Die Schlacht von Bretton Woods

Von | 28. Juli 2016

“Es geschieht fast schon mit instinktivem Reflex, dass immer dann, wenn es zu einer internationalen Finanzkrise kommt, entweder der Marshallplan oder die Konferenz von Bretton Woods als Lösung vorgeschlagen werden. In völliger Verkennung, was die tatsächlichen Ursachen für die jeweilige Finanzkrise sind, setzt man auf einen Plan und eine Konferenz mit dem Hintergedanken, dass nur Staatsapparat und Politik zu einer Lösung zu finden könnten. Dabei bietet die historische Wahrheit wenig Anhaltspunkte, um dieser Mythologie zu folgen….” (hier)

Ein Gedanke zu „Die Schlacht von Bretton Woods

  1. gms

    Na sowas! Daß ausgerechnet unser Hausherr auf einen Artikel verweist, der vor (ich glaube, man sagt: kruden) Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus nur so strotzt, deutet einmal mehr auf interessante Zeiten hin.

    Wir haben also eine New York Times, die ihre Leser gezielt über Stalins Russland desinformiert und hierfür mittelbar den Pulitzerpeis erhielt, eine US-Regierung, die mit dem Kommunismus liebäugelt und deshalb auch schon mal Pearl Harbor geschehen läßt, erfolgreiche währungspolitische Ambitionen zum Zurechtstutzen Großbritanniens und zur Durchsetzung globaler Hegemonie mit der vorhersagbaren Einsicht von 1961, wonach das mit der Golddeckung ein billiger Schmäh war und last noch least einen mit Bretton Woods inthronisierten IMF.

    Und all diese verblüffenden Einsichten verdanken wir ausgerechnet dem Council on Foreign Relations, das seit 1913 personell und ideologisch die US-Administrationen dominiert und von der UNO über Weltbank und IMF überall mitspielt, wo Suprantionales auf der Tagesordnung steht.
    Das Ganze hätte man vor Jahrzehnten schon bei Carroll Quigley nachlesen können, denn dieser schrieb nicht minder gewissenhaft im Auftrag der Globalisten, denen an einem Handbüch für Nachwuchskräfte gelegen war, doch diesem Autor konnte man noch einen Aluhut andichten, nachdem er zu ausführlich aus dem Nähkästchen plauderte und sein Wissen jedermann zugänglich machte.

    Diejenigen also, denen wir heutige Zustände verdanken, erklären uns Dekaden später dann doch unverblümt mit “The Battle of Bretton Woods: John Maynard Keynes, Harry Dexter White, and the Making of a New World Order”, wie die Welt verarscht wurde, alle klatschen und die Karavane zieht weiter. Interesting.

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