Die schreckliche Folgen des Brexit für die Briten….

“Facebook will im nächsten Jahr einen neuen Sitz in London eröffnen und dort 500 weitere Arbeitsplätze schaffen. Großbritannien sei „einer der besten Orte für ein technologisches Unternehmen und ein wichtiger Teil in der Geschichte von Facebook“, teilte Vize-Europachefin Nicola Mendelsohn heute mit. Das Unternehmen sei 2007 „mit einer Handvoll Mitarbeitern“ nach London gekommen und wolle bis Ende nächsten Jahres 1.500 Menschen in seiner neuen Zentrale in der britischen Hauptstadt beschäftigen.” (ORF.at)

22 comments

  1. Reini

    Ein Beweis das es ohne EU mehr Reichtum, Arbeitsplätze und Sicherheit gibt ist die Schweiz! … Die Wirtschaftsabkommen hilft nur den Großkonzernen und vernichtet Arbeitsplätze. Was uns nicht alles “Positive” eingeredet wurde für einen EU Beitritt, ein Schuldenberg und 500.000 Arbeitslosen inkl. Inflation ist das Ergebnis.

  2. Thomas Holzer

    Und das böse Google baut in London auch noch; und all diese Informationen, ganz ohne ideologischer Schlagseite, auf der ORF-Website;
    entweder war ein frisch gefangener Jungspund für den Inhalt verantwortlich, oder es folgt in Bälde der Hinweis, daß es sich ja nur um die bösesten der bösen Konzerne handelt……London, die Stadt des Mordor, würden VdB und der Herr Lockl wohl sagen 😉

  3. Selbstdenker

    @Reini:
    So pauschal würde ich das nicht sagen.

    Es ist ein Unterschied, ob man einen Tischlerbetrieb, der von Kufstein nach Kiefersfelden liefert mit allen erdenklichen Schikanen behandelt, oder ob man eine Deindustrialisierung eines ganzen Landes mittels Währungsmanipulation und “Klima”-Abkommen zulässt.

    Freihandel im ursprünglichen Sinne ist eine für alle Beteiligten positive Sache. Er setzt aber voraus, dass man sich zumindest an eine Hand voll gemeinsamer Regeln hält.

    Die EU sollte man keines Falls mit einer Freihandelsorganisation verwechseln. Sie ist eine selbstermächtigte supranationale Organisation, die politische Macht nimmt und zum Ködern der Wirtschaft im Tausch ein bisschen (zentral gesteuerten) “Freihandel” gibt.

    Eine Mikro-Regulierung des täglichen Lebens im Tausch gegen entfallende doppelte Qualitätskontrollen für Plastikteile eines Außenspiegels erachte ich jedenfalls nicht als erstrebendes Tauschgeschäft.

    Was ist der Unterschied zwischen echten Freihandel und EU-Handel? Im ersten Fall ist jedes Land ein unabhängiger Akteur, der sich gegen Wettbewerbsverzerrungen selbst zur Wehr setzen kann. Im letzteren Fall gibt es eine zentrale Instanz, die sich zunehmend nicht nur als Schiedsrichter, sondern selbst als Akteur begreift.

    Je größer und unterschiedlicher ein Club wird, desto weniger an Freiheiten bleibt für jeden einzeln übrig:
    Was haben die Bürger in wasserreichen Ländern davon, wenn Duschköpfe anhand von Vorgaben aus Ländern mit Wasserknappheit reguliert werden?
    Steigert Licht am Tag – wenn überhaupt – die Verkehrssicherheit auf den Kanaren im gleichen Ausmaß wie in Nordschweden?
    Worin soll der Vorteil liegen, wenn zwei so derart unterschiedliche Länder wie Deutschland und Griechenland die gleiche Währung haben?

