Die Schnüffler von der Kasse

(MARCUS FRANZ) Wir regen uns zu Recht über die NSA auf und wollen Datenschutz in jedem Bereich, wir fürchten um Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte.  Die “staatliche Überwachung” ist zum bedrohlichen Unwort geworden. Whistleblower, die unseriöse Überwachungs-Praktiken von staatlichen Institutionen aufdecken, sind die Helden unserer Zeit.

Zur selben Zeit aber soll in Österreich ein Sozialgesetz eingeführt werden, welches bestimmten öffentlichen Institutionen, nämlich den Krankenkassen, die Bespitzelung und die persönliche Kontrolle von Bürgern erlaubt: Die Gebietskassen dürfen sogenannte Mystery Shopper in die Ordinationen von Ärzten schicken, um dort die Ärzte zu kontrollieren. Die Mystery Shopper werden in den Praxen auch als Agents provocateurs auftreten. Das heisst konkret: Diese Agenten sollen als sogenannte Testpatienten mit fake-e-cards so tun, als wären sie nur ein bisserl krank, bräuchten aber einen Krankenstand und sie sollen die Ärzte möglichst dazu verführen, ihnen ebendiesen Krankenstand zu verordnen.

Tun die Ärzte das, dann werden sie vom Mystery Shopper bei der Kasse angezeigt und laufen Gefahr, ihren Kassenvertrag zu verlieren. Auf den ersten Blick meinen viele: Ja, gut so, da wird Sozialmissbrauch verhindert und allzu großzügige Ärzte werden somit sukzessive umerzogen oder überhaupt ausgeschieden und die Patienten trauen sich dann eh nicht mehr, um vielleicht ungerechtfertigte Krankenstände anzusuchen. Schreibtischtäter und Sozialrechts-Fanatiker scheinen mit diesem Gesetz im Recht zu sein und die Rettung des Sozialstaates ist damit gelungen.

Nun möge man sich aber einmal plastisch vorstellen, was dieses Gesetz in der Realität bedeutet: Der gesamte ärztliche Berufsstand samt Patienten hängt vom Grundwert namens “Vertrauen” ab. Ohne Vertrauen ist eine gute, persönliche und professionelle Medizin nicht machbar. Dieser essenzielle Wert wird nun allein durch die Tatsache, dass es diese Mystery Shopper gibt, schon vollkommen pervertiert. Da muss noch gar kein solcher Spitzel in eine Ordination gehen. Allein durch das Faktum, dass eine solche Testpatient-Situation jederzeit passieren könnte, geraten die Ärzte unter Generalverdacht und sie werden sich daher wie jeder Verdächtige benehmen (müssen): Sie werden sich schützen.

Was wird geschehen: Ärzte werden allen neuen Patienten gegenüber misstrauisch sein und sowohl bei der Diagnose wie bei der Therapie in einen kontraproduktiven Vorsichts-Modus umschalten. Unklare Fälle werden (weil sie ja Agenten sein könnten)  in Ambulanzen oder zu Fachärzten weiter verwiesen. Niemand wird das Risiko eingehen, einen neuen Patienten, der wegen eines banalen Leidens wie Kreuzweh um eine Woche Krankenstand ersucht, auch krankzuschreiben. Echte Kranke (und seien es auch “nur” leicht Marode) werden eine schlechtere Behandlung bekommen oder eben ins Ambulatorium geschickt, um sich dort krankschreiben zu lassen. Der Bürokratie- und Zeitaufwand für alle Beteiligten (auch und vor allem für die Patienten!) wird steigen, es ist definitiv niemandem geholfen. Im Gegenteil, der vermeintlich verhinderte Missbrauch wird zu vermehrten Leistungen führen und das grundsätzliche Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt wird beschädigt.

Abgesehen von der beschriebenen mangelnden Praktikabilität und dem massiven Angriff auf die ärztliche Freiheit und vor allem angesichts der Zerstörung des Vertrauens zwischen Arzt und Patient ist die Idee des “Mystery Shoppers” ganz grundsätzlich zu verurteilen und zu bekämpfen. Der Staat will hier mit seinen Institutionen in die intimsten Bereiche der Bürger vordringen. Es geht um den Schutz der Arzt-Patienten-Beziehung und es geht vor allem auch um die Bekämpfung einer widerwärtigen Politik des Kontrollierens, Schnüffelns und der Vorverurteilung. Die Soft-Version der DDR-Stasi in Form einer Krankenstands-Geheimpolizei wird da gerade neu erfunden.

