Die Religion des Friedens und 132 tote Kinder

(C.O.) Ein paar Meldungen aus den vergangenen Tagen: In Australien ermordet ein islamistischer Extremist zwei Ungläubige in einem Café; in Pakistan massakrieren islamistische Extremisten über 130 Kinder; in Nigeria sprengen islamistische Extremisten 40 Menschen an einer Bushaltestelle in die Luft. Der Islamische Staat veröffentlicht neue Videos von Massenhinrichtungen und ein Foto, das zeigt, wie ein der Homosexualität bezichtigter Mann darob vom Dach eines Hauses in den Tod gestürzt wird.

Sicherheitsbehörden warnen, dass Terroranschläge wie in Australien oder jüngst in Kanada auch in Wien jederzeit möglich seien, wo in einer Moschee im zweiten Bezirk „der Weg zum wahren Jihad“ gepredigt wird.

In der für ihre besondere Sensibilität bekannten islamischen Welt, wo schon eine einzige Mohammed-Karikatur Millionen von Demonstranten mobilisiert und für gewaltigen globalen Furor sorgt, werden solche Meldungen mit bemerkenswertem Gleichmut hingenommen. Nur wegen 132 bestialisch ermordeter Kinder gehen in diesem Milieu keine wütenden Millionen auf die Straße.

Interessant auch die machtvollen Demonstrationen der muslimischen Gemeinschaft hierzulande gegen die im Namen ihrer Religion begangenen Gräueltaten. Der notorischen Carla Amina Baghajati, die sonst jeden an hiesige Muslime gerichteten Satz sorgfältig auf eine darin möglicherweise verborgene Beleidigung absucht, waren die Blutbäder im Namen Gottes nicht der öffentlichen Rede wert. In der Islamischen Glaubensgemeinschaft band der Streit zwischen dem Chef und einer Gruppe junger Rebellen offenbar alle intellektuellen Kapazitäten.

Da war einfach keine Zeit, auch noch eine Demo empörter Muslime gegen Islamisten auf die Beine zu stellen. So etwas gibt es ja in Europa schließlich auch dann nicht, wenn junge Islamisten Jagd auf Juden machen – warum soll dann ein beliebiges Massaker an Kindern ausreichend Grund für eine kleine Manifestation sein? Klar, wenn der islamistische türkische Regierungschef nach Wien kommt, sind Tausende auf der Straße – aber wegen solcher Petitessen doch nicht.

Einzig der Wiener SPÖ-Gemeinderat Omar Al-Rawi, eine einflussreiche Stimme in der muslimischen Community, die er auch schon einmal bei einer Pro-Hamas-Kundgebung erhebt, vermochte nicht länger zu schweigen – und forderte entschlossen und lautstark von der Bundesregierung die sofortige Anerkennung des sogenannten Palästinenserstaates.

Als Beweis dafür, dass Islam und Islamismus rein gar nichts miteinander zu tun haben – und eine gewisse Skepsis dem Islam gegenüber daher üble fremdenfeindliche Islamophobie ist –, kann diese eher gleichgültige Reaktion der muslimischen Welt auf die im Namen ihrer Religion verübten Gräueltaten nicht eben dienen. Es ist daher auch nicht sehr überraschend, wenn Menschen in Europa nicht so ganz felsenfest überzeugt sind, dass eine stetige Zunahme des muslimischen Bevölkerungsanteils wirklich eine so tolle Bereicherung ihrer Lebensumstände darstellt.

Noch dazu, da „die Zahl der Muslime in Mittel- und Westeuropa eine signifikante Größe erreicht, in den Schulen unübersehbar. Sie treten zum Teil fordernd, ja anmaßend auf und grenzen sich letztlich von der Mehrheitsgesellschaft ab. Etliche ihrer Werte und Verhaltensweisen sind vormodert“, wie Hans Rauscher im nicht gerade des Rassismus verdächtigen „Standard“ notierte.

