Die seltsame Renaissance des Sozialismus

Von | 21. November 2021

Vor wenigen Tagen wurde der 31. Jahrestag der Vereinigung der beiden deutschen Staaten gefeiert. Viele Leser werden jene Wiedervereinigung noch selbst miterlebt haben. Wer von uns hätte 1990 gedacht, dass wir 31 Jahre später erneut über die Verheißungen des Sozialismus diskutieren würden? Oder dass in unseren heutigen Tagen der Sozialismus wieder eine machtvolle Idee sein würde? Der Sozialismus schien ein für alle Male erledigt. Jahrzehntelang war er dem Westen wirtschaftlich hinterhergehinkt. Seine frustrierten Einwohner hatten zu Tausenden die Flucht in den Westen gewagt oder die innere Emigration gewählt. Zu guter letzt erkannte dann auch die sozialistische Führung, dass es nicht mehr weiterging. Gorbatschow, Honecker & Co erklärten den Bankrott. Ab 1990 wurde die Konkursmasse aus Räterepublik und Kolchosen abgewickelt. Aus mit dem Spuk. weiterlesen hier

Ein Gedanke zu „Die seltsame Renaissance des Sozialismus

  1. Kluftinger

    Es geht hier nicht mehr um eine subtile Form des Sozialismus, sondern um den wünsch der Menschen sich in einem Koordinatensystem wiederzufinden. Das Muster ist alt:
    Wir die Ausgebeuteten, ihr die Ausbeuter,
    Wir die Umweltbewussten, ihr die Klimasünder,
    usw. und so fort.
    So lange dieses Koordinatensystem kommuniziert wird, finden sich immer wieder eine Menge Menschen die sich danach sehnen und danach handeln. Jene, die solchen Erklärungsmustern hinterherlaufen, brauchen keine differenzierte Auslegung (sie würden sie auch nicht verstehen), sie wollen die Zuordnung zu einer Gesinnungsgemeinschaft um sich dort „sicher“ zu fühlen.
    Nehmen sie die derzeit laufende Propagandamaschine „Corona“.
    Unabhängig vom medizinischen und epidemiologischen Aspekten, eigene sich dieses Modell als geeignetes Modell:
    Wir die Geimpften, ihr die Ungeimpften. (die einen die Guten, die anderen die Bösen/ Unsolidarischen… etc. etc..

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