Die Sprache gehört nicht dem Staat

“…Sprache ist ein Herrschaftsinstrument. Eine staatlich diktierte Regulierung der Sprache widerspricht denn auch dem demokratischen Geist…” (NZZ)

7 comments

  1. Herr Karl jun.

    Für Staatsgläubige, Regelungswütige und andere Jakobiner ist es vielleicht schwer vorstellbar, aber dennoch eine historische Tatsache: Die deutsche Sprache bedurfte jahrhundertelang keines zentralstaatlichen Diktates, um aus sich selbst heraus allgemein anerkannte Regeln und Formen enststehen und zu lassen bzw. stetig weiter zu entwickeln.

  2. Herr Karl jun.

    Für Staatsgläubige, Regelungswütige und andere Jakobiner ist es vielleicht schwer vorstellbar, aber dennoch eine historische Tatsache: Die deutsche Sprache bedurfte jahrhundertelang keines zentralstaatlichen Diktates, um aus sich selbst heraus allgemein anerkannte Regeln und Formen enststehen zu lassen bzw. stetig weiter zu entwickeln.

  3. Rennziege

    @Herr Karl jun.

    Und die absurde, widerrechtliche Einmischung des Staates in die Sprache zieht seit Jahren eine Blutspur durch deutschsprachige Schulen. Lehrer sind ebenso verwirrt wie ihre Schüler, denen das Schreiben in ihrer Muttersprache “grundlegend erleichtert” werden sollte. Eine von ungezählten vernichtenden Bestandsaufnahmen:

    http://www.prophecy-factory.de/dt/folgen.html

    Und, horribile dictu, es war ausgerechnet ein österreichischer “Experte” der Kommission, der für die grässlichsten Verrenkungen sorgte. Wer vermag einem Kind zu erklären, dass es nun “aufwändig” und “notwendig” schreiben soll? Beide Adjektiva enthalten das Verbum “wenden”, und früher gab es da keine Verwexxxlungen. Heute ist das logische “aufwendig” schulisch strafbewehrt. “heute abend” oder “morgen früh” war jeweils ein logisch und korrekt kleingeschriebenes Temporaladverb, heute ist Großschreibung verordnet, etc.

    Und warum zur Hölle soll man “ich bin Schuld” schreiben, aber “ich bin jung”, wenn beides Adjektiva sind? Oder “es tut mir Leid”, aber “es tut mir weh”. Etwas Idiotischeres hat die Welt noch nicht gesehen.
    Thank God, Canada is calling!

  4. Reinhard

    @Rennziege
    Der Jugend ist das eh Wurscht.
    Da heißt es weder aufwändig noch notwendig, sondern “vull krass” und “iss eh muss”. ;o)

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