Die Stunde des Adam Smith

Von | 9. Juni 2013

Gemessen daran, wie unglaublich erfreulich die Nachricht war, wurde sie in den hiesigen Medien eher verhalten rezipiert. Vom “schnellsten Rückgang der Armut in der Geschichte der Menschheit” berichtete nämlich am vergangenen Wochenende UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon. Zwischen 1990 und 2010, so hat die UNO berechnet, ist eine Milliarde Menschen aus der Armutszone (weniger als 1,25 Dollar Einkommen pro Tag) entkommen, ein in der Tat in der Menschheitsgeschichte einmaliger Vorgang.

Es ist hingegen ein an Bizarrheit kaum zu übertreffender Zufall, dass fast zur gleichen Zeit, da Ban die erfreulichen News publik machte, in Frankfurt und anderen europäischen Metropolen wieder einmal gegen die westliche Wirtschaftsordnung und ihre tragenden Prinzipien demonstriert wurde.

“Solidarität statt Kapitalismus” forderte da etwa die deutsche “Blockupy”-Bewegung auf ihren Transparenten.

Das ist insofern ziemlich skurril, als es ja genau jene von den Demonstranten zum Teufel gewünschte freie Marktwirtschaft war, die – zusammen mit ihrer Schwester, der ebenso übel beleumundeten Globalisierung – eine Milliarde Menschen aus Elend und Armut geholt hat. Weder Entwicklungshilfe noch die ehrwürdige UNO, weder “Internationale Solidarität” noch der “antiimperialistische Kampf”, und schon gar Occupy, Blockupy und verwandte Gruppierungen haben das geschafft – sondern im Wesentlichen freier Handel, offene Märkte, das Gewinnstreben von hunderten Millionen unternehmerischer Menschen rund um die Welt. Ganz wie es der schottische Moralphilosoph Adam Smith vor zwei Jahrhunderten prophezeit hatte. Dass heute eine Milliarde Menschen weniger unter Armut leiden als 1990 kann man daher durchaus als enormen Erfolg des Kapitalismus beschreiben.

Wenn gleichzeitig in den entwickelten und etwas müde gewordenen Staaten des Westens Kapitalismuskritik immer mehr in Mode kommt, so mag das ja angesichts der Finanzkrise bis zu einem gewissen Grad erklärbar sein – eine auch nur annähernd funktionale Antithese zum Gegenstand ihrer Kritik haben die Kapitalismusgegner bisher noch nicht vorweisen können.

“Sie wollen Kapitalismus ohne Demokratie, wir wollen Demokratie ohne Kapitalismus”, lautet einer der zentralen Slogans dieser Gruppierungen. Wer auch immer “Sie” in diesem Kontext sein mögen – was an die Stelle des Kapitalismus treten soll, haben uns dessen Gegner bisher nicht erläutern können oder wollen.

Für jene rund eine Milliarde Menschen, die vor allem in Afrika und Teilen Indiens auch heute noch in bitterer Armut verharren, wäre es freilich eine Katastrophe, setzten sich Blockupy & Co in größerem Maßstab durch. Denn auch die letzten noch verbliebenen Rückzugsgebiete der Armut werden hauptsächlich mit jenen Methoden bekämpft werden können, die schon in den beiden vergangenen Jahrzehnten erfolgreich waren. Sowohl die Menschen in Afrika als auch in Indien leiden unter mangelndem Zugang zu Märkten, zu wenig fairem Wettbewerb und jeder Menge von Monopolen und Oligopolen, mit denen sich eine kleptokratische Oberschicht die Taschen vollstopft.

Nicht “Demokratie ohne Kapitalismus” kann die noch verbliebene Armut auslöschen, sondern nur Demokratie und Kapitalismus. (WZ)

46 Gedanken zu „Die Stunde des Adam Smith

  1. W. Maurer

    Wir feierten am 5.6.2013 Adam Smiths 290. Geburtstag. Außerdem am selben Tag John Maynard Keynes 130!

  2. gms

    “- was an die Stelle des Kapitalismus treten soll, haben uns dessen Gegner bisher nicht erläutern können oder wollen.”

    Folgt man den Parolen der emsig okkupierenden „Generation Greenpeace, Gender, Gerechtigkeit“, so orientiert sich deren angestrebte Wirtschaftsform am basisdemokratischen Sesselkreis. Nicht der Geldschein in der Hand des Konsumenten möge Stimmzettel darüber sein, wer wieviel Einkommen bezieht, sondern rote und grüne in die Luft hebbare Kartonkarten in den Händen all derjenigen, die irgendwie bestimmen wollen.
    Das Geldwesen soll tunlichst vollends unter staatlicher und damit unter demokratischer Kontrolle sein, sprich sowohl Geldmenge wie auch die Kredivergabe durch staatliche Einrichtungen ist für Okkupantisten Gegenstand eines permanent laufenden Abstimmungsprozesses auf breiter Basis. Gibt es ergänzend eine Umlaufgebühr (Schwundgeld), ist das erstrebte Phantasien nahezu perfekt.

    So wie Guppys im Süßwasser mag es die Generation G — auch “Generation Rücksitz” genannt — gerne behaglich beheizt, steht auf Buntheit und verzichtet auf jede Art von Brutpflege.
    “Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.” — Und so flattern sie halt, unsere Okkupantisten, wie kleine und verzogene Kinder trunken von der Gewißheit, ihr dauerhaftes Quengeln würde den Pappa Staat schon in die ihnen genehme Richtung buxieren.

  3. Thomas Holzer

    @gms
    “wie kleine und verzogene Kinder trunken von der Gewißheit, ihr dauerhaftes Quengeln würde den Pappa Staat schon in die ihnen genehme Richtung buxieren.”

    Diese Gefahr besteht aber leider!

  4. Lodur

    “Nicht der Geldschein in der Hand des Konsumenten möge Stimmzettel darüber sein, wer wieviel Einkommen bezieht, sondern rote und grüne in die Luft hebbare Kartonkarten in den Händen all derjenigen, die irgendwie bestimmen wollen.”

