “Gut, dass sich die Grünen so in die Politik einbringen”. (Vielleicht ist das in Wien so, aber die können wir im Ernstfall an die Türken oder die Saudis verschenken).

    Ich kritisiere meine Landsleute oft und gerne, aber gelegentlich muss man ihnen auch zugestehen, dass nicht alle Dinge schlechter laufen als im Ausland.

    Österreich befindet sich meiner Meinung nach in einer Art Vormärz des 21. Jahrhunderts.

  23. Thomas Holzer

    Daß es in Österreich unter FPÖ-Führung besser gehen würde, wage ich zu bezweifeln.
    “Bestes” Beispiel: die FPÖ besteht nunmehr darauf, daß die Wiener “Stadtverfassung” nicht geändert wird; sprich: einmal an den Futtertrögen der Macht angelangt, macht man sich dort, wie alle anderen, breit……….

    Vormärz impliziert Revolution; da hege ich auch so meine Zweifel; außerdem finden angesagte Revolutionen
    selten statt….

    Keine Partei in diesem Land hat wirklich eine Intention, das System wesentlich zu ändern

  24. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Wer sagt denn, dass eine Revolution mit den bestehenden Parteien oder mit Parteien im Allgemeinen stattfinden müssten?

    Mal sehen was sich im nächsten Jahr so alles tun wird. Mit der EU – so hört man – dürfte es bald zuende gehen.

  25. Mona Rieboldt

    @Selbstdenker
    Die Auswahl an Parteien ist in D nicht groß. Die Gefahr, dass sich SPD, Linke und Grüne zusammen tun und die Regierung bilden, ist halt noch schlimmer als bisher CDU wählen. Die 7% Prozent für die AfD sind nur diejenigen, die öffentlich gesagt haben, dass sie die Partei wählen. In D gibt es erst 2017 Wahlen, zwei Landtagswahlen 2016, warten wir mal ab, was da dann gewählt wird. Noch sind die Wahlen geheim. Und Merkel würde mit jedem regieren, Hauptsache, sie bleibt an der Macht.

    Die Ostdeutschen kennen politische Propaganda und ihren schwarzen Kanal, daher sind sie stärker sensibilisiert für falsche Töne als die Westdeutschen. Aber auch wir haben inzwischen gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen. Wenn ein krimineller Täter nicht genannt wird, dann ist es ein Moslem, bei Tschechen, Deutschen etc. wird sofort die Nationalität genannt. Dies als Beispiel.

    Österreicher sind deutlicher in ihren Aussagen, Deutsche vorsichtiger. Deutsche sind leidensfähig, aber wenn sie sich dann endlich mal wehren, schütten sie gleich das Kind mit dem Bad aus bzw. schlagen dann wild um sich. Als Bild dargestellt.

    Spätestens wenn Merkel ein Ermächtigungsgesetz macht und für immer bleibt, beantrage ich Asyl in Österreich. Ich muss allerdings nicht durchgefüttert werden, habe mein eigenes Geld.

  26. Thomas Holzer

    Ich bin kein Anhänger von Blutvergießen!
    Egal in wessen Namen

  27. Fragolin

    @Mona Rieboldt
    Ermächtigt hat sie sich schon ohne Gesetz. Und um Wahlen zu entgehen, muss es nur noch ordentlich krachen (steht eh vor der Tür, die Opposition wird bereits am rechten Rand in Schussposition bugsiert), der bundesweite Notstand und Kriegsfall gegen “Feinde im Inneren” ausgerufen werden. Im Kriegsfall übernehmen Kanzlerin und Präsident im Alleingang die Regierungsgeschäfte und die Befehlsgewalt über Polizei und Bundeswehr, Wahlen werden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und Notstandsgesetze dürfen ohne das Parlament zu fragen direkt beschlossen werden. Ich weiß nicht, wieso in den Verfassungen immer wieder solche Klauseln stehen, die es einzelnen Intriganten und Machtmenschen vom Kaliber Merkels ermöglichen, selbst die pseudodemokratischen Feigenblätter vom System zu reißen und die nackte Macht an sich zu reißen.
    Wenn nicht bald jemand in Deutschland die Reißleine zieht und aus dem inneren politischen Zirkel heraus vorsichtig besenrein macht, gibt es sehr bald hässliche Szenen.
    Und die Strukturen der EU stehen bereit zum totalen Machtmissbrauch.
    In einer Demokratie eingeschlafen, stockbesoffen von der 89er Jubelparty, und aufgewacht mit einem dicken Kater – in einer Diktatur. Tja, den Anfängen nicht gewehret, als es noch Anfänge waren…

  28. Selbstdenker

    @Mona Rieboldt:
    Ich halte mich sehr viel in Deutschland auf und behaupte, dass einem gewisse Dinge als Außenstehender in Deutschland geradezu ins Auge springen (umgekehrt selbstverständlich auch).