„Eine Schande für Deutschland“ hat SPD-Justizminister Heiko Maas die daraus resultierenden anti-islamistischen Demos der rechten Pegida-Bewegung genannt. Österreichs politisch-mediale Klasse wird wohl ganz ähnlich reagieren, sobald es solche Kundgebungen auch hierzulande geben wird. Man kann das freilich auch sehen wie die liberale „Neue Zürcher Zeitung“: „So hoheitsvoll, so paternalistisch haben deutsche Regierende ihr demonstrierendes Volk schon lang nicht mehr beschimpft.“ Was freilich das Problem kaum lösen wird. (“Presse”)

8 comments

  1. Ehrenmitglied der ÖBB

    Danke Herr Ortner für ihren Kommentar. aber da ist noch eine andere Seite? Vor ein paar Tagen erschienen in einigen Tageszeitungen die Meldung, dass sich Staatsanwälte (österr.) vor Jihadisten fürchten?
    Wenn man ihre Analyse mit dieser Meldung “koppelt” , entsteht der Eindruck, dass nicht nur nicht demonstriert wird, sondern dass allfällige Straftaten der “Nicht-Demonstrierer” auch nicht verfolgt werden?
    Od`r?

  2. RobertSpeil

    Dies zeigte sich schon VOR JAHREN.Falsche Toleranz-Ein dänischer Karikaturist machte sich über Mohamed lustig-Kirchen wurden angezündet.Ein Papst sagte…was hat MOHAMED anders als Elend gebracht…..PAPST müss sich lt dem STANDARD-österr.Qualitätszeitung??entschuldigen-Er hätte Religion beleidigt.-Wundere mich das man Juden beleidigen darf??Normalerweise nur Christen!!!

  3. Thomas Holzer

    Eine Religion -egal welche- kann man nicht beleidigen, auch keine Ideologie; beleidigen kann man nur eine lebende! Person

  4. Ähm

    Muss erst wieder eine Reichskristallnacht her, bis die Damen und Herren Politiker tätig werden? Wenn ja, dann ist das bedauerlich, denn dann ist alles zu spät. Einen explodierenden Kessel kann man nicht beruhigen.

  5. sokrates9

    Schade dass sich jüdische Vereinigung in der BRD gegen Pegida stellt und so weiter Mainstreamhetze gegen Hetze gegen diese Bewegung als 15.000 Rechtsradikale und Hooligans gemacht werden kann!

  6. Fragolin

    Ich wiederhole mich nur ungern, aber eine Verlinkung funktionierte nicht. Ich möchte es einfach noch einmal loswerden:

    In Pakistan sind Taliban-Kämpfer in eine Schule eingedrungen und haben heldenhaft und zu Ehren Allahs 132 Kinder hingerichtet.
    Sogar ein Zweijähriges war laut Augenzeugen dabei. Mit welchem Stolz muss ein Kämpfer für die Religion des Friedens beim heldenhaften Kampf gegen einen wehrlosen Windelträger erfüllt sein, welche Ehre muss ihm das Abschlachten wehrloser Kinder einbringen!
    Eine Tat, die im westlichen Kulturkreis geistesgestörten Soziopathen vorbehalten ist, zählt bei den Gotteskriegern als ehrenvoller Kampf im Namen und zum Ruhme ihres Gottes. Was bei uns durchgedrehte Einzelgänger als Therapie für ihren Wahnsinn planen, wird von den Gotteskriegern generalstabsmäßig als militärische Gruppenaktion durchgezogen.
    Mord an wehrlosen Kleinkindern, Vergewaltigung von Frauen, Schächten gefesselter Geiseln – eine Religion, in deren Namen solche menschenverachtenden Gräueltaten begangen werden, sollte hinterfragt werden.

    Warum selbst angeblich liberale Moslems wie der Herr Özdemir zwar Worte des Mitgefühls an die Eltern der mit automatischen Waffen brutal niedergemetzelten Kinder finden, aber keine Worte an ihre entfesselten psychpathischen “Glaubensbrüder” kann nur zwei Gründe haben: Entweder die Angst, morgen selbst Zielscheibe des fanatischen Hasses durchgedrehter Psychopathen im Kielwasser ihres eigenen Glaubens zu werden oder das stille Akzeptieren des Vorgehens.
    Beides, das sei diesen dauerempörten Nazibekämpfern wie dem Herrn Özdemir ins Stammbuch geschrieben, war übrigens das Hauptverhalten der Deutschen zur Zeit des hitlerschen Terrorregimes. Ja, mein Herr, so schnell sitzt man in einem gleichen Boot wie jene, über die man tagein tagaus moralisch erhoben zu sein glaubt…

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