Bezeichnenderweise kommt diese Idee vom Sozialministerium – also von dort, wo man sich angeblich ganz besonders ums Soziale und um die Bürger kümmert. Wer da nicht an Orwells Animal-Farm und gleichzeitig an dessen “1984” denkt, der hat noch nicht begriffen, wohin die Reise geht: In den totalen Überwachungs- und Kontrollstaat.

44 comments

  1. Fragolin

    In der Privatwirtschaft spitzeln Händler seit Jahrzehnten ihre Angestellten auf diese Weise aus.
    Neu ist, dass eine staatliche Institution auf solche Weise gegen Vertragspartner vorgeht.
    Vielleicht sollte man den Spieß umdrehen und die Ärztekammer Mystery-Patienten zur GKK schicken.
    Da tut sich ein weites Feld für investigative Journalisten auf: als angeblich kranker Dauerarbeitsloser möglichst mit MiHiGru zum AMS, in’s bfi, zum Sozialamt. Das wären interessante Berichte, nur leider findet sich wohl kaum ein Blatt, das so etwas veröffentlichen würde…

  2. Marianne

    Die Krankenkassen sind unfähig auf der ganzen Linie. Einzige Ausnahme: Schikanieren. V.a. wenn Patienten oder Ärzte was brauchen, dann sind sie perfekt beim Abblocken, Blödstellen, Ignorieren. Allerdings diese geplanten Provakations-Patienten ist sind etwas anderes. Das erfordert Initiative und Kreativität. Da sind unsere Kassen nicht besonders gut, sonst wäre der Service für ihre “Kunden” nicht so grottenschlecht. Also die Ärzte müssen vor dieser Aktion nicht besonders beunruhigt sein.

  3. aneagle

    Bekanntlich ist es sinnvoll das zu tun, was man am besten kann. Nun, der Staat macht das, was er am besten kann. Rasche flächendeckende Zerstörung jahrelang aufgebauter Sozialstrukturen. Österreichs Bildungspolitik ist ein in diesem Sinne ein gelungenes Beispiel, sie ist bereits, mit einfachsten Mitteln, auf Jahrzehnte erledigt.

    Nach diesem “Erfolg” soll die sozialpolitische Erneuerung nicht stehenbleiben! Neue Betätigungsfelder braucht das Land. Z.B. die österreichische Gesundheitspolitik. Vom “weltbesten” Gesundheitssystem hat man schon lange nichts mehr gehört. Wird man auch nicht mehr und das aus gutem Grund:

    Registrierkassenzwang, elektronische für jeden Hacker/staatliche Institution einsehbare/nutzbare Patientenakte, Paternalismus und zwingende Therapierichtlinien, verantwortungslose Substandards in der Brustkrebsvorsorge, Doppelgleisigkeiten, Macht-und Strategiespielchen auf dem Rücken der Beitragszahler. Das sind die Tools mit denen sich jedes noch so gute System in nullKomma nichts dorthin wendet, wo das Bildungssystem schon ist. Da sind die Mistery-Patienten nur noch eine harmonische Abrundung.

    Fazit: Nach getaner Arbeit am Bildungssystem erhalten alle Österreicher mittels der segensreichen Tätigkeit ihrer Politikerkaste schnurstracks jene Ärzte, die ihre Politikerkaste sich verdient hätte. Aber die merkt es gar nicht, sie ist vorwiegend sonderklassenversichert(siehe auch: Zweiklassenmedizin) Und bald wieder tönt der vertraute Ruf: Neue politische Betätigungsfelder braucht das Land !

  4. Thomas Holzer

    Dachte mir nicht, daß ich dem Dr. Franz einmal ohne Wenn und Aber zustimmen kann 😉

    Nicht nur Ärzte und Patienten, alle(sic!) Bürger werden von “unseren” Politikerdarstellern unter Generalverdacht gestellt.
    Wir erleben anscheinend eine neue, negative Dimension staatlicher Überwachung.
    Ob VDS, zentrales Kontenregister, Registrierkassenpflicht, Einschränkung der Verwendung von Bargeld, Videoüberwachung, teilweise Beweislastumkehr, rückwirkende Gesetze bis zu 10 Jahre!, der Bürger ist immer und überall zuerst verdächtig, dann Untertan und letztlich nur Steuerknecht.
    Mit dem Wahlrecht, wohlweislich schon ab 16 Jahren erlaubt, wird von den Politikerdarstellern der Versuch unternommen, die Knechte in ihrem Glauben zu bestärken, sie könnten irgendetwas beeinflussen – anscheinend mit durchschlagendem Erfolg.