    Ökonomisch Gebildete wissen, dass in der kapitalistischen Marktwirtschaft das Gehalt von Lohnabhängigen der Preis für die Ware Arbeitskraft ist. Und wie bei jeder anderen Ware auch, basiert dieser auf dem gesellschaftlich durchschnittlichen Produktionspreis/Reproduktionspreis. Das wussten schon Adam Smith und David Ricardo. “Wirtschaftsweise” wie gms glauben jedoch, dass der Konsument das Einkommen bestimmt. Das Einkommen des Unternehmers schon, jedoch nicht das seiner Arbeitnehmer. Demnach müssten die Produktionsarbeiter von technischen Bauteilen für Mobiltelefone, Spiegelreflexkameras, PCs, Spielkonsolen oder Autos ja extrem wohlhabend sein, da diese Produkte in der Relation zu anderen Produktarten teuer sind. Aber wass kann man von einem “Ökonomen” erwarten, der nicht einmal das Konzept der Geldschöpfung verstanden hat.

  5. Hugo

    Der Begriff von Armut ist ein elementarer Bestandteil unserer Zivilisationskultur. Die Naturvölker in den entlegensten Urwäldern oder auch in Wildnis unbedrängt lebende Orang-Utan-Clans kennen eventuell den Hunger, aber keine Armut. Was Armut ist, wird dem Menschen beigebracht. Demzufolge hat sich dieser Begriff über die Zeiten entwickelt und man kann ihn auch in weiten Grenzen frei gestalten. Je nachdem, ob man aufklärerisch liberal oder strukturorientiert entropisch zu denken gewohnt ist. Insofern ist die Statistik der UNO nur ein weiterer Schwachsinn. Es gibt für Armut keine Regeln, die nicht menschengemacht sind, auch keine religiösen. Jesus hat nicht verlangt, alles gleich zu verteilen. Was den Verdacht aufkommen läßt, er war gar kein Kommunist.

  6. wollecarlos

    @Lodur
    Unser Blog-Dummerchen hat sich wieder aus dem Keller hervorgewagt und schreibt:
    “…Demnach müssten die Produktionsarbeiter von technischen Bauteilen für Mobiltelefone, Spiegelreflexkameras, PCs, Spielkonsolen oder Autos ja extrem wohlhabend sein, …”

    Ob er das beurteilen kann?
    Reist er permanent in Fernost durch die Lande? Macht dort Studien über Einkommen und Lebenshaltung?

    Denn die von ihm genannten Produkte kommen ja -fast- alle von dort, wo es keinen “Kapitalismus” gibt, von Rot.-China!
    Bis auf die Autos, aber das dauert auch nicht mehr lange.

  7. Lodur

    Wenn man glaubt es geht nicht dümmer, kommt wollecarlos und es wird noch schlimmer!

  8. Rennziege

    @Lodur

    Leider, Lodürchen, schreiben Sie wieder einmal uninformierten Mumpitz. Lesen kann klug machen. Ich weise darauf hin, dass die folgenden, an alle Arbeitnehmer ausgeschütteten Boni keine tariflichen, sondern freiwillige Leistungen z.B. der deutschen Autoindustrie sind:

    Mit einer Prämie von durchschnittlich 6513 Euro [für das Geschäftsjahr 2012] belohnt der Audi-Konzern seine rund 42 500 Tarifbeschäftigten in Deutschland. Die Summe entspricht etwa eineinhalb Monatslöhnen und ist die höchste Erfolgsbeteiligung, die jemals …

    http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/bonuszahlungen-audi-schuettet-rekordpraemie-an-mitarbeiter-aus_aid_605207.html

    Oder: Der Porsche 911 feierte vor 50 Jahren seine Premiere. Und die Porsche-Beschäftigten erhalten im Jubiläumsjahr [2013] des legendären Sportwagens nun eine satte Belohnung: Jeder der 13.500 Tarifbeschäftigten darf sich über einen Bonus von 8111 Euro freuen. Die Sonderzahlung beinhalte nicht nur eine Jubiläumskomponente, sondern honoriere auch die Rekordbilanz des vergangenen Jahres, teilte das Unternehmen mit. Ausgezahlt werde der Betrag mit dem April-Gehalt, sagte ein Porsche-Sprecher. Im Vorjahr hatten die Tarifbeschäftigten 7600 Euro bekommen.

    http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/aktien/id_62653838/porsche-mitarbeiter-erhalten-hohe-praemie-zum-jubilaeum-.html

    Natürlich bestimmt der Konsument auch das Einkommen der Arbeitnehmer, deren Produkte er kauft. Und das Unternehmen bedankt sich — nicht nur weil es die guten und fleißigen Mitarbeiter behalten will, denen es seinen Erfolg verdankt. Sondern auch aus Fairness und Zuneigung.
    Auch wenn Ihre stalinistische Kehle dabei Schluckauf kriegt: Auch Porschefahrer haben eine durchaus positive soziale Wirkung. 🙂

    Dies gilt nicht nur für die Automobilindustrie. Ich könnte Ihnen hundert Beispiele bringen, die Ihre einfältig-sturen Ansichten verheerend widerlegen. Und jetzt bitte keine meterlangen Abschriften aus diversen heiligen Schriften des Kommunismus, wenn’s geht! Die sind so überholt wie ein Lada von einem Audi.

  9. Rennziege

    @ Christian Ortner:
    Lieber Hausherr! Ich vermag nicht zu begreifen, weshalb meine Postings so gut wie immer mit einem Your comment is awaiting moderation unter Quarantäne gestellt und erst nach vielen Stunden freigegeben werden, wenn keiner mehr hinschaut.
    Falls ich hier nicht willkommen bin, lassen Sie mich’s bitte wissen.

  10. Feldheld

    Lodur :
    Ökonomisch Gebildete wissen, dass in der kapitalistischen Marktwirtschaft das Gehalt von Lohnabhängigen der Preis für die Ware Arbeitskraft ist. Und wie bei jeder anderen Ware auch, basiert dieser auf dem gesellschaftlich durchschnittlichen Produktionspreis/Reproduktionspreis. Das wussten schon Adam Smith und David Ricardo.

    Wo “lernt” man derartigen Schwachsinn? Auf den Internet-Seiten von Occupy?

