Die SPD am Weg zur Anerkennung des IS…

“….Die Alternative zu Militärschlägen gegen den IS wäre: die Akzeptanz der Staatsbildung durch den IS – in der Hoffnung, dieser wird ein akzeptiertes Mitglied der Staatengemeinschaft. Kann die Territorialisierung eine Pazifizierung des IS bewirken? Das sollte der Westen prüfen….” (hier)

12 comments

  1. Herbert Manninger

    Münkler sprengt mit diesem Artikel alle bisherigen Maßstäbe an politischer Naivität und Dummheit. Unfassbar.

  2. Thomas Holzer

    Auch wenn ich mit Münklers Ansichten grundsätzlich nicht übereinstimme, Denkverbote sollte man niemandem auferlegen.
    Wo er -meiner bescheidenen Meinung nach- Recht hat. ist die Forderung, den Terror primär polizeilich und geheimdienstlich zu bekämpfen. Die Luftschläge scheinen zu unpräzise zu sein, mit den “entsprechenden” Kollateralschäden, Drohnen werden anscheinend nicht eingesetzt (warum, bleibt mir verborgen), und ein Einmarsch unter Führung westlicher Staaten oder auch nur mit Beteiligung dieser würde erst recht die “Massen” in die Hände derer treiben, welche seit Jahren schreien, daß der Westen den Islam bekämpfe…………….
    Von den unterschiedlichsten Interessen der “teilnehmenden” Staaten gar nicht zu schreiben

  3. AD

    grundsätzlich sollte man das einmal diskutieren. mir ist nicht klar, warum man immer die territoriale Integrität von Syrien und dem Iraq so betont. Tschechen und Slowaken haben sich friedlich getrennt, Jugoslawien (und auch der Sudan) sind nach “Sezessionskriegen” zerfallen.

    Wieso soll man da nicht auch für Syrien und den Iraq eine andere Lösung andenken. Wieso müssen da die einen (Sunniten oder Schiiten …die Alewiten sind ja mehr oder weniger eine schiitische “Sekte) die anderen beherrschen. Sollen einfach alle ihren Staat haben. der IS mag heute grausam sein …vielleicht ändert sich das wenn der IS “anerkannter Staat” wird. Es wird ja auch bei den (Mit)Financiers in Saudi Arabien geköpft ….wenn auch nicht jeden Freitag (lt. Ex-ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner) ..und wir sind gut’ Freund mit denen …

  4. Fragolin

    Aha, ein Recht, das man den Kurden seit Jahrzehnten verstockt verweigert, nämlich einen eigenen Staat zu bilden, soll den versammelten radikalmuslimischen Schlächtern nun hinterhergetragen werden? Wer jahrzehntelang im Kleinen um seine Unabhängigkeit kämpft, zieht die A-Karte; wer gleich die Großen Kanonen auffährt wird belohnt. Das Recht des Stärkeren als neues Grundprinzip der Linken, na das hat was!

    Nein, gebt den Kurden Waffen und Munition, und wenn die Türken nur noch ein einziges Mal einen Angriff auf kurdische Stellungen fliegt, dann Rausschmiss aus der Nato, Flugverbot außerhalb der türkischen Staatsgrenze und offener Hinweis auf die Kriegsbereitschaft der internationalen Gemeinschaft gegen Unterstützer des IS; die Kurden bekommen dafür das Versprechen, die vom IS gesäuberten Gebiete als neues Staatsgebiet zu erhalten, wenn sie sich eine Verfassung diktieren lassen, die die Menschenrechte zementiert. Das wird dann ein Staat der Kurden, Syrer und Iraker, die vor ihren jetzigen Machthabern und den Islamfaschisten rund um AlBaghdadi, Erdogan und wie diese ganzen Radikalmuslime heißen, geflohen sind, mit Marshall-Plan für den Aufbau und allem was dazugehört. Dahin können nach dem Aufräumen, oder besser noch zum Aufräumen selbst, auch alle gehen, die hier kein Asyl bekommen.