  5. Erich

    Die GKK lehnte vor Kurzem den Antrag auf Kur einer guten Freundin von uns ab, weil sie ja noch nie auf Kur war. Pensionisten sollen sich selbst zu Hause auskurieren? Sie soll sich nächstes Jahr wieder melden (und die körperlichen Probleme bis dahin ignorieren?). Diese Sparmaßnahme hörte ich aber schon vor Jahren auch bei noch Aktiven. Wenn man dann wieder erfährt, wer sich jährlich (!) 3 Wochen kurieren lässt, steigt der Ärger. Wird wohl nicht alles nur Neidklatsch sein.

  6. Christian Peter

    Die stärkere Prüfung von Kassenärzten ist nicht nur richtig, sondern längst überfällig. Fast jeden Monat werden Fälle publik, in denen Ärzte in Österreich Krankenkassen durch falsche Abrechnungen um Millionenbeträge betrogen hatten. Außerdem : Kein Mediziner wird gezwungen, mit Krankenkassen Verträge abzuschließen. Tun sie es, müssen sie selbstverständlich damit rechnen, von diesen geprüft zu werden.

  7. Paul H. Ertl

    Vielleicht sollten ALLE (hinreichend viele tun es auch) Ärzte ihre Knebelverträge mit dem Staat und seinen Handlangern kündigen. Mal sehen, was die großmäuligen Staatsjünger dann machen ……

  8. Christian Peter

    Eines ist klar : Wenn jeder Dorfwirt in Österreich durch Registrierkassen unter Generalverdacht gestellt wird, werden auch Ärzte mit einer (ohnehin viel zu laschen) Prüfung durch Krankenkassen leben müssen.

  9. feldscher

    @Christian Peter

    Keine Ahnung von der Realität zu haben reicht nicht. Da muss noch ein bisserl Präpotenz und Stimmungsmache dazukommen…. nach nunmehr 36 Jahren in der Kassenpraxis habe ich natürlich nicht den umfassenden Durchblick, aber vielleicht kann ich mein Unwissen mit ihnen teilen. Wenden sie sich vertrauensvoll an den Administrator – ich bin gerne bereit, ihnen einmal die echte Frontsituation auch in Bezug auf den Umgang der kranken Kassen mit Patienten und Vertragspartnern vorzuhupfen!

  10. Fragolin

    @feldscher

    Lieb gemeint aber nutzlos. Mit diesem Beitrag des Herrn P. war zu rechnen, selbst der Wortlaut war vorhersehbar.
    Abgesehen von der plattitüden Wiederholung immer der gleichen Phrasen (ich vermute inzwischen, er benutzt fertige Textbausteine) kennt er nicht einmal den Unterschied zwischen einer Überprüfung (die ich durchaus für gerechtfertigt halte) und Bespitzelung (die so ziemlich das Gemeinste und Niederste ist, was man sogenannten “Partnern” oder auch den laut Leitbild ach so “wertvollen Angestellten” antun kann).
    Jetzt fehlt nur noch der Textblock mit der irgendwo abkopierten Statistik. Mal sehen ob der noch kommt.
    Jede gegenteilige Argumentation ist vergebene Liebesmüh und prallt teflonesk ab.
    Outen Sie sich einfach als Impfbefürworter, dann geht’s erst richtig rund… 😉

  11. Christian Peter

    @feldscher

    Arme Ärzte. In keinem Land Europas gibt es eine höhere Ärztedichte als in Österreich und nirgendwo verdienen Ärzte (in Europa) mehr. Seriöse Ärzte werden Kontrollen der Krankenkassen nicht interessieren, denn diese haben nichts zu verbergen.

  12. Thomas Holzer

    “……..denn diese haben nichts zu verbergen.”

    Der typische und dümmliche Spruch eines jeden Verfechters der totalen Überwachung

  13. sokrates

    Ordentliche ” Haben nichts zu Verbergen” war ein bewährter Spruch den die NSDAP verwendete! Und Samuel, der das glaubte und korrekt als Religionsbekenntnis mosaisch angab, wunderte sich warum er einer der Ersten war die nach Dachau geschickt wurden!