  11. wollecarlos

    @Lodur
    Die einzig passende Antwort gabe Ihnen FELDHELD in # 9… “Schwachsinn”

    Lassen Sie es einfach gut sein, Sie können hier nicht mal mehr einen Blumentopp gewinnen mit Ihren prähistorischen Ansichten.

    Die Zeiten der Dinosaurier Marx’chen Musters sind nun ein für allemal vorbei!
    Suchen Sie sich doch besser eine neue Stellung, wo Sie vielleicht auch durch Hände Arbeit mal ehrlich Geld verdienen.

    Hat noch nie geschadet!
    Und würde Ihnen den Kopf durchpusten.

  12. Lodur

    @Feldheld
    Nein, bei Smith und Ricardo, Sie Witzbold. Und dieser Reproduktionspreis bzw. Produktionspreis basiert auf der gesellschaftlich durchschnittlichen Arbeitszeit, die zur Erhaltung und Produktion der menschlichen Arbeitskraft nötig ist.

    “Der Realwert aller Bestandteile des Preises ist, wie man wohl beachten muß, nach der Arbeitsquantität zu messen, welche für einen jeden derselben zu haben ist. Die Arbeit bestimmt den Wert nicht nur desjenigen Teiles des Preises, der sich selbst wieder in Arbeit auflöst, sondern auch desjenigen, welcher zur Rente, und des dritten, welcher zum Kapitalgewinn (profit) wird.

    In jeder Gesellschaft löst sich am Ende der Preis sämtlicher Waren in den einen oder anderen oder in alle diese drei Teile auf, und in jeder zivilisierten Gesellschaft setzen sie alle drei, der eine mehr, der andere weniger, den Preis der allermeisten Waren zusammen.” (Adam Smith, Der Reichtum der Nationen, übers. v. Max Stirner, Leipzig o. J., Bd. 1, 28.)

    “Wie alle anderen Dinge, die gekauft und verkauft werden und deren Menge sich vergrößern und verringern kann, hat auch die Arbeit ihren natürlichen und ihren Marktpreis. Der natürliche Preis der Arbeit ist jener, der notwendig ist, um den Arbeitern, einen wie den anderen, zu ermöglichen, sich zu erhalten und die Existenz ihres Standes [race] ohne Vermehrung oder Verminderung weiterzuführen. Die Fähigkeit des Arbeiters, sich und seine Familie, die zur Aufrechterhaltung der Arbeiterzahl notwendig ist, zu erhalten, hängt nicht von der Summe Geldes ab, die er als Lohn erhält, sondern von der Menge Nahrungsmittel, lebenswichtiger Güter und Annehmlichkeiten, die auf Grund der Gewohnheit für ihn lebensnotwendig geworden sind und die er mit diesem Gelde kaufen kann. Daher hängt der natürliche Preis der Arbeit vom Preise der für den Unterhalt des Arbeiters und seiner Familie erforderlichen Nahrungsmittel, lebenswichtigen Güter und Annehmlichkeiten ab. Der natürliche Preis der Arbeit wird bei einer Erhöhung des Preises der Nahrungsmittel und der lebenswichtigen Güter steigen, bei einem Fall dieser Preise sinken. […] Der Marktpreis der Arbeit ist der für sie auf Grund der natürlichen Verschiebung des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage tatsächlich bezahlte Preis. Die Arbeit ist teurer, wenn sie knapp ist, und billig, wenn sie reichlich vorhanden ist. Wie sehr auch der Marktpreis der Arbeit von ihrem natürlichen Preis abweichen mag, gleich den Waren hat er die Tendenz, sich ihm anzugleichen. […] Man möge das nicht so auffassen, als ob der natürliche Preis der Arbeit, auch wenn er in Nahrungsmitteln und lebensnotwendigen Gebrauchsgütern ausgedrückt wird, unbedingt feststehend und unveränderlich ist. Er schwankt zu verschiedenen Zeiten im gleichen Land und ist sehr unterschiedlich in verschiedenen Ländern. Er hängt entscheidend von den Sitten und Gebräuchen des Volkes ab. Ein englischer Arbeiter würde seinen Lohn als unter seiner natürlichen Rate stehend und als zu armselig, eine Familie zu ernähren, betrachten, wenn er damit keine anderen Nahrungsmittel als Kartoffeln kaufen und in keiner besseren Behausung als einer Lehmhütte wohnen könnte. Dennoch werden diese bescheidenen Ansprüche oft als ausreichend erachtet in den Ländern, in denen ,das Leben des Menschen billig ist’ und seine Bedürfnisse leicht zu befriedigen sind. Viele der Annehmlichkeiten, deren sich heute eine englische Hütte erfreut, hätte man in früheren Zeiten unserer Geschichte für Luxus gehalten.” (David Ricardo, Über die Grundsätze der politischen Ökonomie und der Besteuerung, dt. nach der 3. Aufl. von 1821, Berlin 1959, 77 ff.)

    Ja, ja. Auch die klassische bürgerliche Ökonomie war in ihrer Frühzeit eine handfeste Wissenschaft, bevor die dank Bawerk, Menger und Co. in die esoterische Grenznutzenlehre hinabsank.

  13. wollecarlos

    Phrasendrescher und Blog-Clown, der Copy&Paste-Meister Lodur, kommt mal wieder mit tollen Auswürfen:

    “…..basiert auf der gesellschaftlich durchschnittlichen Arbeitszeit,…”

    “gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitsszeit”.

    Ja, ja, ich weiß, das ist von Marx. Aber gerade deshalb eben ganz einfach nur Dummschwatz!
    Leider, aber bezeichnenderweise!

  14. Feldheld

    Lodur geht wohl davon aus, daß niemand diese Zitate liest, oder höchstens so oberflächlich, wie er sie selbst gelesen haben muß. Was er daraus macht, steht jedenfalls in keinem der Zitate drin.

    Er erinnert mich an den Halb-Behinderten ausm Jugend-Schach, der noch nach Jahren nix anderes gelernt hatte, als die immer gleichen Anfänger-Fallen zu stellen, sodaß er in der Rang-Ordnung stets nur die ganz frischen Newbies unter sich hatte.

