Die schrecklich netten Familienförderer

Aus der NZZ: “Für die 68er waren Familien Keimzellen des Faschismus. Heute kann es aus «progressiver» Sicht gar nicht genug Familienförderung geben” mehr hier

3 comments

  1. Selbstdenker

    An sich unterstelle ich dem Verfasser dieses NZZ-Artikels keine genuin linken Absichten; dafür aber einen Tunnelblick, der durch falsche Grundannahmen zu falschen Ergebnissen führt.

    Die Familie ist die kleinste sozioökonomische Einheit und das eigentliche (traditionelle) Sozialsystem.

    Es ist ein Wesenszug sozialistischer Systeme, dass sich der Staat in Familien reindrängt, Geld absaugt und das Residuum, dass nach Abzug von Personalkosten für Sozialbürokraten und der Gewinnmarge für die obersten Ränge der Politik übrig bleibt, als pauschale Krümel unter der Bezeichnung „Familienförderung“ verteilt.
    Die Familien werden so zu Bittstellern von Geld- und Sachleistungen, die ihnen zuvor der „Sozial“staat über die Lohn- bzw. Einkommensteuer sowie die „Sozial“-„Versicherung“ abgeknöpft haben.

    Noch schlimmer: über die totalitäre Gender-Gleichheitsideologie zwingt der Staat beide Elternteile in den Arbeitsmarkt, wobei die dadurch entstehenden Lücken in Bezug auf Kinderbetreuung und Erziehung wiederum in der Theorie vom Staat und in der Praxis häufig gar nicht geschlossen werden.

    Statt das beste und auch effizienteste Gefüge zu ermöglichen, das alle Beteiligten freiwillig haben wollen, wird über äußeren Zwang in die Familien hineinregiert und die Familie als autonome Entscheidungseinheit grundsätzlich in Frage gestellt.

    Ganz elementar ist meiner Meinung nach die Unterscheidung zwischen familienfreundlicher Besteuerung und pauschaler Familienförderung. Ersteres ist der steuerlichen Leistungsfähigkeit als tragendes Prinzip vom Einkommensteuersystem geschuldet und letzteres sollte nur dem allgemeinen Kindeswohl dienen – idealerweise in Form von Sachleistungen und Schulgutscheinen.

    Sämtliche Statistiken in Bezug auf Ungleichheit zwischen Einkommen und Vermögen sind hochgradig unseriös, da diese Kennzahlen auf individueller Basis ermittelt werden und außer Acht gelassen wird, dass eine überwältigende Mehrheit dieser Individuen Teil einer sozioökonomischen Einheit namens Familie sind, innerhalb der – staatliche Umverteilung hin oder her – ein Großteil vom Einkommens- und Vermögenstransfer stattfindet.

    Es ist eine Frage der Leistungsgerechtigkeit, ob man einen Alleinerzieher, der mit EUR 70.000 p.a. brutto seine Frau und zwei Kinder mitversorgt mehr besteuert als ein kinderloses Paar, in dem beide EUR 40.000,- verdienen. Dazu kommt: über das Umlagesystem wird die Altersabsicherung vom steuerlich geschonten kinderlosen Paar wiederum von den Kindern des Alleinerziehers bezahlt.

    Ich glaube wir kennen alle die Antwort auf die rhetorische Frage von Douglas Murray, ob eine Gesellschaft gleich bleiben kann, wenn sich ihre demographische Zusammensetzung verändert.

    Ob und wie die jeweiligen Menschen sich eine Familie aufbauen, ist ohne staatlichen Eingriff tatsächlich eine persönliche Entscheidung. Ab dem Zeitpunkt in dem Staat über reine Individualbesteuerung einerseits und pauschale Familienförderung anderseits in Familien eingreift, betreibt er aber eine hinsichtlich der Demographie destruktive Politik:

    Der fundamentale Systemfehler liegt darin, dass unser auf staatliches Hineinregieren in die Familie beruhendes Steuer- und „Sozial“ „Versicherungs“-System einerseits Unproduktive anzieht und zum Kinderkriegen motiviert und anderseits Produktive abstößt und zur Kinderlosigkeit motiviert.

    Dass die Migration diesen Effekt ausgleichen könnte, ist reines Wunschdenken von Uni-Idioten, die sich selbst als „urbane Eliten“ bezeichnen. Diejenigen, die es bei so einen Anreizsystem zu uns zieht, sind nicht diejenigen, die ein so kostspieliges System aufrechterhalten können und wollen.

  2. Falke

    Vor allem hat sich die Definition der Familie durch die Dominanz linken, politisch korrekten Denkens geändert; als Familie gilt ja heute so ziemlich jede Gemeinschaft hetero- oder gleichgeschlechtlicher Art, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Trauschein. Und wenn es sich gar um orientlaische oder afrikanische “Zuwanderer” handelt, erstreckt sich der Familienbegriff auf alle (4 oder mehr) Ehefrauen, 20 Kinder und Kindeskinder, Opas, Omas, Onkel, Tanten, Cousins, Kusinen samt deren Nachkommen usw. usf., die natürlich alle “nachgeholt” werden dürfen und dann vom Sozialsaat durchgefüttert werden.

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