Die Rückkehr der Glaubenskrieger

“…..Es ist paradox: der Glaube an Gott und die Religion verlieren hierzulande seit Jahrzehnten an Bedeutung. Trotzdem kehren Glaubenskriege mit Wucht nach Westeuropa zurück……” (hier, lesenswert)

7 comments

  1. Super_Mario

    Punkt gebracht!!
    Herr Ortner, als Iphone-Benutzer ist es manchmal wirklich mühsam ihre Website zu benutzen, siehe oben.
    Könnte man das theoretisch noch verbessern?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Lorenz

  2. Thomas Holzer

    “Die Ausgaben für die innere Sicherheit und für den Schutz von Meinungs- und Glaubensfreiheit werden steigen.”

    Das ist die These des Autors.
    Ich erlaube mir, meine These dieser entgegenzustellen: Meinungs- und Glaubensfreiheit werden eingeschränkt werden unter dem Vorwand, die Bevölkerung vor Radikalisierung zu schützen, insgeheim jedoch, um die Kosten für innere Sicherheit gering zu halten. Flächendeckende Internetzensur und Videoüberwachung ist wesentlich günstiger zu bewerkstelligen, als Glaubens- und Meinungsfreiheit zu garantieren; noch dazu, wenn der Bevölkerung eingeredet werden wird, daß diese Überwachung nur zum Schutz des Einzelnen (ich habe ja nichts zu verbergen) und zum Erhalt der wirtschaftlichen Prosperität erfolgt.

  3. gms

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie blind vermeintlich oder tatsächlich intelligente Leute gegenüber ihrem eigenem Wirken sind. Die Alternative: Sie halten den Leser für blind. So schreibt Straubhaar in seinem Beitrag:

    “Niemand wird je die Bilder aus dem Gedächtnis löschen können, wie entsetzlich unzivilisiert die Rebellen auf den Überresten der Opfer der über der Ostukraine abgeschossenen Linienflugs MH 17 herum trampelten.”

    Wer sowas heute noch behauptet, ist entweder strunzdumm, des Lesens unkundig oder ein Lügner bzw. opportunistischer Hetzer, der mit einer solchen Aussage eigene Ziele verfolgt.

    “Das ist der Nährboden, auf dem Konflikt, Nationalismus und Protektionismus gedeihen. Es drohen Abschottung und Protektion. [] Hetzer und Opportunisten dürften aus eigenem Interesse Ängste und Sorgen schüren und zu Abschottung und Protektion missbrauchen.”

    Noch Fragen?

    Vollkommen recht hat der Autor mit seiner These: “Die Rückkehr der Glaubenskriege nach Westeuropa wird hier zunehmend Kräfte binden.”

    Der entscheidende Glaubenskrieg findet um die Köpfe der Massen statt! Was diese glauben sollen und wer hierfür glaubwürdige Autoritäten darstellen soll, ist Kern der aktuellen Auseinandersetzung. Daß nun ausgerechnet dieser Migrationsforscher (!) mit erkennbar linker Schlagseite uns nun darauf einschwören will, wir müßten hinkünftig “höhere Preise fürs Zusammenleben” begleichen und damit zugleich sein eigenes Versagen in der Vergangenheit ausbaden, rundet den Befund des Pharisäertums trefflich ab.

  4. gms

    Die Lächerlichkeit des Weltbildes Straubhaars offenbart sich in seinen Worten vom Jänner diesen Jahres, als er darlegte: [1]
    “Die Integration ist im Vergleich gut gelungen. Trotz der starken Zuwanderung sind die Probleme hierzulande deutlich geringer als anderswo. Es gibt keine Fremdenghettos oder No-Go-Areas für Einheimische. Genauso wenig eskalieren Krawalle frustrierter junger Zuwanderer zu Straßenschlachten. Und mit Rechtspopulismus lassen sich bestenfalls Schlagzeilen machen, nicht jedoch breite Wählerschichten gewinnen.
    Um es klar zu formulieren: Deutschland hat ein friedliches Miteinander von Einheimischen und Fremden gefunden und die Integration ist im internationalen Vergleich außerordentlich gut gelungen. Das ist ein riesiger Erfolg, der nicht durch künstliche Scheindebatten klein geredet werden sollte. Die positive Sicht des Einwanderungslandes Deutschland zeigt sich ebenso für die makroökonomischen Effekte.”

    Zur möglichen Verteidigung sei ihm angerechnet, daß er zugleich ausführt: “Offensichtlich ist, dass Migration für den Sozialstaat dann zu einem gravierenden Problem wird, wenn zu leicht, zu großzügig und zu unspezifisch flächendeckend Sozialtransfers über zu viele ausgeschüttet werden.”

    Dem sei entgegnet: Hätte der /Sozial/staat weniger oder keine Probleme mit diesen Transfers, wäre das heutige und künftige Problem für die Gesellschaft noch viel gravierender! Geld ist das eine, die Kultur etwas anderes — Norwegen kann ein Lied davon singen, ist es inzwischen doch sowohl reich als auch brauchbar unterwandert.

    Zugleich wurde die Milch ja bereits in der Vergangenheit und ohne relevante Belastung für den Sozialstaat verschüttet — siehe Gastarbeiter. Glaubensmotivierte Aggression geht heute auch und insbesondere von jenen aus, die in zweiter und dritter Generation hier sind und dejure zu Recht auf ihre Staatsbürgerschaft pochen. Den Rest erledigen Nachzugsbestimmungen und deren Auslegung durch Höchstrichter.

    [1] welt.de/wirtschaft/article123610112/Deutsche-Richter-schauen-beim-Sozialtourismus-weg.html

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