  15. Franziska Malatesta

    Preise beruhen auf dem Wert, den der Konsument der Ware beimißt. Anders wäre ja nicht zu erklären, warum für gleichartige Produkte von gleicher Qualität unterschiedliche Preise bezahlt werden, oder warum Luxusgüter von zweifelhaftem Wert (z.B. Plastikhandtaschen von Louis Vuitton oder Kunstwerke von Erwin Wurm) überhaupt Abnehmer finden.
    Mit der subjektiven Werttheorie von Carl Menger wurden alle Arbeitswerttheorien seiner Vorgänger, inklusive Ricardo und Marx obsolet.

  16. Schnabeltierfresser

    Rennziege :
    @ Christian Ortner:
    Lieber Hausherr! Ich vermag nicht zu begreifen, weshalb meine Postings so gut wie immer mit einem Your comment is awaiting moderation unter Quarantäne gestellt und erst nach vielen Stunden freigegeben werden, wenn keiner mehr hinschaut.
    Falls ich hier nicht willkommen bin, lassen Sie mich’s bitte wissen.

    Das passiert automatisch, sobald Sie mehr als 1 Link im Text unterbringen. Gegen Spam.

  17. Christian Ortner Beitragsautor

    Sie sind höchst willkommen, aber bei mehr als einem link ist moderation erforderlich, wg. span. lg co

  18. Lodur

    @Franziska Malatesta
    “Preise beruhen auf dem Wert, den der Konsument der Ware beimißt. Anders wäre ja nicht zu erklären, warum für gleichartige Produkte von gleicher Qualität unterschiedliche Preise bezahlt werden, oder warum Luxusgüter von zweifelhaftem Wert (z.B. Plastikhandtaschen von Louis Vuitton oder Kunstwerke von Erwin Wurm) überhaupt Abnehmer finden.
    Mit der subjektiven Werttheorie von Carl Menger wurden alle Arbeitswerttheorien seiner Vorgänger, inklusive Ricardo und Marx obsolet.”

    Wenn bei gleichartigen Produkten von gleichartiger Qualität unterschiedliche Preise verlangt werden, dann deshalb, da der eine Produzent mehr Arbeitszeit benötigt als der andere, da seine Produktivkräfte noch nicht so weit entwickelt sind (z. B. Arbeitstechnik, Maschinisierung etc.). Dass Smith, Ricardo, Marx und Co. mit ihrer Arbeitswerttheorie recht haben, beweist die Unfähigkeit Mengers, Bamwerks und ihrer Schüler (z. B. Mises), die Preisentstehung bei Marktgleichgewicht, also wenn sich Angebot und Nachfrage decken, zu erklären.
    Des Weiteren ist die Grenznutzentheorie an sich widersprüchlich. Auf Basis der marxistischen und ricardianischen Kritik unterscheidet sie daher zwischen der kardinalen und der ordinalen Nutzentheorie. Das Konzept der kardinalen Nutzenmessung misst der Nutzendifferenz zweier Güterbündel eine Bedeutung zu, wohingegen die ordinale Nutzenmessung der Nutzendifferenz zweier Güterbündel keine wesentliche Aussagekraft beimisst. Eine ordinale Nutzenfunktion sagt über den Nutzen zweier Güter lediglich aus, welches der Güter einen höheren Nutzen hat, jedoch nicht, wie viel höher der Nutzen ist. Sie dient insbesondere dem Zweck, die Konsumpräferenzen eines Konsumenten analytisch darzustellen, jedoch nicht dazu, den tatsächlichen Ursprung von Preisen zu erklären. Mit der ordinalen Nutzentheorie begegnet man gleichzeitig der Kritik, dass Nutzenvorstellungen verschiedener Individuen nicht quantifizierbar seien. Der kardinale Nutzen eines Gutes lässt sich hingegen auch quantifizieren, d. h. als Zahl darstellen. Um eine kardinale Nutzenmessung zu ermöglichen, versucht man oft, den Nutzen durch Geldflüsse zu approximieren. Dabei wird beispielsweise für gewinnorientierte Unternehmen in der Regel unterstellt, der Umsatz entspreche einem Nutzen und der Gewinn einem Nettonutzen. Und hinter beiden steckt wieder, ja, genau, ein bestimmtes Maß an menschlichen Wertschöpfungsprozessen, also, menschliche Arbeitskraft bzw. Arbeitszeit.

  19. Lodur

    “Er erinnert mich an den Halb-Behinderten ausm Jugend-Schach, der noch nach Jahren nix anderes gelernt hatte, als die immer gleichen Anfänger-Fallen zu stellen, sodaß er in der Rang-Ordnung stets nur die ganz frischen Newbies unter sich hatte.”

    Sinnerfassendes Lesen ist des Maulhelden Sache nicht.

  20. Lodur

    @wollecarlos
    “Ja, ja, ich weiß, das ist von Marx. Aber gerade deshalb eben ganz einfach nur Dummschwatz!
    Leider, aber bezeichnenderweise!”

    Nein, das ist von Denken, Beobachten, Erfahrung. Dinge, die Ihnen fremd sind.

  21. wollecarlos

    @Lodur #22
    ach so… ““gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitsszeit” ist also keine epoche-machende Erfindung des Mannes mit dem Rauschebart aus Trier???

    Sondern hat sich der Lodur erdacht!

    Ein Wunderkind, ein marxistisches!
    Hut ab!

  22. Rennziege

    @wollecarlos
    “Hut ab!” wird von Marxisten nicht verstanden; denn Hüte tragen nur kapitalistische Blutsauger. Echte Kommunisten tragen bei Tag und Nacht die Schiebermütze, die von dem weltberühmten revolutionären Modeschöpfer Александр Ильич Ульянов, vulgo Lenin, kreiert wurde.

  23. Feldheld

    Ein Preis entsteht, wenn sich ein Anbieter und ein Käufer einig werden. Warum das geschieht, kann soviele Gründe haben, wie es Menschen gibt. Jedenfalls auf freien Märkten.