  14. Christian Peter

    @t.holzer

    ‘Verfechter der totalen Überwachung’

    machen Sie sich nicht lächerlich. So gut wie jedes Unternehmen wird behördlich kontrolliert. Warum sollte dies bei Ärzten anders sein ?

  15. Thomas Holzer

    Wer sich hier wohl lächerlich macht……….
    Aber als anscheinend eingefleischter Etatist haben Sie natürlich “recht”

  16. gms

    Christian Peter,

    “In keinem Land Europas [..] verdienen Ärzte (in Europa) mehr.”

    Ah ja, abgesehen halt von Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Norwegen, Schweiz und Großbritannien.

    Einmal mehr reicht Ihnen handelsüblicher Quatsch als Argument nicht, Sie müssen ihn auch noch mit noch größerem Unsinn unterfüttern. Fast wollte man Ihnen gute Besserung wünschen, bestünden noch Aussicht auf Hoffnung.

  17. Fragolin

    @Christian Peter
    Danke für die prompte Erfüllung meiner Prophezeiung. Auf Sie ist wirklich Verlass! 😉
    Ich vermute Sie besitzen keine Gardinen, ähnlich den holländischen Calvinisten, oder haben Sie etwas zu verbergen?
    Ach, vergessen Sie’s. Wie erwähnt begreifen Sie nicht nur den Unterschied zwischen einer ordentlichen Überprüfung und einer primitiven Bespitzelung nicht, nein, Sie trompeten dieses Unwissen auch noch mit Inbrunst und fast schon religiösem Eifer in die genaze Welt hinaus. Weiter so, immerhin verdeutlichen Sie damit für alle, die nicht glauben wollen, dass es sie wirklich gibt, die blockwartige zentralstaatsgläubige und nach beamteter Überwachung lechzende Untertanenseele des begeistert Unselbstständigen.

    @sokrates
    Makaber, aber treffend…

  18. Christian Peter

    @Fragolin

    benutzen Sie ihr besser ihr Hirn, als sich zum zum nützlichen Idioten der Ärztelobby zu machen.

  19. Christian Peter

    @t.holzer

    mit ‘Etatismus’ hat das herzlich wenig zu tun. Das Gesundheitssystem dient seit Jahrzehnten als Selbstbedienungsladen für Ärzte und der Pharmaindustrie, gerade in Österreich. In diesem Bereich ließen sich in Österreich jedes Jahr zweistellige Milliardensummen sparen, wenn nur der politische Wille vorhanden wäre.

    Jeder beschwert sich über hohe Steuern und Abgaben in Österreich, aber niemanden scheint zu interessieren, in welchen dunklen Kanälen das gute Geld versickert.

  20. Der Steuerzahler

    Bisher gab es fast keinen Artikel auf dieser Site dem ich nicht zugestimmt hatte. Bis jetzt. Dieser Eintrag geht allerdings aus meiner Sicht völlig fehl. Ärzte sind eine Lobby in Österreich die nicht zu bedauern ist. Und sie haben in den letzten Jahrzehnten maßgeblich dazu beigetragen, dass unser Gesundheitssystem unleistbar geworden ist. Also müssen sie natürlich jetzt auch die Konsequenzen tragen.

  21. gms

    Christian Peter

    > benutzen Sie ihr besser ihr Hirn, ..

    Das letzte “ihr”(!) im gegebenen Kontext ist die blockwartige zentralstaatsgläubige und nach beamteter Überwachung lechzende Untertanenseele des begeistert Unselbstständigen. Was aber ein derart geknechtetes Hirn hervorbringt, veranschaulichen Sie überdeutlich, war und ist doch der glückliche Sklave seit jeher der größte Feind der Freiheit.

    > .. als sich zum zum nützlichen Idioten der Ärztelobby zu machen.

    Es ist strunzegal, wer oder was gegen dieses Ansinnen sonst noch eintritt. Man muß auch nichts, ins Extreme getrieben, mit Verbrechern am Hut haben, so man gegen Präventivhaft für Hooligans oder die Todesstrafe für Mörder auftritt. Abertausende weitere Analogien für den Hausgebrauch lassen sich trivial aus dem Ärmel schütteln, allein verstehen würden Sie sie alle nicht.

  22. gms

    Christian Peter,

    “In diesem Bereich ließen sich in Österreich jedes Jahr zweistellige Milliardensummen sparen, wenn nur der politische Wille vorhanden wäre.”