    Letztens war erst im ORF III eine inteeressante Doku, auf die meine Frau beim Durchzappen gestoßen ist, über die Regimenter an kurdischen und syrischen Frauen (!!!), die gegen den IS kämpfen. Da bekommt man erst richtig Lust, die ganze hierher “geflohene” feige Bagage dorthin zurückzuprügeln, denn während hunderte junge Frauen gegen Vollverschleierung und Vergewaltigung mit der Panzerfaust kämpfen, sitzen tausende ihrer Brüder bei einem süßen Tee mit dem iPhone im Schanigarten oder machen Selfies mit bildgeilen abgehalfterten europäischen Politikerdarstellern. Diese Doku gehört als Pflichtprogramm Tag und Nacht in allen “Flüchtlingsunterkünften” in Endlosschleife und mit arabischer Synchronisation gezeigt. Samt dem Hinweis, was Mut ist und was Feigheit.

  5. AD

    @Fragolin

    ich habe ja das Recht der Kurden auf Selbständigkeit in “ihren Gebieten” im Iraq nicht abgesprochen. aber den Kurden die vom IS gesäuberten Gebiete zu überlassen, wo überwiegend sunnitische Araber wohnen führt nur zu neuen Konflikten….

    Ihren letzten Absatz kann ich nur unterstreichen.

  6. caruso

    @Fragolin- Sie haben vollkommen recht, nur wird das nie geschehen. Dazu sind unsere Politikerdarsteller in der EU zu.. was soll ich sagen? unfähig, feige, unwissend, rückgratlos,
    dumm usw. Die Wahl überlasse ich Ihnen.
    lg
    caruso

  7. Mona Rieboldt

    Offensichtlich, wie ich gelesen habe, fürchten die IS-Leute nichts mehr, als von einer Frau getötet zu werden. Von einem so “niedrigen Wesen wie einer Frau” getötet zu werden, bedeutet, dass sie dann nicht ins Paradies kommen.

    So gesehen, kann man allen Kämpfern gegen den IS nur raten, sich als Frauen zu verkleiden. Davor haben die bei der IS wohl Angst, nicht ins Paradies zu kommen 😉

  8. O.d.S.

    Ich halte die außenpolitische Einmischung in diesen Krieg für schadens-denn friedensstiftender. Würden wir, wie jedes vernünftig handelnde Land, den Moslems die Ausreise mit Nachdruck empfehlen und die Grenzen als das fungieren würden, wozu sie überhaupt existieren, nämlich die Staatsgewalt aufrecht zu erhalten und genau zu wissen, welcher Fremder warum Einreise in unser Land wünscht, könnte uns der Terror egal sein.

    Will man aber den IS wirklich vernichten, so sollte man das tun, was man in einem Krieg nunmal tun muss: töten. Und zwar flächendeckend. Der Westen und Russland benötigen nicht einmal ein Fünftel ihrer militärischen Stärke, um dem IS das zu geben, was er verdient. Eine totale Vernichtung des von ihm beanspruchten Staatsgebiets. Das klingt hart, aber was glauben Sie alle, was Krieg ist? Ein Kindergeburtstag?

    Würde ein vernünftiger Präsident im Weißen Haus dinieren, würde er das IS Gebiet derart mit Bomben eindecken, dass diese Feiglinge um Gnade winseln würden, so denn dann noch einer lebt.

    Aber das setzt ja die Prämisse voraus, dass der Westen ein Interesse an der Vernichtung des IS hat und das meine werten Kommentatoren, ist nicht gegeben, bei weitem nicht.