    Diese ganzen wortreichen Theorien der Linken haben einen einzigen Zweck: die Schuld für die eigene Misere auf andere zu schieben, oder gleich aufs “System”. Für den eigenen Marktwert ist man aber immer ausschließlich selbst verantwortlich.

    Selbstmitleid macht nicht erfolgreich, Haß macht keinen zum Sieger und Raub niemanden reich.

  24. wollecarlos

    @Rennziege #24
    Da haben Sie sicherlich Unrecht!
    Dermaßen gebildete Menschen, wie unser Blog-Kasper, die permanent hier fremde Gedanken per C&P unterbringen, werden auch so schlau sein, und einen “Hut” als solchen identifizieren können!

    Ich habe mich ja schon ordinaire ausgedrückt, als ich die Vokabel “Hut” verwendete und nicht den -für einen Bourgeois, wie mich standesgemäßen – Ausdruck “chapeau claque”, welchen ich in meinen Kreisen für meine schwarze, zylinderförmige, wegen Klappmechanismus leicht zu transportierende Kopfbedeckung verwende.

    Andererseits wird bei rot-lackierten Faschisten statt “Hut ab”, gerne der Ausdruck “Kopf ab” verwendet, wobei man nicht kleinlich ist und auch die Anwendung einer Kalaschnikow, eines Galgens oder die Unterbringung in einem Arbeitslager zur “Arbeit bis zum exitus” dem gleichsetzt.

    Sie sehen: Ich konnte Ihren Beitrag “sinnerfassend lesen” (OT Lodürchen).

  25. Lodur

    “Ein Preis entsteht, wenn sich ein Anbieter und ein Käufer einig werden. Warum das geschieht, kann soviele Gründe haben, wie es Menschen gibt. Jedenfalls auf freien Märkten.”

    Und die gemeinsame Referenz für die Preisbildung ist bewiesenermaßen die menschliche Arbeitszeit, die für ein Produkt nötig ist. Natürlich nicht die individuelle, sondern die gesellschaftlich durchschnittliche. Schließlich leben wir ja in einer arbeitsteiligen Gesellschaft, falls sich das schon bis zu Feldheld herumgesprochen hat. Nichts anderes. Ohne eine gemeinsame Basis ist eben keine Preisblidung möglich. Deshalb ist ja z. B. ein Flugzeug auch teurer als ein Automobil, obwohl die Nachfrage nach Autos um einiges höher ist. Feldheld, Rennziege und wollecarlos sind die intellektuell bankrotten Nachplapperer von Wirtschaftsesoterikern wie Bamwerk, Menger oder Mises. Auf den von mir dargestellten Widerspruch und die offensichtlichen Unzulänglichkeiten der Grenznutzenlehre gehen sie gar nicht ein, weil sie es gar nicht können.

  26. Rennziege

    @Feldheld
    @wollecarlos

    Lodur: “Feldheld, Rennziege und wollecarlos sind die intellektuell bankrotten Nachplapperer von Wirtschaftsesoterikern wie Bamwerk, Menger oder Mises.”
    Es gereicht mir zur Ehre, Gentlemen, mit Ihnen gemeinsam vom zweifellos bedeutendsten Ökonomen und Philosophen unserer Zeit in der geistigen Insolvenz angesiedelt zu werden. Lassen wir unsere Zylinderhüte und diverse Champagnerkorken freudig fliegen!

  27. wollecarlos

    @Rennziege
    ” Lassen wir unsere Zylinderhüte und diverse Champagnerkorken freudig fliegen!”

    Wenn nicht schon längst festehen würde, daß dieser “bedeutendste Ökonom und Philosoph unserer Zeit” seinem Nationalgetränk über alle Maßen zugesprochen hat, würde ich sagen:

    Für uns der Champagner, für ihn der Wodka (1 1/2 – Liter – Flaschen, Marke Putinow, vom LIDL).

    Man muss schließlich auch gönnen können !

    (Ich lasse mir gerne KRUG kredenzen)

  28. Feldheld

    Lodur :
    “Ein Preis entsteht, wenn sich ein Anbieter und ein Käufer einig werden. Warum das geschieht, kann soviele Gründe haben, wie es Menschen gibt. Jedenfalls auf freien Märkten.”
    Und die gemeinsame Referenz für die Preisbildung ist bewiesenermaßen die menschliche Arbeitszeit, die für ein Produkt nötig ist.

    Blödsinn. Wieviel Arbeit in einem Produkt steckt ist vielleicht für den Anbieter relevant, aber überhaupt nicht für die potentiellen Käufer. Hat also mit der Preisbildung wenig bis nichts zu tun.

    Ohne eine gemeinsame Basis ist eben keine Preisblidung möglich.

    Die gemeinsamen Basen entstehen millionenfach und auf millionenfach unterschiedliche Weise zwischen Anbieter-Individuen und Käufer-Individuen. Jedenfalls auf freien Märkten. Von Stubenhockern und Bücherwürmern wie Ihnen zusammentheoretisierte “gemeinsame Basen” interessieren in der Realität einen Toten.

    Feldheld, Rennziege und wollecarlos sind die intellektuell bankrotten Nachplapperer von Wirtschaftsesoterikern wie Bamwerk, Menger oder Mises.

    Das von dem, der hier kaum was anderes tut, als auf Zitaten irgendwelcher Autoren herumzureiten, an mich, der hier ausschließlich auf eigenem Mist gewachsene Gedanken kundtut und nix mehr verachtet als Zitatenreiter.

    Aber machen Sie sich gern weiter hier zur Witzfigur. Es scheint Ihnen ja nix auszumachen.

  29. Lodur

    “Blödsinn. Wieviel Arbeit in einem Produkt steckt ist vielleicht für den Anbieter relevant, aber überhaupt nicht für die potentiellen Käufer.”

    Und wer bestimmt den Preis? Der Verkäufer oder Käufer? Der Millionär muss für den Laib Brot im Supermarkt genauso viel bezahlen wie der Sozialhilfeempfänger, obwohl der Laib Brot für den Millionär einen geringeren subjektiven Wert hat als für den Sozialhilfeempfänger, da sich der Reiche mehr Laibe Brot als der Arme leisten kann.
    Feldheld wird demnächst im Billa über den Preis der von ihm erwünschten Waren verhandeln. Entweder erntet er ein ungläubiges Lachen oder er landet in der nächsten psychiatrischen Klinik.