    Typisch Peter’scher hochgekochter Bockmist. Laut Statistik Austria verteilen Staat und Pflichtkrankenkassen gemeinsam pro Jahr rund 25 Milliarden. Ob und wie davon mindestens 10 zu heben wären, und wieviele davon speziell durch die von Ihnen favorisierten Blockwart- und Spitzelmethoden lukriert werden können, wird auf ewig Geheimnis Ihres kranken Hirns bleiben.

  23. Christian Peter

    Gesundheitsausgaben in Österreich : 34 Milliarden Euro, 11,1 % des BIP. Unnötig zu erwähnen, dass es sich dabei im internationalen Vergleich um einen absoluten Spitzenwert handelt. In anderen Ländern lebt man deutlich gesünder – bei wesentlich geringeren Kosten.

  24. gms

    Christian Peter,

    > Gesundheitsausgaben in Österreich : 34 Milliarden Euro, ..

    Ja, wenn man die 9 Milliarden der Privatausgaben zu den 25 per Staat plus Pflichtkassen ventilierten hinzurechnet. Ihr oben großkotzig als einzusparend verzapfter zweistelliger Milliardenbetrag hängt aber selbst dann noch erbärmlich blaß in der Luft, wenn Sie die spitzelwilligen Politdarsteller zusätzlich auf den Privatanteil loslassen wollen.

    > 11,1 % des BIP. Unnötig zu erwähnen, dass es sich dabei im internationalen Vergleich
    > um einen absoluten Spitzenwert handelt. In anderen Ländern lebt man deutlich gesünder –
    > bei wesentlich geringeren Kosten.

    Das ist ebenso falsch, wie der meiste von Ihnen verzapfte Unsinn, aber zum Begründen von Blockwarttreiben — und exakt dieses ist hier Thema — war Ihnen noch nie ein Holzweg zu blöd.
    Dummheit + Penetranz = Peterismus, und um diesen zu heilen, reichte keine Summe der Welt.

    Laut OECD geben die USA sogar 18% des BIPs aus, selbst Kanada, die Niederlande, Frankreich, Dänemark und sogar Deutschland zahlen im Verhältnis mehr, als Österreich mit 11%. Der OECD-Schnitt liegt bei rund 9%. Soviel zu den Fakten.

    Daß im österr. Gesundheitswesen der Wurm steckt, ist unbestritten, aber offenbar finden sich immer noch welche, die es noch verkorkster machen wollen.

  25. Österreicher

    Typisch Österreicher unser lieber Dr. Franz: über alles und jeden wettern und die Missstände in Österreich aufzeigen – aber wenn es endlich eine richtige Aktion des Staates gegen die eigene geschützte Werkstätte durchgeführt wird, dann ist plötzlich alles anders. Herr Dr. Franz – zeigen Sie Größe und Mut zur Selbstkritik und Selbstreflektion und beweisen Sie dadurch, dass Sie staatstragend denken – auch wenn es (berechtigt) gegen die eigene Berufsgruppe geht!

  26. gms

    Österreicher,

    ” .. aber wenn es endlich eine richtige Aktion des Staates gegen die eigene geschützte Werkstätte durchgeführt wird, ..”

    Ach — eine “richtige Aktion” also?! Beweis durch bloße Behauptung, selbst wenn hier im Ausgangsartikel und den Followups hierzu bereits mehrfach die Richtigkeit widerlegt wurde?

    Ortneronline mitterdings als Aufmarschgebiet der Zombies — das wird heiter.

  27. Rennziege

    Vuasicht, Buam und Marianne! Ned tat’s ma den Christian Peter vertreiben; der könnt’ glatt zum “Standard” oder zum “Falter” emigrieren, wo er flink zum Star-Poster oder gar zum festangestellten Kommentator aufsteigen würde. Bringt’s eam ned auf soichane Ideen, pittäh!
    Sein unbestreitbarer Unterhaltungswert tät’ uns allen bitterlich fehlen.

