Die Stillstands-Regierung der Sozialpartner

Von | 22. August 2014

(A. UNTERBERGER) Früher waren sie nur eine Nebenregierung. Jetzt haben die Sozialpartner die Regierung gleich direkt übernommen. Zwar hat die Gewerkschaft so wenige Mitglieder wie noch nie in den letzten Jahrzehnten. Aber dafür sitzen mehr denn je ihrer Funktionäre in der Regierung. Daher wird am Pensionsantrittsalter nicht gerüttelt; wollen doch Gewerkschaftsfunktionäre weiterhin mit 50 und ein paar Zerquetschten in den Ruhestand gehen, damit sie endlich mehr zum Pfuschen und Golf- oder Tennis-Spielen kommen. Kaum weniger stark ist die Wirtschaftskammer. Wegen ihres Einflusses unternimmt diese Koalition absolut nichts gegen das absurde Gewerberecht mit seinem wachstumsfeindlichen Wettbewerbsschutz und gegen die Kammer-Zwangsmitgliedschaft, die in der Wirtschafts- wie der Arbeiterkammer Unsinn ist. Die Sozialpartner sind hauptschuld an der Misere dieser Regierung, verkaufen sich aber als Reformer. Ein genialer Trick. (TB)

3 Gedanken zu „Die Stillstands-Regierung der Sozialpartner

  1. Rennziege

    An anderen Stellen des heutigen Blogs echauffieren sich liebe Mitmenschen über die Erfassung ihrer Daten, die sie widerstandslos an jeder Supermarktkasse, bei jeder Internetrecherche, mit jeder eMail, jeder SMS, jedem SocialMedia-Unfug, jedem Handy- und Festnetz-Telefonat — nicht zu vergessen: alle fünf bis zehn Kilometer auf europäischen Autobahnen — preisgeben …
    … haben sich aber nie gegen die Verankerung der “Sozialpartner” in der Verfassung erhoben, die größte Schweinerei, die Bürgern je unter dem Deckmantel der Demokratie untergejubelt wurde.
    Dagegen ist die Datensaugerei der NSA und des BND absolut harmlos. Die kassieren ja auch keine Zwangsgebühren.

  2. Thomas Holzer

    Es hat sich auch nie eine nennenswerte Anzahl an Bürgern in Österreich lautstark gegen die Zwangsmitgliedschaften ausgesprochen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.