    “Die gemeinsamen Basen entstehen millionenfach und auf millionenfach unterschiedliche Weise zwischen Anbieter-Individuen und Käufer-Individuen. Jedenfalls auf freien Märkten.”

    Und der Ausgangspunkt ist die für das Produkt aufgewendete gesellschaftliche Arbeitszeit. Gerade auf freien Märkten. Deshalb ist Brot billiger als ein elektronisches Spielzeug, obwohl es für viele einen subjektiv höheren Wert, einen höheren Nutzen hat, da es ein Grundnahrungsmittel ist. Deshalb ist ein Flugzeug teurer als ein Auto. Deshalb ist ein PC teurer als ein Taschenrechner etc.

    “Von Stubenhockern und Bücherwürmern wie Ihnen zusammentheoretisierte “gemeinsame Basen” interessieren in der Realität einen Toten.”

    Die Werke Böhm-Bawerks, Mengers, Mises’ etc. spiegeln das Bewusstsein einer kapitalistischen Rentnerklasse wieder, die in keiner Beziehung zur Produktion steht, sondern als Kreditgeber, Grundeigentümer, Beamter, Spekulant nur mehr von deren Erträgen lebt. Ähnlich dem Bewusstsein von Feldheld. Also klassische “Stubenhocker” und “Bücherwürmer”.

    “Das von dem, der hier kaum was anderes tut, als auf Zitaten irgendwelcher Autoren herumzureiten, an mich, der hier ausschließlich auf eigenem Mist gewachsene Gedanken kundtut und nix mehr verachtet als Zitatenreiter.”

    In einem Punkt hat Feldheld recht, und zwar mit “eigenem Mist”. Wobei die Betonung auf “Mist” liegt.

    Die hier Postenden sind unfähig, meine, Ricardos oder Smiths Thesen zur Preisbildung zu widerlegen. Auf meine Beispiele wird nicht eingegangen. Der Widerspruch der Grenznutzenlehre wird ebenfalls nicht erkannt.

    Marxisten vs. “Liberale” (besser: ungebildete, reaktionäre Keifer und Nachplapperer) = 1 : 0

    Gesamtscore ebenfalls zu Gunsten der Marxisten.

  30. Lodur

    Und das, ohne die marxistischen Klassiker zu zitieren.

  31. wollecarlos

    @Lodur
    Lodur, Sie sollen nicht dumm sterben und eine Antwort auf Ihre Frage
    “Und wer bestimmt den Preis? Der Verkäufer oder Käufer?”
    erhalten!

    Und diese lautet: Der Käufer!

    Wahrscheinlich geht es in Ihr Köpfchen nicht rein, daß der Preis erst durch den abgeschlossenen Kauf festgestellt ist.

    Und wenn der Möchte-gern-Verkäufer einen Preis nennt, der dem Möchte-gern-Käufer zu hoch ist, kommt kein Geschäft, und daher auch kein Preis zustande.

    Ist doch sooo einfach, daß selbst Sie das verstehen müssten.

    Bloß warum nicht?

    Gehirn verkleistert von all’ zu viel MEL – “Studium” ?

  32. Rennziege

    @wollecarlos
    “Gehirn verkleistert von all’ zu viel MEL–“Studium”?
    Es wird wohl mehr am Lidl-Wodka liegen, der in Fachkreisen (ich hab’ mich nach der mir bislang unbekannten Marke erkundigt) als “Rückwärtsbenzin” bezeichnet wird. So manche Demenz ist halt alkoholinduziert. Aber was wäre ein echter Kommunist ohne sein “Wässerchen” aus Zahnputzbechern?
    Die revolutionäre Nomenklatura füllt sich mit den Edelmarken Stolitschnaja und Moskowskaja, die in der UdSSR den Bonzen und dem devisenträchtigen Export vorbehalten waren. Lassen Sie uns hoffen, dass Genosse Lodur sich diese leisten kann, ehe seine grauen Zellen ganz hinüber sind. Nasdrowje!

  33. Lodur

    “Wahrscheinlich geht es in Ihr Köpfchen nicht rein, daß der Preis erst durch den abgeschlossenen Kauf festgestellt ist.”

    Das Deklarieren der Preise findet bei Rewe, anderen Handelskonzernen oder beim Kleinhändler vor der Haustür in Klein wöllchens Fantasieland erst nach Rücksprache mit den Konsumenten statt, oder wie ist diese blödsinnige Feststellung sonst zu verstehen? In Klein wöllchens Welt zahlt also der Millionär für den Laib Brot mehr als der Sozialhilfeempfänger. Ich sehe schon wollecarlos, Feldheld und Co. beim nächsten Einkauf lautstark für Chaos und Verwirrung sorgen.

    “Und wenn der Möchte-gern-Verkäufer einen Preis nennt, der dem Möchte-gern-Käufer zu hoch ist, kommt kein Geschäft, und daher auch kein Preis zustande.”

    Auf dem Basar in Istanbul gibt trotz Preisverhandlung der Verkäufer den Ausgangsverkaufspreis vor. Und dieser basiert auf den Produktionskosten, Selbstkosten des Händlers plus Gewinn- und Handelsspanne. Und dahinter steckt wieder einmal, ja, richtig, menschliche Arbeitszeit.

    Marxisten vs. “liberale” Suppenkasperl mit pseudoökonomischer Bildung: 2:0 !

  34. Lodur

    Klein wöllchen bietet hier die Vulgärvariante der Grenznutzenlehre. Die ist sogar noch abstruser als die Spinnereien eines Böhm-Bawerk und Co.

  35. Lodur

    Wie schon gesagt: Wenn man glaubt es geht nicht dümmer, kommt wollecarlos und es wird noch schlimmer!

  36. wollecarlos

    @Lodur
    In meiner unendlichen Geduld (eingeübt mit schwer-erziehbaren kleinkriminellen Jugendlichen) will ich versuchen, Ihnen nochmal klar zu machen, WIE das System funktioniert:

    Der von Ihnen in #35 vorgeschlagene REWE-Laden setzt für das Produkt X einen Preis von 9,99 € fest.