  4. Fragolin

    @Selbstdenker
    “Die EU sollte man keines Falls mit einer Freihandelsorganisation verwechseln.”
    Absolut korrekt, denn die europäische Freihandelsgemeinschaft ist die EFTA. Deshalb kann CETA und TTIP auch kein Freihandelsabkommen sein, egal was draufsteht, sondern ein politischer Vertrag, denn nur solche können mit dem politischen Gebilde EU geschlossen werden. Was aber nicht heißt, dass einzelne Staaten diesen Vertrag akzeptieren müssen. Die EU hat nämlich nur ein eingeschränktes Verhandlungsmandat und keine Weisungeberechtigung an Staaten, auch wenn sie im Cäsarenwahn ihrer versoffenen Herrscherriege dieses glaubt. Machtrausch der Emporkömmlinge eben, sonst nichts.
    (Nicht umsonst steht ein Herr Trump auf dem Standpunkt, nur mit Staaten zu verhandeln aber nicht mit sowas wie der EU).

  5. Selbstdenker

    @Gerald:
    In der Schattenwirtschaft gibt es – im Gegensatz zur Politik – immerhin einen Ehrenkodex.

    Z.B. dass man beim Mittagessen nicht über das Geschäft spricht, seine Ehefrau nicht betrügt oder Schutzgeldzahlungen ausgesetzt werden, wenn ein Familienmitglied gerade verstorben ist.

  6. sokrates9

    Finde Österreich ist jetzt dank EU gerettet! Es ist jetzt für Maronibrater verboten Zeitungspapier als Stanitzel zu verwenden! Wahrscheinlich weil Maronikonsumenten vor Schreck in Ohmacht fallen könnten wenn sie zufällig Leserbriefe über die EU sehen! 🙂

  7. Selbstdenker

    @sokrates9:
    Beim dem Sondermüll, der zum Teil in den Zeitungen steht, kann ich dieser Regelung noch irgendwas abgewinnen: “die werden schon wissen, warum sie das verboten haben” 😉

  8. Christian Peter

    Der Zuzug ausländischer Konzerne wird stets weit überbewertet, denn diese schaffen in der Regel ohnehin kaum Arbeitsplätze. Viel wichtiger für eine Volkswirtschaft ist die Wettbewerbsfähigkeit heimischer (meist mittelständischer) Unternehmen.

  9. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Bloß gut, dass Sie sich so “gut” auskennen.

    Waren Sie schon einmal in China, in den USA oder überhaupt im europäischen Ausland und haben dort einen Industriebetrieb von innen gesehen?

    Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Sie nicht einmal in der Schweiz waren, die Sie ja laufend als Positiv-Beispiel erwähnen.

    Es hört sich irgendwie an als würde ein Blinder über Farben sprechen.

    Selbstverständlich hängt die Wettbewerbsfähigkeit der KMUs (und damit auch die Arbeitsplätze) davon ab, wie die Steuer- und Abgabenlast verteilt ist.

    Wenn internationale Konzerne ihre Gewinne in Österreich versteuern, profitieren auch die KMUs daran, da sie nicht die einzigen Lastenesel sind, die die exorbitanten Ausgabenexzesse der österreichischen Politik zu Schultern haben.

    Ausgerechnet die von Ihnen häufig erwähnte Schweiz als auch das von Ihnen häufig erwähnte Ungarn legt großen Wert darauf, für ausländische Konzerne steuerlich attraktiv zu sein.

    Bitte ersparen Sie sich die Selbsttäuschung aus der Ablehnung von TTIP eine Befürwortung der “wirtschaftspolitischen” Positionen kleingeistiger, neidgetriebener Wichte, die den Rechtswalzer der Ergebnisgleichheit tanzen, herauszulesen.

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Seien Sie mir nicht bös, aber wenn ausländische Konzerne ein paar hundert Arbeitsplätze schaffen, liest man das in allen Zeitungen und es wird an die große Glocke gehängt, obwohl Großunternehmen bzw. Konzerne aus beschäftigungspolitischer Sicht völlig unbedeutend sind. Und Steuern bezahlen Konzerne in Hichsteuerländern wie UK, Deutschland oder Österreich ohnehin nicht, sonder in Steueroasen wie Luxemburg, Irland oder den Niederlanden.

