“Die Sorge um das Bargeld ist berechtigt”

Von | 2. März 2016

“Viele Bürger, die wenig Vermögen haben und einen Großteil ihres Einkommens aus ihrer Arbeit beziehen, haben nicht in Aktien investiert – weil sie das Risiko von Verlusten gar nicht tragen können oder zu Recht nicht eingehen wollen. Sie sind auf festverzinsliche Papiere limitiert, bei denen sie nun auf Erträge verzichten oder Strafzinsen zahlen müssen. Es wird weltweit über wachsende Ungleichheit diskutiert. Ich bin davon überzeugt, dass diese Geldpolitik dazu beitragen kann, die Ungleichheit zu verstärken. Notenbanken haben den Auftrag, neutral zu wirken, für alle gleich – wie beim Zins, der für Anleger wie für Kreditnehmer gilt. Die aktuelle Geldpolitik hat ungleiche Wirkungen. Sie kommt auch unter Verteilungsgesichtspunkten an die Grenzen ihres Mandats…..” (Axel Weber, ehemaliger Chef der Deutschen Bundesbank, hier)

5 Gedanken zu „“Die Sorge um das Bargeld ist berechtigt”

  1. Lisa

    Dass Nagativzinsen nicht normal sind, zu dieser Erkenntnis braucht es keinen Wirtschaftsfachmann. Wenn ich bei einem Kumpel 1000 € pumpe und der bezahlt mir dafür sogar noch ein paar Euronen drauf – da kann doch nur eine unlautere Absicht dahinterstecken. Schuldner sind abhängig – und darauf kommt es letztlich an… Zwar, wo der Kredit verplempert ist, ist auch nichts mehr zu holen, aber es gibt modernere Formen des mittelalterlichen Schuldturms.

  2. Thomas Holzer

    Die Notenbanken haben die Grenzen ihres Mandates schon längst überschritten.

  3. Fragolin

    Angebot und Nachfrage: Scheinbar will keiner mehr das Geld. Wenn’s keiner braucht, ist es wertlos. Wie bei alten Autos, wo man auch immer witzelt “Wenn du den um einen Fünfziger loswerden willst, musst du einen Hunderter aufs Armaturenbrett legen.”

  4. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Machen Politiker ja auch ständig, wen wundert’s also… 🙁

  5. Reini

    … bei der “Vorgelebten Schulden- und Korruptionspolitik scheint das Bargeld keinen wert mehr zu haben! … …… und geht’s wirklich noch ums Geld? ….

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