Die Sehnsucht des Konsumenten nach geschmalzenen Preisen

Von | 28. Dezember 2020

(CHRISTIAN ORTNER) Wie werden wir in Zukunft reisen? Unter der vielversprechenden Überschrift „Corona läutet das Ende des Massentourismus ein“ berichtet der „Standard“ von geradezu revolutionären Umwälzungen in der Reiseindustrie.

“Corona ist wie ein Katalysator”, sagt Anja Kirig vom Zukunftsinstitut in Frankfurt. “Trends, die bereits vor der Virusinvasion erkennbar waren, beschleunigen sich und treten jetzt stärker hervor.” Dazu gehöre, dass die Menschen genug vom Oberflächlichen hätten … Sie spricht von Resonanztourismus, dessen Zeit nun anbreche. Er tritt gewissermaßen an die Stelle des Massentourismus, der dank Diskontairlines und vieler Billigtickets auch von arrivierten Fluggesellschaften die Zeit nach der Jahrtausendwende geprägt hat. Die Ära des raschen und billigen Verreisens nach dem Motto “Egal wohin, Hauptsache weit weg” scheint vorbei zu sein.“

Zwar ist nicht ganz klar, warum „die Menschen genug vom Oberflächlichen hätten“, nur weil sie heuer reisetechnisch und überhaupt stark eingeschränkt waren, aber wir sehen schon die sinnsuchenden Menschenmassen vor uns, die mit Transparenten, auf denen „Nie wieder Malle!“ steht, vor den Reisebüros gegen „billiges Verreisen“ demonstrieren.

Leider scheint sich dieser Mentalitätswandel der reisenden Massen noch nicht bis zu den Fluglinien durchgesprochen haben, denn Marktführer Ryanair bietet nach wie vor Tickets quer durch Europa für 9 Euro 90 an, und selbst die hochpreisige AUA lockt die Kundschaft mit Billigsttickets in ihre Flieger.

Offenbar haben die Airlines halt noch nicht begriffen, wie abstoßend die sinnsuchenden Mallorca-Reisenden „Billiges Verreisen“ finden und wie sehr sie sich nach geschmalzenen Preisen sehnen.

Bleibt nur die Frage, womit man als „Zukunftsinstitut“ eigentlich seinen Lebensunterhalt verdient.

5 Gedanken zu „Die Sehnsucht des Konsumenten nach geschmalzenen Preisen

  1. GeBa

    Leider garantieren auch hochpreisige Reisen nicht für die Qualität der Mitreisenden und auch nicht immer für den Veranstalter.

  2. Cora

    Reinstes Wunschdenken, das auf nichts beruht. Zukunftstinstitut?

  3. sokrates9

    Reisen bildet! Sehe schon starke Tendenzen den weltweiten Tourismus dramatisch zu begrenzen.Ein Volk innerhalb der eigenen Grenzen ist doch wesentlich leichter überwachbar und manipulierbar!Außeredm andere Kulturen und vielleicht etwas lernen? Je blöder das Volk umso besser für die Herrschenden.

  4. Gerald Steinbach

    „“ Je blöder das Volk umso besser für die Herrschenden.““

    Diesen Satz von User Sokrates kann man nur zustimmen
    Sei es die Migration , sei es den Klimawandel, sei es Corona, …usw

    Jedesmal wenn der Bürger etwas von diesen Themen nicht 1:1 übernimmt und sich erlaubt nachzuhaken oder noch Ärger, vielleicht noch zu hinterfragen, schlägt die Politik und deren Entourage wild um sich, für mich immer ein Indikator das man richtig liegt.

    Die Kraftausdrücke für die Widerspenstigen sind hier allen bekannt, die Neubürger sind da praktischer und mit fremden Geld leicht gefügig zu machen

  5. Nightbird

    Dieser Aussage „“ Je blöder das Volk umso besser für die Herrschenden.““ kann man nur zustimmen.
    Gemäß dieser Prämisse ist auch unsere Schulbildung definiert.
    Alles was wichtig wäre, wie politische Bildung, Ethik, etc NICHT VORHANDEN!

    Bürger, die Interesse zeigen, ständig alles in Zweifel ziehen, hinterfragen, stören nur. Die kann ein Staat nicht brauchen! Also werden sie dumm gehalten. Leider mit Erfolg. Die paar, die unerlaubterweise Intelligenz beweisen, werden als Querulanten bezeichnet und mit unsinnigen Anordnungen gemassregelt..

    “Was glauben Sie, was in diesem Land los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist?”
    (Volker Pispers)

    @Neubürger
    Die Neubürger werden sich das aber auf Dauer nicht gefallen lassen. Denn sobald der Anteil dieser Neubürger gegen geschätze 30% geht, wird das Pendel umschwingen. Die Obertanen werden sich wundern, wie sich die um ihre Interessen kümmern werden. So blöd sind die nämlich nicht.

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