Die Republik der Dilettanten

Von | 13. Februar 2014

“…..Der seit Jahren im Finanzressort obwaltende Dilettantismus nimmt staatsschädigende Ausmaße an. Die Welt durchlitt seit 2007 eine Reihe von Finanz- und Schuldenkrisen. Österreich durchlitt in dieser Zeit vier Finanzminister. Jeder der vier kam als blutiger Laie ins Amt. Jeder der vier musste wieder aus dem Amt ausscheiden, als er oder sie eben die Grundzüge des Jobs begriffen hatte….” (Andreas Koller, “SN“)

6 Gedanken zu „Die Republik der Dilettanten

  1. Christian Peter

    Durch Wiederholen des Märchens, das Hypo – Desaster wäre alleine dem Haider – Kärnten zu verdanken, wird dieses nicht wahrer. Hauptverantwortlich für dieses Desaster ist die ÖVP, welche erst durch die völlig unnötige Notverstaatlichung der Hypo 2009 dem Steuerzahler das Milliarden – Debakel bescherte.

    Selbstverständlich profitierten andere Banken in Österreich (vor allem die schwarze Raiffeisen)
    erheblich von diesem zweifelhaften Deal, denn aufgrund deren Exponiertheit in Osteuropa hätte eine Insolvenz der Hypo diesen Banken einiges Geld gekostet.

  2. Reinhard

    Das Thema ist schon längst nicht mehr die HAA sondern die jahrelang bewiesene komplette Kompetenzfreiheit der Politk und des Staates in puncto (Finanz-)Wirtschaft. Zur Lösung der durch multiples politisches Versagen herbeigeführten Verlustprobleme an jeder Ecke wird ausgerechnet die endgültige Übertragung der Verantwortung an genau jene verantwortungslosen, nicht haftenden und in der Materie strunzdummen Leute übertragen, die den Schlamassel erst eingerührt haben.
    Bankversager in Ministeriensesseln, in “Task Forces” und Beraterpositionen rings um das Versagerkabinett zweier intellektuell eher schwach beleuchteten Witzfiguren, die ob der Grauslichkeit der Milliardenlast für das Steuervieh ins Hinterzimmer grflüchtet sind, wo ihnen irgendwelche NLP-geschulten Redenschreiber gerade die Ausrede-Parolen einhämmern, die sie nächste Woche grinsend in alle Mikrofone wiederholen müssen. Ein Staat, der erst eine Bank übernimmt, die er gar nicht übernehmen muss, denn sie war bereits verkauft, der dann bei anderen Banken anjammert, ob sie ihm den Dreck nicht wegschaufeln könnten (wozu sie durch genau gar nichts motiviert sind) und dann mit Hinweis auf irgendwelche Leichen im Keller (sorry, Herr Haider…) dem Steuerzahler (bzw. dessen Kindern und Enkeln) die Milliardenlast umhängt.
    Wie die Sozen ihrer Klientel jetzt noch verkaufen wollen, dass die steuerlichen Grauslichkeiten, die sie in den nächsten Jahren zu stemmen haben, dazu dienen, nach einem absolut verbockten Geschäft die Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Hedgefonds und den ach so beschimpften milliardenschweren “Spekulanten” zu bedienen, dürfte unterhaltsam werden. Mit Zahnspangen für alle ist das nicht getan.
    Da kommt noch ganz großes Kino auf uns zu…

  3. Rennziege

    @Christian Peter:
    Die Zahnspangen für alle werden nicht ohne Grund verschenkt: Damit das gebeutelte Steuerzahlervolk seine Polit-Dilettanten nicht mehr in die Gurgel und sich selbst nicht mehr in den Allerwertesten beißen kann.

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  5. gms

    Koller in den SN: “Zum Wochenauftakt musste der Finanzminister zu seiner nicht geringen Verwunderung erkennen, dass die hiesigen Banken den Vorschlag, sich mit ihrem guten Geld an der maroden Staatsbank Hypo Alpe Adria zu beteiligen, für keine gute Idee halten.”

    Andere Quellen legen glaubwürdig dar, wonach besagte Ablehnung bereits im Sommer des Vorjahres feststand, dies aber eingedenk der Wahlen im Herbst nicht veröffentlicht werden sollte.

  6. Christian Peter

    @rennziege

    dem Hypo – Debakel kann man auch Positives abgewinnen : Zahnspange gratis + Vermehrungsprämie für Sozialhilfemütter (Elterngeld) werden für einige Zeit die letzten Wahlgeschenke bleiben.

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