    P.S. off topic: London feiert David Cameron. So farblos er bisher erschien, jetzt ist er ein angesehener Staatsmann, dessen wirtschaftliche Erfolge (u.a. 2 Mio. neue Arbeitsplätze) am Donnerstag honoriert wurden. O.K., die Verschuldung des UK ist nach wie vor abenteuerlich, aber großteils eine Altlast der Sozen Tony Blairs. Die Stadt ist eine Festwiese, und ich freu’ mich mit. Riesig. Denn auch selbstherrliche Zentralstaatler wie Jean-Claude Juncker und seine Genossen in allen Parteien werden nun fühlbare Subsidiarität zurückgewähren müssen, um das UK nicht ganz zu verlieren. Emotional, wenn ich mit britischen Freunden rede, sind sie eh schon weg. Über die Kosten für Wirtschaft und Außenhandel wird temperamentvoll und fundiert diskutiert, während die EU-Bonzen diffuse, dumpfe Drohungen auf die Inseln schicken.

  28. Christian Peter

    @Rennziege

    eine gute Idee ! Mehr Hirnverbrannte als auf ortneronline wird es in wenigen Foren des Landes geben..

  29. Rennziege

    9. Mai 2015 – 15:46 Christian Peter
    Danke für Ihre knusprige Antwort. In die Riege dieser Hirnverbrannten reihe ich mich gern ein. Sie auch?

  30. TutnichtszurSache

    Wenn Ärzte rot sehen… Anscheinend geht die Angst vor Wettbewerb bei unseren Ärzten um. Kein Arzt ist verpflichtet Kassenarzt zu sein. Wenn er es allerdings sein will, dann muss er sich den Regeln des Auftraggebers beugen. Dann gibt es halt keine Gefälligkeitskrankschreibungen mehr… Wenn er die unbedingt weiter machen will ohne mittels Mysteryshopper “schikaniert” zu werden – nun denn – meine lieben Ärzte – raus in die freie Wildbahn der “Nichtkassenärzte” – denn dann, ist alles möglich!

  31. gms

    TutnichtszurSache,

    Ganz entzückend. Den Text von wegen “raus in die freie Wildbahn der “Nichtkassenärzte” – denn dann, ist alles möglich!” hat Ihr Abziehbild Peter (oder ist’s anders’rum?) hier auch schon sinngemäß abgelassen.

    So mag ich die Linken ganz besonders. Zuerst über zwei Drittel eines Systems — im Anlaßfall das Gesundheitswesen — an sich reißen, dieses konsequent versaubeuteln und danach die Mißstände mit noch absurderen Maßnahmen intensivieren.
    Wem das nicht gefällt, der soll halt auswandern, und das gilt für die vergällten Leistungserbringer ebenso, wie jene, deren Zwangsbeiträge das Ganze bislang noch am Leben erhalten.

  32. Christian Peter

    Ein altes Sprichwort bringt es auf den Punkt : ‘Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.’

    Warum sollte es für Ärzte Ausnahmen geben ?

  33. gms

    Christian “Copy&Paster” Peter,

    > Ein altes Sprichwort bringt es auf den Punkt : ‘Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.’

    Auch kein Wunder, daß Sie nun ausgerechnet den alten Lenin im virtuellen Rucksack daherschleppen, der mit diesen Worten sein Spitzelwesen begründete. Das ist gelebte Konsequenz, gratuliere!

    > Warum sollte es für Ärzte Ausnahmen geben ?

    Klar doch. Ein Blockwart an jeder Ecke, und schon herrscht Ruhe im Karton. Was in der UDSSR ein paar Jahrzehnte geklappt hat, wird auch bei uns die Kastanien aus dem Feuer holen. Für einen zweistelligen Milliardenbetrag, den Sie jüngst hier großkotzig als einzusparen verkaufen wollten, kann man schon mal ein Experiment erneut auf seine Tauglichkeit hin überprüfen. Der Zweck heiligt die Mittel, nicht wahr, Peterchen?

    Apropos — um das Experiment hier etwas auf Touren zu bringen: Könnten Sie Ihre freiwillige häppchenweise Selbstzerstörung etwas beschleunigen, indem Sie den Rest Ihrer Jauchegrube in einem Guß hier ausleeren? Wie ein Clipboard funktioniert, scheint man Ihnen ja erfolgreich beigebracht zu haben, und da paßt mehr rotzgrünes Gedankengut in Textform rein, als man laienhaft annehmen sollte.

  34. Christian Peter

    Jedes Unternehmen in Österreich unterliegt regelmäßigen behördlichen Kontrollen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum Ärzte davon ausgenommen werden sollten.

  35. gms

    Forentroll Christian Peter

    > Jedes Unternehmen in Österreich unterliegt regelmäßigen behördlichen Kontrollen.