    Das will er haben.

    Ein Konsument -sagen wir mal “wollecarlos” – will dafür aber nur 8,88 € zahlen.
    Er kauft das Produkt also nicht!
    Auf einen Umsatz von 9,99 muss REWE nun also schonmal verzichten.

    Nun kommen 10 andere Konsumenten, denen der Preis von 9,99 ebenfalls zu hoch ist. Die kaufen auch nicht!
    Der Umsatzverlust beträgt also schon 9,99 + 99,90 € = 109,89.
    Soweit klar?

    Was passiert nun bei REWE?

    Schmeißen die das Produkt auf den Müll ?
    Oder senken sie den Preis, damit sie wenigstens ETWAS Umsatz (und hoffentlich auch dennoch Gewinn!) machen?

    Wie würden Sie, als Planwirtschaftler entscheiden, wenn Sie der verantwortliche Marktleiter wären?

    Hat -wie Sie vollmundig behaupten- der VERKÄUFER den Preis am Markt/im Markt durchgesetzt?

    Anderes Beispiel:

    Sie brauchen ein neues Automobil. Der “Listenpreis” beträgt 29.900 €.
    Das ist der Betrag, den der Händler gerne hätte.

    Nach Ihrer Argumentation zahlen Sie auch klaglos diesen Preis und beweisen damit, daß Sie (mal wieder!) der Dumme sind.

    Andre -so auch Rennziege und wollecarlos- fangen an, zu verhandeln.
    Mit dem Ergebnis, daß der Verkaufs-Preis um 19 % niedriger ist, als vom Verkäufer ursprünglich gewollt. Und Fussmatten gibt es auch noch gratis dazu!

    Wat nu fragt sich der olle Karl Marx!

    Und Sie sollten sich das (und noch vieles andere mehr!) auch fragen und gegebenenfalls Ihre per Theorie erzeugten Ansichten ändern.

    Kann nur von Vorteil sein, denken Sie an die 19 %, die Rennziege und ich weniger bezahlen, als Sie!
    Das sind immerhin 5.681 € !!!

    Übrigens: Mit Ihrem Basar-Beispiel haben Sie sich selbst ein Bein gestellt. Das passiert Neunmalklugen eben immer wieder!

    Auch da bestimmt nicht der Verkäufer den Preis!

    Er sagt zwar, was er gerne hätte und lacht sich ins Fäustchen, wenn ein dummer Kunder -nennen wir ihn Lodur- kommt und darauf eingeht.
    Aber meistens geht er ERHEBLICH mit dem Preis herunter.

    Fahren Sie mal hin und erleben Sie das “in real”, womit man beweisen könnte, daß Reisen bildet.

    Aber Sie sind wahrscheinlich immer nur in Ihrer Straße und auf Ihrem Spielplatz geblieben….

  37. Lodur

    @wollecarlos
    “Der von Ihnen in #35 vorgeschlagene REWE-Laden setzt für das Produkt X einen Preis von 9,99 € fest.”

    Somit widersprechen Sie sich selbst. Der Preis geht also doch vom Verkäufer aus.

    “Wat nu fragt sich der olle Karl Marx!”

    Der olle Ricardo, ein bürgerlicher Ökonom, dessen Vater Börsenmakler war, gab schon knapp zweihundert Jahre vorher die Antwort auf ihre Frage (vgl. #12). Hier die Version vom ollen Marx, der Ricardos Thesen rezipierte und erweiterte:

    “Angebot und Nachfrage regeln nichts als die vorübergehenden Fluktuationen der Marktpreise. Sie werden euch erklären, warum der Marktpreis einer Ware über ihren Wert steigt oder unter ihn fällt, aber sie können nie über diesen Wert selbst Aufschluß geben. Unterstellt, daß Angebot und Nachfrage sich die Waage halten oder, wie die Ökonomen das nennen, einander decken. Nun, im selben Augenblick, wo diese entgegengesetzten Kräfte gleich werden, heben sie einander auf und wirken nicht mehr in der einen oder der andern Richtung. In dem Augenblick, wo Angebot und Nachfrage einander die Waage halten und daher zu wirken aufhören, fällt der Marktpreis einer Ware mit ihrem wirklichen Wert, mit dem Normalpreis zusammen, um den ihre Marktpreise oszillieren. Bei Untersuchung der Natur dieses Werts haben wir daher mit den vorübergehenden Einwirkungen von Angebot und Nachfrage auf die Marktpreise nichts mehr zu schaffen. Das gleiche gilt vom Arbeitslohn wie von den Preisen aller andern Waren.” (Lohn, Preis und Profit 1865.)

    “… Der durch die Arbeitszeit bestimmte Wert der Waren ist nur ihr Durchschnittswert …

    Von diesem Durchschnittswert der Ware ist ihr Marktwert stets verschieden und steht stets entweder unter oder über ihm. …

    Der Preis unterscheidet sich also vom Wert … dadurch, dass der letztere als Gesetz der Bewegungen erscheint, die der erstere durchläuft. Sie sind aber beständig verschieden und decken sich nie oder nur ganz zufällig und ausnahmsweise …

    Nachfrage und Zufuhr bestimmen beständig die Warenpreise, decken sich nie oder nur zufällig; aber die Produktionskosten bestimmen ihrerseits die Oszillationen der Nachfrage und Zufuhr.” (Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 56f.)

    “Decken sich Nachfrage und Angebot, so entspricht der Marktpreis der Ware ihrem Produktionspreis …, da die Schwankungen von Nachfrage und Angebot nichts erklären als die Abweichungen der Marktpreise von den Produktionspreisen … Sobald sie sich decken, hören diese Kräfte auf zu wirken, heben einander auf, und das allgemeine Gesetz der Preisbestimmung tritt dann auch als Gesetz des einzelnen Falls hervor; der Marktpreis entspricht dann … dem Produktionspreis, der durch immanente Gesetze der Produktionsweise selbst geregelt ist.” (Kapital III, MEW 25, 368.)