  11. Selbstdenker

    @Christian Peter:
    Ich bin peinlich berührt, in welchem Ausmaß Sie hier Ihre Unwissenheit kundtun.

    Tun Sie sich selbst einen Gefallen und halten Sie sich zurück, wenn Sie sich schon nicht ausreichend informieren wollen.

  12. Gerald Steinbach

    Christian Peter

    Großkonzerne ziehen mit ihren Standort einen gewaltigen Rattenschwanz an Arbeitsplätze hinterher, sei es Versorger, Zulieferer oder die kleine Bäckerei um die ecke, die es ansonsten nicht geben würde

  13. Herzberg

    @Weltkrank

    Wozu braucht FB 1500 MA in GB, außer vielleicht zum Löschen mißliebiger Postings…?!

    Facebook ist eine IT-Firma, die mit dem Verkauf von Werbung und personen- respektive gruppenbezogenen Daten Geld verdient. Weder schreiben sich Software plus landesspezifische Adaptionen von selbst, noch all die Verträge und Abkommen mit abertausenden Kunden. Findet sich Großbritannien irgendwann tatsächlich außerhalb der EU, stehen auch die Aktien günstiger, ein dort residierendes Unternehmen entzöge sich leichter brüsseler Zensurambitionen.

    Die thematisierte Kooperation mit staatsnahen Zensureinrichtungen ist in der Tat ein Übel, doch solange der Nutzen dieses sozialen Mediums zur Meinungsbildung und -verbreitung noch überwiegt und speziell das Establishment sich auf Facebook einschießt, erachte ich es als verfrüht, in den Chor der Kritiker einzustimmen.
    Vielleicht ist FB tatsächlich ein Instrument zur Bürgereinhegung, sei es genuin oder weil es aufgrund seines Erfolges feindlich von Regierungsstellen übernommen wurde. Bevor der Beweis jedoch nicht erbracht ist, halte ich Zurückhaltung für angebracht.

  14. Christian Peter

    @Gerald Steinbach

    Konzerne sind aus beschäftigungspolitischer Sicht völlig irrelevant und Netto-Subventionsempfänger, dh. sie erhalten mehr Subventionen, als sie Steuern bezahlen. Eine sinnvolle Wirtschaftspolitik würde bedeuten, die Privilegierung und Subventionierung von Großunternehmen und Konzernen zu beenden und die mittelständische Wirtschaft zu entlasten.

  15. sokrates9

    Ganz schlimm ist auch der Dow- Jones in der USA! Hatte eben all time high – mehr als 19.000 Punkte – obwohl prognostiziert wurde dass er mit der Wahl Trumps total abstürzen würde!

  16. Kluftinger

    Es ist rührend, wenn Experten sich über die Strategien internationaler Konzerne unterhalten. 🙂
    Ich fühle mich auf den Pincio versetzt (in Rom oberhalb der Piazza del Popolo), dort gibt es auch ein Kasperltheater.

  17. Weltkrank

    @Herzberg

    Naja. Die Werbung funktioniert automatisiert, und FB wird ja wohl nicht so blöd sein, ihre paar Scripts und DB-Statements dezentral zu entwickeln (und die Kosten dafür sind in UK sicher nicht niedriger, als in den USA oder Indien). Ich denke, da ist eher die Hoffnung auf eine zukünftige steuerlichen oä Begünstigung Vater des Gedanken, insbesondere wenn Irland und sein Verhältnis zu FB weiter von Brüssel unter Beschuß genommen werden.

  18. Christian Peter

    @Gerald Steinbach

    Das wissen bloß die Wenigsten. Genauso, dass es sich bei 99,9 % (Deutschland : 99,7 %) der Unternehmen in Österreich um klein- und mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern handelt, die netto für mehr als 80 % der öffentlichen Finanzen (Steuern und Sozialabgaben) aufkommen. Angesichts dieser Tatsache wird es verständlich, dass es völlig verfehlt ist, Großunternehmen und Konzerne zu privilegieren und subventionieren und die tragende Säule der Volkswirtschaft – die mittelständische Wirtschaft – weit über Gebühr zu belasten.

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