Die Stunde der Entmündigungspädagogik

(JOSEF STARGL) Zahlreiche Egalitaristen und die einen Gruppenkult pflegenden Kollektivisten unter den Lehrern ersehnen einen neuen Menschen für eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung/für einen noch mehr überdehnten offenen Versorgungsstaat, in dem es „alles für alle“ geben soll und in dem die Ergebnisgleichheit durch Bevormundung und durch Fürsorge bewirkt werden soll.

Die permanente Propagierung eines Antiindividualismus und einer Wettbewerbsvermeidung steht im Dienste des Konzeptes einer antibürgerlichen Ordnung. Die „Entmündigungspädagogen“ setzen Ungleichheit mit Ungerechtigkeit gleich und fördern (zielorientiert!) sowohl ein Anspruchsdenken als auch eine Vollkaskomentalität.
Eine „Priesterherrschaft von Paternalisten“ wird als „menschlich“ und als „sozial gerecht“ vermarktet. Staatliche Leistungen ohne Gegenleistung sollen (zwangsumverteilungsgerecht) den Einzelnen entlasten und ein Leben auf Kosten von anderen ermöglichen.

Die Verweigerung „bürgerlicher Tugenden“/einer „mühsamen Freiheit“ ist mit einer gezielten Verbreitung von Ängsten, mit einem permanenten Moralisieren und mit Emotionalisierung verbunden.

Das ersehnte „Paradies“ fasziniert zahlreiche Jugendliche. Sie erkennen nicht die Verantwortungslosigkeit der „Entmündigungspädagogen“.

Wenn in den Schulen die Fähigkeit zum selbstständigen Denken, Fragen, Beurteilen und Handeln sowie die Bereitschaft und die Fähigkeit zu Selbstdisziplin, zu Eigenleistungen und zu Eigenverantwortung immer weniger gefördert werden, dann gefährdet das den (zukünftigen) „Wohlstand für alle“ in diesem Land.

Die Schulen haben nicht die Aufgabe, eine (selbstverschuldete) Unmündigkeit zu unterstützen, sondern diese überwinden zu helfen, um der „gemeinsamen Sache“ zu dienen.
Der auf eine Wohlstandsillusion aufbauende Versorgungsstaat kann schon jetzt die „Unmündigen“ nur mehr mit Hilfe einer zwangsumverteilenden geldvermögens- und eigentumsfeindlichen Geldpolitik, mit einer negativen Realverzinsung, mit einer Entschuldungs-Geldpolitik, mit Geldmengenwachstum und mit „heimlichen Steuererhöhungen“ (kalte Progression) versorgen.

Wohlstandsverluste für die Bürger werden von den (Geld-)Politikern verschwiegen.
Über die Folgen der Verweigerung einer Persönlichkeitsbildung wird kaum diskutiert. Die Profiteure der Staatsverschuldung und des paternalistischen Versorgungsstaates blenden die Wirklichkeit gerne aus.

3 comments

  1. sokrates9

    Im Kommunismus hat das Arbeiterparadies geheißen jetzt wahrscheinlich Gutmenschenparadies.

  2. aneagle

    …nachdenklich stimmt, dass die Gedankenseuche gerade im bürgerlichen Vorarlberg grassiert. Wer herrscht dort? Links-ÖAABler + Herz-Jesu Kommunisten? Ist das ÖVP nach Mitterlehner?

  3. Johannes

    Entmündigungspädagogik ist linker Populismus. (Habe nichts gegen Populismus aber gerade die Linken verwenden es oft als Negativum.)

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