Die Robotersteuer, eine schlechte Idee

Von | 16. März 2017

“Bill Gates hat eine sogenannte „Robotersteuer“ gefordert, um das Steueraufkommen aufrechterhalten zu können, wenn Menschen ihren Job wegen eines Roboters verlieren, der die gleiche Arbeit verrichtet. Er scheint damit derselben Argumentationslinie zu folgen wie viele Befürworter eines universellen Grundeinkommens es tun: Wenn ein Arbeiter mit einem Lohn von € 50,000.00 pro Jahr aufgrund Automatisierung seinen Job verliert und danach einer Arbeit nachgeht, die nur noch € 25,000.00 pro Jahr abwirft, benötigt die Regierung zusätzliche Ressourcen, um die Lebensqualität dieses Arbeiters aufrechterhalten zu können, wird aber gleichzeitig Einkommenssteuer von diesem Arbeiter verlieren…. ”  weiter hier)

7 Gedanken zu „Die Robotersteuer, eine schlechte Idee

  1. Herbert Manninger

    Partielle Hochintelligenz hat offensichtlich auch den Nachteil, dass andere Denkbereiche Ressourcen dafür abtreten müssen.

  2. Reini

    Man könnte auch weniger Menschen produzieren um das Steueraufkommen aufrecht zu erhalten, dann hätten mehr Roboter platz! 😉 … Was für die Ausbeutung und Selbstzerstörung des Planeten sicher der bessere Weg wäre,…

  3. Selbstdenker

    Das folgende Video bringt meine Beobachtungen (auch vom Ausland) auf den Punkt:
    – Lt. MIT-Studie: die Alterung der Bevölkerung führt NICHT zum Absinken vom BIP
    – Automatisierung kompensiert die Lücke, die durch den ohnedies stattfindenden Geburtenrückgang entsteht
    – Der demographische Wandel in Kombination mit der Automatisierung eröffnet die Chance auf Vollbeschäftigung und steigende Löhne aufgrund vom Facharbeitermangel
    – Jobs mit niedrigem Status und niedriger Entlohnung fallen schrittweise weg
    – Die Migranten aus dem Morgenland sind bereits heute nicht vermittelbar…
    – …und sie werden mit zunehmender Automatisierung erst recht nicht vermittelbar sein
    – Die Automatisierung bietet die Möglichkeit ohne Lohnabsenkung gegen Niedriglohn- und Schwellenländer wettbewerbsfähig zu bleiben

    https://www.youtube.com/watch?v=RR2JA8FTtlo
    AUTOMATION will Save Western Economies, NOT Immigration: Here’s Why

    PS: Und warum wollen die Sozis die Automatisierung bekämpfen? Weil sie das G’schichtl vom “Arbeitsleid” und die von Marxisten erfundenen “Dichotomie” zwischen Arbeit und Kapital ad absurdum führt. Die Sozis sind in der gleichen Situation wie die katholische Kirche: wenn es keinen Teufel gibt, braucht es auch keinen Gott.

  4. Falke

    Man kann doch nicht verlangen, dass unser Publizistik-Absolvent und Ex-ÖBB-Verwalter, bekanntlich ein großer Anhänger der Maschinensteuer, derart komplizierte Sachverhalte versteht und nachvollziehen kann.

  5. Selbstdenker

    @Falke:
    Ja, kann man nicht.
    Deshalb sollte Kern – um weiteren Schaden von Österreich abzuwenden – zurücktreten.

    Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: trotz inzwischen recht klarer Befunde, polemisieren die SPÖ und ihre Vorfeldorganisationen gegen die Interessen ihrer eigenen Wähler.

    Die politische Klasse in Österreich ist derart selbstverliebt und unterbelichtet, das man sie regelrecht “spazieren fo**en” könnte.

  6. Selbstdenker

    Und das ist die lesenswerte Zusammenfassung der MIT-Studie:
    http://economics.mit.edu/files/12536

    PS: man vergleiche das wissenschaftliche Niveau mit den broschürenhaften Auftragsstudien, die das WIFO auf Zuruf der AK anfertigt, wenn es eine vorgegebene SPÖ-Position – meist im Vorfeld einer politischen Auseinandersetzung – via ORF als “wissenschaftlich” darzustellen gilt.

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