    Bei meinen Ausführungen beziehe ich mich auf eine aggregierte Betrachtung, was keinesfalls als Pauschalurteil für alle in Deutschland lebenden Menschen gelten soll. Wenn Politik und Medien um ein Vielfaches mehr Einfluss auf das aktuelle Geschehen haben als die einfachen Menschen, richtet sich ein großer Teil meiner Kritik an die Gewichtung von Politik und Medien im Verhältnis zu den Bürgern.

    Es gibt durchaus noch viele symphatische, ehrliche Menschen, die sich mit Können und Ehrgeiz für sich und ihre Familie eine gute und selbstbestimmte Existenz aufbauen, egal ob als Arbeiter, Angestellter, Unternehmer, etc. Es gibt sogar – und das soll nicht sarkastisch gemeint sein – auch noch viele junge Menschen, die überhaupt noch eine Familie gründen.

    Um diese Leute und insbesondere ihre Kinder tut es mir sehr leid; sie werden nämlich diejenigen sein, die die Zeche zahlen werden und am meisten mit den negativen Auswirkungen konfrontiert sein werden.

    Die Österreicher sind meiner Meinung nach inzwischen abgestumpft, was die ewigen Nazi- und Rechtsextremismus-Bezichtigungen anlangt. Sie wissen, dass sie beides nicht sind und derartige Vorwürfte gehen ihnen mittlerweile einfach am Arsch vorbei. Die Sozialistische Internationale hat meines Erachtens ihr Pulver weitgehend verschossen und die Bevölkerung gegen sich aufgebracht.

    Das ist in der aktuellen Situation ein wesentlicher Unterschied; in Deutschland kann man mit solchen – meist völlig haltlosen – Anschuldigungen die Öffentlichkeit noch vor sich hertreiben und irreversible Fakten schaffen.

    Das Gefühl, dass sich in Deutschland etwas zusammenbraut, habe ich bereits seit 2013. Diese Entwicklung hat mit der Migrationskrise aber erst so richtig Fahrt aufgenommen.

  29. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    Wer redet hier von Blutvergießen? Die herrschende politische Klasse in Österreich hinwegzufegen geht einfacher als man glaubt. Was soll einem passieren?

    Dass man mit Wattebällchen oder übrig gebliebenen Welcome Räfjutschie-Teddies beworfen wird?
    Dass einem aufgebrachte Feministinnen vor Empörung die nackten Hängebusen um die Ohren hauen?
    Dass die vom ORF unwahre und gemeine Reportagen inszenieren? Das tun sie doch jetzt auch schon.
    Dass man GWD verarzten muss, die sich beim Versuch Warnschüsse abzugeben selbst mit dem StG-77 verletzen?

  30. Selbstdenker

    @Fragolin:
    “In einer Demokratie eingeschlafen, stockbesoffen von der 89er Jubelparty, und aufgewacht mit einem dicken Kater – in einer Diktatur. Tja, den Anfängen nicht gewehret, als es noch Anfänge waren…”

    Dieser Satz beschreibt die Lage sehr treffend.
    Immerhin: die Party dauerte zumindest ein Jahrzehnt

  31. Thomas Holzer

    @Fragolin
    Sie sind aber auch ein “wohlgelittener” Apokalyptiker………….

    Demokratie ist seit jeher die Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit, wobei diese Mehrheit wiederum höchst undemokratisch von Parteioligarchien regiert wird. Die Demokratie ist de facto das Tor die Hölle.
    Frei nach Isaiah Berlin: positive freedom is the road to serfdom

  32. Thomas Holzer

    @Selbstdenker
    Ja! Aber!
    In einer Revolution werden die Primitivsten der Primitivsten, welche nicht mehr durch das dünne Firnis der sogenannten westlichen Zivilisation eingehegt werden, losgelassen.

    Man unterschätze bitte derlei Bewegungen nicht

  33. Selbstdenker

    @Thomas Holzer:
    “In einer Revolution werden die Primitivsten der Primitivsten, welche nicht mehr durch das dünne Firnis der sogenannten westlichen Zivilisation eingehegt werden, losgelassen.”

    Die Primitivsten der Primitivsten wurden bereits losgelassen.

    Und: es findet gerade eine Revolution statt, auch wenn dies möglicherweise noch nicht so offensichtlich ist, dass es jedem auffällt. Eine bürgerliche (Gegen-)Revolution hätte den Vorteil, dass zumindest Waffengleichheit herrschen würde.

    Wenn man sich so oder so ein blaues Auge holt, sollte man wenigstens etwas dafür tun, damit die Gleichung aufgeht 😉

  34. Christian Peter

    Aktuelle Meldung : Salzburger Taxifahrer wird in Deutschland wegen Schlepperei verhaftet, weil er einen Fahrgast über die Grenze brachte, während die Schlepper-Königin Angela Merkel – verantwortlich für 1,5 Millionen illegale Grenzübertritte in den vergangenen 12 Monaten – noch immer ihres Amtes waltet.

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