    Ihre Fragen sind so oll, dass sie schon im 19. Jh. schlüssig von Marx, Ricardo oder Smith beantwortet wurden.

  38. Lodur

    Für ganz Begriffstutzige: Marktpreis ist ungleich Wert. Wert bzw. Normalpreis basiert auf dem Quantum der durchschnittlichen gesellschaftlichen Arbeitszeit. Marktpreis oszilliert um diesen Wert. Marktpreis hat langfristig und volkswirtschaftlich betrachtet die Tendenz, sich diesem Wert anzunähern. Marktpreis basiert auf dem Wert. Wert ist also der Ausgangspunkt für den Marktpreis. Daher ist das Quantum der durchschnittlichen gesellschaftlichen Arbeitszeit der Ausgangspunkt der Preisbildung und nicht irgendwelche subjektiven Wertvorstellungen der Konsumenten.

  39. Lodur

    “Er sagt zwar, was er gerne hätte und lacht sich ins Fäustchen, wenn ein dummer Kunder -nennen wir ihn Lodur- kommt und darauf eingeht.
    Aber meistens geht er ERHEBLICH mit dem Preis herunter.”

    Da der Verkäufer den Ausgangspreis definiert, ist er der wesentliche Motor der Preisbestimmung. Der Konsument kann nur auf diese Basis reagieren. Das müsste sogar ein dummer Möchtegern -nennen wir ihn wollecarlos- verstehen.

  40. wollecarlos

    @Lodur
    Lodur zum Ersten:

    schreibt: “Da der Verkäufer den Ausgangspreis definiert,…”

    und der geduldige Wollecarlos ergänzt: … ist noch lange nicht gesagt, daß er ihn auch bekommt!
    (Siehe Beispiele aus der realen Wirtschaftwelt, von denenich zwei aufführte)

    Weil: Da gibt es auch noch einen Käufer (oder eben nicht) und erst dann , wenn die Beiden sich einig sind, den Kauf abschließen, hat sich ein Preis gebildet.

    Ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?

    Lodur zum Zweiten:

    Ich schrieb:
    “Der von Ihnen in #35 vorgeschlagene REWE-Laden setzt für das Produkt X einen Preis von 9,99 € fest.”
    Und Lodur meint:

    “Somit widersprechen Sie sich selbst. Der Preis geht also doch vom Verkäufer aus.”

    Mal wieder nicht sinnerfassend gelesen, was? Oder nicht verstanden?

    Ich schrieb ja weiter und zwar:

    “Ein Konsument -sagen wir mal “wollecarlos” – will dafür aber nur 8,88 € zahlen.
    Er kauft das Produkt also nicht!
    Auf einen Umsatz von 9,99 muss REWE nun also schonmal verzichten.

    Nun kommen 10 andere Konsumenten, denen der Preis von 9,99 ebenfalls zu hoch ist. Die kaufen auch nicht!
    Der Umsatzverlust beträgt also schon 9,99 + 99,90 € = 109,89.
    Soweit klar?

    Was passiert nun bei REWE?

    Schmeißen die das Produkt auf den Müll ?
    Oder senken sie den Preis, damit sie wenigstens ETWAS Umsatz (und hoffentlich auch dennoch Gewinn!) machen?

    Wie würden Sie, als Planwirtschaftler entscheiden, wenn Sie der verantwortliche Marktleiter wären?

    Hat -wie Sie vollmundig behaupten- der VERKÄUFER den Preis am Markt/im Markt durchgesetzt?”

    Wenn Sie es gaaanz langsam lesen, werden Sie vielleicht verstehen, daß der vom Verkäufer “festgesetzte” Preis eben nicht der reale Verkaufspreis sein wird.

    Und nun ist es gut mit dem Nachhilfeunterricht.
    “Meine” Jugendlichen, die nicht mal den Hauptschulabschluß schafften, haben das “Problem” verstanden.

    Denen sollten Sie nicht hinterher hinken!

    Ihr C&P -Geschreibsel in #39 lohnt nicht die Lesezeit… darum überschlagen.

  41. Lodur

    “Ihr C&P -Geschreibsel in #39 lohnt nicht die Lesezeit… darum überschlagen.”

    Weil es wollecarlos nicht versteht. Seine “Thesen” zur Preisbildung wurden schon vor mehr als 150 Jahren widerlegt.
    Sein Geschwätz lohnt auch nicht meine Lebens- und Lesezeit. Es ist sinnlos, mit einem Blinden über das Licht zu debattieren. Da hier nur mehr redundantes substanzloses Geschwätz daherkommt, das die Arbeitswerttheorie nicht widerlegen kann, verabschiede ich mich aus diesem Thread. Jedoch nicht ohne das Endergebnis zu verkünden: Marxisten vs. Wirtschaftsesoteriker: 3:0 !

    ““Meine” Jugendlichen, die nicht mal den Hauptschulabschluß schafften, haben das “Problem” verstanden.”

    Dummheit ist also doch erblich.

  42. Lodur

    “Und nun ist es gut mit dem Nachhilfeunterricht.”

    Wenn ein dummer Lehrer Dummes lehrt, dann kommen dumme Schüler dabei heraus.

  43. wollecarlos

    @Lodur
    “…verabschiede ich mich aus diesem Thread. ”

    WIRKLICH ???
    Das kann ich nicht glauben!
    Und es wird auch nicht so sein, bei Ihrem Schwallerei-Bedürfnis!

    Es wäre auch schade, weil dann der Unterhaltungswert fortfiele!

  44. wollecarlos

    @Lodur
    schon wieder haben Sie nicht “sinnerfassend lesen” (eines Ihrer Lieblingsworte) können.

    Ich schrieb:
    “Meine” Jugendlichen, die nicht mal den Hauptschulabschluß schafften, haben das “Problem” verstanden.”

    Darauf Sie:

    “Dummheit ist also doch erblich.”

    Wenn man etwas “verstanden” hat, kann man nicht dumm sein.

    Nur wenn man etwas -trotz ausführlicher, simpler und geduldiger Erklärung- NICHT verstanden hat, kann man als “dumm” bezeichnet werden.

    Könnte das für Sie zutreffen?

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