  9. Fragolin

    @AD
    Bitte entschuldigen Sie, mein Posting war nicht an Sie gerichtet sondern bezog sich allgemein auf den Artikel.
    Ich verstehe sehr wohl, dass es zu Konflikten führen würde, aber da sich inzwischen 10 Millionen hauptsächlich sunnitischer Muslime auf dem Gebiet des IS befinden, muss man schon hinterfragen, ob die wirklich so brutal unterdrückt werden oder im Gegensatz zu jenen wenigen, die in den aktiven Widerstand gegangen sind, dem Khalifat eher wohlgesonnen gegenüberstehen. Eine angebliche “Miliz” aus “wenigen tausend Kämpfern”, wie uns so gerne in die Schädelhöhle propagiert wird, wäre niemals in der Lage, ein solches Staatsgebiet zu unterdrücken und zu verwalten, wenn es nicht Heerscharen williger Gefolgsleute gäbe.
    Und da kommt mir der üble, gar nicht gutmenschliche Gedanke, dass jene, die sich in die Dienste eines menschenverachtenden Systems gestellt haben, ihre Rechte verloren haben und den anderen sollte jede Art der Befreiung lieber sein als der jetzige Zustand. Und wenn es die Kurden sind, die den anderen die Freiheit von einer radikalmuslimischen Terrorherrschaft bringen, dann haben sie sich den Lohn verdient. Wie die Polen und die Tschechen und die Slovenen nach dem zweiten Weltkrieg. Ohne Spannungen wird es gar nichts geben; die Frage ist, wie man diese dann abbaut.
    Und man möge mir auch nicht mit dem Kollektivschuldgesülze kommen. Wenn mir ein Moslem sagt “Man darf uns nicht alle in einen Topf werfen!”, dann antworte ich in möglichst mitleidigem Tonfall “Ich bin Deutscher, ich verstehe, was du meinst!” Das wirkt!

  10. mariuslupus

    Die Versuchung immer wiede jemanden zu belehren wie er sein Haus einzurichten hat ist ansteckend, führt zu Komplikationen und ist offensichtlich nicht heilbar. Die Kolonialstaaten USA, Russland, Frankreich, Grossbritanien haben schon immer gewusst , nicht nur wie die Araber leben sollten sonder auch gewusst wie die Araber leben möchten. Die Kolonialmächte haben Arabien geteilt, zusammengelegt, einen Despoten eingesetzt, den anderen abgekragelt, die Demokratie ausgerufen, die kein Araber wollte, dann wieder ein Krieg im Namen der gerechten Sache geführt. Warum überlasse die möchtegern Kolonialmächte die Araber in Arabien ihren Schicksal. Sie würden Kriege gegeneinader führen, den Kalifen huldigen, dann wieder Frieden schliesse, so wie es in diesen Teil der Welt zum Brauchtum gehört hat. Diese ganzen Titel wie IS und ähnliches ist ein Exportschlager.

  11. Lisa

    @mariuslupus: scho richtig, im Prinzip. Allerdings gibts dirt Öl und das ist ihre Trumpfkarte. Die fast so mächtige ist das westliche Wertesystem mit Menschnrechten, Nächstenliebe, Humanismus, Demokratie etc. , das immer wieder mit Bildern, Filmen, Berichten aus der “Hölle” gereizt wird und die MEnschen zum Helfen und VErändern motivieren. Die nicht hinterfragte Selbstzufriedenheit des Bürgers in Goethes Faust können wir uns heute nicht mehr erlauben: ich zitiers nochma, damit mans nciht slebst nachschlagen muss 😉 “Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
    Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
    Wenn hinten, weit, in der Türkei,
    Die Völker aufeinander schlagen.
    Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
    Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
    Dann kehrt man abends froh nach Haus,
    Und segnet Fried und Friedenszeiten.”

  12. Lisa

    @AD Tschechen un d Slovaken haben auch ein anderes Temperament, nebst vermutlich mehr Grips und Bildung. WEr frech und laut wird, bekommt leider tatsächlich eher, was er will als der höflich und bescheiden Bittende. Im Spielwarenladen ebenso wie im Flüchtlingsheim…
    @Fragolin: Ganz schön mutig, was sie hier über Kurden schreiben. Ich hoffe, man kann Sie weiterhin hier lesen…

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