8 Gedanken zu „Die Rückkehr der Nationen in Europa

  1. Spruance

    Zumindest das Konzept “Durch Krise zu vollendeter Integration” scheint das Faß zum Überlaufen zu bringen. Den Völkern bleibt dagegen nur der Nationalismus oder, von mit aus, Partikularismus, da andere Möglichkeiten nicht wirklich zur Verfügung stehen. Wer wollte denn abwarten, bis die EU zu etwas demokratisch Brauchbarem reformiert ist? Wer wollte daran glauben, daß Derartiges überhaupt möglich wäre?

  2. Thomas Holzer

    Die EU-Bürger -zumindest in deren Mehrheit- haben sich schon immer! über ihre eigene Nationalität identifiziert. Das war nie anders.
    Nur die Kommissare/Funktionäre definieren sich als supranationale EU-“Wesen”, weil sie natürlich davon ihre vermeintliche! Daseinsberechtigung inkl. finanzieller Versorgung ableiten.

  3. gms

    WC,

    folgt man Ihrem Link, stößt man auf: “Nationalisten dagegen glauben, eine Vielfalt bestünde aus abgegrenzten Monokulturen, zwischen denen es möglichst keine Gemeinsamkeiten und Überschneidungen geben dürfe.”

    Sagen Sie mal, so als Insider der Szene — ist das Verhalten der Linken, anderen einen ganz bestimmten Glauben, bestimmte Motive oder Absichten anzudichten, bei euch genetisch determiniert, ist’s Folge einer tragischen Kindheit oder lernt ihr diesen gefinkelten Debattenkniff für Kindergeburtstage erst bei den Roten Falken?

    Was läßt Sie weiters glauben oder zumindest unterstellen, die relevante Kluft liefe zwischen “überzeugten Europäern” auf der einen Seite und “Nationalisten” auf der anderen? Auch hier die analoge Frage: Ist diese scheuklappenartige Verengung biologisch bedingt oder kulturell?

    Wer zum Henker läßt Sie weiters glauben, Sie und Ihresgleichen seien mit Ihren Zielen die einzigen überzeugten Europäaer? Nach Ihrem eigenen Duktus sind Sie nichts anderes als ein *Europäist*, der selbst einem Ismus huldigt, den er so gönnerhaft anderen andichtet. Zugleich dürfen Sie sich über die Etikette *Supernationalist* freuen. Welches idiotische Glaubensbekenntnis europäistische Supernationalisten wiederum jeden Abend in den Kopfpolster murmeln, ist eingedenk dessen Vorhersagbarkeit schon zu langweilig, um’s hier auszubreiten.

    Nicht ersparen will ich Ihnen aber die ebenso vorhersagbare Pointe: Wenn jemand ausgerechnet mit der holzschnittartigen Dichotomie “überzeugte Europäer vs Nationalisten” rund um eine behauptete Vielfalt plaudert, die vorgeblich die einen wollen und die anderen nicht, so hat das in seiner artifiziellen Schwarz-Weiß-Malerei schon was extrem Borkenkäferhaftes.

  4. Thomas Holzer

    @gms
    Verzeihung, aber vergebene “Liebesmüh” 🙂
    Ich habe, nachdem ich mir die Worthülsen dieses Link “zu Gemüte” geführt hatte, auch überlegt, eine Erwiderung zu schreiben; aber schlußendlich reifte die Erkenntnis, daß diese Hülsen keine Erwiderung verdienen 😉

  5. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> ist das Verhalten der Linken, anderen einen ganz bestimmten Glauben, bestimmte Motive oder Absichten anzudichten <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Das sollten Sie wohl lieber einen "Linken" fragen, aber nicht mich.
    Ich bin nur ein kleiner gewaltloser Bürgerrechtskämpfer.

  6. Reinhard

    @gms
    Einfache Gemüter brauchen einfache Bilder. Das Gut-Böse-Schema muss einreihig gestrickt werden, sonst überfordert es das einfache Gemüt.
    Die Missionare des Eiapopeia wissen, dass sie sich an einfache Gemüter wenden. Mit Blumenwiesen, Miezekätzchen und Babylachen.
    Manche machen es aus Berechnung, manche, weil sie selbst ein einfaches Gemüt haben.
    Was es bei unserer Weltbürgerin ist – wer weiß?

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