    Weder sind Krankenkassen Behörden, noch dürfen Behörden sich ohne richterliches Zutun eines Agents provocateurs bedienen. Last not least, und das hätte inzwischen jeder Fußpilz geschnallt, steht ja ausgerechnet die Art und Weise der Kontrolle auf dem Püfstand.

  36. Christian Peter

    Testkäufe bei Unternehmen sind weder etwas Verwerfliches und schon gar nichts Neues, andere Branchen (Handel, Gastronomie, etc.) müssen bereits seit Jahrzehnten damit leben. Auch in Apotheken werden regelmäßig Testkäufe durchgeführt und bei Ärzten in Wien seit 2009. Ärzte sind keine heiligen Kühe, auch dieser Berufsstand wird – wie alle anderen – mit Kontrollen leben müssen.

  37. gms

    Christian Peter,

    “Testkäufe bei Unternehmen ..”

    .. scheitern evident in der Analogie, weil ein Kunde, der ein Taschentuch kaufen will, auch ein solches bekommt.
    Testkunden in Unternehmen provozieren kein mögliches Fehlverhalten zum eigenen Vorteil und werden weiters nicht in die noch teureren Zentren verwiesen, falls dem potentiellen Leistungserbringer der Braten stinkt.

    “Ärzte sind keine heiligen Kühe ..”

    .. spricht das Rindvieh und arbeitet an der nächsten Kuhflade.

  38. Christian Peter

    Reden Sie keinen Holler. Ob bei Ärzten, Autohäusern, Drogerien, Apotheken, im Einzelhandel, in der Gastronomie oder wo auch immer Testkäufe vorgenommen werden, macht keinen Unterschied. Alle diese Unternehmen müssen damit leben, seit Jahrzehnten.

  39. Christian Peter

    Und selbstverständlich provozieren Testkäufer gesetzwidrigen Handlungen (Agent Provocateur), das ist nicht selten der Grund eines Testkaufs, etwa zur Prüfung der Einhaltung des Jugendschutzes (Verkauf von Alkohol an Minderjährige im Handel), Prüfung von Apotheken (Verkauf von Medikamenten ohne Rezept), etc. etc.

    Außerdem : Es wirft ein mehr als schlechtes Licht auf den Berufsstand der Ärzte, wenn sich diese mit Händen und Füßen gegen Testkäufe wehren, denn Testkäufe sind ein bewährtes und anerkanntes Instrument, um die Qualität von Dienstleistungen zu verbessern.

  40. gms

    Forentroll Peter,

    “.. etwa zur Prüfung der Einhaltung des Jugendschutzes (Verkauf von Alkohol an Minderjährige im Handel),..”

    Sie behaupten also allen Ernstes, daß Behörden Minderjährige zum Alkoholkauf schicken.

    > Prüfung von Apotheken (Verkauf von Medikamenten ohne Rezept), etc. etc.

    Weder “etc., etc.” — (typisch Peterisches Hochkochen) — noch unterliegen dank Ausweis und Rezept beide Aspekte irgendeinem Ermessensspielraum.

    “Es wirft ein mehr als schlechtes Licht auf den Berufsstand der Ärzte, wenn sich diese mit Händen und Füßen gegen Testkäufe wehren ..”

    Mit “Händen und Füßen, beiden Ohren und Waffengewalt”. Sonst noch was?

  41. Christian Peter

    ‘Sie behaupten also allen Ernstes, dass Behörden Minderjährige zum Alkoholkauf schicken.’

    Ja. ‘Dass’ schreibt sich übrigens seit geraumer Zeit mit Doppel – S. Das sollte sich mittlerweile auch bei den Dumpfbacken herumgesprochen haben.

  42. estate

    Dumpfbacke Peter,

    [Sie behaupten also allen Ernstes, daß Behörden Minderjährige zum Alkoholkauf schicken.]
    > Ja.

    Die Erde ist ein Quader aus Gummi und Sie sein einziger Bewohner. Behaupten kann man’s ja, gell Peterle.

    > ‘Dass’ schreibt sich übrigens seit geraumer Zeit mit Doppel – S.

    Echt jetzt? Es kann sich schreiben, und daß sogar mit Doppel-S? Wow, very impressive, indeed.

    > Das sollte sich mittlerweile auch bei den Dumpfbacken herumgesprochen haben.

    .. sagt der fleischgewordene Beweis dieser Behauptung. Weißt was — such dir einen anderen, der dir den Kopf tätschelt und die Nase putzt.

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